hervorgerufen durch feine, wellenförmig gebogene Fasern
von köhlensaurem Kalk. Benutzt zu Knöpfen, Messer—
schalen, eingelegten Arbeiten ꝛc.
Perlmutterfalter (Argynnis), Gattung der Tag—
falter, rostrot, schwarz gefleckt, Unterseite mit hellen Bin—
den uünd perlmutterattigen Flecken oder Streifen. Be—
kannteste europ. Arten: kleiner P. (A. Latonia J., Tafel:
Schmetterlinge J, 5)), großer P. (A. Aglaia L.), Silbertrich
 (A. Paphis L).
Perlpilz, s. Perlenschwamm.
Verlfalz, phosphorsaures Ratrium.
Perischuur, Pertstab, in der Architektur s. v. w.
Istragalus (s. d. nebst Abb. 182).
Perifchrift, kleine Schriftgattung, 5 typogr. Punkte.
Perlspat, . Dolomit.
Perlstein, Perlit.
Perlfucht, J. Tuberkulose (der Haustiere).
Perluftration (lat.), Durchsicht; perlustrieren, durch—
rustern. [Schminkweiß.
Perlweiß, eine Sorte Bleiweiß (s. d.); auch s. v. w.
Perm, Abkürzung für Permische Formätion(s. d.).
Perm, Gouvernement auf der Grenze des Europ. und
Asiat. Rußland, 332 061 44m (wovon 127 820 qkm zu Asien
gehören), 2994 302 E. (darunter Baschkiren, Permier, Ta⸗
faren u. a.), reich an Metallen, Edelsteinen, Steinkohlen,
Marmor. — Die Hauptstadt P., an der Kama, 45 403 E.
Permanent (lat.), bleibend, fortdauernd, ununter—
hrochen. Permanente Gase, s. Gas.
Permanenz (lat.), Fortdauer, Ständigkeit.
Permangangäte, die Salze der Ubermaugansärrre.
Permeabel (lat.), durchdringbar; Permeabilität.
Durchdringlichkeit; Permeatidn, das gegenseitige Durch⸗
dringen zweier Koͤrper.
Permeéß (ital.), s. Permiß.
Permier (Permijaken), Volksstamm in den russ.
Gouv. Wjatka und Perm, 104 691 Köpfe, stark russifiziert,
zur permifchefinn, Gruppe der nordugrischen (finn. Eprach—
amilie gehörig. Grammatik (1860) und Wörterbuch (1869)
von Rogow. — Vgl. Smirnow (xuss., 1891).
FEor milie (lat), für 1000 Stück.
Permische Formation, Pern, Dyas, jüngste pa⸗
äozoische Schichtengruppe (im russ. Gouvernement Perm
bes. stark entivickelt)z; in Deutschland in zwei scharf ge—
treunte Unterabteilungen zerfallend, das Rotliegende (terre
ster) und darüber der Zechsicin (marin), bes. typisch am
Harz und in Thüringen; weiteres s. Beilage: Geolo—
Jische Formationennebst Tafel. — Vgl. Geinitz (1862).
Permiß (lat.; ital. Permeß), Erlaubnis, Erlaubnis—
chein; Permifsisn, Erlaubnis.
Permiszieren (lat), vermischen, vermengen.
Permitueren (lat.), erlauben, gestatten; Nechlanben.
Bermixtivn (lat), Vermischung, Vermengung.
Permiaken, Volksstamm, s. Permier.
Permoser, Balthafar, Bildhauer der Barockzeit,
Jeb. 16030 zu Kammer in Sberbahern, gest. 18. Febr. 1732
in Dresden, für welche Stadt er allegörische, mytholog.,
eigoe Werke, Grabdenkmäler u. a. arbeitete.
ermutation (lat.), Vertauschung, Versetzung; in
der Mathematik Veründerung der Reihenfolge einert be—
timmten Anzahl gegebener Elemente. (S. Kombination.)
Pernambücse, östl. Küstenstaat Brasiliens, 128 385
4Akm, (18800) 1030224 E., an der Küste flach und frucht—
bar, im Innern Hochebenen und Bergzüge; Reichtum au
wertvollen Hölzern und Marmor; Ackerbau rationell be—
tricben. — Die Hauptstadt P. oder Recife, an der Mün—
nn der Flüsse Capiberibe und Beberibe in den Atlant.
Dzean, (1002) 126000 E.; ESternwarte, Seegarsenal,
Krlegsarscnal; Rechtsfakultüt
Pernau (rusf. Pernow), Hafenstadt im russ. Gouv. Liv⸗
iand, an der Mündung der Pernawa oder P. (138 km 18.)
in den Rigaischen Meerbusen, 12856 E.
Pernerstorfer, Engelbert, österr. Parlamentarier, geb.
April 1850 in Wien, 1871 88 Lehrer, dann Redakteur,
nhänger Schönerers, gab 1880 den Aufloß zur Gründung
es Deutscheü Schulvereins, 1883—97 und seit 1901 so—
zialdem. Mitglied des Abgeordnetenhaufes.
Pernice, Ludwig, Jurist, geb. I1. Juni 1789 zu
Halle, feit 1881 Kronsyndikus und Mitglied des preuß.
Herrenhauses, gest. Ib Juli 1861. — Söhne: Hugo Ppe

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Per

cb. 9. Nov. 1829, seit 1888 Prof. der Medizin zu
Hreifswald; Herbert P. geb. 14. April 1832, 18837- 66
hrof. der Rechte zu Göttüngen, daun im Dienst des de—
vossedierten Kurfürsten von Hessen, gest. 21. April 1875
u Halle; Alfred P., geb. 18. Ang. 18141, feit 1881
Prof. des röm Rechts in Berlin, gest. das. 28. Sept. 1001.
Perniziös (lat), verderblich, bösartig; perntziöse pro—
gressive Anämie, eine Art der Anämie, die auf dem Unter—
Jang zahllofer Blutkörperchen bernht und rasch zum Tode
ührt; perniziüses Fieber, boͤsartige Form des Wechfelfiebers.
Perogrullo span., spr. grulljo), Einfaltspinsel,
»er selbstherständliche Wahrheiten als neue wichtige Ent⸗
cungen vorträgt (Perogrulladen).
Perorine (spr. vᷣnn), Stadt im franz. Dep. Somme,
in der Somme, (1901) 4668 E.
Peronospoõra Corda, Schmarotzerpilze der Perono—
poreen, leben in Phanerogamen; die konidientragenden
ꝛerzweigten Hypheun treten meist aus den Spaltöffnungen
jervor. P. nivéag De By., auf Petersilie, Möhre, P.
darasitios auf Kruziferen u. a. bewirken ein Abfierben
der befallenen Teile; P. vitiebla De By. ist die Ursache
der Blattfallkrankheit (s. d.).
VPeronosporeen, Pilzfamilie der Phykomyzeten,
eben endophyt in höhern Pflanzen (Kartoffel, Weinstock,
Raps) und Mingen die von ihnen befallenen Pflanzen—
zeile zum Absterben.
Perorieren sarn nachdrücklich, ausführlich reden;
beroratisn, Schul- oder übungsrede; Schlußrede.
Perosi, Lorenzo, Kirchenkomponist, geb. 20. Dez.
872 in Tortona, seit 1808 Kapellmeister der päpstl.
dapelle in Romz bes, bekannt durch die Oratorientril bgie
„Passion nach Markus“, „Verklärnug Christi““ und Auferweckuug
 des Lazarus“.
Peröwsk, Stadt im ruß.-zentralasiat. Gebiete Syr—
darja, am Syr-darja, 5196 E. hervorgegangen aus dem
rort Perowstij (bis 1853 Festung Ak-metschet).
Per psades (lat.), zu Fuß; por pedes apostolörum,
u Fuß (reisen), wie die Apostel.
Perpel, Alse.
Perpendikel (lat.), in der Geometrie, s. Lot nebst
Abb. 1077; anch das Pendel der Pendeluhr; verpenditnlär,
otrecht, senkrecht.
Perpetua, Heilige, christl. Märtyrerin in Karthago
208, zusammen mit ihrer Sklavin Felicitas (s. d.) —
ß., nach der, Tradition Name der, Gattin des Apostels
zetrus, die diesen auf seinen Reisen begleitete (1 Kor. 9, 6).
Perpetuéll (frz.), perpetuierlich, unaufhörlich, un—
mterbroͤchen; Perpetnität, ununterbrochene Dauer; Per—
etuitäten, ünveräußerliche Guüter.
Perpetuúum mobilie (lat.), ein Körper, der sich un⸗
—D angestrebte, aber infolge
»es Gesetzes von der Erhaltung der Energie . d. als
mmöglich erwiesene mechan. Vorrichtung, die ihre Kraft
nurch eigene Bewegung stets wieder erneuern könnte.
Perpignan (spr. injäng), befestigte Hauptstadt des
ranz. Dep. Pyrtntes-Orientales, an der Tet, (1801)
137 E. Kathedrale (1324 gegründet); früher Univerfitt.
Perpler (lat.), bestürzt, verblüfft.
per prooura (ital.), per procuratiõönem (lat.), in
cellvertretung, in Vollmacht (s. Prokura).
Perquirieren (Iat.), nachforscheu; Perquisitisu,
Untersuchung, gerichtliche Nachforschung; Perquisitions
zroteft, Wechselprotest, der erhoben wird, wenn der Be—
ogene zur Verfallzeit am Zahlungsort nicht ausfindig
u machen ist.
Perrault (spr. päroh). Charles, franz. Dichter, geb.
2. Jan. 1628 zu Pgris, gest. das, 16. Mai 1708, betuhmt
ls einer der ersten Märchensammler („Contos de ma me
Oxe“, 1697 u. ö.; deutsch von M. Hartmann, 1867; mit
zilustrativnen von Dore, 1872). — Bgl. Deschanel (1888).
Perrault (spr. päroh Lton, franz. Maler geb. o Iuli
832 in Poitiers, malte Religioͤses: Johannes der Täufer,
vrablegung Christi, neuerdings mythosog. Stoffe: Amot
ruf, der Lauer, Nymphe mit Amor scherzend.
Perreus (spr. pärängs), Frangois Tommy, franz.
Zistoriker, geb. 21. Sept. 1822 zu Bordeanx, 1853 r
im Lese Bonaparto in Paris, trat 1801 in den Ruhe⸗
tand, gest. 3. Febr. 1801 in Karis; schrieb it
le Florende“ (6 Bde., 1877 84, 'und g Boe s 668