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Aussterben 1731 kamen sie an Don Carlos aus dem
Haufe der span. Bourbons, der sie 1785 Osterreich über⸗
Jeß. 1748 erhielt sie der Bruder des Don Carlos, Don
Philipp, zurück, dem 1768 sein Sohn Ferdinand folgte.
Rach dessen Tode kamen die Herzogtümer 1802 an Frank—
eich, 1814 an die Gemahlin Napoleons J., Maria Louise
(s. 0), nach deren Tode 1847 an den Sohn König Lud—
wigs von Etrurien, Karl II. von Bourbon, der, 1848
dertrieben, 1849 abdankte; sein Sohn Karl II. ward
1854 erdolcht, worauf für dessen ünmündigen Sohn,
Robert J., die Herzogin-Witwe die Regentschaft führte.
Nach deren Flucht 1859 vereinigte sich P. mit Modena
und der Romagna zum Goup. Emilia, das 18. März 1860
von Sardinien annektiert ward. — Die Hauptstadt P.,
I901) 48 310 E., Universität (seit 1312), lombard.⸗roman.
dathedrale. — Geschichte von Affd — Bde., 17983), fortgesetzt
on Pezzana (1835759), Scarabelli (2 Bde. 1858).
Parnmta, Herzog von, s. Cambackres.
Parmablau, J. Anilinblau.
Parmäne, eine Sorte der Goldreinetten (s. Apfel).
Parmeggianino (spr. meddscha⸗), auch Parmeg⸗
ziäno, Parmigianino, eigentlich Francesco Mazzola,
tal. Maler, geb. 1508 zu Parmga, das. und in Bologna
ätig, gest. 15410; Madonnen, Amor als Bogenschnitzer
Wien), Bildnisse.
Parmelũs Ach., Schuͤsselflechte,
Flechtengattg. der Laubflechten, hüͤu⸗
fig an Baumstämmen, Hogranden
B.parietina Ach., gelb, überall an
Mauern, Brettern ac., zum Gelb—
färben benutzt; P. (Ibricarta)
onsperss Ach. [abb. 1837] an
Bäumen und Steinen. 1334.
Parmenides, griech. Philosoph
»es b. Jahrh. v. Chr., aus Elea, das Haupt der Eleatischen
Schule (s. d.); von seinem philos. Lehrgedicht nur Bruch—
tücke erhalten (griechisch und deutsch hg. von Diels 1897).
Parmenion, Vertrauter und Feldherr Philipps von
Mazedonien und Alexanders d. Gr., auf Befehl des letz⸗
ern 330 n. Chr. als Kommandant von Ekbatana beseitigt.
Parmesänkäse, ital. Hartkäse, nach der Stadt
harma benannt. smeggianino.
Parmigianino (spr. midscha⸗), ital. Maler, s. Par-Parnahnba,
 Fluß im nordöͤstl. Brasilien, bildet die
Brenze der Staaten Maranhäo und Piauhy, mündet nach
040 vᷣm bei der Stadt P. oder Säo Luiz de P. (12 000 E.;
Hafen) in den Atlant. Ozean. —
Rarnaß (grch. Parnasös), jetzt Lialura, Gebirge in
ner griech Laudsch. Phokis, mit dem 2459 m hohen Ly⸗
eri dbei den Alten Lykoreia); an der Südseite die Orakel—
tatte Delphi. P. war dem Apollo und den Musen heilig;
daher symbolisch s. v. w. Dichtersitz. J
Parnafssiens (spr. äng), franz. Dichterschule, nach
hrem Hauptorgan , Farnasse contemporsin“ (1866).
Parndorfer Heide, s. Paarendorfer Heide.
Pparnell, Eharles Stewart, irischer Agitatox, geb.
1846 zu Avondaͤle (Wicklow), seit 1875 Mitglied des
Unterhauses, Führer der Homerulers, die F ihm auch
harnelliten heißen, 1879 Mitbegründer der Jrischen Land—
iga, wegen friedensstörender Agitationen Olt. 1881 bis
Mai 1882 in Haft gehalten, verlor infolge seiner Ver—
irteilung wegen Ehebruchs 1890 einen Teil seiner An⸗
zünger, gest. d Okt. 1891 in Walsingham Terrace bei
Brighton. — Bgl. O'Brien (engl., 2 Bde. 1888)3.
aes, jetzt Ozea, Grenzgebirge zwischen Böotien
ind Attika, 1413 m.
Parniden (Farnidae), s. Hakenläfer.
bar nobile fratrum (lat.), ein edles Brũderpaar
ironisch), Zitat aus Horaz' „Satirxen“.
Parnon, Malevogebirge, Gebirge im Peloponnes,
wischen Lakonien (Nomos Lakedämon), und Argolis (Ky⸗
aurxia; Nomos Arkadien), 1837 m hoch.
Parny, Evariste Desire Desforges, Vicomte de, franz
Dichter, geb. 6. Febr. 1753 auf Bourbon, gest. 6. Dez.
1814 zu Paris; „Poésies érotiques“ (1778), „La guerre
des dieux“ (1799 u. ö.) ac.
Parochie ( grch. paroikis, „Nebenwohnerschaft“, die
Fremde), ursprünglich Selbstbezeichnung der Christen—
Jemeinden als der Fremdlinge in dieser Welt; dann Be—

ichnung des Bischofssprengels (die heutige Diözese); sen
ee Miltelalters dicht mehr auf diese, sordern
uf die Unterteile der Diözese angewandt; so —A
Zezirk eines Pardchus oder Pfarrers, Kirchspiel, i
prengel; Parochiänen, die Angehörigen desselben; h
vchialkirche, die Hauptkirche einer P.; Varvminiasten
rchche Eteuern der sh.; Parochialfchulen, die sei d
3.Jahch. an die Kirchen 'angegliederten Schulen, n
deistliche vorbildend, spater allgemeine ——
darochsalzwang, die Verpflichtung der Parochianen, I
Imtshandlungen nur bei, ihrem Parochus —— 9
bovpon das Dimissoriale (s. d) im einzelnen Falle Ti
Parodie (groh), Diqhtung, die einen komischen
n Der dorm And, im Tone eines bekannten ernsten *
jabenen Gedichts behandelt. (S. J Travestie.) ꝓ
ieren, eine P. machen, spöttisch oder scherzhaft nachahm q
Parodoi (Einzahl Parboos), im altgriech, e
aie beiden Zugänge, die von rechts und links in di J,
hestea fühhrten sTascl. Grie chisege Römischesunste
uch der feierliche Cinzug des Choörs und die Gesänge dang
Paröle (frz.), Wort; Ehrenwort; militär. Erteunung
vort, das daglich vom Stadtkommandanten oder Gam
onsaltesten du der Paroleausgabe ausgegeben wird.
p. d'honnour (spr. paroll —*3— Ehrenwort. zutn
Paroli (span), im Pharaospiel das Umbiegen —*
Karte, die gewonlen hat, zur Verdoppelung des nen
Einsatzes; daher ein P.bieten (oder biegen),
in gleicher oder noch überbietender Weise entgegentre v⸗
V (grch.), Sprichwort; ———
Sptiawdrtrsamnniieri Parömiographie, Eprichwou
ammdlung (antike hg. von E. von Leutsch und Shnen
vin, 1839 — 51); Parömiologie, Sprichwoͤrtererkläru
Paronomafte (grchd Redefigur die Zusammen
tellung ähnlich klingender Wörter, z. B. betrogene ega
Paropamisus, aller Rame“des Hindutusch (. d.)
bhar ordre frz., spr. ordr), auf Befehl. os
Paros, eine der griech. Zykladen, westl. von Naren
200 qxX, (1806) 7740 E gebirgig (Hagios Zue⸗
71 10); Hauptstodt Parilia (2388 E im Altertum
ühmt durch Marmorbrüche GBarischer Marmor). ztis
Parotis sach die Ohrspeicheldruse; Varotitis,
Zauernwetzel (. d). zaerung
Varoxrysmus (ggrch.), A— die Steiger
iner in einzelnen Anfaͤllen verlaufenden Krankheit, —
enen von der Krankheit freie Zwischenzeiten Intermissie
ei fieberhaften Zussanden Apyrexie) liegen, sind peri
aiisch oder nichtperiodisch. ten
Paroxytonon (grch.), ein Wort, das auf der vorletz
Silbe einen Akut als Betonungszeichen hat.
bar préférenose (frz., spr. rangß), borzugsweise.
Parquet (frz. spr. keh), s. Parkett. 1643)
ßarr, Katharina sechste Gemahlin (seit 12. Juli 16
ʒemnrichs VII. von England, geb. 1300, heiratete pen
einrichs Tode Lord Seymour? gest. 7. Sept. 16488
zudely Castle in Gloucesiershire.
Parrain (frz., spr. rüng), Taufzeuge, Pate. p
ßarramalta, Ort in Reusudwales, am Flusse
301) 12568 E. GCoahuila, (1000) 627 .
Parras de la Fuente Stadt im merit. Sta
ar renommose (frz.), dem Rufe nach. *
Parrhasius, griech Maler, aus Ephesus, um —
380 v. Ehr., neben Zeuris Vertteter der ionischen Sgut
Parrizida (lat), Vater⸗, Muttera, verwandten
nörder; Beiname des Herzogs Johaun(s. d.) von Schwahen.
bBarrizidlum, Verwandtenmord. eb
Parry, Sir William Edward, brit. Seemannenß
9. Dez. 1790 zu Bath, drang als Leutnant 1811 bi 9
162n. B. vor, nahm 1818 an der Rordpolfahrt 7
dapitäns John Roß teil, leitete 1818 — 27 pier. wich ig
Nordpolreisen, auf denen ex den Lancastersund, die —
traße, den Forkanal, die Fury- und Hetlastraße u-, ier⸗
uhr, uhrte 1832 F England zurück, wurde 1862 amne
dmiral, gest. 8. Juli 1806 zu Ems; schrieb —2
peee to the Nortu Fois⸗ (s Voe 1883). — Ba
5. Parry (engl., 1857).
Parryinseln, — Inselgruppe des Artusae
Archipels von Amerita, 180 n. B. 14436060 q4km, —58—
us den Infeln Prinz Patrick⸗, Relvilles, Bathurst⸗/ 4
pallisinsei North Devon mit Grinnellhalbinsel n—