Barentelordnung, Erbfolgeordnung, wobei es darauf an—
ommt, wer den nachsten Stammvater mut dem Verstor—
denen gemein hat.
Parenthefe (grch.), Einschaltung; eingeschalteter Satz,
angedeutet durch die sog. Klammern: (JR oder [I, auch
durch Gedankenstriche: — —. In der Maͤthematik deuten
P. an, daß mit den eingeschlossenen Größen als mit einem
Vanzen operiert werden soll. Parenthẽtisch, als neben—
ächlich zwischengeschoben, beiläufig, in P.
Parenzo, Bezirtsstadt und Sitz des Provinzialland⸗
tags von Istrien, am Adriat. Meer, (1900) 9968 E.
Parere (ital.), schriftliches Gutachten über eine streitige
Handelssacht. F. medieum, das ürztliche Gutachten bei
her Leichenobduktion, s. v. w. Fundschein.
Pareͤrga (grch.), Rebenwerke; kleine Schriften.
Eares (lat), Gleiche, bes. Standesgleiche (s. Pairs).
Paresis (Parẽse, grch.), iaenn Abspannung; uns
oli kommene Lähmung; parẽtisch, schlaff, gelähmt.
Far et 1mpar (Ilat.), gleich und ungleich.
Paretz, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Potsdam, an der
habel, (18900) A26 E., königl. Lustschloß, Lieblingsauf⸗
thalt Friedrich Wilhelms, INII. und der Königin Luise.
Far exoellenoe (frʒz., spr. ekhellangß), vorzugsweise,
recht eigentlich. Boten.
FVar exprès (Irz., spr. Präh), durch einen eigenen
Parey, Dorf im preuß. Reg-Bez. Magdeburg, nahe
dem Pareuer Kanal (Teil des Plauenschen Kanals) (1900)
2611 E. [als Zeitform.
hartast Efrz, spr. fäh), vollkommen; das Perfektum
Parforce frz. spr. sorß), mit Gewalt; Parforce⸗
agd (Getzjagd), Jagdart, bei der das Wild (Fuchs, Wildschwein,
 feltener Hirschj von Hunden (Varforcehunden)
und berittenen Jägern folange verfolgt wird, bis es sich
wegen Ermattung stellt, worauf es von dem zuerst ans
langenden Zäger“,ausgehoben“ und mit dem Weidmesser
zetotet („abgefangen“) wird.
Rarfüm (rz.), Duft, Wohlgeruch, namentlich ein künst⸗
lich hergeftelltes heeaenee Präparat (s. Parfümerie).
Parfümerie (frz.), die Bereitung von Riechstoffen.
detztere finden fich als ätherische Ole in Pflanzenteilen, oder
ie entstammen dem Tierreiche (wie Ambra, Bibergeil,
Moschus u. g.), oder werden endlich kuͤnftlich hergestelit
tünstlicher Moschus, Benzaldehyd für Bittermandelsl,
dumarin für den Riechstoff des Waldmeifters, Vanillin
ür Vanille, Jara-Jara oder 6.Naphtholmethyläther für
ODrangenblütenol, Jonon für Veilchenduft, u. a.). Die ein—
achen Pflanzenriechstoffe heißen Exttakte (Ertraits, Esprits,
Essenzen), und man erhaͤlt sie durch Enfleurage (s. d.) oder
AIrh Mazeration der wohlriechenden Pflanzenteile mit ge—
chmolzenem Schweinefett; die dadurch entstandene wohl—
iechende Pomade wird mit Alkohol extrahiert. Durch
Mischung der Ertralte oder Auflösung berschiedener ätherischer
Dle entstehen die zusammengesetzten Riechstoffe oder eigentlichen
 Parfums Huttene Fleurs). Trockne Parfümsent⸗
stehen durch Mischen gepulverter riechender Rohstoffe und
dienen als Ricch⸗ und Raucherpulver. Haupiplate fuͤr
Parfüms sind Koͤln, Leipzig und Berlin. — Vgl. Hauer
1 885), Astinson (1. Auft.18005), Perret frang, 1019.
Parga, Stadt im tütt.-europ. Wilaset Fannina, ain
Jonischen Meere z000 E. mit wa dafen.
Pargafit, blaͤulicharune bis Tauchtrune Varietät der
Sornblende.
Parhelien (grch.), Nebenfonnen, s. Hof (meteorol.).
hari s. Al pari.
Paria, eine niedrige Volkskaste im südl. Indien, aus
er die meisten Diener der Europäer das. stammen.
Paria, Halbinfel im äußersien O. der Rordtüste von
Zenezuela, bildet mit der Insel Trinidad den Golfo de P.
Parian (engl. spr. parrken), ein unglafiertes, weißes
Potzellan, bef. dur Anfertigung von Statuetten.
Zarigtivon Flat.), Schuldlgung, Batzahlung; auch
w.w. Kinkindschast (s. d.)
Parteren (lat parers), gehorchen; dann (ftz. parer),
inen Hieb abwenden; in der rc f. Parade; Fleisch⸗
tücke zuschneiden; auch (frz. parier) wetten.
Parierstange, Seitengewehr
Pariktalauge, Parietalorgean, Scheitelauge, bei
inigen Echsen sich findendes, in der Mitte des Schädels
gelegenes blascnartigeß, vocrn mit vrnitive, Linse ver—

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Par
ehenes, hinten netzhautartig ausgestattetes Gebilde, das
ls rudimentäres Auge aufgefaßtwird. 8
Varitia, Hauptort der griech Iusel Paros, (1806)
2338 E.; an der Stelle des alten P.
Barilien, röm. Fest, s. Pales.
Parima (Parime), Sierra P., Gebirge in Venezuela
ind Guayana, r. vom Drinoco, in der Sierra Maraguaca
503 im Duida 2475m.hoch; hier wurde das Goldiand
Barimesee, s. Amucusee. lEl Dorado gesucht.
farinarium Juss, Pflanzengattg. der Rosazeen, trop.
Zäume mit eßbaren Samen vder Steinfrüchten. P. monta
ꝛꝑm und campestro Aubl. in Guayang muit süßen Früchten
Kapuzinerpflaͤumen); Samen und Fruchtfleisch von P. Mo—
ols (Mobolapflaume) im trop. Afrika Volksnahrung.
Paringgebirge (Parengugebirge), westl. Gruppé der
traussylvanischen Alpen, in Siebenbuͤrgen und Rumaͤnien,
n der Mandra 2520 m hoch.
Parini, Giuseppe, tal. Dichter. geb. 22. Mai 1729
u Bosisio, gest. 15. Aug. 1799 zu Manand, Satiriker.
3gl. Dumas (franz., 1878), De Castro (ital, 1800)
Zars passu (lat.), gleichen Schritis, gleichmäßig.
Paris L. Einbeere, Pflanzengattg. der Liliazeen, Kräu—
er Europas und des mittlern Asien. In Deutschland
die vierblättrige Einbeere ( P. quadrifolia L. [Tafel:
viftpflanzen, T1h, in schattigen Waldern, mit vier
selten mehr) quirlständigen, eirunden, ganzrandigen Blät⸗
ern, in deren Mitte eine gelbgrünliche Blüte, später die
chwarzblaue Beere steht; die ganze Pflanze ist giftig.
Paris (lat. Iutotia Parisidrum), Hauptstadt Frank⸗
eichs JKarte: Frankreich ,. 81, im Dep. Seine, au
eiden Ufern der Seine, im K. (Höhen von Charonne
Menilmontant, Buttes⸗-CThaumont, 101 m,
Montmartre, 128 m) wie im S. (Maison
Slanche, Buttes aaur-Cailles) von Hügeln
migeben; außerhalb der Stadt liegen im S.
ind W. die Höhen von Montrouge, Bicẽtre,
Fhatillon, Meudon, Saint-Cloud und der
Mont⸗Valkrien (180 m); Meereshöhe 26—260 1324 Varis.
n; mittlere Jahrestemperatur 10 269, des
Zommers 18,110, des Winters 8,820. Flaͤcheninhalt 7802 ha;
Zevölkerung im 18. Jahrh. 120 000 E., 1605 200 000
718; 500 000, 1886: 1174 3416 1861 nach Einderleibun
es Weichbildes, 1696 000, 1896: 2536 834, 1901: 2714 008
. mit Einschluß der nüchst umliegenden Ortschaften 80854 8388
5.); Dichtigkeit 348 E. auf den Hektar, stärker als in jeder
dern Stadt Europas.
— der —8 P. zerfällt in 20 Arrondissements;
im l. Ufer der Seine das alte P. mit den gelehrten An⸗
talten, bes. der Sorbonne im Quartier Latin; der älteste
Leil der Stadt, die von der Seine umschlossene Jie de la
itt mit dem Justize und Polizeigebäude, der Notre—
Dame⸗-Kirche und dem unee Hotel⸗Dieu, sehr
»erkehrsreich; das rechte Ufer besißt große Boulevards und
Promenaden, Handels- und Finanzinstitute, die wichtigsten
kunstsammlungen und Theater, schöne Pripathäuser Die
eutige Gestalt von P. stammt von dem Seinepräfekten
daußmann (1883—70) her, der alte Boulevards durch
egte und verlängerte, neue anlegte (Boulevard Hauß—
nann), Parks erweiterte und neu schuf, den Wwolog.
Barten gründete 10. 28 Brücken, darunter Pont d' Auster
itz Pont Sully, Pont deArcole, Pont Reuf (18 vogen
3z28 malg., Reiterstandbild Heinrichs IV.), Pont des
Arts, Pont Royal, Pont de la Concorde, Pont Alexan—
»re III., Pont des Invalides, Pont de l'Alma, Pont
yJena, Pont Mirabeau, Pont du Point du Jour ac Von
en Straßzen (zusammen 985 km) hervorzuheben die Ruc
»e Ripoli (3 Km) von der Place de la Concorde zur Place
»e la Bastille, Rue de St.-Honore xm), Rue de
stichelien, Rue Lafayette (8 xm), Rue Montmartre, Rue
u Faubourg⸗-Poisonnikre, Turbigo, Vaugirard (A XM),
ue du Temple, Rue St.«Denis, Rue Castiglione, Nue de
a Pair; Avenue des Champs-Elystes; über 130 (überdachte)
Zassagen oder Galerien (Passage Joufftoh) 136 Plabe ec,
ʒe l'Etoile, auf welchen 12 Abenuen sternförmig auslaufen,
blace de la Bastille, Place du Chatelet (Slegesfontäne
bon 22 m), Place du Carrousel, Place de Clichy, Place de
Europe, Place de l'Hotel de Ville, Hlace —XC
Malesherbes, Place des Pyramides (Dentmal der ganunt
Arc), Place de la Nation (Standdilder des heil. Lud⸗
20 ð