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vig und Philipp II. Augosh, Place de la Republique
Kolossalstatue der Republik), Place de la Concorde
zwischen dem Tuilexiengarten und den Champs-Elyskes;
rüher Place de la Revolution; hier Ludwig XVI., Marie
Ankoinette, Charlotte Corday, überhaupt von 1793 —-95
gegen 3000 Menschen hingerichtet; in der Mitte der Obe—
list von Luror; an der Peripherie 8 Marmorgestalten
franz. Städte); Place Vendome (Venddmesäule mit dem
Standbilde Napoleons, Nachahmung der Trajanssäule,
13,0 m hoch, 1806 errichtet, 1871 von den Kommunarden
umgestürzt, 1875 neu errichtet), Place des Victoires (Reiter⸗
bild Ludwigs — Place des Vosges (Reiterbild Lud⸗
vigs XIII.), Marsfeld (s. d.) mit dem Eiffelturm (s. d.).
Sonstige Dentmäler: Arc de Triomphe de l'Etoile (größter
Triumphbogen der Welt, 50 m hoch, 46 m br., 22 mn tief
zur Verherrlichung Napoleons J., doch erst 1836 vollendet)
Arc de Triomphe du Carrousel, Julisäule (auf dem Bastille—
»latz, mit Gräbern der Julikämpfer von 1830), Gambetta—
Denkmal, Reiterstandbild von Etienne Marcel, Doppelstand⸗
zild Lafayettes und Washingtons. Kirchen: Notre-Dame,
erzbischöfl. Kathedrale (gotisch, 1182 geweiht [Tafel: Go⸗—
nik J. M), Sainte-Chapelle (gotisch, 1342 -47, schöne Glas⸗
nalereien), Saint⸗Germain des Pris (roman. 11. Jahrh.),
Saint-Germain l'Auxerrois (aus der Merowingerzeit),
Bantheon (ursprünglich Litch der heil. Genovefa; 1764
jegonnen, 112 m lg., 84 m br., 90 in hoch; 130 korinth.
Suulen; abwechselnd als Kirche und als Ehrentempel be—
ühmter Männer benutzt), St.sSulpice (1646 —49), der
Invalidendom (1603 — 1706, Gräber von Napoleon I.
Turenne, Vauban), Madeleinekirche (1764 begonnen, 1842
»ollendet, von einer korinth. Säulenhalle umgeben); 21
dirchhöfe (bes. Pere Lachaise, Montmartre, Mont-Parnasse)
nit Denkmälern berühmter Toten. Weltliche Bauten. Aus
der Römerzeit Ruinen des Palais des Thermes; aus
dem Mittelalter meist befestigte Schlösser, z. B. die Ba—
stille, das Louvre, das alte Hotel de Ville. In der Re—
raissance wurden das Louvre (s. d. und Tafel: Renaissance
 J, 5) und die Tuilerien (1664) eean spuͤtere
Bauten sind Palais du Luxrembourg (1615 begonnen), Pa⸗
ais-Royal, von Richelien erbaut, und die Sorbonne (s. d.);
Zotel des Invalides, 1670 begonnen, jetzt Museum; Theätre
Je POdton (1779), das Eliste (s. d.), aus Napoleons J.
Zeit das Palais de Justice ljetzt Deputiertenkammer), die
Börse; aus Napoleons III. Zeit das Palais de l'Industrie,
die Zentralhallen und das Tribunal de Commerce; Opern⸗
haus (1863— 74), Hotel de Ville (1872-82), Palais du
Trocadero (1878).
Bildungswesen. Universität, älteste nach Bologna, be—
deht aus der prot.ætheol., jurist. mediz., mathem »natur⸗
wviss. und philos. Fakultät setten beide in der Sorbonne
oereinigt; hier auch die Urkundenschule [Hoole nationalo
Jes chartés] und Universitätsbibliothek); College de
franoe (Vorlesungen bedeutender Lehrkräfte); Keoole prstidus
 des bautes études (histor.-philol. und naturwiss.
Seminare), Roole normale gupérieure (zur Hexanbildung
der Lehrer), drei freie Fakultäten, Kunstschule, Ingenieur—
und Bergbeamtenschule, technische Hochschüule (Peolo denrale
 des arts et manufactures), Schule
nilitär. Lehranstalten, höhere Fachschulen für Anthropo⸗
iogie, Elektrizitat, Architektur ꝛtc., zentrale meteorolog. An⸗
talt für eehe Siernwarten; das Ipstitut de Francoe
J. d.); Rationalbibliothet (2600 000 Druckbände, 260 000
Karten, 102 000 Handschriften). Museen: Musée du Louvre
6 Abteilungen: ägypt., orient., griech. und röm. Alter—
tümer sVenus von Milo], Skulptur des Mittelalters und
der Neuzeit; Kunstgegenstände des Mittelalters und der
Neuzeit; Marine und Ethnographie; hervorragend die Ge—
mäldegalerie mit 2800 Bilderu); ferner Musée du Luxemↄ0ouxg
 (moderne Kunst), Museo Carnavalet (Geschichtsdenkmäler
 von P.), Musée de Thermes eêt de Cluny,
Muséo Cernuschi (chines. und japan. Kunstgegenstände),
Zeughaus (Musée d'irtillerlie), Museum für Kunstge⸗
werbe (Conservatoireo nationai des arts et métiers);
alljährliche Kunstausstellungen im Salon und auf dem
Marsfeld; musikal. Hochschule (Consexvatoiro nationsl
de musique ot de déclamation; 17985 gegründet); 48
Theater: Große Oper (1863 —74 erbaut), Komische Oper
(1887 niedergebrannt), Théatre Franqais (pPflege der
tlassischen Bühne, Brand vom 8. März 1900) ꝛc.

Behörden und Verwaltung. P. ist Sitz eines Erzbischofs,
milicher Ministerien, des Kassationshofs, eines Appella⸗
ionsgerichts, Gewerbegerichts und der 20 Friedens⸗
richle, eines Militargouverneurs ac. An der Spitze der
gerwaltung der Seinepräfert, der Polizeipräfekt und für
edes Arrondisfement ein Maire und 8 Adioints; daneben
er Sladirat Loorren mipal), 8o0 auf 4 Jahre z
hste Distelteber, 18 Gefungnisse. s Wasserlestun gen
aͤlicher Wasserbedarf 82 ob0 pn). Budget iährlich über
z0o0 Mill. Frs.
Industrie durch elegante Ausführung hervorragend, au
illen Gebieten vertreten; zahlreiche leine, wenige große
Fabriken; Hauptzweige: Weberei, Steinbrüche und Sa⸗
inen, Metalla und Lederindustrie, Schiff⸗ und Wagenhau
Fabrikativn von Chemikalien, Baugewerbe, Kleidunge
ind Toileitengegenstände, Rahrungsmittelindustrie, Buqh⸗
ruck und Buchbinderei, Kunstgewerbe, Schmuckwaren
dandel vorwieend der Geldmarti, dann der Handel mit edeln
Netallen, Nahrungsmitteln, Kleidungs- und Toibette⸗
egenstünden; uͤber 30000 Hotels, Restaurants, Casts —
cntrum des Handels miu Rahrungsmitteln die vᷣau
Acies; Schaoe (Abatioesß. dertehrswesen? übn
s doä Fiaker, Sunnibus-, Pferden elettr. (Straßen⸗ un
intergrund⸗) und Dampfbahnlinien, zwei Guůrielbahnen
Ceinture de Paris), dienen dem Stadtæ, 6 von P. —
ehende Bahnlinien mit 9 Bahnhöfen dem Fernverkehr; au
zer Seine drei Dampfschifflinien.
Befesůgungen von P der größten Armeefestung 8
Welt, bestehen aus der Kernumwallung, dem altern Fot —
ürtel und den nach 1872 angelegten Lagern, echent
1840-44 exbaut, 86 Xm Umfang) bestand aus 94, set
897 teilweise aufgegebenen Bastionen; 15—4,5 x —
Umwallung eutfernt egen die 20 altern Forts we
dedouten (70 m Umfang), heute nicht mehr widerstand —
ihig; die feit 1872 in einer Entfernung von 15 *m e
i aneelegten Befestigengen (udo iem Umfang) um,
assen 7 Forts erster Ordnung q 1200 Mann wu
Geschüße), 16 Forts zweiter Orbnung Ge 600 —
d eschühe) v0 Botterien und Redouten (e
Nann und é Gefschütze) und bilden so drei verschanz
dager im N., W. uͤnd O. ks⸗
schhee V shr uglich Wohnfit des galn Vo
tammes der Phriste swon“zu' Casces deit als Ganden
lah von Bedentung, war von jeher der polit. Witte
untt Frankreichs, vef. aber seit 1788. Durch die —
on P. 30. März 1814 erzwangen die Verbündeten
dapitulation von P. 31. In 1814 und den J. Parise
en von bo. nze Decheder Schlacht eg
Vaterloo und den Gefechten vor P. 2. und 8. Juli 181
ogen die Verhündeten 7. Juli 18158 zum weitenmal in
Wein worauf 20. Rop. 1816 der 2. Parifer Friede ge
Alosen . Peise grier en 20. un
856 beendete den Krimkrieg. Im Deutsch-Franz . —D
»on 1870,771 wurde P. vom 158. Sept. 1870 an eing
chlossen, nach vielen abgeschlagenen Ausfãllen und na
ʒer Beschießung der —3 * 27. Dez. Einnahm⸗
s iunt- icon 20. Degh spater auch der Süde un
dordfront, 28. Jan. 1871 zur Ergebung, gezwungen w
oe w nete heset Erseneedest de
dommune in P.; Zerstörung vieler Gebüude (unter ande
ser Tuilerien). Erst 1879ward der Sitz der Regierung
ind der Kannnern von Versailles wieder nach . ——
bis nde und 10den in Wenlausstelhung
eranstaltet. — uͤber die Geschichte vgi. Renorval —75 —
Tlen is8 A ShndPeriser Zustandewa
end der Reholutiensein 3 Boe. ονP
eimb, „Geschichte der Kommune“ (1880), dagen
Belagerung 187071 von J. Sarcey deutsch 1872), 8
ind Froͤse 1873 75), Lehautcourt (frang., 2 Bde., 1698)
Simond, E. ãs 1860 4 1800 (8 Bde., 1902). te
Pparls“spr dartoh.“ 1) Drt in orbamerik Stag
resas CIsdo bb . Ort im Staale Illinois,
noß E. 3)y Ort im Staake Fentucky, 1603 E. „rio
Varis (e durtts Stadt in dangde, vrov. Ontarie,
m Grand River, (1901) 8229 E.; Nineralquellen 6
Paris, gauch Alexandros, Sohn des trojan. — —
Zriamos und der Hekabe, entschied einen Streit der
innen Here, Athene und Aphrodite um den Preis *
cchönheit (s. Eris) zugunsten der letztern, veranla