Pan

348

vendet wurden, in Aufnahme gekommen. Im engern
Sinne die Hochseepanzer- Schlacht- oder Linienschiffe, im
Hegensatz zu den Panzerkreuzern (s. d.)
Vanzerschilde, zum Schutz
er Geschützscharten in Erdwer—
en (Pauzerbatterien) dienende
Borrichtungen aus Eisen- oder
Stahlplatten mit Einlagen aus
jartenn Teakholz [Abb. 1319)].
Auch die freistehenden Schnell—
euerschiffss, die Rohrrücklauf—
und Maximgeschüße haben
Schilde aus Panzerblech [Tafel:
driegswesen II, 10).
Panzerfschleiche (Pseudödus),
 Eidechsengattg. der Kurzzüngler, mit doppelter Längsurche
 an den Koͤrperseiten, ohne Vorderfüße, mit stummel—
örmigen Hinterbeinen, Schwanz bedeutend länger als der
ibrige Körper. Einzige Art der
Scheitopusit (P. apus Poll. IAbb.
1320)), braun oder dunkelrot,
uweilen gefleckt, Südosteuropa,
Nordafrika, Westasien.
* FJanzerschranre, s. Panzer⸗
lech.
Panzertiere, nichtwissenschaftliche Benennung für die
nit Knochens und Hornplatten gepanzerten Säugetiere:
Bürtel- und Schuppentier, Schildkröten und Krokodile.
Panzerturm, gepanzerter Bau von kreisrundem oder
»valem Querschnitt, mit Panzerplatten belegt und durch
ine gewölbte Panzerdecke geschlossen, dient zur Aufstellung
pon Geschützen als Panzerdrehturm (s. d. und Tafel
riegswesen V, 16) oder Senkpanzer, oder zum Schutz
der Kommandoelemente (Kommandobrücke) und des Kome
nandanten (Kommandoturm) auf Kriegsschiffen.
Panzerwangen (Cottidae, Cataphracti), Familie
der Stachelflosser, mit gestrecktem, nacktem, beschupptem oder
urch knöcherne Platten geschütz⸗
em Körper und starker seitlicher
Panzerbedeckung des Kopfes;
neist plumpe, oft originelle For⸗
nen, vorwiegend Meeresbewoh⸗
ier. Hierher der Seeskorpion
Seehahn, Cottus soorptus L. [Abb. 1321)) und der See—
zulle (C. bubalis Luprasem), veide dunkelfarbig, in Nordind
 Ostsee, geben beim Fang ꝛinen knurrenden Ton von
ich, Fleisch nicht geschätzt;
daulkopf (Groppe, Koppen,
Dickkopf, Rotzgober ꝛc., 0O.
obĩo L.), Kopf breit, platt,
‚orn abgerundet, Mundspalte
zreit, in den Süßwässern Mit—
eleuropas, Fleisch geschätzt;
knurrhahn (Seeschwalbe,
Prigla hirundo Bl. sTafel: —V
Fische U, 10), rotbraun, 1322. Ostindischer Flug⸗
Seiten rotgolden, vom Mittel⸗ hahn.
neer bis zur westl. Ostsee); Flughahn (Dactyloptsrus),
nit sehr langen (60 om spannenden), zu Fliegorganen um—
gebildeten — im Mittelmneer, dem Allant. und
ind. egr lostind. Flughahn, Dactyloptéërus orientãlis
ꝛev., Abb. 18322)].
Panzerwaren, verschiedene in Iserlohn (von der
Banzerzunft) angefertigte Eisens, Stahl- und Messingoaren,
 wie Ketten, Angeln, Packnadeln ꝛc.
Pasla, Stadt in der ital. Prov. Cosenza, (1901) 8819 E.,
Weh, Hafen; Wein- und Olivenbau.
aobli, Betty, J. Glück, Elisabeth.
Paoli, Pasquale, kors. Patriot, geb. 1726 zu Moro—
aglig auf. Korsika, leitete den Aufstand der Korsen gegen
ic Genuesen seit 1758 mit Glück, mußte aber den Fran—
josen 1768 weichen; 1789 zurückgerufen, suchte er feit
i798 Korsika von Frankreich unabhungig zu mahen, stellte
8 unter engl. Schutz, beförderte 1794 die Landung engl.
Truppen, zerfiel dann aber mit ihnen, begab sich 1756
aach London, pr in dessen Nähe 85. —* 1807. —
Biogr. von Klose (1833), Bartoli franz. 1867).
Paslo, Panl, Pauliner, auch Giulis, Julier, frühere
öm. Silbermünze zu 10 Bajocchi — 03.4.

Paslo Veronese, eigentlich Paolo Caliari Cagliari
enet. Maler, geb. 1528 zu Verona, gest. 19. hn *
uu Venedig; sqailderte das pruchtige venet. Leben
arbenreichen Darstellungen von Gastmählern — r
dana (Kolossalbild, Paris; kleiner in Dresden), p
nahl im Hause des Simon (eins in Venedig); nt
Auffindung des Moses, Anbetung der Könige ——
Christus, 1J. Ehebrecherin vor Christus. Sodann De *
und Wandbilder im Vogenpalast und in der 33
on, San, Marco in Venedig. — Vgl. Meißner e
Paonie (Paconia T), Pingit⸗ oder Gichtrose, Pf *
engattg. der Ranunkulazeen, Kräuter, seltener 5*
iruncher, der noͤrdl. gemaͤßiglen Zone, mit sehr dogc
euchtend roten Blüten in vielen Varietäten. Haufigste
zie gemeine P. (Pumpelrose, Paconia otgenaiis
eren Wurzel gepulvert (Markgrafenpulver) segen
epsie und Gicht verwendet wurde. — Val. Pfyffer v
Altishofen (1890).
Paͤonien, alte Landschaft im nördl. Wapedonienghr
Päonius, griech. Bildhauer des 5. Jahrh. v, 3
us Mende in Thrazien; von ihm die 1875 in *
esndent arg enen I 35 Nike.
Pao⸗ting⸗fu, chines. Stadt, s. Pau-cting-fun.
sopa be, Vale der duech Kirte
gezeichnung für alle, bes. v Geistliche, in der A
rst Bezeichnung der Bischöse, seit 8. Jahrh. vorzugsweise,
»it dem 11. Jahrh, ausschließlich der Papst. *
Papa, königl. Freistadt im ungar. Komitat —
rder Tapoleza (1800) 14201 6. Esterhaͤzhsches an
Papabiles (neulat.), diejenigen, die Aussicht haben,
ei der Papstwahl gewählt zu werden. ut
Papageien (Eoittuehh, Ordnung der Boge ih
räftigem, stark gekrümmtem, gelenkig mit denm S *
erbundenem Obera, kurzem, geradem uniterschnabel, di *
»eweglicher Zunge, Kletterfüßen, einem Kletter— un
Baumleben angepaßt, paarweise in großen Gefellschaf *
ebend, in den Tropen der Alten und Neuen Welt, Ne
jocker; leben von Früchten, Sämereien, sind leicht 3
ʒar, lernen sprechen 2c.; fünf Familien: Kakadus, e
Zutzschwanzpapageien, Loris und Eulenpapageien (s. c
Ariteh. Vah dFinsch (2 Bde 860 Marsn 9
1889), Arnold (1892) 33 (6. Aufl. 1893),
3. Aufl. 1898), —3— 18989), Siebert (1804).
Papageienkrantheit, sJ. Pfittakosis.
Bapageisisch, s. Lippfische.
Bapageitaube, s. Fruchttauben [Abb. 620)].
Lapageitaucher, s. Alken [Abb. 518). bi⸗
Papain, Papayotin, Papayazin, Papaw, vegeng
ijches Pepsin, eiweißverdauendes Ferment aus dem Mi
aft von Carica papaya L. (s. Oarica), löst bei oi
emperatur Fleisch und andere Eiweißstoffe auf; Heilmi
ei Magen- und Darmkrankheiten. m
Papaͤl (neulat.), päpstlich; Papalmesse, — Vr
Bapst zelebrierte ese Papalfystem, s. Episkopa sostem
Papantla, Stadti im merxik. Staate Veracruz an n
Ztraße nach Tampico, 10 000 E., mit altmerik. e
bvyramide); Vanillegewinnung. Syhrilandinse
Papa SEtour Age pappe staur), eine der schott.
Papat (mittellat.), püpstl. Würde, Papsttum. wy
hapaver L. Mohn, Pflanzengattg. der ———
dräuter mit Milchsaft und schönen — P. som
brum L. (Schlaf⸗ Garteumohn, Mag⸗
amen [Abb. 1323)) wird in vielen Ab⸗
erten (grauer oder Schüttmohn, blauer
»der Schließmohn, weißer Mohn) kul⸗
iviert. Die unreifen Mohnköpfe sind
ffizinell und dienen zur Herstellung
on Mohnsirup und beruhigenden Auf⸗
üssen; ebenso sind die offizinellen
oeißen Mohnsamen, bes. aber der Mohn⸗
aft oder das Opium (s. d.) Heilmitiel.
)as aus dem Samen gewonnene Mohn⸗
wist ein gutes Speischl. P. hoeas LT.
Klatsch⸗ Klappermohn, Feuerblunte),
erbreiteles Ackerunkraut, die Blüten 1323. V ohn
Klatschrosen) als einhüilendes, Uun⸗ 6G5 in
erndes Mittel benutt, kultiviert als Ranunkelmohn;n
en Alpen P. alpinura T. (Alpenmohn) stengellos, m
oeißen oder gelben bis orangeroten Bluͤten.

5.