Oth

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Dthämatom (grch.), Ohrblutgeschwulst.
Othello, Held eines Trauerspiels von Shakespeare
nach eincr ital. Novelle von Giraldi Cintio, einer Oper
von Rossini (1816) und Verdi (1887). lhammeds
Othmaän, der dritte Kalif (644 -666), Eibam Mo—
Otho, Maxcus Salvius, roͤm. Kaiser, geb. 32 n. Ehr.,
nach Galbas Ermordung Jan. 69 von den Praͤtorianern
um Kaiser ausgerufen. Er dwened wer gegen Vitellius
Cremona 16. April 69 und gab sich uß den Tod.
Othomi (tomi), Volksstanim eigener Sprache in
Mexiko, galten als Ureinwohner.
Othrys, jetzt Mavrita, Gebirge im nördl. Griechen⸗
land, Grenze Thessaliens gegen das Spercheiostal, 76 Km
ig., bis 1728 mm hoch. sheilkunde
Dtiater (grch.), Ohrenarzt; Otiatrie, Otiãtrit, Ohren⸗
Stinger, Friedr. Christoph, prot. Theosoph, geb
5. Mai 1702 zu Göppingen, gest. 10. Febr. 1782 al⸗
Prälat im Kloster Murrhärd. — Val. Herzog (1802).
Otitis (grch.), Ohrenentzündung. svolle Muße
Otium (lat.), Ruhe, Muße; 0o. cum dignitate, ehren⸗
Otjiherero, Sproche der Herero.
Otjimbingwe (Otjimbingue), Ort und Militärstation
im Distr. Kgribib in Deutsch-Südwestafrika, an der Mün—
dung des Omusema in den Swalop.
Otjomokojo, Militärstation in Deutsch-Südwest⸗
afrika, s. Grootfontein 1. I[s. Waterberg
Dtjosondjupa, Distriktsort in Deutsch⸗Südwestafrika
Otley (spr. ottle), Stadt in der engl, Graffch. Vork
hire (West Ridings, an der Wharfe (1901) 8230 E
ODtobafett, s. Myristica.
Otoeac (spr. btotschatz, Gemeinde in Kroatien, Komita
dika-⸗Krbava, an der Gatka, (1800) 8717 E. früher wich
tige Grenzhut gegen Türken und bis zum 17. Jahrh. Bi
Otologie (grch.), Lehre vom Ohr. lschofssitz
Dtom, Volksstamm, s. Othomi.
Otophon (grch.), Höhrrohr zur Verstärkung des Schalle
bei Schwerhörigkeit; Oioplastit, künstlicher Ersatz des
äußern Ohrs; Otorrhöe, eitriger Ohrfluß, Otostöp, Oh—⸗
renspiegel, Instrument zur Unlersuchung des Ohrs.
Otozysten (grch.), Gehörbläschen, bei niedern Tieren,
Kerebsen, Insekteularven ꝛc. borkommende, mit nervösen Ele—
menten ausgekleidete Säckchen mit im Innenraume fre
schwebenden Konkrementen (Otolithen, Gehörsteinchen)
bisher als Gehörorgane der betreffenden Tiere betrachtet,
aber in erster Linie Apparate zur Wahrnehmung der Schwer⸗
kraft und damit zur Erhaltung des Körpergleichgewichts und
hesser als Statozysten und Statolithen zu bezeichnen.
Otränto, Stadt in der ital. Prov. Lecce, nördl. von
Kap O., an der Straße von O., die das Adriat. Meer mi
dem Jonischen verbindet, (1901) 2401 E.
Otranto, Herzog von, s. Foucht, Jos.
ODtrepjew, Gregor, s. Demetrius (Großfürsten).
Otricoli, Ort in der ital. Prov. Perugia, unweite!
ↄom Tiber, (1901) 1867 E.; Fundort einer berühmte:
Zeusbüste (Jupiter von O.).
Otschakow, Hafenstadt im russ. Gouv. Cherson, an
Dnjepr-⸗Liman, 10 784 E. türk., dann bis 1852 russ. Festung
18534-655 von der engl.⸗franz. Flotte bombardiert.
Stscher, Berg der Lassingalpen (Osterr. Kalkalpen) in
Niederösterreich, 1892 m.
Otschi, Negerstamm, s. Odschi.
Ottajano, Stadt in der ital. Prov. Neapel, am Nord⸗
stfuße des Vesuvs, (1901) 12588 E.; Wein- und Olbau
Seidenkultur. April 1806 durch Vefuvausbruch zerstört
Ottakring, Vorort von Wien (XVI. Bez.)
Ottaverime (ital.), Stanzen (s. d.) von acht Versen,
oon denen die ersten fechs abwechselnd, die letzten zwe'
aufeinander reimen, die epische Versform der Italiener
Ottavino, s. v. w. kleine Flöte, s. Floöte.
Ottawa. 99 8. Nebenfluß des Sanlt Lorenzstroms in
stanada, scheidet die Prov. Ontario und Quebec, 1800 ku
lg. —.2) Hauptstadt von Kanada sKarte: Nordamerika
G] Gseit 1888), am Einfluß des Rideau in den O, (1901)
59 928 E., Nationalgalerie, Universität; Sägemühlen (Be—
nutung des Chaudierefalls), Papierfabrikation.
Ottawa. 1) Ort im nordamerik. Staate Illinois, am
Illinois und Illinois-Michigan-Kanal, (1000) 1058688 E;
Glas- und Tonwerke. — 2) Ort im nordamerik. Staate
Kansas, am Osage, 6934 E., baptistische Universität.

Dite, Heinrich, Kunstschriftsteller, geb. 24. März 1808
in Berlin, 183478 Pfarrer in Froͤhden bei Jüterbog,
zest. 12. Rug, 1880 in Merseburg; Hauptwerk: „Hand⸗
buch der kirchlichen Kunstarchäologie des deutschen Mittel⸗
alters“ (5. Aufl, 2 Bde., 188384).
Ottensen, ehemal. Stadt, seit 1880 mit Altona ver⸗
inigt; Klopstocks Grab.
Strenstein, Flecken in Braunschweig, (1908) 1183 E.,
Amtsgericht, Schloß.
Olrer, ailgemeine Bezeichnung für Giftschlangen, schlecht⸗
jin für die Kreuzotter; auch s. v. w. Fischotter.
Oiter, Friedt Wilh., Freiherr von, schwed. Admiral und
Staatsmann, geb. 11. April 1833 auf Fimmersta, 1874 80
Marineminister, 1900 Admiral, 1900 -2 Minisierpräsident.
Otterbeinleute oder Vereinigte Brüder in Christo,
Zweig der Methodisten (f. d), begruündet 1800 vom deutsch⸗
reform. Prediger Phil. Wilh. Otterbein, geb. 1726 in Dil⸗
lenburg, der 1752 nach Yorktown in Pennsylvanien aus⸗
wanderte, gest. als Bischof 1818.
Otterberg, Stadt im bayr. Neg.⸗Bez. Pfalz, am
Otterbach, (1805) 2707 E., Amtsgericht.
Dtierelv, Flaß im füdl. Norwegen, im Unterlauf
Torrisdalselv genannt, mündet nach 286 Km bei Kristian⸗
sand ins Skagerrak.
Dtterhund, engl. Hunderasse (Skye terrier), graulich
»der graurehfarben, ähnlich dem rauhhaarigen Dachshund,
aber größer und stärker und mit geraden Beinen.
Otterndorf, Kreisstadt im preuß. Fe eh Stade,
an der Medem, (1905) 1900 E., Amtsgericht, Realpro—
umnasium. ffeines Pelzwerk.
Otterufelle, Felle des Fischotters und des Seeotters;
Otternköpfchen, s. Porzellanschnecken.
Otterwindel, s. Spechte.
Ottilienberg, s. Odilienberg.
Stting, s. Altötting und Reüötting.
Sttingen, Stadt im bayr. Reg.-Bez Schwaben, an der
Wörnitz, (1905) 2906 E., Amtsgericht, Schloß, Progymna—⸗
sium; Fabrikativn landw. Maschinen, Orgeln, Harmoniums.
Sttingen, seit 1806 mediatisierte Grafschaft unter bayr.
ind württemb. Hoheit. Zwei Linien: O.Spielberg (Fürsten
eit 1734) und Ä.Wallerstein (seit 1774 Reichsfuͤrsten )
Haupt der erstern ist Fuͤrst Albrecht, geb. 21. Juni 1847,
der letztern Fürst Karl, geb. 27. April 1877, beide erh⸗
liche bayr. Reichsrüte und erbliche Mitglieder der würtemb.
 Ersten Kammer. Des letztern Oheün, Ludwig Krafft
Ernst, Fürst von Ö.-Wallerstein, bayr. Staatsmann, geb.
314. Jan. 1791, 1831-37 Minister des Innern, bildete
mit Berks 1847 —48 das sog. Lola-Minifterium, 1848
—62 Wortführer der äußersten Linken im Abgeordneten⸗
hause, gest. 22. Juni 1870 zu Luzern.
Oettingen, Alexander von, luth. Theolog, geb.
12.24. Dez 1827 in Wissust bei Vorpat, 183686 Prof.
in Dorpat, gest. das. Ende Aug. 18905; Hauptwerke: „Die
Moralstatistit und die christl. Sittenlehte“ (2 Bde. Er—
angen 1868—274; Bd. 1,3. Aufl. 1882),, Luth. Doamatil“
—
OSttingen, Artur von, Physiker und Musiktheoretiker,
Jeb. 20. Rärz 1886 zu Dörpat, 186808 Prof. das., seit
1894 in Leipzig; schrieb: „Meteorolog. Beobachtungen,
1871 93), Harmoniesyfiem in dualer Entwicklung“
1866) u. a.
Ottmachau, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Oppeln, an
der Glatzer Neiffe, (1905) 36560 E., Amtsgericht. Schloß;
zuckerz, Maschinenfabrikaͤtion.
Otto 1., der Große, röm.-deutscher Kaiser (o36
-813), geb. 912, Sohn Heinrichs J. 836 zu Aachen ge⸗
krönt, unkerdrückte 839 Empörungen der Herzöge von Fran—
ken und Lothringen und seines Bruders Heinrich, verlich
Franken seinem Schwiegerfohn, Konrad dem Roten, Schwa⸗
hen seinem Sohn Liudolf, Bahern seinem Bruder Heiurich,
Sachsen dem Grafen Hermann Billung; siegreich gegen
Böhmen und die Wenden, zog er 951 der von Berengär II.
edtängten Königin Adelheid zu Hilfe und gewann mit deren
Zand die Königskrone von Jtalien. Nach (054) Be—
ümpfung des aufrührerischen Liudolf und Konrad be—
iegte er 10. Aug. 055 die Ungarn auf dem Lechfelde, ward
962 zu Rom als Kaiser 8 gest. 7. Mai 973 3u
Memleben, begraben zu Magdeburg. — Bioar. von Köpte
und Dümmler (1876.