Par

Parana, früher Bajada del P., Hauptstadt der
argentin. Prov, Entre Rios, am P. (1001) 28000 E.;
1882 -60 Bundeshauptstadt.
Baranggua, Haupthafenplatz des brasil. Staates Pa—
ana, am Golf von P., 6000 E.
Parangahnba, Fluß in Brasilien, vereinigt sich mit
dem Nio Grande zum Paranä.
VParana⸗Panema, l Nebenfluß des Paranä im südl.
Brasilien, die Grenze rhwhen den Staaten Säo Paulo
ind, Paranä, 480 xm Ig.
Paräncfe (grch.) Ermahnung, Ermunterung; Schluß
iner Predigt oder Rede mit der Nutzanwendung.
Varanoia op Verstandesverwirrung, Verrücktheit
Paranullein, s. Zelle.
Paranüsse, s. Bertholletis s(Abb. 196).
Harapett (rz. parapet, spr. ꝓpeh), Brustwehr.
Paraphasie (grch.), s. Sprachstörungen.
Paraphe (frz aus grech. ————— Namenszug,
Handzeichen; VParaphengebuhr, Stempelgebühr; para—
»hieren, mit dem P. versehen.
Paraphérnen (grch.), Paraphernãlgut, Sonderver—
mögen der Ehefrau, worüber sie sich unbeschränktes Ver—
ügungsrecht vorbehalten hat.
Paraphimose (grch.), spanischer Kragen, entzünd—
liche Anschwellung der Vorhaut, während sie uͤber die
Fichel zurückgezogen ist, so daß sie nicht wieder vorgebracht
verden kann.
Paraphrafse (grch.), Umschreibung, verdeutlichende
ẽrklärung eines Tertes mit andern Worten; in der Musik
wv w. Transkription; paraphrasieren, umschreiben.
Paraphrasie (grch), s. Sprachstörungen.
Paraphnsen (grch) sterile Hyphenfüden zwischen den
Sporenschlüuchen der Askomyzeten und auch zwischen den
Basidien der Basidiomyzeten; Haare in den Fruchtstanden
der Moose und in den Sporenhüufchen manchet Farne.
Paraplegie (Paraplexie, grih), Querlaähmung, Form
der Lähmung, bei der beide obern oder untern Ertremi—
aten gelähmt sind, in der Regel durch eine Erkrankung
des Ruͤckenmarks bedingt.
Parapluie (frz. spr. Plüih), Regenschirm.
Parapodien( die Stummelbeine der Ringel—
har appoint, g ppoint. [würmer.
Barapungia, jetziger Name von Leuktra (s. dy).
Parasange, im Altertum Wegmaß von verschiedener
dänge, in Persien Ingrnalbn 5250 m.
Paräschen (hebri), die Abschnitte der Bücher Mosis
zie bei den Juden am Sabbat vorgelesen werden.
Parasit (grch.), Schmarotzer, Mitesser, die sich, meist
angeladen, zur Tischzeit einstellen; Parasitismus, Schma—
rotzertum. — Parasiten oder Schmarotzergewächse sind
Pflanzen, die ihre Rährstoffe lebenden Pflanzen oder Tieren
Janz oder teilweise entnehmen. Typische P. sind die PVilze
ie durchwuchern entweder mit ihrem Myzel die Wirts—
oflanze (endophytische P.) oder wachsen an ihrer Ober⸗
Läche (epiphytische P.). Unter den höhern pflanzlicher
P. gibt es chlorophyllose, welche ausschließlich auf Kosten
der Nährpflanze leben (Ouscuta, Orobanobs, die Bala—
nophoreen und Rafflesiazeen), und chlorophyllhaltige, die
wahrscheinlich nur die anorganischen Nährstoffe der Wirtszflanze
 entziehen (Duphrasia, Rhinantkus, Mistel). Die
P. des tierischen Körpers sind teils Bakterien, teils höhere
Pilze, wie der Soorpilz, die Endomophthoreen, Saproegnia,
 Cordiceps u. a. — UÜber die tierischen P. s.
ee
arasitäre Krankheiten, durch belebte Krankheits⸗
rreger verursachte Krankheiten, im engern Sinne s. v. w.
Infektionskrankheiten.
Parasol (ftz., spr. soll), Sonnenschirm.
Paragasfolschwamm (Agaorsous procerus Scop.), eß⸗
darer Pilz mit großem braunem, schuppigem Hut uͤnd sehr
angem (50 em) Stiel [Tafel: Pilze, 13)].
Paraspadie (Paraspadiafe, grch), angeborene Miß—
ildung des männlichen Gliedes, darin bestchend, daß die
darnroͤhre an der Seite mündet.
Parästhesie (grh.), Einschlafen der Glieder.
Barastichon (grch), s. v. w. Aktrostichon (f. d.).
Parat (lat.) bereit, fertig.
Haratau, Ort im nördl. Togo, Nebenstation von So—
Baräus, s. Part, Ambroise. skodt, b000 E.

35

par avanoe (frz.,, spr. awaͤngh). zum voraus ·
Baravent (frzspr waͤngh Windjchirm, Spanische
Wand, auch Fensterladen.
VParawadi (Vravadi), bulgar. Stadt, s. Provadia
Paray⸗le⸗Monlal (spr. 7 Eladt im franz. r
Sadne⸗eta Loire, an der Bourbince, (1904) 4862 r
stonnenkloster (wo Marie Alacoque lebte), Wallaurtaett
Parazentese (grch), Eroffnung eines Hohlorgans,
im krankhafte Flüfsigkeiten zu entfernen.
Parbleu (ftz., for. vbish), vei Gott! potttausend
Parosre subdeotis et debellare suporbos — )
die Unterworfenen schonen und die Übermütigen nieder
ümpfen; Zitat aus Virgils Aneis“ 6, 868. r
Parceria (poriug) 3335 ——
rerieverträge, Verträge zwischen brasil. Grohgrundbesite J
und europ. Auswanderern, nach denen legtztere gegen
ʒälfte des Ernteertrags die Feldarbeit zu besorgen haben.
Varchent, s. Barchent. der
Parchim, Stadt in Mecklenburg-Schwerin ande
ẽlde (1000) 10 240 cn 10 398) 6. Garnifon, Amtsge
icht, Gymnasium; Geburtsort Moltkes. dlr
Varchwitz, Stadt im preuß. RegeBez. und Lan g
Rehnit, an der Kahbach dot) 1202 E Nmtsgericht.
dabei Schloßgemeinde und Schioßgnt P. (o19 E.)
Parcival, s. Parzival.
Bardel, s. Leopard. tanische
Pardelkatze, s. Ozelot und Tafel: Amerikamisch
ßardelluchs, s. Luchs. Tierwelt, 32.
—ã sacchend und —
ar⸗dessu rz., spr.ßüh), Uberzieher.
ßardo, r. Nebenfluß des Paranaim brasil. Staate
Nato Grosso. d. am
Pardo, El, Stadt in der span. Prov. Madrid, a
Manzanares, (1900) 1790 E., Fönigl. Jagdschloß. b
Pardo Bazanz Emilia, span Scriststellerin, gem
5. Eeyt. 1851 in Eoruna, beroffentuchle Romane, No
nellen und Versdichtungen sowie histor. Schriften.
Pardon (frz, spreong), Verzeihung, Begnadiaung
ꝛes. Schonung des Lebens eines im den besiegten
Begners; General-P., allgemeine Begnadigung; pardo⸗
rieren, aen begnadigen. J
Pardubitz, Bezirksstadt in ene an der Mündung
er Ehrudimtain die Elbe, (10005 17025 E. Schloß.
Pardünen, s. Laufendes Gut. zol.
ware Gebirgslandschaft in Deutsch- Ostafrika, füdl.
om Kilimandscharo, bis 2000 m — die Bevöllerugn
Bavare, gehört zu den Bantu, treibt Ackerbau und Viehzuc.
Pare Ambroise, lat, Karäus franz. Chirurg ge
517 zu Bourg- Herfent (Dep. Nahenne)“ Leibwündart
»on vler franz. Konigen, an deren Feldzilgen er teilnahn,
lest. 20. Dez. 1690 in Paris; führte die Unterbindung dr
Arterien wieder ein und änderte die Behandlang der Schuß
vunden, Frakturen, durationen u. a., Werke“ neue Ausg.,
Bde., 1841) auch deutsch. — Vagl. Le Paulmier (franz.,
884), Paget (engl., 1897). te
Parẽcis, Serra dos, Gebirge im brasil. Staau
Nato Grofso, geht nördl. in das Tafellaud Campos do
bz. über, benannt nach den Pareci-Iudianern.
Parelle, Farbstoff, s. Uecanora. —tischen
Parenchym (greh), in der Anatomie die spezifischen
sdewebselemente eines Organs im Gegensatz zu dem da
wischen gelagerten (inderstitiellen) Biudegewebe und de—
hefaßen; in der, Bodanik ein Gewebe aus“ důnnwandigen,
wer er Zellen mit ungeführ gleichen Ddurgme sen
ach der Lage unterschieden in Rinden- Holz- Blatt⸗ 3
Pseudo⸗P. heißt das Gewebe vieler Rilze, welches, q
ng verflochtenen Hyphen beftehend, auf dem Quersquit
wie ein P. aussieht. Parenchymatös, das P. betrefeu
)arin enthalten; parenchymatoͤfe Entzündung, eine gra⸗
uͤndung, die nur dabeeigentliche peoh icht das geh
75 Zwischengewebe betrifft. Parenchymflüssigkeit. s
ymphe.
Parens (spr. räng), Bewohner der Landes (s. 2., a-RParentalien
 (lat), Begräbnisfeierlichkeiten; Pare
ation, Leichenrede. Parentationshalle, Leichenhalle, au
Fricdhöfen Gebüude, in denen Leichen bis zur Beerdigung
ufbewahrt werden.
Parentel (gtt), die Gesamtheit der von einem
aeinschaftlichen Ahn abstammenden Personen, Sippfchaf