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marschall, gest. 29. Juli 1818 zu Stockholm; schrieb
„Dagens Stunder“ und das Lehrgedicht „Sköräsrne“
( Die Ernte“), übersetzte Miltou und Tassos Werke
b Bde., 1805— 26). — Bgl. Wirsen (1885)
Orford, die untere Abteilung des Malms.
Orxford, Grafschaft im mittlern England, 1957 qkm
(1801) 182768 E., pom Orfordtanal (140 icm lg.), der
den Trent mit der Themse verbindet, durchzogen. — Die
Hauptstadt O. an der Mündung der Cherwell in die Themse,
49 336 E., alte berühmte Universität (Ernennung des ersten
Kanzlers 1214, vorher Gelehrtenschule), 21 Colleges, davon
als Bauwerke hervorragend Christ Church, Merton Col
lege, Corpus Christi, University College, letzteres das
älteste (seit 1249), das geistig bedeutsamste ist Ballüol Col
lege; berühmt ist die Druckerei (Clarendon Preß) und die
Bodleianische Bibliothekt. — Vgl. Brodrick (engl., 1886)
Smith (engl., 1895), Headlam (engl., 1904).
Orford, Robert Harley, Graf von, brit. Staats—
mann, geb. 5. Dez. 1661 zu London, 1761 Sprecher des
Uunterhauses, 1701 -8 Staatssekretär, 1710 Graf und
Lordschatzmeister, 1714 entlassen, unter Georg J. des Hoch—
verrats angetlagt und bis 1717 im Tower gefangen, gest
21. Mai 1724. Die Handschriften seiner Bibliothek kamen
nach dem Tode (16. Juni 1741) seines Sohnes Edward
Harley, Graf von O., ins Brit. Museum (Bibliotheoa
HUarleiana). — Vgl. Roscoe (1902).
Orxhoft, Maß F Wein und Spirituosen, in Deutsch—
land zu 113 Ohm sder preuß. O. ⸗ 206 )); in Frankreich
Barrique (s. dd, in England Hogshead (s. d.) genannt.
Oxonia, lat. Name für Orford. suppe.
Ox-tail soup (engl. spr. tehl supp), Ochsenschwanz⸗
Drus, alter Rame des Amu-darjan(s. Amu).
Ornygzofarbstoffe, s. Azofarbstoffe.
Drybenzoẽsãure, s. Salizylsäure.
Orybenzole, s. Phenole.
Orychloride, Verbindungen von Elementen mit Chlor
Oryd, s. Orhde. [und Sauerstoff
Orydaktylier (Oxydactylia), s. Froschlurche.
Drydationsmittel, Sauerstoffverbindungen, die ihren
Sauerstoff leicht an andere Stoffe abgeben, z. B. Salpeter⸗
säure, Chlorsüure, unterchlorige Suͤure und ihre Salze
Bleisuperoxyd, Natriumperoxyd; auch Körper, die sich leichi
mit Wasserstoff verbinden, und daher aus Wasser Sauer⸗
stoff frei machen, z. B. Chlor.
Ornde, die aus der Verbindung von chem. Elementen
oder Radikalen mit Sauerstoff hervorgehenden Substanzen.
Die Vereinigung mit Sauerstoff (Oxydation, in früherer
Zeit auch Vertalkung genannt, daher Metallkalke s. v. w.
Metall⸗O.) erfolgt lebhaft, unter Feuererscheinung (Ver⸗
brennung), oder langsam (Berwesung, Atmung). Je nach
der Zahl der in einem O. vorhandenen Sauerstoffatome
unterscheidet man Monoxyde, Sesqui⸗, Di⸗, Tri⸗, Tetroxyde
wenn ein Element sich mit Sauerstoff in mehrern Ver—
hältnissen zu verbinden vermag, so bezeichnet man die be⸗
ständigste Verbindung als Oxyd schlechthin, die weniger
Sauerstoff enthaltenden als Oxyvul und Suborxyd, dite
mehr enthaltenden als Super⸗, Hyper- und Peroxyd;
durch Verlust von Sauerstoff geht ein Körper aus einer
höhern in eine niedere Oxydationsstuse über. O. haben
an sich weder saure noch basische Eigenschaften; viele ver—
mögen aber durch Verbindung mit Wasser zu Säuren und
—* zu werden; O. liefern dabei Oxydhydrate, Orxydule
Drydulhydrate, Superoxyde Superoxydhydrate. Die, die
nicht inmistande sind, Süuren oder Basen zu liefern, heißen
indifferente O. Oxyd- und Oxydulsalze sind die aus den
betreffenden O. durch Säuren gebildeten Salze.
Drydiertes Siüber, s. Galvanisiertes Silber.
Oryduihydrate, s. Orvde.
Dryessigsãure, s. Glykolsäure.
2x5ygenium, der Sauerstoff (. d.).
Oxykrozeumpflaster, Safranpflaster, rotbraunes
Pflaster aus gelbem Wachs, Kolophonium, Fichtenharz,
Galbanum, Ammoniakgummi, Terpentin, Mastix, Mytrhe,
Weihrauch und Safran, gegen rheumatische Befchwerden.
Orxyliquit, Bezeichnung für die zu Sprengzwecker
dienende flüssige Lust.
Oryniel, Sauerhonig, Präparate aus gereinigtem, mit
Mangenesis vermischtem und verdampftem Honig. Offizi—
nell ik nur noch O. Scillae, der Meerzwiebelhoniag.

Orymðron (grch.), spittfindige Zusammenstellung von
wei sich scheinbar widersprechenden Begriffen (3. B. ge—
häftiger Müßiggang).
Orypropionsfaure, s. v. w. Milchsäure (, d.).
Sryrynchos, alte Stadt in Unterägypten, jett
Behnesa, bekannt durch zahlreiche und wichtige Papyrus
— ——— die
Oryfãnuren, Altoholfäuren, organische —
neben der Karboxylgruppe die Hydroxylgruppe enthaluen
—A Ailloholeigenschaf
saben, gB. die Milchfäure, die Fruchtsäuren (Apfelsz, Weine,
Zitronensäure), Salizylsäure, Gallussäure u. a. de
Oryfulfurete, Syfuifide, den Oryden entsprechend
herbindungen mehrwertiger Elemente, die zu gleicher Zei
—„chwefel und Sauerstoff enthalten. sbe.
Srutoiuol,. s. v. w. gresoi —
drntonon (irch) ein Wort mit dem Alut auf de
Oxxũris, s. Madenwurm. h
Syamea, Fwawo, Marquis, japan. Feldmarschall, 3
81 in Satsuma, 1884 Kriegsminifter, Kommandant
2. Armeekorps im ChinaJapan. Krieg 1894, 1904—
im Ruff.-Japan. Krieg Höchsttommandierender der japan.
Armee in der Mandschurei. d
Oyapoc, Grenzfluß zwischen Franz.⸗ Guayana w
Brasilien (Gräo Parä) mündet nach 488 km westl. vor
stap Orange in den Ätlant. Ozean. 3
Oybin, bewaldeter Sandsteinfelsen (4186 m) bei Zittc
mit Klosietruine und Mufeum; am Fuße Dorf O. 80
734 E. Sommerfrische. — Vgl. Moschkau (4. Aufl. 8
Oeynhausen (pr. bhn), Bad Ol. Stadt und e
im preuß. Reg.⸗Bez. Minden, an der Werre, (1805) uae
Amtsgericht, kohlenfäurereiche Thermalsolquellen (25,0 ba
33,70 6. gegen Gicht, Rheumatismus, Nervenleiden *
das Bad Da fruͤhet zu Kehme gehörig, wurde 1845 von
Berghauptmann Karl von O. begründet. — Bgl. Aly (1802).
o2.,. Abkürzung für Ounce (s. d.). der
Ozäͤna (grch), Stinknase, chronischer Fatarth
Nasenhöhle mit Schwund der Schleimhaut und uůͤbelriechen
der Absonderung.
ODzauam (sor. osanäamm), Antoine Fredkeric, sran
Zchriststeler, geb. 28. April 1818 in Mailand, I8*
riteraturprof. in Paris, gest. 8. Sept. 1883 in Mar⸗
eille, war einer der Gründer des Ordens des Vincenz von
saula, schtieb· Danto et le phisogoprie datpolique, du
XIIIS giéele“ (2. Aufl. 1845; deutsch 1888), Les
poètes francischins en Ttauis àau XIIé siccle“ (1833
deutsch 1853) u. a. — Vgl. C. A. Ozanam (2. Aufl. 1882),
Zun (1888).
Dzark Moumntains (spr. osark mauutins), Gebirgs—
zug in den Ver. Staaten von Amerika, vom Red Riper
im Indianerterritorinm durch den NW. von Arkansas bis
zum Zufammenfiuß des Missouri und Miffissippi reichend;
Ozea, Gebirge, s. Parnes feoo voo m hoch.
Ozean (grch), urfprünglich das einheitliche Weltmeer
der Allen (J. Steanos), eht in drei Teile geteilt, den
Atlantischen, Stillen und Indischen O. (s. die Eingelarlikel
Ozeanen (auch Polynesien im weitern Sinne), sämt⸗
liche im Stillen Ozean von den Grenzen Asiens und
dem Ind. Ozean dis zu den Kuͤsten Anterikas zerstreute
Inseln sKarten: Australien und Ozeanien Lu. I und
deutsche Kolonien II; Profil durch den Stillen Ozeau
GErdrarten I7j νεοο νν, tells gebirgig, pul⸗
lanischen Ursprungs, mit fruchtbarem Boden, teils nied?
ige Korallenkalkfelsen (Atolle). Man unterscheidet nach
den Bewohnern: 1) Melanesien, umfaßt Neuguinea, Loui⸗
iade⸗, Bismarckarchipei, Salomon- Santa-Cruz⸗Inseln,
Neue Hebriden mit Banksinseln, Tulopia⸗ Loygliy-, Fid⸗
schiinseln, Neukaledonien. 2) Polynesien (Kenseeland,
Tonga-⸗, Samoas, Herveyinseln, Gesellschafts— mit Tu⸗
huaiinseln, Tuamotus, Marquesas⸗ und Sandwichinseln)
3) Mitronesien, im RW. des Stillen Ozeans bis Japan
und bis zu den Philippinen (Magalhäsesarchipel, Maria—
nen, Karolinen mit Palauinfeln, Marshall- Gilbert⸗
und Elliceinseln, Nordpagifische Sporadenß. lora, bes.
auf den größern westl. Inseln, eigenartig; allgemein ver⸗
hreitet die Kokosnußpalme; andere Rutpflanzen der Brot⸗
fruchtbaum, HYamswurzel, Sagopalme, Taro; die Vege⸗
lation ist auch auf den östl., Amerika zunachst gelegenen
Infein indisch! ebenso die Tierwelt. welcher jedoͤck außer