Pau

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Paulãaner, s. Minimen.
RPauli, Johannes, geb. um 1455 zu Pfeddersheim,
desemeister im Franziskanerkloster zu Schlettstadt, gest.
im 1680 zu Thann, Verfasser der Schwanksammlung
„Schimpff und Ernst“ (1519; nene Ausg. von Osterley,
—
Pauli, Reinhold, Geschichtschreiber, geb. 26. Mai
1823 zu Berlin, 1867 Prof. in Marburg, 1870 in Göt—
tingen, gest. 3. Juni, 1882 in Bremen, setzte Lappenbergs
—— von England“ fort, schrieb;: „Geschichte Eng⸗
—DDDDOD———
hg. von seiner Witwe (1895).
Pauline, Fürstin zur Lippe, geb. 28. Febr. 1769 zu
Ballenstedt, Tochter Friedrich Alberts, Fürsten von An—
zen nburg. 1796 vermählt mit Fürst Leopold von
ippe⸗Detmold, führte nach dessen Tode (1802) in selb⸗—
ständiger Weise die vormundschaftliche Regierung für ihren
iltesten Sohn Leopold (bis 4. Suni 1820), die Leib⸗
eigenschaft auf; gest. 29. Dez. 1820.
Pauliner, Münze, s. Paolo.
Paulinismus, J. Paulus (Apostel).
Paulinus von Nola, Pontius Meropius Anicius,
der dring geb. 3533 zu Bordeaur, zuerst Staatsmann,
378 Konsul von Rom, lebte seit 394 als mönchischer Aszet
in Nola, 409 Bischof das., gest. 431 an Hymnendichter,
angeblich Erfinder der Kirchenglocken; Gedächtnistag 22. Jun
(s. Beilage: Heilige ꝛc. J. Werke hg. von Hartel (1804)
— Biogr. von Lagrange (deutsch 1882).
Paulinzella, Dorf in Schwarzburg-Rudolstadt, Ober⸗
jerrschaft, (1800) 122 E., schöne Ruine der 1114 gestifteten,
534 aufgehobenen Zisterzienserabtei (1877 erneuert).
Paultt, Mineral, s. v. w. Hypersthen.
Paulitschte, Philipp, Edler von Brügge, Forschungs⸗
reisender, geb. 24. Sept. 1834 zu Cermakowitz (Maͤhren),
seit 1889 Prof. in Wien, bereiste 1880 AÄgypten und
Nubien, 18834585 die Somal- und Gallaländer von
Harar aus, starb 11. Dez. 1899 in Wien; schrieb: „Die
Jeogr. Erforschung des afrik. Kontinents“ (2. Aufl. 1880),
Harar⸗Forschungsreise““ (1888), „Ethnographie Nord⸗
stafrikas“ (2 Bde., 1893-96) u. a.
Paulizianer, eine um 660 in Armenien gestiftete
mostischedualistische Sekte, drangen auf apostolische Ein⸗
achheit, 970 als Grenzwächter nach Thrazien versetzt, 1115
—D
bekehrt, ihre Reste in den Bogomilen und Katharern. —
Vgl. Karapet Ter-Mkrttschian (18883)3.
Paulilinia L., Pflanzengattg. der Sapindazeen, klet⸗
ternde Gewächse des trop. Amerika; von P. cururu L.
oll das Curate- oder Urarigift der Indianer stammen;
die schwarzen Samen von P. sorbllis Mart. in Brasilien
dienen zur Bereitung eines kaffeeartigen Getränkes, der
Bugrang, die als Pasta Guarana auch Heilmittel (Ad⸗
tringens und gegen Migräne) ist.
PAulownia impersaus Sieb. et Lucc., ein japan.
Baum, zu den Sktrofulariazeen — mit rispig an⸗
geordneten blauroten, duftenden Blüten.
Paulsen, Friedrich, Philosoph, geb. 16. Juli 1846
u Langenhorn in Schleswig, feit 1878 Prof. in Berlin;
chrieb „Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Kanti—
schen Erkenntnistheorie“ (1875), „Geschichte des gelehrten
Unterrichts“ (2. Äufl., 2Bde., 1886),System der Ethik“
1889; 6. Aufl. 1808), „Einleitung in die Philosophie“
13. Aufl. 1906), „Immanuel Kant“ (4. Aufl. 1904), „Die
deutschen Universitäten“ (1902) u. a.
Paul und Birginie, Noman von Bernardin de
Saint-Pierre (s. d.).
Paulus, eigentlich Saul, der Heidenapostel, aus
Tarsus in Cilicien, Schüler Gamaliels und als eifriger
Pharisäer anfangs Verfolger der Christen, nach seiner Be—
ehrung (um 836 n. Chr.), welche nach harten innern
Zümpfen in einer Vision Christi als des auferstandenen
Messias zum Abschluß kam, derjenige Apostel, welcher die
abrigen an Tiefe und Richtigkeit der Erfassung des Christen—
tums, Schärfe des Denkens und Energie der Wirksamkeit
veit überragte. Der Kreuzestod und die Auferstehung
Christi bilden den Mittelpunkt seines Glaubenssystems.
Nachdem ihm einmal gewiß geworden, daß Jesus der gott⸗
—X
Hott beabsichtigte Bedeutung haben müsse, nämlich die

* 5 der
xẽrlösung der gesamten Menschheit von der Maghht
ohns Darun fei das Kreug Christi zugleich das wne
es ãußerlich gebietenden Gesedes dessen ——
ein Tod befriedigt habe, dessen Zweck aber mit der —
uchtung der sündigen Macht des Fleisches in dem
Christi'Tod und Auferstehung geeinten Slaunbigen ——
allig werde, weil er das Gute aus dem Antriebe d
Zeistes Christi zunehmend erfüllen lernt. Das ist der 7
Weg des Heils nicht aus dem Gefetz, durch Werke,
zern allein aus der Gnade durch den Glauben Faulini⸗
nus). Die Folge dieser Auffassung war der den
)em Indentum und Judenchristentum. Seine Lehre ist —
urch die Reformation zur vollen Geltung gekommen. *
Missionsreisen Karten urvibishen Geshichte
Palafling] eestreckten sich A8 B8) auf Typern, Kle
fien (bef. Ephesus), Nazedomen und Griechenland; e
Zetrieb der Juden 59 in Jerufalem verhaftet, wurde er r
Jahre zu Cafarea, dann in Rom gefangen gehalten —
34 das. enthauptet. — Von den 183 sog. ——
Zriefen des R. T. sind die an die Römer, Korinther
Balater allgemein, meist and der an die Philipper, *
iste an die Theffalonicher und der an VPhilemon als
merkannt. —Bgl. Baͤur (2. Aufl. 1866—67), —
ath (2. Aufl. IS72). Renan (denisch 1869); über *
daulinismus Pfleiderer (2. Auft. 1800), Holsten
i. Igos), pfleiderer, Das Urchristentum (2. Aufl. — *
Paulus Diakonus, Sohn des Warnefrid, lango u
Seschichtshreiber, geb. um 730 in Friaul, Moönchge
doster eaet, in hoher Gunst bei Karl d· 5
sest. um 800; schrieb; „Hictoris Romans“ (hg. 7
AHistoria Lapgobardorum“ (hg. von Waitz, 7
entfh 1888) u. a. — Vol. Dahn UAs76), Jacobi (1877)
Paulus Servita (P. Venẽtus), s. Sarpi, Paolo. ilt
RPaulus von Theben (B. Eremita), Heiliger·
ils erster Einsiedler, angeblich in der decianischen
olgung in die Tie Wüste geflůchtet und hier z4
7 Jähriger Einsamkeit kurz vor seinem Tode vom heu
Antonius gefunden. 887
Paulus, Eduard, Schriftsteller, geb. 16. Okt. d
u Stuttgart, lebt das. als Konservaktor der paterlund
chen Kunste und Altertumsdentmäler; schrieb: Aiß
Aflerzienferabter Maulbronn⸗ (3. Aufl. 1890), —7
us Ztalen“ (8. Uuft, 1879), Aus Echwaben“ (18
Gedichte⸗ (1861).. dieder“ (1877),, Lieder und Hum
esken“ (1880), „Der neue Merlin“ (1888) u. a. ter
Paulus, Seinr. Eberh. Gottlob, prot. Theolog, letz
Zerireler des Roationalismus, geb. 1. Sept. 15612
deonberg bei Stuitgart, 1780 Vrof. in Jeuag, 1803 1
wunibung Isla in dadelverg. gest. daf, 1d. Aut
881. Bauptschriften: „Kommentar“ über das N. *
3 Bde. .Aufl 1801 88eben Fesu“ (2 Boe,
se8). Selbstbiogr (ISo0). Vall. von Reichlin⸗Meldegs
Bbde. 1863). 4
Paumotuinseln, s. Tuamotu. —D—
Paunchea (spr. pahntschi), ostind. Goldmünze
Paungelaung, Fluß in Birma, s.v. w. Sittan ghb)
¶Veaunsdorf Vorf in der sachs. Kreish. Leipzig, (19
* S.
Panperismus (neulat.), Massenarmut, dauernder
Notstand in einem ganzen Lande.
Paupertät (lat.), Armut, Dürftigkeit. der
Pausa, Stadt in der sächs. Kreish. Zwickau, an
Beida, (19005) 101 G6.. Amtsgericht, Eisenquellen un
Moorbäder; Wollweberei und -wirkerei. eer
Paufantas, spartan. Feldherr, befehligte das *8
er verbündeten Griechen bei Platäü 479 v. Chr. *
ich mit Hilfe der Perset zum Herrn von ganz Gricchen b
nachen, ward 467 im“Tempel der Alhene zu Sparta,
vohin er sich geflüchtet, eingemauert. bh
Poausautas, giech. Geschicschreiber und Geograz
us Magnesia in Kleingfien, schrieb zwischen 160 und 155
i. Chr. einen Reisebericht über Griechenland (Feriegesia
g. von Spiro 1898, Hitzig und Blümner, 1896 agi
zrazer, 6 Bde., 1898, deutsch von Schubart, 5
857 63), Hauptquelle für antite Kunstgeschichte und 53
Topographie Vgl. Gurlitt (1800), Heberdey (18
Pauschale, Veauschquantum, Wanfchatfumme, Pausch
ergütung, die an Stelle von Einzelleistungen treten
Jefamtabfindung.