Pfa
ine Fortsetzung der rom. Grenzbefestigung findet sich an
der mittlern Donau in Osterreich. Der P. verfiel Ende
des 8. Jahrh. Seit 18892 ist eine „Neichs-Limeskommision“
 mit der Erforschung desselben beauftragt. — VBgl.
Sarwey und Hettner (1804 fg.), „Der röm. Limes in
Ssterreich“ (1900 fg.), Fabricius (1902).
ue s. Mast.
Pfahlmuschel, die eßbare Miesmuschel (s. d. nebst
Abb. 1177); auch der Schiffsbohrwurm (s. Bohrmuscheln
iebst Abb. 238).
Pfahlrost, eine Art der Gründung, bestehend aus
Pfählen, die in die Erde eingerammt, eingeschraubt oder
nittels Druckwassers eingespritzt werden.
ne der Schiffsbohrwurm (s. Bohrmuscheln)
Pfahlwurzel, s. Wurzel und Tafel: Botanik IJ, i.
Pfaid, deutscher Name von Faido in der Schweiz.
Pfalz (lat. palatium, Palast), die im ehemal. Deut⸗
chen Reich r gun gerttegenden kaiserl. Schlösser, in
denen die Kaiser zur Aufrehhterhaltung der öffentlichen
ODrdnung sich abwechselnd aufhielten. — Bgl. Plath (1882)
Pfalz, zwei bis 1620 zusammengehörige deutsche Staa⸗
en. Die Dber- oder Bayrische P., ein Herzogtum, ge—
örte un Nordgau und bayr. Kreise, hatte 7160 4KXm
und —F zur Herdtsadt: jetzt der größte Teil des
Reg.-Bez. Oberpfalz (s. d.). Die Unter- oder Rhein⸗P.
(P. am Rhein), zersplittert zu beiden Seiten des Rheins,
zerfiel in die eigentliche oder Kur⸗P., das Fürstent. Sim⸗
nern, das Hzak. Zweibrücken, die Hälfte der Grafsch.
Sponheim und die Fürstent. Veldenz und Lautern, etwa
3000 qkm; Hauptstadt Heidelberg. lFarte: Bayern zc. J.]
Die Pfalzgrafen bei Rhein, ursprünglich zu Aachen
residierend, waren schon im 11. Jahrh. im erblichen Besitz
der Pfalzgrafschaft, die nach ihrem Aussterben 1156 an
Fonrad von Schwaben, den Stiefhruder Kaiser Fried⸗
ichs 1. 1214 an das Haus tr fiel. Rudolf I.
gest. 1333) erwarb Neuburg und Sulzbach (Junge P.),
Ruprecht J. (gest. 1890) erhielt die bisher abwechselnd
»on Bayern und der P. geführte Kurstimme allein. Nach
Ruprechts II. (seit 1400 deutscher König) Tode (1410)
entstanden durch wiederholte Teilungen im 16., 16. und
17. Jahrh. neben der Kur⸗- und Rhein-P. die Linien Sim—
nern, Neuburg, Zweibrücken, Sulzbach u. a., von denen
die erste 1559 in den Besitz der Kurlande kam. Fried—
rich V., der 1619 die böhm. Krone A— verlor sein
dand und die Kurwürde an Herzog Marximilian von
Bayern; sein Sohn Karl Ludwig erhielt im Westfälischen
Frieden die unseaian e und eine achte Kurstimme,
pährend die Oberpfalz bei Bayern blieb. 16885 kam die
dur nach Aussterben der — Linie an die Pfalz⸗
zrafen von Neuburg, 1742 an Karl Theodor (gest. 1799)
»on Sulzbach, der 1777 auch Kurfürst von Bahern wurde.
Sein Nachfolger Maximiliau Joseph, Herzog von Zwei—
hrücken, mußte infolge des Lüneviller Friedens 1801 die
inksrhein. Teile an Frankreich, die rechtsrhein. an Baden,
Hessen⸗Darmstadt zc. abtreten. Erstere kamen 1814 wieder
in Deutschland zurück und fielen größtenteils an Bayern,
ußerdem an Hessen-Darmstadt und Preußen. Geschichte
don darsc (S Bde., 1845), Nebenius (1874), Regesten
don Koch und Wille (1894).
Pfalz. 1) Bayr. Regierungsbezirke, s. Oberpfalz und
Ktheinpfalz. — * Schloß im Ahen bei Caub.
iaurs, antonstadt in Lothringen, in hoher Lage
in den Vogesen, (1905) 3716 E., Garnison, Amtsgericht,
dehrerseminar, bis 1870 Festung; 8. Aug. bis 12. Dez. 1870
non den Deutschen belagert. Mosel, (18900) 2904 E.
Pfalzel, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Trier, an der
Pfälzer Schweiz, s. Annweiler.
Pfälzer Weine, Hardtweine, die Weine der Vor⸗
höhen des Hardtgebirges im bayr. Reg.-Bez. Pfalz (Dei⸗
desheimer, Forster, Dürkheimerrc); 1904: 18 369 ha Wein
land, Produktion 6616569 hI1 Most (14.27 Mill. M). —
Bgl. Heeger (2. Aufl. 1903).
Pfalzaraf (Comes palatinus), im ehemal. 8
Reich die kaiserl. Beamten in den Pfalzen, von denen der
B. am Rhein zu fürstlicher Bedeutung gelangte und seit
dem 13. Jahrh. als erster weltlicher Kuürfürst (s. Pfalz)
hei id wnd des Throns den König vertrat; seif
darl IV. von den Kaisern verliehener leerer Titel.
Pfalzarafenstein. Schloß im Rhein bei Caub.

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Pfalz⸗NReuburg, s. Neuburg und Ffalz.
Pfanud, der Gegenstand, welchet dem An diger Giand⸗
zläubiger) für seine Forderung hastet Neben dem vc
villigen Pfandrecht (durch Pfandvertrag oder ——
ann auch ein notwendiges platzgreifen durch gerichnich⸗
Bollstreckung eines rechtsträftigen Erkenntnisses im ie
er Pfandung oder durch gerichtliche Beschlagerklürung 7
»hne weiteres infolge gesehlicher Bestimmungen ——
jtillschweigendes] Pfandrecht, z. B. des Fislus an *
Imogen der Abgabenrestanten, des Vermieters am
iliar des Micters ꝛc.). Die Pfandbestellung geswicht
ntweder durch Einräumung eines dinglichen Rechts, de
v9. d vderdurch Faustofand (s. d.) y;
Pfandbrief, s. v. w. Hypothekenbrief (s, Hypothen.
nsbes. die meist auf den Iuhabet lautenden —53
ne Kreditvereine, für welche Immo liargũ
erpfandet sind. re *
Pfänder, Berg bei Bregenz in den Allgäuer Alpen,
Ifandgeld, s. Pfändung.
3fandgläubiger, s. Pfand. d,)
Zfandhaiter scuheren Ragie für Treuhänder (1. d.)
Ifandhaus, s. Lelhhaus. hs⸗
Pfandleih⸗ und Rückkaufgeschäft, das geweg 9
nuhihe Veriehen von Geld gegen Faustpfand, be IJ
iner“ besondern Erlaubnis der Ortsbehörde und sot
niter deren Kontrolle (Gewerbeordn. g88 Geset bg
3. vuli 18781). In Preußen ist der Zins für Daren
zis zu 30 vM auf 25 für den Monat, für yöhgre Sumug
ruf 1 monatlich —7 (Gefet vom 17. März 18 —
Pfandischarle Ochirgspoß (L668 m) in den Hoh
auern, vom Fuschertal nach Heiligenblut.
Pfandnutzung, s. Antichrese.
Bfandrecht, s. Pfand. J )
ßfandfchluͤingvw. Pfandgeld (s. Pfändung
Pfaͤndung, die Ergreifung freinder Sachen in *
Ibicht, sich dedurch sein igrntum, feinen Besihstand *
indere Gerechtsame, die man verlieren könnte, zu — 3
oder einen schnellen und sichern Ersatz des erlittenen S *
dens zu verschaffen. Man unterscheidet P. im Wegt ⸗
gerichtlichen Zwangsvollstreckungs und ———
und Privat-P. Oijt ist der Schadenersatzanspruch, in *
zeim Betreten von Kulturen, auf einen bestimmten
trag festgesetzt (Pfand- oder Ersatzgeld). e die am
Bfanne (Acetabrium), in der Änatomie die. 8*
gecken befindlichen Gelenkgruben, die den Kopf der O
chenkel aufnehmen sTafel: Skelett 1, 1]. se)
Ppfannengelent, v. w. Nußgeleuk (f. Enarthrose)
Pfannenstein, s. Salz. lz⸗
Pfänner, der einzelne Besitzer an einem Privatsalz
nexk; Pfännerschaft, die Gesamtheit der Teilnehmer. cb.
Pfannfchmidt, Forl Gottfried, Historienmaler gen
—
Brof. an der Alademie zu Berlin; biblische Stoffe. v
iehmlich zu Altarbildern. azßige
Pfarrer (vom neulat. pardohus), der ordnungsmüh
Beistliche einer Kirchengemeinde (Pfarrei, ——
ver tath. Kirche der vom Bischof draft seiner Jurisditt
ür einen bestimmten Bezirk bestellte Gehilfe in der i
orge; in der evang. Kirche gilt der P. als Diener
Jerkündigung des Wortes Gottes, deshalb Prediger, bhe
einer seelsorgerischen Befuguis Pastor („Hirt“) genann
ie Titel Ober-P., Archidigkonus, Digtkonus bedeut
in der evang. Kirche nur einen Unterschied des Fange
uücht. der geisil. Befähigung, Die Erneunung VWota —9
Hb.) erfolgt in der kaih. Kirche durch den Hischof —*
Mitwirkung des Staates, in der evang, durch das lan —
errliche Kirchenregiment, entweder durch den dandeshern
elbst (Bayern), oͤder durch die Konsistorien auf Grun *
Vemeindewahl oder des Präsentationsrechts der Patro
Pfarrkirche, s d. w. Parochiallircher(f. wvarochie g
Pfarrkirchen, Bezirksstadt im bayr. Reg.⸗ e
iederbahern, an der Rott, (1006) 32509 6., Amtsgeri
Pfarrvogel, s. Pastoreuvogel [Abb. 1342).
Pfau, Vogel, s. Pfauen. eb.
pᷣfau, Ludwig, Dichter und Kuustschriftsteler, gho
25. Aug. 1821 in Heilbrtonn, als polit. Fluͤchtling gg
863 in Paris, gr 2. April 1804 in Stutigact; I
Gedichte (4. Nufl. 1888), „Freie Studien“ (2.
1874), „Kunst und Kritik“ (1888) u. a.