Pap
der Gebärmutter, des Mastdarmes und der Harnblase
orkommend, kann erhebliche Blutungen veranlassen.
Papillaärkörper, die obere Schicht der Lederhaut,
die die Hautpapillen trägt. (S. Haut.)
Papille (lat. papilla), Hautwärzchen; Papllla mamaiis,
 die Brustwarze; papillär, papillös, warzenförmig.
Papillom, s. Papillargeschwulst.
Papillote (ftz., spr. Pijbit), Haarwickel.
Papin (spr. Päug), Denis, Physiler, geb. 22. Aug.
1647 zu Blois, 1687 1707 Prof. in Marburg, gest. 1710;
Erfinder det Isonpin (. d. nebst Abb. 392) und
ines Dampfschiffs. — Vgl. Wintzer (1888), Jäger (1802).
Papiniänus, Amilius, röm. Rechtsgelehrter, zuletzt
braefectus praetorio, auf Geheiß des Taracalla Inie
zerichtet; in den Pandekten (s. d.) sind 695 seiner Aus⸗
prüche aufbewahrt.
RPapirius, Lucins P. Cursor, Feldherr im zweiten
Samnttischen Kriege (327 804 v. Chr.). Auqch sein Sohn
ducius s5 Cursor kuͤmpfte siegreich gegen die Samniter
und unterwarf sie 272 pollends. — Gajus B. Carbo,
Freund des Tiberius Gracchus, spüter Anhänger der Opti—
natenpartei, 119 wegen seiner alten gracchischen Beziehungen
erbannt. lin Rußland.
Papirossa Deneht Papirossy), Name der Zigarette
Papismus (neulat.), Papsttum; die Lehre der röm.⸗
ath. Kirche von dem Papst als Statthalter Christi auf
krden und von dessen Unfehlbarkeit; Papist, unbedingter
Anhänger des Papstes; papistisch, päpstlich.
Paplika oder Papiynk, Tropfsteinhöhle bei Abaliget.
Pappe, stärkere Blätter aus Papiermasse, hergestellt
zurch ünmittelbares Schöpfen dicker Bogen (geformte P.)
»der durch Aufeinanderlegen und Pressen mehrerer frisch
ren Bogen (gegautschte P.) oder durch Aufeinander⸗
leben mehrerer Bogen mit Kleister und Leim (geleimte P.),
w auf Maschinen (GPappenmiaschinen), die den Papier—
maschinen ähneln.
Pappel (Populus L.), Laubholzgattg. der Salikazeen,
Bäume Nordasiens, Nordamerikas und Europas; sie wer—
den in drei Untergattungen geteilt: 1) Aspen (Leuce); hier⸗
her die ursprünglich im Orient
uͤnd in Südeuropa einheimische
Weiß-⸗ oder Silber⸗P. (P.
alba L.), die graue P. (P.
danescens Sm.), in Süd—
europa, die Zitter-P., auch
Espe oder Aspe (P. tremule
. IAbb. 1324: à Trieb mit
Blättern, bmännlichestätzchen,
omännliche Blüte, d weibliche
dätzchen, õ weibliche Blüte, —
geschlossene Frucht, &amp;, aufge⸗
prungene Frucht, hR einzelne,
hon einem Haarschopf um—
züllte Samen )) in ganz Eu⸗
copa, Nordasien und -afrika,
und die nordamerik. P. tremuloĩdes
 Mehæ. 2) Echte P.
Algeiros Dub.); hierher die
Schwarz ⸗P. (P. nigra T.), mit einer Varietüt, der italie⸗
aischen oder Pyramiden-⸗P. (P. pyramidalis Roæ.), die
nad. P. (P. canadensis Monch.) bei uns Sierbaum, die
ordamerik karolinische P. (P. angulata Ait.) und die
späte P. (P. serotina Arig.). 8) Balsam-P. (Tacamanaco);
 hierher die amerik. Balsam-P. (F. balsamifera
L.), die cbenfalls amerik. weißliche P. (P. oandicans Ait.)
and die sibir. lorbeerblättrige P. (P. laurifolia Ledeb.].
Figentlicher Waldbaum ist nur die Aspe. Das Holz aller
Pappelarten ist sehr weich
und leicht, wird benutzt zur
Papierfabrikation, Zünd-⸗
hölzern ꝛc.
Pappelrose, s. Al
hsna und Lavaters.
Vappelschwärmer
Smerinthus populi L.
Abb. 1326), 7.
pannender, in Ddeutschland häufiger Schwärmer mit asch—
grauen, dunkler gebänderten Vorder⸗ und grauen, an der
Wurzel rostroten Hinterflügeln, erscheint im c und Juni;

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pelschwärmer.

daupe bläulichgrün mit grw Schrägstreifen und gelbem
S„hwanzhorn, vom Juni bis Oktober auf Pappeln, Espen,
Papheiflein, av. w. Malachit. Weiden
paeeee Seheehr. Neg-Bez, Witten
ranten, an der Altmühl, Hauptort der graft Standes—
ee et s. usod) rh V.Rmtsgerit, zwei arafl.
—A
—— taise
eitergeneral im Dreißigiähr. Kriege, geb. 29. Mai 1304
u Pappenheim an der Altmühl, Chef eines Kurassier⸗
egiments (Pappenheimer), bei Lützen tödlich verwundet,
eee ae elpzig —Vval Beß (1853
RPapperitz, Georg, Maler geb. 8. Aug. sa6 in Dreb⸗
den, lebt in Rünchen. Haupibllder Antunft im Geister⸗
Ach deg), Kreugragung chrisi (ssz) Salome — —
Fimmelstsnigin, Jaghzug der Diana (1886); auch Bild⸗
pappus (boianisc) esi lsxisse.
havvus / digur der Alellanen(s. de), der einfültige Alte.
Zappus, griech. Mathematiker, aus Alerandreic8.
is 4. Jahrh. n. Cht. sein mathem. Ehrn melwerk Aathevatikai
 8ynagogai“ bhg. von Hultsch 1876- i8).
Paprika (ungar.), ß apsicum Abb. 816 b. .
Papst (Rabit, vom griech. Pappas, lat. Paps, Vater),
irsprümglich Ehrenname für jeden Aec seit dem I1. Zahrh.
ee eee nee e bet geboben —*
ie ruhmvolle Geschichte und die Bedeutung feiner Re⸗
deng und unterstügt durch die früh aufgekommene Uber⸗
jeferung von Petri Bevorzugung unter den Abesieln und
essen 26 iihrigem röm. Bistum, als „Nachfolger Petri
don seit dem 2. ökumen. Konzil zu Konstantinopel 381
Is der erste unter den fünf Patriarchen . d) galt und
urch die Synode, zu Sardica 843 und ein Delkret Valen⸗
inians 111. 445 als Primas der Bischöfe anerkannt worden
var, Der Widerspruch hiergegen dauerte selbst in Otziden
is ins 8. — fort; doch vahnten mächtige vapste, wie
zed d. Gr. Gregor d. Gr. ec. durch ausgedehnten Grund⸗
esitz geschicte Venutzung günstiger Gelegeunheiten, durth
ne feste Orthodoxie und Gründung Ahlreicher neuer
dirchen, die der Aposteltirche in Rom streng i ageorduet
vurden, den Weg zur Kirchenherrschaft. Dieselbe —W
vann nach Gruͤndung des Kitchenstaates (s. d.) bes. duich
He Stuͤte, welche das Papsttuin an dem nen erstandenen
bendianid. Katfertum gewann, sowie durh die Pseudo⸗
sidoxischen Dekretalen s. d.), welche das guteresse der
Bifchofe unmittelbar an Rom knüpften, zu augerneinen
Heltuug.Rach einer Veriode tiefen Vetfalls im 10. und
1. Jahrh., begann Gregor VII. Go73-86) die Idee eine
upstl. Aniversalmonarchie durchzufütren. die nach dem
Siege des Papsttums über das Kaisertum (j. Inve sti⸗
rürftreith durt Iunozeng Ii. suio8 1210) ihrer Pe
wirtüchong am nüchften gebracht ward. Seit. der Ver⸗
legung ihrer Residenz na h Avignon (1309), ves. seit dn
ndhen Schisma(s. de sant die geistl. und woeltliche Mag
er“ h. bebeutend. Vennoch blieben sie im I8. —
en Reformtendenzen der Konzilien gegenüber Sieher und
bwohl durch die deutsche Reformation im 16. Jahrbh, saß
die Halfte des Abendlandes für das Papftium verloren
ing / gewann es durch die — di er ianern Re
eneration sich vollziehende Gegenre ormation feit 1580 und
urch die Unlerstützung der Jesuiten neuen —
olge des Zurücktretens der lirchlichen Intereffen hinter Je
vui. feioft in ath. Staaten seit den Zeiten Ludwigs 5
ank das Papsttum allmählich zum ital. Furstentum heran
ns allen Wechiefaten holit, ümgefiitunge unterlag— bi
1870 feine weliliche Macht ganz verlor; doch bͤlied dem
p. die Slellung der weltlichen Souveräne. Hingegen esugr
as Papsttum, dank der Vorarbeit der verschiedenen Restau⸗
ations und Reaktionsepochen des 19. Jahrh. unter Pius 18
owie bes. unter dem großen Diplomaten Leo XIII, dutch
das Unfehlbarkeitsdogma einen angeeuen Answens
ieines geistl. —— [Hierzu Beilage: Vapten
Die Papstwahl, ursprünglich vom Klerus ãdel n
Bolt zu Rom vollzogen und, vom byzant. gKoiser bestätigt
seit 10. Jahrh. gaug unter Einfluß des röm. Adels, war
obo von Nikolaus II. als alleiniges Recht den Karbinglen
ugesprochen, während die deutschen Kaiser bis ins deht
oas Bestatigungsrecht behaupteten. Alexander II. gab. 33
die genauern Sestimmungen dieser Wahl; Gregor —
ie yane estemnngen die set addgent dach cusẽs)-