(Abb. 1842]), ein über amselgroßer Vogel aus der Familie
der Honigfresser, mit schwarze n, grünlich und violett schim—
merndem Gefieder, an den Seiken der Kehle mit einigen
weißen, gekräuselten Federn wie mit
einem Büffchen; Neuseeland, Auck—
landsinseln.
Pastos (ital.), in der Malerei
mit dickem Farbenauftrag.
Pastourelle (frzi, spr. sturtll),
Pastorelle, Schäferlied, eine besondere
Gattung der altfranz. Lyrik; gesam—
melt von Bartsch s“ (S. auch
Pastorale.) Peren ¶. Pasteur). Lenvogel.
Pastrieren, s. v. w. Pasteuri⸗
Pästum (grch. Poseidonia), Stadt in Lukanien, am
Golf von Salerno, im 6. Jahrh. v. Chr. von Sybaris
zegründet, jetzt Dorf Pesto, mit Ruinen (Poseidontempel).
Bgl. Labrouste, „Des temples de P.“ (Par. 1877)9
Pasugg, Badeort bei Chur.
Pasuruan (Pasoeroean), Hauptstadt der Residentschaft
B. (5287 4km, 1895: 1045 985 E.), im O. der nieder⸗
cund.⸗ostind. Insel Java, 24821 E.; Hafen.
Pata, afrik. Insel, f. Patta.
Pataca, ältere brasil. Silbermünze — 148 ; P.
Patacka, Patato) in Ughpten und Abessinien der Maria—
theresientaler (s. d.).
Patacão spr. ung in Portugal Name des span.
Pigsters (Peso); ältere brasil. Silbermünze — 3 Pataca.
Patagones, Stadt in der argentin. Prov. Buenos
Aires, ani Rio Regro, Ger 4641 GE.
Patagonien, der südlichste Teil des südamerik. Fest-—
landes [Karte: Südamerika —I], zwischen dem Rio Limay
und dem Nio Negro im N., den — im W., der
Magalhäesstraße m S. und dem Atlant. Ozean im O.,
zum Meere texrassenartig abfallendes Hochland, reich an
Seen, durchflossen vom Rio Negro, Chubut, Deseado u. a.,
Klima kühl, Flora im O. — im W. üppiger; Tier—
welt arm; die seit 1880 fast vernichteten Urbewohner sind
Tehuelche (Inaken, Huilliche); europ. Ansiedlungen noch
gering. — P., 1519 von Magalhäes entdeckt, lange Zeit
Streitobjekt zwischen Chile und Argentinien; seit 1881
östl. der Kordilleren nt an das Feuerland wurde
Feteitt. — Bgl. Musters (deutsch 1873), Dirie (1882)
Larbajal (ital. Bde. 1809 1806), Prichard (engl. 1802)
Patako, Münze, s. Pataca.
Patan, Ortsname in Ostindien, s. Pattan.
Patani, malauscher, Siam tributärer Staat auf der
Halbinfel Malaka; Hauptstadt P. 10000 E.
Patapsco, Fluß im nordamerik. Staate Maryland,
nündet 20 km unterhalb Baltimore in die Chesapeakebai,
Batara, alte Sladt an der Südtüste Lytiens, miß
deiligtum und Orakel des Apollon. Ruinen bei Gelemisch
Batarener snt, „Lumpengesindel“), Spottnanie
für die Vorkämpfer der kluniazensischen Reformen, bes
des Zoͤlibats, in Mailand Niitte des 11. Jahrh. so ge⸗
Jannt von der Pataria, einem verrufenen Stadtquartier
Später Bezeichnung der Katharer (s. d.).
Vatau spr. -täh), Ort im franz. Dep. Loiret, (1901)
48 E.;, hier 18. Juni 1429 Sieg der Jungfrau von
Orltans über die Englaͤnder.
Rate, s. Paten.
Patelin (spr. pat'läng), Hauptperson in einer berühm—
en franz. Farce aus dem 18. Jahrh, s. v. w. Schleicher
Vatella (lat.), Tellerchen, Opferschale; Kniefcheibe
Paten (vom lat. pater, Vater), ursprünglich Bürgen
(Sponsdres) für die redliche Absicht der zur Taufe An—
emeldeten, später nur Taufzeugen und Bürgen für christl.
Erziehung,e In der kath. Kirche gibt es auch dei, der
Firmuͤng P., und das Patenanmit bdegründet geistl. Ver⸗—
Pandtschaft. daher ein Ehehindernis. In der evang. Kirche
ann das Recht der Patenschaft notorischen Verächtern der
kirche entzogen werden (preuß. Kirchengesetz vom 20. Juli
1880). — P. heißen auch die Patenkinder im Verhältnis
ju ihren Tauf⸗ oder Firmzeugen.
def ttene (lat.), das Hostieutellerchen, das zugleich als
ecel für den Kelch dient, bei Abendmahl und Messe.
* Patenpfennige, Schaumünzen mit Darstellungen der
eburt und Taufe Christi, im 17. und 18. Jahch. als
Patengeschenke bcß

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Pat

Patent (vom lat. Ppatẽrs, offenbar sein), offener
Brief, feterlicher Erlaß der Krone; Bestallungsurkunde
für Beamte, bes. Offiziere; namentlich aber die Urkunde,
durch welche für eine Erfindung ein gewerbliches Schutzrecht
erteilt wirb. Pach dem deutschen Patentgesetz vom 7. April
1891 werden P. erteilt für neue Erfindungen, welche eine
gewerbliche Verwertung gestatten. Wer P. erwerben
will, bedient sich zweckmaßtg der Hilfe eines Patentanwalts,
der die Angelegenheit beim Patenlamt vertritt. Das P. wird
auf längstens 15Jahre erteilt, und zwar gegen eine mit
edem Jahre steigende Gebühr Batentstener, Vatenttarxe).
Die erteilten P. werden zur Erleichterung der Übersicht nach
den verschiedenen Gewerbszweigen in Pateutklassen einge⸗
teilt. Ein Kombinatious? V. wird erteilt, wenn die Er—
indung in der Zusammenfassung bekannter oder unbekannter
Teile zu einem Ganzen (einer Maschine oder einem Ver—
ahren) besteht. IS. Beilage: Patent.] — Bgl. Kohler,
Handbuch des deutschen Patentrechts“ (1900); Kommen
ar von Seligsohn, Isay, Robolski, Stephan; Gareis,
„Patentgesetzgebung“ (selt 1878; fortgeführt von Oster
Patentgelb, I36 lrieth).
Patentgruũn, s. Schweinfurter Grün.
Patentgummi, der durch Reinigen, Trocknen, Kneten,
Bressen und Schneiden in Platten hergestellte Kautschut,
dient zu ie Artikeln, Schlauchen fur Laboratorien,
dinderluftballons.
Fatentholz, eine Art künstliches Holz (J. Bois durei).
Patentlot, Thomsonsches. . Lotmaschine.
Pater (lat), Vater; zum Priester geweihter Kloster⸗
zeistlicher (Priestermönch).
Patera (lat!), bei den alten Römern ein flaches Trink⸗
ind Opfergeschirr.
Vater Brey, s. Leuchsenring, Franz Michael.
Paterculus, Vellejus röm. Geschichtschreiber, f. Velle—
us Paterculus.
Paterfamilftas (lat.), Hausvater.
Faternitãt (lat. Paternitaätskiage, s.Vaterschaft.
Paternd. 1) Stadt auf Sizilien, am suͤdwestl. Fuße des
ütna, (1901) 28 4583 E. — 2) P., Bagni di P. Shuer
ind Schwefelquellen bei Cittaducale.
Paternoster (lat.), Baterunser; Bezeichnung für jede
1. (größere) Kugel des Rosenkranzes, bei welcher das Vater—
anser gebetet wird, auch der Rosenkranz selbst.
Vaternosterbaum, s. Molia
Paterunostererbsen, die harten, runden, roten Samen
on Abrus precatorius L., eines Schlinggewächses der
eguminosen, die zu Rosenkränzen und Sthmucksachen ver⸗
— werden; die Wurzeln schmecken süßlich (ind. Suͤßholz).
Paternosterinseln, Pulo Tengah, Gruppe der
dleinen Sundainseln, nördl. von Sumbawa.
Paternosterwert, Hebeapparat aus Gefäßen (Bechern,
Fimern, Kasten rc.), die an einem Band (Kette) ohne Eude
ͤber zwei Rollen geführt sind, deren eine augetrieben wird
ind dadurch das Band in Umlauf versetzt; denkt man sich
hon den Gefäßen nur die Böden benutzt und läßt diese
n einem dicht anschließenden Rohr aufwärts gehen, so be—
eichnet man das P. als Scheibenkunst, Kolbentunst,
dotbenrad. Püschelkunst, Rosenkranzmühle (3. B. die
dettenpumpe, s. d. 915]); bes. bei Vorrichtungen
um Wasserschöpfen, Baggern (s. Bagger nebst Abb. 151)6
wendet.
imgemend patrĩae (lat.), Vater des Vaterlandes, Ehren⸗
itel verdienter Männer, später auch der röm. Kaiser
Pater peccavi (lat), Vater, ich habe gesündigt
Zuk. 16, 20); substantivisch s. v. w. Schulobekenntnis
Pater seraphious, Beiname des Franz von Assisi.
Paterson (spr. pätters,n) Stadt im nordamerik. Staate
steujersey, am Passaic, (1808) 118 217E.; Seidenindustrie
DAteo sur pato (frz., spr. paht ßür paht, „Masse auf
Masse“), Dekorationsart von meist dunkeln Glas⸗, Por⸗
— Fayencegegenstünden mittels weißer Schmelz⸗
nasse, die aufgetragen und eingebrannt wird
Ratetios ital. ftʒ. pathotiaue; Mauf ) feierlich.
Pathetisch (grch.) empfindungsvoll;
in Pathos (s. d) ausdrückend; erhaben.
Pathogen (arch.), Krankheit erzeugend; pathogene
Satterien, Spaltpilze, die im tierifchen und menschlichen
dörper Krankheiten verursachen, wie Choleravibrionen
Tuberkel⸗, Milzbrand-, Rotzbazillen ung