Pastor (4 Bde., 4. Aufl. 1901 -6), Langen „Geschichte
der xöm. Kirche“ (4 Bden, 1881 63), Ranke (3 Bde.
10. Aufl. 1900); Grisar, „Geschichte Roms und der P.
m Mittelalter“ (1901 fg.), vom Bach, „Geschichte der P.
dis zu Gregor XVI.“ (1802): Prina Lobkowisz, „Statistil
der P.“ (1805).
Papstfink, Nonpareit (Fringilla ciris L.), ein wegen
eines Gesanges und seiner schönen (vorherrschend blauen)
Färhung als Stubenvogel sehr beliebter, aus dem südl.
Nordamerika stammender finkenartiger Vogel; Weibchen ein⸗
a hauptsächlich grünlich, gefärbt.
apfstkroue, ß Tiara.
Papftiiche Insignien, in der Wappenkunde die Tiara
über zwei aufwürts geschrügten, durch eine Stola um—
wundenen Schlüsseln. [Tafel: Wappenkunde 1.1]
Paäpftliche Orden, die vom Papst verliehenen Orden:
— 0
Brabes⸗Orden, der Piusorden, der Sylpesterorden und
das Erianerungszeichen.
Päpstlicher Stuhl, die Römische Kurie (s. d.).
RPapitliche Schlüssel, die zum Wappen des Papstes
zehörigen zwei ühers Kreuz gelegten, mit den Kämmen
iach oben und außen gewendeten Schlüssel, von denen der
herald. rechts liegende golden, der linke silbern gefärbt ist.
Päpftliches Kreuz, ein mit drei gleichgerichteten,
iach oben kürzer werdenden Querbalken versehenes Kreuz
Papsftstein, Berg (452 m) in der Sächsischen Schweiz.
Papua (Territorium P.), neuere Bezeichnung fuͤr
Brit.⸗Reuguinea (s. Neuguineqh.
Papuag, einerseits im weitern Sinne Bezeichnung für
alle Bewohner Melanesiens (s. d. und Ozeanien), die
Melanesier im weitern Sinne, A— der nicht⸗
malaiischen Urbevölkerung des Malaiifchen Archipels, z. B.
der Alfüren uund Negritos, nach H. Wagner um 1900 zu⸗
Jammen ca. 2—38 Mill. Köpfe, andererseits im engern
Sinne nur für die reinen P., welche 9 bes. noch auf
Neuguinea und Neupommern finden Tafeln: Menschen—
rafsen, 3; Ethnographie J. 12 u. Ii, 1; Karte: Be—
dölkerung U, 2u. 3). Die P. im weitern Sinne haben
dunkelbraune bis schwarze Hautfarbe, fein gekräuseltes,
ichtes Haar, reichen Bartwuchs, meist dolichokephalen
Schädel JAbb. 4381, stark, aber weniger als beim Neger
ingebogenen Nasenrücken, vorspringeüde Stirnbeine. —
tzal. Meyer und VParlinsen (1004 f), Hagen (1809).
Papuagolf, große Bucht von Brit.⸗Neuguinea.
Papugainfein Waigéu-Misol⸗Archipel, vor der Nord⸗
pesttüste von Neugninea geiegen, zur niederländ. -ostind. Re⸗
identschaft Ternate gehörend, zusammen 865666 qkm.
Rapyrograph (grch.), ——— zum Kopieren von
Schrift und Jeschnungen, die Schrift vird mit einer be—
ondern chem Tiute auf ein mit einer wasserdichten Schicht
edecktes Papier aufgetragen; durch Zerstoͤrung der wasser⸗
ichten Schicht durch die Tinke entfteht eine Ärt Schablone.
nittels deren man 200 —300 gute Abdrücke herstellen kann.
Dapyrus antigusrum i (Oyperus Papyrus L.
Papyrus. Papiersraupe JÄbb. 1826). in 2 3 hohes,
in Sümpfen Afrikas und Sigiliens wachsenbes Typeraras.

aphrusstaude; 3 Blütenschopf, b Gruppe von
ührchen. einzelnes Abrchen

on welchem das markige Gewebe der armdicken Halme,
n Streifen geschnitlen und kreuzweise übereinander gepreßt,
m Altertum als Papier vermendet wurde, die Stengel
uch zu Flechtarbeiten gZahlreiche Handfchriften auf P. a.
Baphrusroien) wuͤrden bei den Nachgrabungen bes. in
— efunden; letztere bis ins 18. Jahrh. v. Chr. hin—
e enße sind meist Urkunden über die Verwaltung und

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Par

erhältnisse Agyptens in der Ptolemäerzeit und bes. in der
öm. Kaiserzeit, über Religion und Aberglauben der Zeit.
VPapyrussaule, eine in der ighpt. vautunst vor⸗
ommende, die Paphrusstaude in stli—
erter Form nachahmende Pflanzensäule
Abb. 1327).
Paauelinscher Brennapparai
spr. palläng-⸗), s. Thermokautet.
Paräa oder Altsche, die kleinste türk.
kupfermünze zu 1 Piaster — 0,489
in Gold), in Aghpten — 0O,x⸗ H, in
Sexbien der 100. Teil des Dinar — d. 9.
Varä, südamerit. Fluß, f. Patana.
Para, offiziell Belem, Hauptsiadi
es brasil. Staates P. oder Gran pP.
Grao P.,1149712 qkm, 1890: 328 455
5ẽ.), am Gran P., dem Astuarium des
Tocantins, (1902) 100000 E.
Parabase (Parabasis, grch.), in der alten attischen
domödie ein gewöhnlich vor der Mitte des Stücks ein—
geschalteter Teil, in dein der Chorführer im Namen des
Dichters die Zuschauer anredete.
Parabel (grch. Parabole), Gleichnis, eine erdichtete
Erzählung, die an einem ausgeführten Gleichnis eine
Moral veranschaulicht. .14
der Geometrie ein Kegelschnitt,
welcher entsteht, wenn der Mantei
eines Kegelsef. d.) durch eine mit
er Kegelseite parallele Ebene durch⸗
chnitten wird. Der dabei der Kegel⸗
pitze zunächst liegende Punkt ift der
zcheitel der P. Sie ist auch der
eometr. Ort aller Punkte, die
leiche Abstände von einer gegebenen
deraden (Direktrix) und einem gegebenen festen Punkt
Brennpunkt) haben. Die Gerade durch Scheitel und
Brennpunkt heißt Achse [Abb. 1328; 3 Achse, Parabel—
unkt, von der Direktrix d und dem Brennpunkt gleich⸗
veit entfernt, m Scheitel). Die beiden vom Scheitel
uslaufenden Zweige der P. sind unendlich und naͤhern
ich dem Parallelismus mit der Achse.
Parabellumpistole, von Borchardt und Luger kon—
truierter Selbstlader der deutschen Waffen- und Muni—
ionsfabriken, mit rückwärts gleitendem Lauf und Schlag⸗
olzenschloß; Kaliber 7,s mun, 7 Patronen im ar
Tafel: Kriegswesen IJ.
Parabolisch (grch.), vergleichsweise; in Form einer
zarabel. Barabolische Züge. s. Progressivdral.
Paraboloid, eine krumme Fläche, deren Schnitt mit
iner Ebene in gewissen Richtungen eine Varabel aibht
durch Umdrehung einer
ßarabel um ihre Achse
ntsteht das Rotations⸗P.;
asselbe gibt als Schnitt⸗
urven außer Parabeln
ioch Ellipsen und Kreise
senkrecht zur e
————— araboloid: a elliptisches,
91 13293] außer Pa⸗ w —— sches
abeln nur Ellipsen, das
wperbotische P. [u], eine Sattelfläche, außer Parabeln
tur Hyperbeln; das hyperbolische P. euitbält zwei Scharen
gerader Linien. 9J
Paracelsus, Philippus Aureolus P. Theophrastus
»on Hohenheim, genannt Bombastus, Ar t, Chemilker und
Theosoph, geb. 17. Dez. 14883 zu aden (Schwyz),
nach unstekem Leben gest, 23. Sept. 1541 zu Salzburg;
urch glückliche Kuren berühmt, um die Verbesserung der
Pharmazie verdient. Seine Anhänger hießen Paracel
isten. — Vgl. Sudhoff (1894— 98), Retzhammer“ 1901),
Strunz (1903), dernee (1904).
Parachina, J Chinarinde.
Karachute Erz. spr. schütt), Fallschirm der Luft⸗
hiffer, in Uhren der Schutz der sog. Unruhe.
Parade frz.), feierliger Aufzug, insdes. Truppen⸗
der Heerschau, auch die früher taͤglich um Mittag beim
lufziehen der Wachen stattfindende Versammlung der
Afflziere und Unteroffiziere (Wach P.). gur Grohen P.
rscheinen die Truppen im Varadeanzug, nehmen die vor—

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