Pel
1862; deutsch 1874) u. a. — Sein Sohn Charles Ca⸗
mille P., geb. 28. Juni 1846, seit 1881 in der Deputier—
senkammer auf der äußersten Liuken, 1902 bis Jan. 1905
Marineminister; schrieb: „Lo théütre de Voerssilles“
(1876), „Ila semaino de Mai“ (2. Aufl. 1889), „Les
zuerres de la r6volution“ (neue Aufl. 1884) u. a.
Velleterie Ertz.), Pelzwert; Kürschnerei.
Pelletieẽrin, Punizin, flüssiges Alkaloid der Granat—
inde, dient, an Tannin gebunden, als Bandwurmmittel.
Pellico, Silvio, ital. Dichter, geb. 24. Juni 1788 zu
Saluzzo, Hauslehrer zu Mailand, des Karbonarismus
erdächtig 1820830 in Venedig und auf dem Spielberg
zefangen, gest. 81. Jan. 1864 zuͤ Turin. Hauptwerke: die
Tragödie Franceseca da Rimini“ (1818) und die Ge—
chichte seiner Gefangenschaft: „Le mie prigloni“ (18383;
deutsch 1833 u. 1878). — Biogr. von Bourdon (franz., 1879:
ꝛeutsch 1889), Rinieri (ital,, 8 Bde. 1809 1901).
Pellotin, Alkaloid der in Mexiko Pellote genannten
daktee Anhbaionsum Williamsti, Bexruhigungsmittel.
Peltour (spr. Iuh), Luigi, ital. General und Staats—
nann, —— I. Febr. 1839 zu La Roche (Savoyen), 1888
Beneralmajor, 1891 Generalleutnant, erhielt 1805 das
sommando des Veroneser Armeekorps, 18891 508 und
1896 -97 Kriegsminister, 1888 — 1900 Ministerpräsident
uind Minister des Innern, 18901 —52 Kommandant des 1.
Armeekorps. stigkeit
Pelluzid (lat.), durchsichtig; Pesluzidität, Durqsich—
Pellworm, nordfries. Insel, s. Nordstrand.
Pelly River, Fluß in Brit Nordamerika, entspringt
m Francessee, vercinigt sich mit dem Lewes (Jukon).
Pelmatozoen (Pelmatozda), die (wenigstens in der
zugend) festsitzenden, in der Regel gestielten Stachelhäuter,
die Klassen der Seelilien, Seeüpfel und Knospenstrahler
imfassend. — Bgl. Jäkel (Bd. 1, 1899).
Pelmo, Berg, s. Monte Pelmo.
Pelo (fpan.) s. Pelseide.
Pelopidas, theban. Staatsmann und Feldherr, be—
reite 379 v. Chr. sein Vaterland von der spartan. Herr—
schaft, erfocht mit seinem Freunde Epaminondas den Sieg
hei Leuktra (371), fiel 304 bei Kynoskephalä gegen den
Tyrannen Alexrander von Pherä.
Pelopiden, die Nachkommen des Pelops (s. d.)
Peloponnes (grih. Pelopönuesos), die süͤdl. Halb⸗
insel Griechenlands'(s. d.), mit dem, eigentlichen Hellas
nur durch den Isthmus von Korinth zusammenhängend, ca.
22200 qkm, (1896) 902 200 6E.5 seit dem Mittelalter
Morea genannt.
Peloponnesischer Krieg, der Kampf zwischen Athen
ind Spaͤrta um die Vorherrschaft in Griechenland 4314
104 v. Chr. (s. Griechenland).
Pelops, wurde nach der griech. Sage als Knabe von
seinem Vater Tantalos den Göttern als Speise vorgesetzt,
ber von ihnen neu belebt, wanderte später aus Phrygien
in den nach ihm genannten Peloponnes und gewaun Elis
durch die Heitat mit Hippodameia; Stifter der Olympi—
chen Spiele. Seine Nachkommen waren Atreus und Thye—
tes, seine Enkel Agameinnou und Menelaos (Pelopiden).
IE
enbluten in regelmäßige, z. B. bei Länaria vuigaris Aill.
Peissrum Bromontorium, im Altertum die Nordost⸗
pitze Siziliens, jezt Capo di Faro.
Pelotage ftz, spr. p'lotahsch'), geringere Vigogne—
voile (für Hutmacher).
Pelotas, Stadt im brasil. Staate Rio Grande do Sul,
im Kanal Säo Gonsalo, (1902) 18000 E.
—X—
Soldaten; Pelotonfener, früher das sprungweise Feuern
einer Infanterieabteilung.
Pelotte (frz pelote. Knäuel“), der ballförmige Teil
)es Bruchbaudes zum Hineindrücken des Bruchs.
Pelouze (pr. luhs'), Theophile Jules, franz. Che—
miler, geoͤ. 13. Febr. 1807 in Valognes, 1830 Prof. in
Paris, gest. das. 31. Mai 1867, bes. um die organische
Chemie verdient; schrieb: „Praite de chimie générale“
mit Fremy, 3. Aufl. 186266), „Abrégé do chimie“
7. Aufl. 1876).
Pelplin, Marktflecken im preuß. Reg.⸗Bez. Dauzig, an
der Ferse, (19058) 3624 E., Sitz des Bischofs von Culm,
dot. Doimm, Vriesterseminar, Progymnasium.

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Pelseide, Pelo (span.) Seide von den Kolons der ge⸗
ngsten Sorte, im Gegersatz zur Organsinseide. tlei⸗
Peltaästen, bei den alten ———— die mit einem kle
en runden Schild (Pelte) bewaffneten
dämpfer.
Peltiers Phänomen(spr.iehs)
. Thermoelektrizität.
Peltigsra IVilld., Schildflechte,
Flechtengattg. der Laubflechten, groß
lattartig, auf dem Waldboden
vachsend. P. canina Losm. (Hunds⸗
lechte [Abb. 1349)) überall häufig.
Peltonrad, Turbine, bei der das ed⸗
Basser aus Duͤsen tangential zum, Laufrad, in
haufeln Abb. 1030; aGintritt, v Austritt des Wasse
virkt; nügt Wasserläufe mit hohem
hefälle günstig aus. *
Peltschen, Pflanzengattg., s. WG
oxonilis. 98
Peluschke, Sanderbse, ost⸗ J a
»reuß. graue Erbse (Pisum ar- —2
rense L), ertragreiche Futter— 1350. Peltonrad.
»flanze für Sandboden. Ost⸗
Peluftum, altägypt. befestigte Grenzstadt, an der
eile der Peinsifchen Rilmündung; im Mittelalter Faram
— ——
ie Agypter und machte dem ägypt, Reiche ein Bndeaer
peια lat), s Becken Cdiomisch); Belvimeter.
Beckenmesser. Pelvour.
Pelvonx, Mont⸗, s. Mont—
Pelz, in der Spinnerei s. v. w.
Blies. [Pfropfen.
Pelzen, Veredelungsart, J
Pelzflügler, Pelzflatlerer, Pelz⸗
naki, Flatiermaki, Kakuang (Go—
leopithscus volaus Fall. IAbt
1351)), Art der Halbaffen, charakte
risiert durch die durch eine Haut ver⸗ Pelzflũaler.
»undenen Zehen und fallschirmartige be in⸗
Zeitenhaut (Flatterhaut) vom Hals zum vordern und —
ern Fuß und zum Schwanz. Nächtliches Baumtier, —*
en Sundainseln und Philsppiuen. Jeht oft als
Zäugetierorduung betrachtet. — P. heißt auch eine Un
—— e⸗
Peiffresser Anopuaga), zu den Flügellosen 868
yörende Halbflüglerfamilie, durch Parasitismus zuru g
ildete, flachgedruͤckte, ungeflügelte, kurzbeinige, S
äuseühnliche Insekten, schmarotzen auf Säuge— 5
ieren (GHaarlinge) oder auf Vögeln (Feder⸗ x
inge). Zu den Haarlingen gehört der Hunde⸗
janrling (Hundelaus, Triehodectes danis
Heg.), am Kopf und Hals der Hunde, und der 1352. Hüh⸗
zchafhaarling (T. Spunorocephalus Aitasclu), nerlaüs.
aft massenhaft auf Schafen; zu den Feder— vou
lingen z. B. die als Hühnerlaus bezeichneten Arten *
bnopierus en üe diec Aob. 18362) 35
Aothẽum. Rauchwaren zurichterei t s
Pelzgerberei, das Gerben der Felle, ein n
Pelzkäfer, s. Speckkäfer.
Pelzmaki, s. Pelzflügler JAbb. 1851)].
Pelzmotte, s. Motten.
Pelzsamt, s. Felbel.
delzseehnund,e Ohrenrobben und Robbenfelle us⸗
Heizwerr, Rauchwaren, Felle von wilden und Ha *
ieren, werden mit den Haaren gegerbt uund dienehe
dleiderbesatz oder -futter, Mützen, Müffen, ————
helztragenTeppichen u. a. Pelzwaren erfter Klafse 5
uss. Zobel, Sceotier, Schwarz⸗, Blau⸗ und ———
helzseehund, Biber, amerik. Zobel, Bären, virgin— 6
ind Otter, Chinchilla; zweiter Klase: Schuppen, ẽ *
Felle voni Stinktier), Nörz, Baum- und Steinma *
duchs, Rotfuchs, Hermelin, Bandiltis, Kalinken, rimug
herfianer Wolf, Affen, Sumpfbiber; dritter Klasse *
Fichhörnchen (Feh), Bisam, Opossum, alle Kanincheng *
Murmeltier, Astrachan, Schmaschen. Zauptprodutti bes.
änder: Rußland, bes. Sibirien, und RNordamerika, —*
danada und Alaska. In Rußland sind ständige ꝓu
belzhandel Petersburg und Moskau, ferner die s
on Ristaij Rowgorot'uud Irbit, auch Kiachta und

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