Pes
Peschka⸗Lentner, Minna, geboreue von Leutner,
Dpernsängerin, geb. 26. Olt. 1838 in Wien, 1861 mit
dem Arzt Peschka verheiratet, 1868576 am Leipziger,
1877283 am Hamburger, dann bis 1887 am Kölne—
Stadttheater, gest. 12. Jan. 1890 in Wiesbaden.
Peschkan, Emil, Schriftsteller, geb. 19. Febr. 1886
n Wien, lebt in Großlichterfelde, schrieb Gedichte, Nomane
Frau Regine“, 1888; „Familie Skram“, 1898; „Die
Stadtfraubas“, 1902), Novellen und Humoresken.
Pescia (spr. pehscha), Stadt in der ital. Prov. Lucca
im Fluß P. (zum Arno), (1901) 17 617 E.
Pescina dr peschihna), Stadt in der ital. Prov.
Uquila degli Abruzzi, (1901) 9758 E.
Pesel (Piesel, Pösei), ein von der Diele (Flurraum)
ibgetrennter Teil des sächs. Baueruhauses.
Peseta, span. Münzeinheit seit 1871 zu 100 Centi—
nos, in Gold's— O,su , vorher span. Silbermünze,
des Piaster.
Pesne (spr. pähn), Antoine, Maler, geb. 1683 zu
Paris, 1710 als Hofnialer nach Berlin, gest. ñ. Aug. 1757
als Direktor der Atademie das.; bes. Bildnisse Tafel:
Porträtmalerei J, 11], auch Wand- und Deckenbilder
in preuß. Königsschlössern
Peso (span. und iltal.), in den meisten span.- amerik.
Freistaaten die Geldeinheit, nominell dem 55Frankenstück
entsprechend; vor 1871 span. Silbermünze (P. duro oder
nerte, oft Duro oder Pinster genannt) — 4, 20 bis 4,40 A,
noch jetzt in Mexiko (Adlerdoüar), seit 19006 — nord⸗
amerik. Golddollar — 211A. P. duro (fuerte) de oro,
van. Goldmünze bis 1848 — 414 A
Pessarium (lat.), Mutterkranz, Instrument, das die
serabgesunkene Gebärmutter in normaler Lage erhält.
Pessimismtus, die philos. Weltanschauung, die im
Begensatz zum Optimismus (s. d.) die Welt ihrem innern
Wesen nach für schlecht hält; Pessimist, Vertreter, An—
Jänger dieser Anschauung. — Vgl. Golther (1878), Caro
1878), Plümacher (1884).
Pessinns, alte Stadt, s. Balahissar.
RPest, Pestilenz, jede bösartige, weit ausgebreitete
Seuche, insbes. die schon im Altertum bekannte, aus dem
Drient stammende Druüsen-, Beulen- oder Bubonen⸗P.
orientalische P.), eine * fieberhafte Infektionskrank—
deit, für welche Tiere, bes. die Nagetiere (Ratten, Mäuse),
sehr empfänglich sind. Sie wird durch den Pestbazillus
lein kurzes ee mit abgerundeten Enden, wenig be—
weglich Tafel: Bakterien, M) verursacht, der entweder
mit der Luft eingeatmet wird (Pestlungenentzündung),
»der an wunden Hautstellen in die Blutbahn gelangt, sich
dann in den ganzen Körper verbreitet und starke schmerz⸗
hafte Schwellungen der Lymphdrüsen mit folgender Ver—
kiterung hervorruft. Von den Erkrankten sterben bie
80 Proz. ineist nach 354 Tagen. Während früher die P
in Europa öfter verheerend auftrat (Schwarzer Tod), war
sie lange Zeit auch im Orient ziemlich erloschen, bis sie
1894 in China und seit 1896 in Indien wieder außer⸗
ordentlich heftig aufgetreten ist. Behandlung prophylak⸗
tisch: Isolierung der Kranken und Desinfektion. Ein—
pritzung von Serum und Impfung mit abgetöteten Kulturen
— n besondern Erfolg gezeigt. — Bgl. Koch,
Berbreitung der BubonenP.“ 11888). Musechold (1901)
Simpson (engl., 1905).
Pest (spr. pescht) oder Pesth, Stadt, s. Budapest.
Peftalozzi, Heinr. Pädagog, geb. 12. Jan. 1746 zu
Zürich, leitete 1804225 eine Erziehungsanstalt zu Yer—
don, gest. 17. Febr. 1827 zu Brugg (Aargau), erstrebte
— exung der häuslichen Erziehung, Hebung der ärmern
Volsklasse ug Erziehung und Unterricht, Begründung
einer der Jugend angemessenen einfachen Unterrichtsmethode
Pestalozzische Methode); schrieb den Vollsroman „Lien⸗
jardt und Gertrud“ (8 Bde., 1781-88 u. ö.), „Wit
Bertrud ihre Kinder lehrt“ (1801; bearbeitet von Richter,
3. Aufl. 1902), „Meine Lebensschicksale“ (1826) ꝛc.
„Werke“ (12 Bde., 1890 — 1902; Auswahl, 4. Aufl.
188594) — Vgl. Blochmanu (neue Ausg. 1897), Morf
3 Bde., 188085), Vogel (2. Aufl. 1893), Sallwürk
1897), I3ꝛ (1903), „Pestalozzistudien“, hg. von
Seyffärth (1806 fg.) — Seit 1846 entstanden P.Stif—
tungen zur Erziehüng armer Kinder und P.-Vereine zur
Unterstüßung von Lehrerwitwen und -waisen.

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Bester Becken, s. Alföld,
—veftefsig, aromatischer Essig, s. Essig.
Lestilenz, s. Pest.
Heftilenzkraut, Pestilenzwurz, s. Potasites. s
Peft⸗ Pilis⸗ SEblt⸗Kleinkumanien, ungar. Ib
zine en aieee aese sholrtischtunß größte
ingar. Komitat zwischen Donau und Theiß, 12 134 gum
e 7 Fos 01 Deutsche; 281845 rang
Etaͤdte mit Munigipalrecht, 6 mit geordnetem Mag
* — Budapest.
estvogel, s. Seidenschwanz.
Pela, Vorfim griech. Romos Arta, nordöstl. von In
1806) 1866 E.; hier 16. Juli 1828 Sieg der Tür
inter Reschid Pascha über die hellen. Freischaren. en⸗
Petalen iate Biumenblatt;, petalodisch, blum
—— — sies
Pelarde (frz.), Sprengmörser, mit Pulver gefü
Netallgefäß, das früher im Kriege zum Sprengen von To
Mauern ꝛc. gebraucht wurde; nicht mehr gebraͤuchlich.
auch Knallkapseln.) nn⸗
Retaνιιε αιYͥν. Pestilenzwurz, Pestilenzkraut, —*
raft, pflangengattg. der Kompositen, Kräuter der no sae
emaßigten Zone. R. oftioinalis AMonch. (Pestwurs, 5 —
aehebtim gruhsehe gnachse vie flei chigen Blüten
engel, fpaͤter die großen Blätter; die Wurzel früher geg
ie Pest angewendet. sehut;
Pelasos, altgriecch. breiter, flacher Filzhut, Reisehut;
nit geflügeliem P. wird Hermes dargestellt. ber
Petech ialfieber, Blutfleckenkraukheit, vanißencn
gferdeiyphus, bef. beim Pferde vorkommende —
drankheit, qaralieriert durch zahlreiche, ausgedehnte z
ergüsse in der Haut, den Schleimhäuten der ——
rgane zc., nicht ansteckend, oft todlich (60-70 Proz.
(S. auch Blutfleckenkrankheit.) der
Petechien (neulat.), kleine Blutaustretungen mter de
Haut oder den Schleimhäuten, bei Blattern, De
diecfieber (Petechtaltyphas) und Blutfleckentrankhei zala,
Peten, Itza, nördl. Departamento von —
delent (th), Bittfieller is88) 7
Peter, Koͤnige von Aragonien. — 8. (10 Fa.
104), kampfte gegen die Mauren, eroberte 1096 due
— P. U. (1196 1218), besiegte die Almohaden bei
»es de Tolosa, zog 1213 den Albigensern zu —
iSept. bei Maret. — pp . (1788) unterstatn
die Sißilianische Vesper (1282), als König von Si dß
merkaunt, z. 1. 336 87), besiegte den un ut
aßigen Adel as bet Tpila, mußte cuf seine lastil.
kroberungen 1878 verzichten.
Peter, Kaiser von Brasilien, s. Pedro. und
Peter der Grausame, König von Kastitien
deon (18850—69), geb. 30. Aug. 1334, Sohn —
regte durch Legitimierung der Kinder seüner Gelir *
Maria Padilla, Aragonsen, Navarra uund seinen ve
»ruder, Heinrich von Trastamara (später Heinrich —
jegen fich“ auf, mußte fluͤchten, ward durch den —
Zringen mit, Waffengewalt zuͤrückgeführt, aber 14. 8*
369 bei Montiel don Heinrich besiegt und getötet.
Bgl. Merimeée (deutsch 1865), —2* (pan., —
Peter, Fürsten von Montenegro. — P. ——
njchr irdi ss, nahmn deil! ani Kriege Rußlau
adserteishs gegen' die Pforte 1786 81 schlug be
Zara⸗Mahmud Vascha von Skutari bei Krusa. oe
ü e n ais serb, Diten
jeb. 138. Nod. 1813 in Njegusi, führte Reformen durc
ichtete Schulen ace; geft. z1. Ott. 18513 schrieb: ——
sao deutsch, Bergtrang⸗ 1886),Shepan da
„Luôea mikrokosma““ u. a. Juli
Peter, Grotherog bon Oldenburg, geb,8, Jin⸗
1827, Sohn des Groͤßherzogs August, 10. Febr. ug
nhlt mit Elifabelh sgeb. L6. Narg 1826, gest. 2.
806) von S.Allendurg, folgie 279. Febr. I868 *
LBater in der Regierung, schloß sich dem Norddeu oo.
Bunde und dem n Reich an, gest. 13. Juni 1
— Bgl. Diederich (1900), Jausen (1503).
Peter, Könige von Portugal, s. Pedro, oße,
Peler, dasce von gußiand. — vi ver e
Aleeilshloge 172) ver Schöpfer von Ruß 9
Zroße, Sohn Zar Alexejs, geb. 9. Juni 1672,
Tes2 seinem Bruder Feodor III. zunächst nomine