Pas
den Evangelisten wird in der Fastenzeit GPassionszeit) in
Passionspredigten behandelt. uͤber die dramat. Darstellun⸗
gen der Passionsgeschichte s. Bauernspiele, Mysterien, Pas⸗
aonsspiele. B. Passionsmusik, Musildrama, das die Lei—
densgeschichte Christi behandelt. — Maria Laurentia Longa
tiftele 1584 in Neapel einen franziskanischen Nonnenorden
uon der P.; Paolo Danei oder della Croce (geb. 1684 zu
Ovado in Piemont, gest. 1775 zu Rom, 1867 heilig
gesprochen) 1725 den Orden der Pafsionisten oder Leibens.
zrüder wes der innern und äußern Mission.
Passiongal, deutsche Dichtung des 18. Jahrh. von
inem Geistlichen, erzählt das Leben Jesu, Maria, der
Apostel und Heiligen, hg. von Pfeiffer
1863). sIschaftlich.
Passsonato (ital. Mus.), leiden⸗
Paffioniert (frz.), leidenschaftlich
ür etwas eingenommen.
Passionisten, s. Passion.
Paffionsbluine (Passitörs L.),
Pflanzengattg. der Passiflorazeen, klet⸗
ernde Halbsträucher, größtenteils im
värmern Amerika. Die weißen Blüten
on e 8 haben
inen langgestielten Fruchtknoten, einen
lauen een drei keulensörnige —
Griffel, in welchen Teilen man die Mar⸗ umne
erwerkzeuge Christi zu erblicken glaubte, und beerenartige
Die großen Früchte von P. quadranguläris .
»on Jamaika werden gegessen; P. Sanguinéa Colla [Abb.
1340)] hat blutrote itn
Pasfionsmusik, s. Passion.
Passionsspiele, geistl. Volksspiele, in denen die
deidensgeschichte Jesu dramatisch dargestelit wird (f. Pas⸗
ion); am bekanntesten die P. von Oberammergau, die
aicht während der Passionszeit, sondern den ganzen Som—
mer über alle zehn Jahre (zuletzt 1800) sattfinden.
—
Pafsir, kleiner Malaienstaat auf Ostborneo, unter nie—
derlünd. Oberhoheit; Hauptstadt P., am Flusse P.
Passiv (lat.), leidend; im Zustande der Ruhe; nicht
eilnehmend. Passiva, Schulden, im Gegensatz zu den
Aktiva. Passivität, leidender Zustand, Untaͤtigkeit; eigen—
rümlicher Zustand des Eisens (passives Eisen), in dem es
oon verdünnter Salpetersäure nicht angegriffen wird. Passiv,
handel, s. Aktivhandel.
Passivum (lat.), Form (Genus) des Zeitworts, die
das Subjekt als die Tätigkeit erleidend bezeichnet; im
Deutschen durch das Hilfszeitwort werden ausgedrückt.
Paßkarte, s. Paß (Legitimation).
Passow, Franz, Philolog, geb. 20. Sept. 1786 zu
dudwigslust (Mecklenburg), gest. 11. Rar 1838 als Prof
u Breslau; Fordiene „Handwörterbuch der griech
Sprache“ (neu bearb. von Cröuert, 1901).
Pafssus (lat. „Schritt“), altröm. Längenmaß von
röm, Fuß — Laro m; auch s. v. w. Schriftstelle.
Paßwang, Berg (1207 m) und Paß (1006 m) im
chweiz. Kanton Solothurn, unweit der Grenze des Kan—
ons Basel⸗Land. sständige Stadt.
Paffyy, westl. Stadtteil von Paris, bis 1860 selb—
Paßzzwang, s. Paß (Legitimation).
Pasta (ital.), s. Paste.
Pastassa (Pastaza), l. schiffbarer Nebenfluß des Ama
onenstroms, kommt von den Kordilleren von Ecuador,
nündet nach 520 xm im peruan. Dep. Loreto.
Pastawaren, Waren aus Mehlteig (Nudeln, Mak—
Pastaza, Fluß, s. Pastassa. skaroni ꝛc.).
Paste (ital. pasta, „Teig“), Arzneimittel von der Kon⸗
istenz eines leicht knetbaren Teigs (Atz⸗P., Zahn-P. ꝛc.),
aber auch Arzneimischungen mit Gummi und Zucker als
Basis und etwas härterer Konsistenz (Süßholz⸗P., Althee—
P. ac.), fälschlich auch Bezeichnung fuͤr feste Massen (Kakao—
P., Zahnseifen ꝛc.). — P. heißen auch Abdrücke don ge—
schnittenen Steinen, Münzen und Medaillen aus verschie—
denen Teigmassen, bef. aus feinem, mit Wasser angerührtem
Kips- oder Schwefelmehl, ferner gewisse Glasflüsse zu
Glasmosaik und zu künstlichen Edelsteinen.
Pastellmalerei, das Malen mit trocknen Farben⸗
ttiften (ital. pastello) auf Papier oder Pergament, sraher
bes. für Porträts beliebt, seit dem 17. Jahrh. geübt;

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— lba
hauptmeister des 18. Jahrh.: Latour, Liotard, Nosg
karriera; von neuern: Lenbach, Fehr, de Nittis. 5
—0——
Zouffier (2. Aufl. 1905). ⸗
de der groͤßte Gletscher der Glocknergruppe,
32 4km groß, 10,8 Km Ilg.
Pastere mitlellat.; sa pats), fein gehackte, pilant
abereitete Fleisch⸗ oder Fischspeise, in Blaͤtterteig 2.. 9
acken; am bekauntesten die Straßburger Ganselererat
Pasteur (fpr. pastöhr), Louis, franz. physiol, *
jeb. 27. Dez. 1822 in Vdle, 1849 Prof. in ———
854 in Lille, 1837 an der Normalschule in Paris, nne
Prof. an der Sorbonne, seit 1889 Leiter des „Ius —*
⸗astenx“ für Mikrobiologie und Bekämpfung
eltlonskrankheiten, gest. 38. Sept. 18008 in Garhe— *
Hersailles; ide auf dem Gebiete der
hemie und Mykologie, lehrte die Zerlegung der Trau *
ure in Rechts- und Linksweinsaure, enldeckte die *
eiligung niederer Organismen bei Gaͤrungen und Iur h
heiten, fand die Meihode zur AÄbtötung sqhädlicher Fen
hurch Erhitzen auf 60* (Pasteurisieren des Weins, ig
die Bekämpfung der Seidenraupenkrankheit und die 0
Ane von abgeschwächten Krantheitsgiften, die als un
egen die betreffenden Krantheiten dienen (Gühnercho *
Nilzbrand, Hundswut). Schrieb: „Etudes sur le
2. Aufl. 1872), „Nouvel éxempie de fermentation
ermãné par des animaloules infusoires pouvant I
zans oxygène libreo“ (1863), „Ptudes sur —
los vers à soie“ (1870), „Ptudes sur Ia bièéreo 3
Les microbpes“ (mit Tyndall, 1878), Sur les male
irvlentes“ (1880) 2c. ⸗ Vgl. Boucnand (1896), Gru
1896), Frankland (1898). Tau⸗
Pastiecio Ctal, spraittscho), Pastete; ein auf **
hung berechnetes Gemälde in der Manier eines a
dünsslers; eine aus einzelnen Tonstücken verschiede
Opern zusammengesetzte theatralische Aufführung. ige,
Pastiulen (lat), Tabletten, feste, meist scheibenförm *
ius Zucker, Gummi oder Tragant als Sindemittel Ir
zepulverten Arzneisubstanzen als wirksamen Bestand α—
z. B. Salzen der Mineralquellen) bestehende, vorwgan
Im innerli hen Gebrauch beftimmte Arzneimittel. Offizi
ind Sublimat-P. und Santonin-P.
Pastingake, Pastinak (Passtinaca T.), Pflan⸗
engattg. der Umbelliferen. P. satĩvs T. [Abb.
341], in Europa und Nordasien wild, mit
leischiger, awan e Wurzel, Gemüsepflanze.
Pafto, Hauptstadt des Dep. Nariño der süd⸗
merik. Republik Kolumbien, 10 000 E.
Pastor (lat., „Hirt“), der Pfarrer, bes. in
er evang. Kirche, P. loct, der Ortsgeistliche;
astorãl, auf das Pfarramt bezüglich; Pastoralia,
 die pfarramtlichen Angelegenheiten; Pa- 1341.
toralbriefe, die zwei Briefe an Timotheus und ßpastinake.
er an Titus (wegen ihrer Anweisungen zur die
Vemeindeleitung so genaunt); Pastoralihevlogie, früher *
„praktische Theologie“ (s. Theologie) überhaupt, —7
Agern Sinne die dehre von der Scelsorge Val. . A. 9—
inSeelsorge Esos; tath Scch gie Aufl.
Pastor, Ludwig, Geschichtsforscher, geb. 81. Jan. “—
u Aachen, 1886 Prof, der Geschichle in Innsbruck, *
Direktor des österr. histor. Instituts in Rom; Sauptn
Geschichte der Päpsie seit dem Ausgange des Mi
ilters“ (4 Bde., 4. Aufl. 18899 - 1904). L Sing⸗
Pastorate (Uatirz portoureis, Sqhäferspiel. Sint
piel aus dem ländlichen Leben; Tonstück landlich e
achen, idyllischen Charakters. (S. auch Paftourelle.) als
Pastoralring, der Ring, den Bischöfe und Abte d
Sinnbild ihrer geistl. Vermuͤhlung mit der Kirche be
Antritt ihrer Wurde erhalten (sf. aitez. Fe Dur
Pastoralsinfonie, die sechste Sinfonie in
on Beethopen, die die Poesie des Landlebens verherrli—
Pastorat, Amt, Amtswohnung eines Pastors. Teil⸗
Pastorellen (Pastorels, Pastouraux), die —*
iehmer der reen Erhebung des Landv⸗ *
„Hirten“) uin 1251 in Frankreich; die Bewegung ir
vegen ihrẽes revolutivnären Charakters gewaltsam un
drũckt. (S. auch Pastourelle.) en⸗
Pastorenvogel, Pfarr⸗ oder Predigervogel, gragen
zalsvogel, Poe (Prosthemadeéra NovaeSeelandiae