Zentral⸗ Nord⸗) und Südamerika verbindet, an der schmal—
ten Stelle 46 x br.; von der Panamabahn (Colsn-P.,
6 kmelq., 1850 -56 erbaut) uͤberschritten. Die Re!
ublik P. oder Ist(h)mo, bis 19803
Departamento der Republik Kolum—
ien, 87480 qkn,ca, 100000, E.
Ureinwohner der Chibcha- Sprachfa⸗
nilie angehörig, ca. 25 000 reinblü—
ig, sonst Mestizen). Verfassung vom
14. Febr. 1904; Abgeordnetenhaus,
Bräsident auf 4 Jahre. Landesfarben:
Blau⸗Weiß-Rot. Wappen zeigt Abb.
1316, Flagge auf Tafel: Flaggen.
Münzeinheit der Balboa dem anerik.
Dollar. Bgl. M. Wagner (1861), A. Reclus (franz.,
1881), Posada (span., 1898). — Die Hauptstadt V., am
Bolf von P., 80000 E. (S. auch Panamakanal.)
Panamaholz, s. Quillaia.
Panamahüte, Chilehüte oder (nach ihrem Ausfuhr—
ort) Guayaquilhüte, sehr haltbare Hüte, aus gespaltenen
Blattrippen von Carludovica palmata geflochten.
Pangamakanal, seit 1879 geplante, durch die Land—
enge von Panama führende Wasserstraße Karte: Süd—
gmerika J, 1), 1881 durch eine auf Grund der von
Lesseps zu niedrig geschätzten Kostenanschläge entstandene
Aktiengesellschaft begonnen, 1889 nach Verausgabung von
1400 Mill. Frs. und der Vollendung von etwa einem Drittel
der Arbeiten infolge der Zahlungseinstellung der Gesellschaft
'allen gelassen. Erst durch den Vertrag der Ver. Staaten
»on Amerika mit der Republik Panama vom 18. Nop. 1903
ist die Ausführung des P., und zwar als Schleusenkanal,
esichert. — Bgl. Lesseps (franz, 1888), Chiche (franz.,
896), Sonderegger (franz, 1902), Bates (engl., 1905).
Panamariude, . Quillaia. snamahüte ähnlich.
Panamas, halbwollene Zeuge, dem Geflecht der Pa—
Panamerikanischer Kongreßß, Versammlung von
Bertretern aller amerik. Staaten in Washiugton Ott. 1888
bis April 1890, in Mexiko Okt. 1901 bis Febr. 1902, in
Nio de Janeiro Juli 1906 zur Beratung engern wirtschaftichen
 und polit. Zusammenschlusses.
Panaria, eine der Liparischen Inseln, 3,6 qkm.
Panaritium (lat.), die Fingerentzündung Is. d.).
Panafch (ftz. pansehe), Helin-, Vederbüsch; pana
chiert, buntstreifig, bunt; Panaschee (panachsé), ein Kom—
zott aus verschiedenfarbigen Früchten, Eis aus mehrerlei
Sorten; Panaschüre (panachure), s. Buntblätterigkeit.
Pangathenaen, Hauptfest det Athene zu Athen, die
leinen jährlich, die großen alle vier Jahre gefeiert.
Fanax, Pflanzengattg., s. Aralia.
Panan, eine der Philippinen, 12560 qkm, (1908)
43646 E.; Hauptort Ilo⸗Jlo.
Panazee grch.), Heilmittel für iede Krankheit. P.
es Lebens, s. Alchimie.
Paucaratra, ind. Sette, s. v. w. Pantscharatra.
EFañcatantra (spr. pantscha- Pantschatantra, „Die
ünf Bücher“), ind. Fabelwerk, Verfasser angeblich Vish—
zutarman, in mehrern stark abweichenden Rezenfionen er—
alten; übersetzt von Benfey (1859), Fritze (1884), R.
Schmidt (1901). Das P. befand sich unter den Werken, die
m 6. Jahrh. n. Chr. der pers. Arzt Barzot ins Pehlevi
iͤbersetzte und zu einer Fabelsammlung benuͤtzte. Auf diese
Behleviuberfetzung, die perloren if geht die arab. üÜber⸗—
setzung „Kalila und Dimna“ des Abduͤ⸗llãh bnu l-Mugaffa
gest. 760) zurück, durch die das Buch im ganzen Morgen—
und Abendlande verbreitet worden ist. Als Verfasser nennt
zie arab. Bearbeitung Bidpai (Pidpai, Pilpai), das Haupt
der ind. Philosophen; übersetzt von Holmboe (1832), Wolff
2. Aufl. 1839). Die auf dem Arabischen beruhende hebr.
Ubersetzung des Nabbi Joel (um 1250) wurde gegen Ende
des 18. Jahrh. von Johann von Capua ins Lateinische über—
setzt u. d. T. „Directorium humanae vitae“, woraus
die deutsche enegung „Das Buch der Beispiele der alten
Weisen“ auf Befehl Ebechards . von Wuͤrttemberg (12608
—18325) gemacht wurde (b9. von Holland, 1860)5
Pancratiunm L., Trichterlilie, Pflanzengattg. der
Amaryllidecn, Zwiebelgewächse mit schmalen Blättern und
wohlriechenden Blüten
Pancsova (spr. Aschöwa), Stadt im ungar. pie
Torontäl, an der Temes, Cigdoy 18014 60Seiden-,

315

Pan

tärkeindusteie. Hier 80. Juli 1739 Sieg der Osterreicher
iber die Tuůͤrken. swelt, 12.
Panda, s. Katzenbär und Tafel: Asiatische Tier⸗
Pandãmonium (Pandaimomon, grch.), ein allen Dä⸗
nonen geweihter Tempel; auch Inbegriff der bofen Geister.
Pandangazeen, monokotyledonische Pflanzenfamilie
n den Tropen der Alten Welt, strauchige, seltener baum—
artige, häufig kletternde Gewüchse mit stelzenförmigen
Sztützwurzeln, büschelig en Blättern und traubigen
Infloreszenzen. — Vgl. Warburg 1800).
Pandanus LT., Pandang, Pflanzengattg. der Pau—
anazeen, palmenähnliche Gewächse mit müchtigen Luft⸗
vurzeln, auf den Inseln des Stillen Ozeans und des Ma⸗
aiischen Archipels. Von einigen wird das Fruchtfleisch ge⸗
essen; alle liefern dauerhafte Gespinstfasern.
Pandataria, jetzt Veutotene, eine der ital. Ponza⸗
seln, 130 m hoch, mit Santo Stefano (1901) 18596.
Pandekten (Irch.) oder Digesten, Hauptbestandteil
es Corpus juris civilis, Sammelwerk kus den ältern
üm. jurxist. Schriftstelleru, auf Justinians Befehl von
7 Juristen unter Triboniaus Vorsitz verfaßt und 16. Dez.
33 mit gesetzlicher Autoritut publiziert; auch Bezeichnung
»es gesamten röm. Zivilrechts und'bon Vorlesungen dar⸗
ber. Lehrbücher des Vandektenrechts von Puchta (I2. Aufl.
877). Vangerow (7. Aufl. 1875), Windscheid (8. Aufl.
900), Dernburg (7. Aufl. 19802 - 3).
Pandemie (arch),‚s. Epidemie; pandẽmisch, ein ganzes
dolk betreffend, allgemein verbreitet.
Pander, Chriftian Heinrich, Zoolog, geb. 24. Juli
794 in Riga, gest. 22. Sept. 186ß in Pelersburg; schrieb:
Beiträge zur Entwicklung des Hühnchens im Ei⸗ (14817),
Das Riesenfaultier Bradypus giganteus“ (mit d'Alton,
821), Beiträge zur Geognosie des Russ. Reichs“ (1830) 2c.
Pandharpur, Stadt in der britind Präüsidentschaft
Zombay, (1901) 32405 E. berühmter Vishnutempel.
Pandit, in engl. Schreibung Vundit, dei Gelehrter,
kitel ind. Gelehrter, unserm Doktortitel entsprechend.
P. and O. Comp., Abkürzung für Peninsuiar and
riental Sfeamship Compauy si. Beilage: Dampfhiffahrt].

(grch, die Allbegabte oder Allgebende), nach
riech. Sage das erste Weib auf Erden, das Zeus aus HZorn
ber den Feuerraub des Prometheus zum Unheil der Men—
chen schaffen ließ, mit einem alle Übel eiuschließenden Ge⸗
äße versehen (Büchse der P.), das Epimetheus öffnete,
oodurch sich alles übel über die Erde verbreitete.
Pandschab (pers., „Land der fünf Ströme“, engl.
Zunjab), nordwestl. Provinz (Eieutenautgouverneurschasft)
des Brit.⸗ Ind. Reichs Karte: Asien 1I], mit den Ba
allenstaaten (s. Pandschabstagten) 346383 4km, 1801)
24754 737 E., benannt nach fünf im Himalaja entsprin⸗
enden und vereinigt in den Indus mündeuden Flüssen
Dschihlam, Tschinab, Rawi, Biaß und Satladsch). Seit
801 in 5 Divisionen eingeteilt; Hauptstadt Lahaur. P.
vurde 1848 aus Gebietstellen des Staates der Sith gebil—
et. — Bgl. Latif (engl., 1896), Thoxburn (engl. 1804).
Pandschabi, eine der neuern ind. Sprachen, gesprochen
m Pandschab. Grammatik von Tisdall (1889); Wörter
uch von Newton und Janvier (1854).
Pandschabstaaten (engl. Punjab Native States).
4 (bez. mit 9 kleinern Tributärstaaten 48) unter ein⸗
eimischen Fürsten stehende Vasallenstaaten im nordwestl.
Istindien, unter den Lieutenant-Governor des Pandschab,
sammen 94614 qkm, (1901) 4424398 E.
PBändschdih, sav. w. Vendschdeh (s. Pende).
Pandschim, dauvsadt von Goan(s. d.)
Pauduren, bewaffnete Leibdiener der Edelleute in
kroatien und Slawonien; im 17. und 18. Jahrh. zur
stext. Armee gehöriges, aus Südungarn stammendes Fuß⸗
olk, paen wegen egin Mannszucht.
Paneel (engl. panei, frz. Panneau), Füllung, im
zauwesen ein vertieftes, von einer Umrahmung oder von
liederungen eingefaßtes Feld, das Holzgeiafel am untern
il der Zimmerwände.
Panegyrikus (grch.) Lobrede; Panegyriker, Pane⸗
rist, Lobredner; paneghrisch, lobrednerisch.
ↄanem et ciroenses, s. Zirzensische Spiele.
Panflöte, s. v. w. Pansflöte (s. d.)
ßangam, Pandichim, Hauvtftadt von Goa (. d.)