Per

-90), „La civilicction florentine“ (1803), „Jérôm
Zavonarole““ (8. Aufl. 1869; deutsch 1868), „Les ma
riages espagnols“ (1869), „La démodratie en Franeau
 moyen äge“ (2. Aufl. 1873) u, a.
Perrin (spr. päräng), Pierre, genannt Abbé P., der
dDichter der ersten franz. Opern unter Ludwig XIV., geb
im 1620 zu Lyon, gest. 25. April 1675 zu Paris.
Perron (frz., spr. püröng), Bahnsteig.
Perrone, Giovanni, kath. Theolog, geb. 11. März 1794
zu Chieri in Piemont, Jesuit, 1883 Rektor am Collegium
KRomanum, 1873 Leiter der Gregoriauischen Universität
n Rom, gest. das. 28. Aug. 18765 Hauptwerke (vielfach
ãbersetzt): „Praelectiones theologicae“ (9 Bde., 2. Aufl.
1840 44), Auszug (2 Bde., weitverbreitet), „II protestan
tismo e la regola di fede“ (3 Bde., deutsch, 2. Aufl,
I857), „De Romani pontitois infallibilitate““ (1874)
Perrot (spr. päroh), George, franz. Archäolog, geb
2. Nop. 1832 zu Villeneuve-St.- Georges (Seimeet⸗
Dise), Prof. an der Universität in Paris; veröffentlichte
mit Chipiez) „FHistoöre de Vart dans Lantiquité“
Perrücke, s. Perücke. [(7 Bde. 1881-99) u. a.
Zor saldo sital.), zur Ausgleichung (s. Saldo).
Persano, Carlo, Graf Pellion di, ital. Admiral,
zeb. 11. März 1806 zu Vercelli, befehligte 1860 die sar—
din. Flotte vor Ancona und Gaëta, verlor 1866 als
Oberbefehlshaber der ital. Flotte die Seeschlacht von
dissa, deshalb 1867 abgesetzt, gest. 28. Juli 1883 zu Turin.
Persante, Fluß in Pommern, mündet nach 165 Km
inweit Kolberg in die Osisee.
per sse (lat.), an und für sich, von selbst.
PerSsa Gäarin. Phaunzengattg der Laurazeen, Bäume
»der Sträucher des wärmern Amerika. P. gratissima
drim. (Laurus persea L., Avogatobaum) liefert wohl—
ichmeckendes Obst (Avogato⸗, Avokado⸗, Alligatorbirnen
»der Aguakaten); aus den Samen wird ein Ol gepreßt
Avokadoöl).
Perseiden, die um den 10. Aug. fallenden Steru—
chnuppen des sog. Laurentiusschwarms; sie kreisen in
einer langgestreckten Ellipse um die Sonne mit einer
Imlaufszeit von 108 Jahren.
Persekutidn (lat.), Verfolgung.
Versen, Markiflecken, s. Pergine.
Versenning, s. Presenning.
Persephone, lat. Proserpina, Tochter des Zeus und
der Demeter, nach dem griech. Mythus von Hades ge—
raubt und zu seiner Gemaͤhlin eingesetzt. Zeus gestattete
hhr auf die Bitten ihrer Mutter, die eine (größere)
hälfte des Jahres bei ihr in der Oberwelt, die andere
hei ihrem Gatten zuzubringen.
Persepolis, Hauptstadt des altpers. Reichs, be—
deutend bes. unter Darius J., 330 v. Chr. durch Alexan—
der d. Gr. abgebrannt; Ruinen des Achämenidenpalastes
Tschihil-Minäre oder Tacht-i-Dschemschid), — Vgl
Perser, s. Persien. [Stolze (1882).
Perferin, türt. Stadt, s. Prizren.
Perferkriege, die Kriege zwischen Persern und
Briechen 490 449 v. Chr. (s. Griechenland).
Perseus, Sternbild am nördl. Hinimel [Tafel:
Asironomie J, 1], mit zwei Sternhaufen, dem veränder⸗
ächen Stern Algol'(s. d.) und einem 1801 aufleuchtenden.
benfalls veründerlichen Stern, anfanas etwa 2. Größe
dann langsam abnehmend.
Perseus, nach der griech. Sage Sohn des Zeus und der
danas (s. d.), ein argiwischr Heros, tötete, von Polydektes
rusgesandt, die Gorgone Medusa, befreite Andromeda und
ermählte sich mit gest. als König von Tirynth.
Persens, der letzzte König von Mazedonien (179
—168 v. Chr.) Sohn und Nachfolger Philipps V., von
den Römern 168 bei Pydna besiegt, gest. in röm. Ge—
'angenschaft zu Alba.
Persevänt (vom frz. poursuivant), im mittelalter⸗
ichen Ritterdienst Unterstufe des Herolds.
Perseveran; (lat.), Beharrlichkeit, Ausdauer; per⸗
everieren, beharren.
Persianer, die feinsten, aus Rußland kommenden
dammfelle, in Rußland selbst Karakul genannt.
Persioa vulgaris Mill, s. Pfirsich.
Persien, der westl. Teil des Iran. Hochlandes Karten:
Usien Tu. i, 11, 1645 000 4km., etwä g Mill. E, durch—

380

34611 d⸗
chnittlich 1200 mm hohes, im NNW. und S. von Ran
aee S. Ghaͤnugebirge in Laristan, Suschaegan
ind Kamara-Koh in Farsistau, Koh⸗i-Serd in Chusistan,
m Koh⸗i⸗Dena bisom hoch, Puschti⸗
— in Luristan ꝛc., im N. von dem
Elburs sbis 5670 m hoch im Dema⸗—
vend]) begrenztes Hochland, im In—
tern abflüßlos; große Wüsten (Ke⸗
vir), Seen (Urmisalsee, Nirissee)
und Sümpfe; Flüsse unbedeutend:
Aras, Kisil-Usen, Kercha und Karun.
dlima sehr extrem und trocken, daher
Begetatioön dürftig, nur bei künst⸗
icher Bewässerung und in den Tälern
nannigfaltig; zwischen dem heißen
dneman 8 pnd 5
en, trocknen Hochfläche (Serha
liegt das fruchtbare in der Taler und Terrassen Cengn
n denen Wein, Orangen, Obsi, Murten und Rosen F
eihen; üppige Vegetation (Reis, Mais, Weizen, Nann
Lerbaume , Südfruchte) zwischen dem üzlburs und a
daspischen Meere. Minerale ꝛc.: Steinsalz, Naphtha,
—Schwefel, Steinkohle, Blei, Kupfer, Türkis. ma⸗
Bevolteruug geteilt in Änfafsige (Tadschit) und ne
en; erstere d Menschenrafsen, z3!, mit frem 8
Zlute vermischte Rachtommen der alten Perser, Meder 4
Zaktrier, begabt und arbeitsam, treiben Ackerbau und —*
verbe und suͤnd Schiiten; zu ihnen gehören noch die Pod
der Gebern, Luxen, und Kurden; die Nomaden I⸗e
twa 2 Mill.) meist türk. Stammes und Sunuiten; —
»em Araber (260 000), Juden, Armenier, christl. Neso gue
28 000), Tuͤrken und Zigeuner. Beschäftigung: 25
zau, Anbau von Zuckerrohr, Baumwolle, Opium.
und Obst, bes. aber Reis und Tabak; Zauptheschatu
er Romaden Viechzucht (ESchafe und Ziegen); im
VNteerbufen Perlenfischetei. Judustrie (in der Abnahme
griffen) in Filz- und Flanellarbeit, Porzellan-, Steing —
ederfabritkation, Teppiche und Seidenwederei, sowie W
enverfertigung. Hauptstadt Teheran. Handel s. ide
Asien; Handelsplätze: Buschehr, Schiras, Sendarabrau
ngeh, Meschhed, Astrabad, Tabris; Eifenbahnen s.
age: Eifenbahnen; Telegraphenlinien 9580 xm.
Nunzen: ber Krau nominei — gFis.in Wirklichkeit 5
wa dbo ., und der Toman (in Goldee7α. in Ei
her — etwa 2 ). st
Verfassung und Verwaltung. Unumschränkte Srum
es Schahs, dem ein Ministerrat zur Seite steht; an der
-pitze der schiitischen Priesterschaft der Imaãm⸗ Bsumg
zerwaltung der Provinzen durch fast unumschrünkte Eta
alter (Beglerbegs, Halims). Heer. Ergonzung des
2 Divisionen eiügeteuͤten Heers nach dem gantonspsten
Hienstzeit im Frieden e —2 Jahre, in Kriege unbeschrän 9
dern die irregularen Truppen (Redifs), 125 Reiterscaren
»on 3—400 Mann, davon etwa 1200 als deibwache uu
keheran. Regulare, Truppen(Risam); 79 Jufanterte
ataillone (62800 Mann), 28 Feldarlilleriebataillone ʒ
22828 Batterien (je 428 Geschütze) und 1 Plonicrbatainen
In Teheran flehen 5—8 Infenteriebataillone, 2 Kosaken⸗
degimenter (400 Mann), 1 Kosakenbatterie zu 6 und *
Batterien zu 8.Geschützen und 1 Maschinengewen
dteilug Kriegsstärte dao bod, nad amtlichen diste
izo dod Mann. Finanzen. Staetbeinnahmen (82 Proß
ius Abgaben) 18084.73 Mill. Krans. Wappen: 2
ener Lowe im blauen Felde mit krummem Säubel; hin
hm eine goldene Sonne [Abb. e Flagge auf Ansne
zlaggen, Orden: Sonnenorden, Aliorden, Damenor *
deschane-Aftab. — Entdeckunasgeschichte s. Beilage: an
»eckungsreisen. 8
Geschichte. Die ältesten Bewohner P.s bestanden vg
nehrern Stämmen, die 680 v. Chr von den Medern —8*
vorfen wurden. Cyrus (189 529 v. Ehr.) stürzte
hertschast der Meder, unterwarf Kleinasien und machte
zerser zum herrschenden Volke in Asien; sein Sohn am
yses (829522) eroberte Agypten, Darius —
321485) Thradien und Mazedonien, unterlag aber po
iuch, sein Sohn Ferxes J. (488 - 465) den —
s. Griechenland). Unter des letztern Nächfolgern, F 9
erres T. Longlmanus (468 9, Xeries I 233
Dadus II. Rotbes sαAO). Artarerzes II. Mnemo