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Penn, William, Begründer Pennsylpaniens, geb
.4.5 Okt. 1644 zu London, Quäker, ging, um sich den
Berfolgungen zu entziehen, nach Amerika, wo ihm die
brit. Regierung gegen eine Schuldforderung seines Vaters,
des Admirals Sir William P. (gest. 1676), einen großen
dandstrich am Delaware überließ, legte das. die Kolonie
Pennsylvanien an, gab ihr 1683 eine Verfassung und
gründete die Stadt Philadelphia, trat aber 1712 sein
kigentumsrecht gegen 280 000 Pfd. St. an die engl. Krone
ab; gest. 380. Juli 1718 auf Ruscombe (Berkshire). —
Bql. Diron (deutsch 1884), Tenkins (1899). forti
Pennaforti, Scholastiker, s. Raimund von Penna—
Pennal (neulat.), Federbüchse; früher s. v. w. an—
jehender Student, jetzt s. v. w. Gymnasiast (Mehrzahl: Pen⸗
räler); Pennalismus, auf den deutschen prot. Universitäten
des. des 17. Jahrh. das bis zu körperlichen Mißhandlungen
zehende despotische Abhängigkeitsverhältnis neu angekom—
nener Studenten (Pennäle) zu den ältern (Schoriften).
Penne (hebr.), in der Gaunersprache s. v. w. Kneipe
Benubruder, Strolch.
Penne, Stadt in der ital. Prov. Teramo, am Fuße des
Vran Sasso d' Italia, (1901) 10394 E.
Penni — Penniä), finn. Rechnungsstufe *
oo Markka (Frank).
Penninische Alpen, gletscherreicher Teil des innern
Vneisalpenzugs der Westalpen, zwischen dem Großen Sankt
Bernhard, der Dora Baltea, Toce, dem Simplon und
dem Rhoͤnetal, zerfällt in die Arollagruppe im W. (Weißorn
 4512 w, Iehenen 4505 m, 4 Blanche 4864 m1)
ind die Monte-Rosa⸗Gruppe im O. (Dufourspitze 4638 m);
nach N. zweigen sich ab die Mischabelhörner (4554 16)
ind das Weißmieshorn (4081 11).
Penninische Kette, Zentralgebirge Nordenglands,
Wasserscheide zwischen der Jrischen und der Nordsee, von
Derbyshire bis an die schott. Greuze sich Inne Er⸗
jebungen der höhlenreiche Peak (636 m), Great Whernside
704 mm), Ingleborough (723 m) und im N. der Crof
dell (882 m).
Fennisetum Bequv., Federborstengras, Pflanzengattg.
er Gramineen, meist in Afrika. P. typhoidéum Nich.
Duchn, Kerzen-, Pinselhirse), im tropischen Afrika als
Setreide angebaut; Zierpflanze ist P. villösum Broven
fälschlich P. longistylum Hochst.), mit zylindrischen,
volligen Ahren, auch zu Buketts benutzt.
Pennsylvanien, einer der mittlern atlant. Ver.
Staaten von Amerika sKarte: Vereinigte Staaten II,
16 641 qkm, (18900) 6302 115 E., im Innern von Pa—
rallelketten der Appalachen durchzogen (5.800 m hoch),
»om Delaware, Susquehanna und Alleghany bewässert
Ackerbau; Produktion von Kohle, natürlichem Gas, Kols,
sisen und Petroleum. Staatsuniversität Philadelphia;
dauptftadt Harrisburg. — P. anfangs von Schweden und
Holländern dolonisiert (1688), als Kolonie eigentlich be—
fründet durch William Penn (1681). — Bgl. zur Geschichte
ẽᷣgle (engl., 1880), Seidensticker (1885), vom Rath (1888)
Pennsylvanisches System, s. Gefängniswesen.
Penngy (engl., Mehrzahl Pence oder Pennies, „Pfen⸗
tig“), ehemals silberne, dann kupferne, jetzt bronzene
Zcheidemuͤnze in Großbritannien zu Shilling —,8,859.
Penny⸗a⸗liner (engl., spr. ð leiner), geringschätzende
Bezeichnung eines Zeitungsreporters, der „einen Penny
ür die Zeile“ erhält.
Pennyweight (spr. weht, „Pfenniggewicht“), abge—
ürzt dwt., engl. Goldgewicht zu 24 Troygrän — 1,veca g;
Probiergewicht zu 0 Unze S A, Tausendteilen Feinheit.
Penobscot, schiffbarer Fluß im nordamerik. Staate
Maine, entspriugt nahe der Grenze von Kanada, mündet
tach 480 Rmein die Penobscotbai des Atlant. Ozeaus.
Peñsn de la Gomera (spr. penjohn), span. Straf⸗
alonie (Presidio), s. VBelez de la Gomera.
Penonuomeé, Stadt in der Republik Panama, ca.
Penpit (engl.) s. v. w. Mardelle. [120600 E.
Penrhyn, Hafen der Stadt Bangor in Wales; größte
⸗chieferbrüche Großbritanniens.
Penrhyninseln, s. Manihikünseln.
Penrith, Stadt in der engl. Grafsch. Cumberland,
4901) 9182 E., Tertilindustrie.
Penfa, Gouvernement im mittlern Europ. Rußland, im
Vebiet der Sura, Mokscha und des Choper, 388841 qxᷣm.

170474 E. (16 Proz. Mordwinen, Tataren). — Die baupt⸗
tadt P. an der Sura, 618851 E. Flo⸗
Pensacola, Haupthafen des nordamerik. Staates? p
ida, an der Bai von P., (1900) 17 747 E., Hotzausfunn
Pensfée (frz., spr. pangseh), Gedanke, Einfall;
Sztiefmütterchen und dessen Farbe (Biolettbraun ztischen
Penser Gebirge, vsthchstes Glied der Rhätisch
Alpen in Tirol zwischen Jaufenpaß und Eisack, im —*
— —
Beufon (ifrz hir angst) Ruhegehaͤlt Witnen
ind Waifengeld; Kosigeld, Kost; Erziehungsanstalt rn
ionat), in welcher der Schüler (Peusionär) außer pr .
icht auch Kost und Wohnung hat. Pensionieren, mit p
n Ruhestand versetzen. fion
Pensionär (frz. spr. pangs⸗), Zögling einer Annen
s. Dy; früher der Synditus in den großen S id
Zollands; der Staatsfekretür der Generalstaaten
roß⸗ oder Ratspensionär.
Pensum (lat.), das Zugeteilte, Aufgabe.
Pentaorinus, s. Seelilien. anf, Zeit⸗
Pentade (Pentas, grch.), Gesamtheit von fünf, 9
aum von fünf Jahren. uün
Ventadit (gIrch Zahlensystem, dessen Grundzn
Pentaeder arch), ein von fünf Ebenen begrenz
dörper; pentaẽkdrisch, füufflächig. Araums
Pentaẽteris, griech. Bezeichnung eines — *
on vier (nicht fünf) Jahren. fünf — — u
Pentaglorte, ventapia —D Buch, bes. Bibe
Pentaglyköosen, Pentosen, s. Kohlehydrate.
Pentagon (greh.), Fünfeck; Penlagondodelaeder
Dodekaeder [Abbe b b]; Pentagonikositetraeder, hemi
rische Kristalform des regulären Syftems, von 24 u
egelmäßigen Fünfecken begrenzt.
Pentagrämmi (grih.), s. v. w. Drudenfuß. liüten
Pentaghnifch r“, fünfweibig⸗) heßen 8
nit fünf Griffeln oder Narben; Pentagynia, die 6.
rung der Klassen 12183 im Linneschen System. ef⸗
Pentakosiomedimnen (grech., Funfhundertsch
er“), die erste Vermögensklasse im alten Athen. z )
Pentakriniten, Arlen von Pentacrinus(jf. Seelilien
Pental, Trimethyläthylen, farblose, bei 88 sieder
rennbare Flüssigkeit, dargestellt durch Erhitzen von 8 —
enhydrat mit Schwefelsäure unter Druck, früher an ine
es Chloroforms bei Zahnoperationen benutzt, seiner gesu
ichen Nebeuwirkungen wegen aber nicht mehr verwen— et.
Pentalpha (grch.), s. Drudenfuß.
Pentameren (Pontamera), j. Käfer. kty⸗
Pentameter (arch) funfe Ligliger sechsfüßiger
ischer Vers, aus zwei, durch eine unveründerliche Zů *
—* nur in Verdindung mit de
Zexameter (s. Distichon) gebraucht. ate
Ventan drif ¶ Gtnfhannig.) heiden Dütt
nit fünf freien Staubgefäßen; Pentandria, die 65. Klasf
es Linneschen Systems. er⸗
Pentane, zwischen 30 und 40* siedende Kohlenwasse
toffe mit 5 Kohlen- und 12 Wasserstoffatomen. t;
Pentangulum (grch.-lat.), s. v. w. Pentagon, Fünfeth;
uch s. v. w, Pentagramim, Druͤdenfuß.
Pentapla, s. Pentaglotte. me
pᷣentar glis Geh Füufstadt.), der spätere Jaue
on Kyrenaitans. V)n duͤch das Geblet der fuͤnf Seestä
Iriminum, Pisaurum, Fanum, Senogallia und Ancona q
Pentas, s. Pentade. fer Osttuste Italiens.
Pentastsmum, s. v. w. Pentstemon (s. d. ch⸗
Pentaͤteuch (grehe, „das fünfteilige Buch““, die grie
n Bezeichnung fur die gewoͤhnlich, aber we
»erständlich sog. fünf Bücher Mose, deren Ramen nn
Benesis („Schöpfung“), Erodus („Auszug“), Lrpitich
— Numeri („Jaͤhlung“, umid
Zolts), Denterononium (,Wiederhoiung des Gesees
ODer P. ist die Thora, das öffizielle Geseßbuch des Juden
ams, aus dessen Auslegung die Scriftgelehrfamkeit
Rabbinertums erwuchs.“ Der P. ist wahrscheinlich beß
er erst nach 444 v Chr. vollzogenen Zusammenar
ung zweier Hauptwerke entstanden. Das eine hat sun
hrundlage in dem, im Deuteronomium n 3
». Chr. unter König Josia im Tempel gefundenen *
urch Volksbeschluß alsbald anerkannten sog —
nischen Gesesbuche, welches dann in prophetischem Ge