Pfe

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ind im damaligen Oranjefreistaat auf, wirkte seit 1883
ür die Begründung einer deutsch-ostafrik. Kolonie, bereiste
188487 zuerst mit Peters und Jühlke, dann allein Ost⸗
efrika, 1887 89 Neuguinea und Neuinecklenburg, erforschte
1892 Deutsch⸗Südwestafrika; 1883 -97 kaiserl. Vizekonful
in Lourenco Marquez, 1898 in Marokko; schrieb: „Vor—⸗
schläge zur praktischen Kolonisation in Ostafrika“ (1888),
„Studien und Beobachtungen aus der Südsee“ (1899) u. a.
Pfeiler, freistehende eckige Stützen aus Stein oder
Mauerwerk zur Unterstüͤtzung von Gebälken, Bogen oder
Zewölben; wenn sie zum Teil in der Mauer stecken, heißen
ie Wand⸗P. oder Pilaster, wenn sie als Verstärkung der
Amfassungsmauer dem Seitenschub widerstreben sollen,
Strebe⸗P. —53 auch Säule.)
Pfeilerbau, im Bergbaͤu eine Abbaumethode, besteht
m Stehenlassen von dicken Pfeilern zwischen den Abbau⸗
trecken. Die Pfeiler werden zuletzt uͤach rückwärts abge⸗
naut, wobei das Hangende zu Bruche geht.
Pfeilgifte, gistige Präpaͤrate, die von wilden Völker—
chaften zum Vergiften von Pfeilspitzen benutzt werden,
meist Pflanzengifte, aber auch Schlangen- und Leichengifte.
Asiatische P. Auf dem Malagiischen Archipel: Tieute
Tiettek) oder Upas⸗Nadscha, aus der Wurzelrinde von
8tryohnos Tieuté Leschen., Antjar, Upas⸗Antjar oder
Pohon⸗Upas, Milchsaft von Antiaris toxicaria Leschen.
ruf Malaka: das Ipo von Thevetia neriifolis Sussier
n Nepal und am Himalaja: das Bikh, Bish oder Visha,
zus Wurzelknollen von Akonitumarten. 2) Afrikanische P..
Das Wabajo oder Wabai der Somal und die Gifte der Kili—
mandscharogegend, hauptsächlich von Arten der Apozynazeen⸗
gattg. Aoocanthers gewonnen; das Inée oder Gombi in
Senegambien und Guinea stammt von Strophanthus hispidus
 DO., das Kombe oder Kombi des Sambesigebietes
don Strophanthus Kombsé Ov. Die Buschmänner nehmen
— und Gift aus Käferlarven; über Echnjagift s. d.
3) Amerikanische P. Die Südamerilkaner verwenden das
Turare (s. d.). M In Australien werden Leichengifte und
Sumpferde als P. verwendet, — Vgl. Lewin (1884).
Pfeilkraut, Pflanzengattg. s. Sagittaxia [Abb. 1673)].
Pfeilnaht, die auf dem Scheitel vom Stirnbein zum
Hinterhauptbein verlaufende, die beiden Scheitelbeine des
Schädels verbindende Knochennaht.
B—— s. v. w. Schwertschwänze (s. d.).
Pfeilspitzenzahn, s. Belodon.
Pfeilwüůrmer, Borsieukiefer (Chaetognatha), Gruppe
der Rundwürmer, mit horizoutalem Flossensaum,
deutlich abgesetztem Kopf, um den Mund einige
uAs Kiefer dicnende Boͤrsten, zwitterige, an der
Feane lebende Bewohner des Meers von ge⸗
ringer Größe; Gattungen Sagitta ISagitts
opnaloptera Buscl, etwa bß mm Ilg., Abb. ——
und Spadella. — Vgl. Hertwig (1880), Grassi
ital. 1882).
Pfeilwurz, s. Maranta [Abb. 1134].
Pfeilwurzmehl, s. Arrowroot. 1371.
Bfeilzüngler, s. Vorderkiemer. Pfeil⸗
Pfelle, Fisch, s. Elxitze [Abb. 502]. nurn
Vfennig (bezeichnet mit H oder Pf, ursprünglich über⸗
jaupt gemünztes Geld, dann jahrhundertelang der Silber
P. oder Denarius zu ⸗ Schilling, seit dem 16. Zesehr
weilen, seit Anfang des 18. Jahrh regelmäßig von Kupfer,
rüher in Preußen zu 00, in Sachsen A4 Taler, seit
873 im Deutschen Reiche 100 P. — 1..
Pfennigkraut, s. UIysimachia.
Pferde (Equidao), Familie der rpan mit nur
iner wohlentwickelten, mit einem Hufse bekleideten Zehe
(daher: Einhufer). Einzige lebende Gattung: P. (Equus),
nit zwei Untergattungen: P., mit Hornwarzen (js. d.) an
Vorder- und Hinterfuͤßen und von der Wuͤrzel an lang
behaartem Schwanz, und Esel (s. d.), mit Horuwarzen nur
an den Vorderfüßen und nur an der Spitze lang behaartem
Schwanz. Zur Untergattg. Esel gehören außer dem Esel und
seinen wilden Formen (Oschiggetai, Kulan, Steppenesel)
noch Zebra, Quagga und Tiger⸗P. Das P. (Roßß. Rquus
daballus T. [Schaͤdel —— Skelett I, 7p, über die
anze Erde verbreitetes Haustier, verwildert herdenweise in
Südosteuropa (Tarpanc) und in den südamerik. Pampas
Cimarrones), wahrscheinlich aus Mittelasien stammend (wo
man in dem von Vrschewalstij entdeckten Wildyferde Equus

»xzevalskii, Tafel; Asiatische Tierwelt, 61 vnee
der Stammväter unseres P. gefünden zu haben glaubte)
Esdieden gesarbt wird meist 0.28 J.alt. Traͤgzeit der
—A e das Füllen wird 426 Monate —*
zur Alterserkennung dient der mit 2u Jahren begiunen —
nit s Jahren beendete Zahnwechsel, dann die Abnutzung de
Schneide zahne, denntlich an der Vertiefung (Kunde, Bohne,
Naͤrke auf ihrer Kaufläche, der Finbiß an den ——
om 9. Jahre an wird sie unsicher. Zur Zucht verwen r
dengste heißen Beschäler, kastriette (gerissene) Wallache e
Nloßfhengfle, Rassen: aorientalifche: Kraber, edelstes a —
s. Berber, äghpt. perf. tatar. P.; p. otzidentalische: r
vollblut⸗P., vom Araber abstammend, bestes ——
ngi. Karren⸗P. stark, knochig, bis n hoch, engl. Jag
8. (Hunter) und Anglonormanne, engl. Vollbluttreuʒungen
ranz. Percheron, schwer, groß, vorzügliches Acker- und
dagen⸗P. Trakehner, aus dem preug, Stdatsgestüt Tra⸗
ehnen, dortreffliches Wagen- und Reit-P. Oldenburuen
tark, über mittelgroß, Kuütsch⸗ und Kapallerie-P. Belgie
der Brabanter, schweres Zugs und Acker-⸗P., Ardennen
tarkes Gebirgs⸗P. (großer und kleiner Schlag), Ponys, igre
Shetlandpony nur d,1,v m deg P., ꝛc. ——
reiben die —X (. d) und viele landw. Betriebe. m
er Reinheit des Blutes (der Abstammung) unterscheidet
nan Vollblut, Halbblut und Landblut, nach der Berwen
)ung der P. Reit-, Renne, Ackers, Wagen-P. ꝛc. um
eiten; Druse, Kolik, Influenza, Rotz, Bornaische Kranthen 4
Dampf, Koller, Gallen, Spat, Husleiden ꝛtc. —
vird gegessen, aus der Rülch vird Kumys bereitet,
Zuute zu Leder, die Gedärme zu Saiten, die Haare zu Polstenn
Zeweben?ꝛc. verarbeitet. Fossile europ. P. sind das upwarae
Fippotherium) und Anchitherium; eine RKeihe fosfi
imerik. Pferdegattungen leiten zu der im Diluvium
retenden Gattg. Panas über. BVal. über Pferdekunde,
lußeres ec.: Baumeister (1801), Volters (5. Aufl. —
offmann (1897), Brand (4. Rufl. 1900), Graf Wrange
nfi, ↄ Bbe 1301), 8. Muüler (6. Auft. 1801), Born
ind Möller (6. Äufl. 1802), Nörner (1905); Zucht:
Rennpferdezucht, deutsch 1897), Dündelberg (1898);
dehndorff (6. Aufl. 1901), Schwarznecker (4. Aufl. —0—
hressur Loisset Esod), Plunner da. Auft, 1800), Filli
denlsch 8. Aufl. Noory Geschichte: Jahns ( vbe 1872
devens (1808 199. fAbb. —
Pferdeantilope, s. v. w. Blaubock (s. Antilopen ne n
pferdebremfe, die große NMagendremfe (s. Bies⸗
vferdefle fchholz, s. Boletriehotg lfiegenn
Pferdefuß, Spitzfuß, angeborene oder erworbene i
sestaltung des Fußes, bei der die Ferse stark in die gon
jezogen ist, so daß der Kranke nur mit den Kehen un
sem Ballen auftreten kann. b
Pferdegelder, Entschädigung für die von rations⸗
ꝛerechtigten Offizieren des deutscsen Heers (Fdußtruppen
Feldjäger, fahrende Artillerie, Train) bis zum Regimentes
ommandeur einschließlich zu beschaffenden eigenen Plerde
zeträgt auf 8 Jahre für jedes Pferd 1600 .4 und wir
nonotlich mit Id e nochträglich gewührt, falls das
Pferd wirklich gehalten wird. Alle übrigen Offiziere er⸗
jalten Chargenpferde (s. d.).
Pferdehaar, s. Roßhaar.
Pferdehacke, Hackpfiug, Hackmaschine, ein durch Zug⸗
ere bewegtes Gerät zur Vertilgung des Unkrautes.
Pferdeharke, s. Pferderechen nd 1372)].
zferdeharnsäure, s. Hippursäure.
ferdekraft, jalscher Ausdruck füͤr pferdestärke (. d.
erdekümmel, Pflanzengattg., s. Oenanthe.
erdelaus, s. Tierlaus.
ferdelausfliege, s. Lausfliegen [Abb. 1032). d)
aferdepocke, echte Manke, die der Kuhpocke (Gmaloge
 übertragbare Ausschlagkraukheit der Pferde, tri
samentlich bei jumgern Tieren und vorwiegend auf Lippen
zunge, Gaumen auf, auf der e meist nur an den Zuß⸗
nden. Bei. Feinlichteit Selbstheilung unter Abschorsun⸗
iach 2-23 Wochen. Häufig verwechselt mit der ——
Mauke oder Schmutzmauke (s. Mauke). Engl. oder kang
., durch den sog. Aknebazillus hervorgerufene übertragbar
Zluschen⸗ und Geschwurs bil dung mit efgehender Eiterung,
rus Kanada und England eingeschleppt.
Pferderechen, Pferdeharke, Heurechen, Hungerhar
Jerät zum Zufammenbringen des qubgebreiteten Heuc—