Potit-orovs (frʒ., spr. p'ti kreweh), Modenarr.
Petit de Julleville (spr. p'ti de schülwil), Louis,
frauz. Literarhisiorster, geb. 18. Juli 1841 in Paris, 1886
Prof. an der Sorbonne, schrieb: „Histoirs du theatre
on Franode“ (5 Bde., 18860- 86), „Le théatre en Franee“
(1889), „Fistolro de la languse et de la Uttérature
frangaise“ (8 Bde., 1896 fg.) u. a.
Petite⸗Pierre, La (spr. p'tit ptähr), franz. Name von
Aügelstein (f. d.).
Petition (lat.), Gesuch, Bitte, Bittschrift; petitionieren,
ansuchen, eine P. einreichen.
Petition of right (engl., spr. pltisch'n df reit, d. i.
Bittschrift um Herstellung des Nechts), die 1628 vom engl.
Parlainent dem Koͤnig Karl J. vorgelegte Beschwerdeschrift,
von diesem 7. Juni in allen Punkten (Abgaben an den
König nur mit Bewilligung des Parlaments, keine will—
kürliche Verhaftung und Verurteilung, keine willkürliche
Einquartierung, Aufhebung der kriegsrechtlichen Kommif⸗
sionen) anerkannt, seitdem der Grundpfeiler der engl. Na—
tionalfreiheit. sdes“), s. Beweis.
Petitio prinospii (lat. „Erschleichung des Grun—⸗
Potit mail (ftz., spr.p'ti mall), eine leichtere Form der
Spilepsie, ohne Krämpfe.
Petitor (lat.), Bittsteller Bewerber um ein Amt.
Petitorienklagen, petitsrische Rechtsmittel, Klagen,
deren Gegenstand das Recht selbst, das Eigentum an einer
Sache zc. ist, im Gegensatz zu den possessorischen Rechts⸗
mitteln, bei welchen es sich nur um den Besitzstand handelt.
Petit-OQuevilly, Le (spr. p'ti kewhjihj, Vorort von
Rouen, im franz. Dep. Seine-Infkrieure, an der Seine,
(1901) 13 948 E. — Unterhalb Le Grand⸗Qucvilly, 20418 E.
Petöfi, Sändor (d. i. Alexander), eigentlich Istvan
Petrovics, ungar. Dichter, geb. 831. Dez. 1822 zu Kiskoörös,
in der Revolution 1848—249 Bems Adjutant, seit dem
Treffen bei Schäßburg 81. Juli 1848 vermißt; genialster
ungar. Lyriker. Zahlreiche deutsche Ubersetzungen von Neu—
gebauer, Aigner, Melas, Sponer, Goldschuridi, Kohut u. a.
— Biogr. von Bubenik (1882), Alex, Fischer (1889).
Peétong, Arsenkupfer, Weißkupfer.
Petra grch, „Fels“), die alte Hauptstadt des Reichs
der Nabataer im nordwestl. (Peträischen) Arabien (dazu—
gehörig die Sinaihalbinsel), bis in die AÄraberzeit wichtig
als Knotenpunkt in dem Verkehr zwischen Syrien und
Arabien; —A — 1812 entdeckte Nuinen der spätern
Kaiserzeit deĩ Wad. Musan, Mosesthal“). — Bgl. Herzog
von Luynes, „Voyage à is Mer MHorte ete.“ (2 Bde.,
1826), Libbey (engl., 2 Bde., 1905).
Petralia, zwei beieinander liegende Städte auf Sizilien,
von denen die obere Stadt (P. sopräna) (1901) 7601, die
untere (P. sottänc) 10 183 8. hat.
Petrarca, Fronucesco, ital. Dichter und Gelehrter, geb.
20. Juli 1304 zu Arezzo, lebte in Vaucluse bei Apignon,
gest 18. Jult 1374 1 Arqua ber Padug; vorzüguchet
Lyriler, durch größte Formpollendung ausgezeichnet; seine
ime“ (kritische Ausg. mit Kommentar von Scartazzini,
1883), in denen er seine Geliebte, Laura (s. d.), feiert,
in alle europ. Sprachen üͤberseht (deutfch u. a. von Foͤrfier
hei Reclam, Krigar, 1866), Verfasser zahlreichet lat
Werke Heldengedicht „Africa“ 1c.), durch sein Studium
der Alden Wiedererwecker des klass. Altertums und Be—
gründer des Humanismus. Ausg. feiner wichtigen Briefe
von Fracassetti (1889.70). — Biogr. von Körting (1878).
Petrefakten (grch.slat.), Petrefaktenkunde, s. Verstei⸗
ierungen und Palaontologie.
Petri, Emil, elfäff. Politiker, geb. 3. April 1862 zu
Buchsweiler, 1887 03 Mitged des Rteichstags, 1838
Unterstaatsfetretür und Vorftand der Mimsterilabteilung
für, Justiz und Kultus in Elfaß-Lothringen.
Petri, Olaus, schwed. Reformator, geb.6. Jan. 1408
in Orebro, unter Luther und Melanchthon in Wittenberg
ebildet, 182031 Siadischreiber und Stadtpfatrer in
Stocholm, 153138 Kanzler des Königs, 1838 Haupt
prediger in Stockholm, wegen Nichtangeige eines als Bescht⸗
geheinmis ihm mitgeteilten Attentatplanes gegen den König
1sa0 zum Tode verurkeilt, aber begnadigt und 1343 1
sein Amt wieder eingesett, gest. 19. April 1883 eifrig
tätig als theol. Schriftsteller und Verfasser einer bis 1520
Lichenden schwed. Kronit“ (neugedruckt 1860). — Vas.
Schück (18803). — Sein Bruder LTaͤurentius P. geb. 1199

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Pet

eit 1531 luth. Erzbischof von Upsala, gest. 26. Okt. 1578,
Zerfasser der ersten evang. Kirchen⸗ And Schulordnung
65719), besorgte eine schwed. Bibeluͤberfehung
etrie (spr. pihtri), William Matthew Flinders, engl.
Archäolog und Aghptolog, geb. 3. Jum 1883 in Charlton
hei London, seit 1881 mehrfach in Agypten, wo er sehr
vichtige Funde machte, 18602 Prof. am University Colego
 in London; schrieb: „Ton ycure' digging in Egypt
— ——
1805), „Pel E Amarna“ (18809, „Egyptian deodoratâ
 ve art“ (18908), „Roligion and eoαναα n —
ient Egypt“ (1888), „Royal tomps“ (1800 fg.), „Me-Nhods
 and aims in archacology“ (1904) u. a.
Petrifikation (grch.⸗lat.), Versteinerung; petrifizieren,
ersteinern.
Petrikanal, Canale de Santi Petri, Meerenge zwi⸗
hen Spanien und der Insel Leön mit Cãdiz.
Petrikau, Stadt, s. Petrotow.
Betri Kettenfeier, s. Peirus (Apostel).
Petrilla, ungar. Ort,s. Petrosteny⸗Dilsa.
Zetrinische Briefe, J. Petrus Apostel).
Fetri Stuhlfeier, sJ. Pelrus (Apostel).
Petro⸗Alexandrowsk, befestigter Ort und Sitz der
Zerwaltung der Amusdarja⸗Abteilung des russ.⸗ zentral⸗
isiat. Gebietes Syr⸗-darja, r. am Amu, 2758 E.
Petro Bei, s. Mauromichalis. [Altertums.
Letrobolen (grch.), Steinwerfer, ont des
Betrobrusigner, auch Brustaner, religisse Sekte
es 12. Jahrh. Anhänger des Peter de Bruys (spr. bruͤih),
er, den ganzen kirchlichen Kultus und alles äußere Kirchen⸗
um verwerfend, ein rein ipucmicee Christentum forderte,
rofsen Anhang in Südfrankreich sand und um 113
Petrograd, Stadt, s. Petersburg. Ibrannt wurde.
Letrographie (grh.), Gesteinskunde (s. Gesteine).
Petrokow, Gouvernement in Russ.-Polen, an Schlefien
ind Galizien grenzend, 12219 qkB, 1408 911 6. Die
dauptstadt P. poln. Piotrköw, deutsch VPetrikau, an der
Strada, 32173 E.
Petroleum, Erdöl. Steinöl, Bergöl, Naphtha, dünn—
iis dickflüssige, wasserhelle oder gelbe bis braune Sub—
tanz, Gemisch von Kohlenwasserstoffen; Welthandelsartikel
eit Erbohrung des ersten (nordamerik.) Olbrunnens durch
Drake 1889. Findet sich in Gesteinen verschiedener geolog.
formationen in feinen Tröpfchen eingepimat sammelt
ich in Hohlräumen an, steht unter fackem Vruck durch
eigemengtes komprimiertes Naturgas d.); kommt vor
am Kaspischen Meere auf der Halbinsel Apscheron bei Balu,
sei Raugun in Hinterindien Rangunöl), in Nordameritka
Pennsylhanien. Ohio, Neuvorl, Kalifornienzc.), in Deutsch⸗
and verhältnismäßig wenig (Olheim in der Lüneburger
Zeide, Pechelbronn im Elsaß, am Tegernsee). P. ist wahr⸗
heinlich ein Destillationsprodukt des Fettes von Seetieren.
das Roh⸗P. wird in Rasfinerien durch Behandlung mit
Schwefelsäure und Natron und Destillation gereinigt und
etrennt in: Leichtöle (ca. 15 Proz.), Brennöle kca. 55 Proz.,
ei kautasischem Ol ca. 80 Proze) und Schweröle (ca. 20
Zroz., bei aukasischem 86 Proz.) der Rückstand ist eine pech
irtige Masse. Die Leichtöle werden getrennt in: Rhigoleu,
iedet bei 30— 40, Anästhesierungsmittel, Petroleumãäther
Keroselen, Auroraöl, Petrolin), siedet bei 40 - 70, spez.
vewicht 0,cx, vortreffliches Lösungsmittel fuüͤr organische
Zubstanzen, auch als lokales Anästhetikum benutzt Gasoliu
Benzin, Kanadol), siedet bei 70 800, spez. Gewicht b oe als
rösungsmittel statt Benzol, als Leuchtmaterial und mediz.
erwendet, Petroleumnaphtha (Ligroin), siedet bei g0
20, Fleckwasser, Ertraktionsmittel, Leuchtmittel, zur Dar⸗
tellung von Linoleum, Firnis, Putzöl (Petroleumsprit), siedet
——
chinenteilen, Lettern, zum Verduͤnnen von Firnis, Leuchtöt
raffiniertes P., Kaiferöl, Astralöh), soll zwischen 150 uͤnd
3000 sieden, spez. Gewicht ca. 9,8. Die höher siedenden Äu—
zeile sind dickflüssig, gelb bis schwarzbraus— gefärbt, werden
auf Paraffinöl (Schmieröl) verarbeitet, zur Slgasfabrikation
ʒenutzt oder dug sog. destruktive Defteanon de starker
Aberhitzung in niedriger siedende Ole und Koks umgewandelt;
ie beträchtlichen hochsiedenden Bestandteile Masut) des kau⸗
asischen P. dienen meist zur Heizung. Lencht⸗ h darf unter
21 9. leine brennbaren Gase einsckeln (Bestimmung im
Abelschen Apparat), gutes tut es erst gegen 50ꝰ 0. Es muß
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