und zum Sammeln einzelner Heu⸗- oder Getreidehalme,
besteht aus einem auf zwei Rädern ruhenden eisernen
Rahmen mit gebogenen ine die gehoben werden
tönnen JAbb. 1873).
Pferderennen,
Wettrennen.
Pferdeschwamm,
Badeschwamm.
Pferdeschwanz, der
Ackerschachtelhalm, Equizetum
 sAbb. 5313).
Pferdeschweif(Cauda
20vin), die Nervenfasern
am untern Ende des Rückenmarks.
Pferdeseuche, s. v. w. Pferdestaupe (s. d.).
Pferdespringer, s. Springmäuse und Tafel: Asia—
ische Tierwelt, A.
Pferdestärke, abgekürzt PS (engl. Horse-powor, abzekürzt
 EP), im Maschinenbau die Maßeinheit für größere
Leistungen (s. Effekt). IP. — 7b Sekundenmeterklilogramm,
). i. die Arbeit, welche geleistet wird, wenn in 1 Sekunde
75 Kg 1mhoch gehoben werden.
Pferdestaupe, Influenza, Rotlaufseuche, Darniseuche,
nsteckende akute Jufektionskrankheit der Pferde, dem Wesen
nach ein heftiges Blutleiden, mit dem Entartungen und
Fuuktionsstörungen der wichtigsten Organe (Herzschwäche c.)
sowie rotlaufartige Entzündungen der Schleimhäute, nament
lich des Darmlauals, der Augen und Atmungborgane, ein⸗
hergehen. Ansteckungsstoff noch unbekannt. Verlauf im all⸗
gemeinen Linsige die Erscheinungen schwinden bei regel⸗
mäßigem Verlauf pzr 5217 Tagen.
Pferdetyphus, . Petechialfieber.
Pferdezahnmais, Maissorte mit plattgedrückten
zrüngelben Koͤrnern; bei uns Grünfutter.
Pserdezunsen Fisch, s. Schollen.
fersee, Doͤrf im bahr. Reg.-Bez. Schwaben, bei Augsurg
 an der Wertach, (1805) 8389 E. Kneippsche Kuranstalt
—VD s. Eierschwamm und Tafel; Pilze, 8
Pfingsten (vom grh ponteköste snämlich heméra,
der 80, Tag“], dem Friech. Namen des 50. Tage nach
dem Passah gefeierten jüd. Erntefestes und spütern Festes
der —— am Sinai), bei den Christen das Fessi
der nach postelgesch. 2 am jüd. Pfingstfest erfolgten Aus
Jehung des heiligen Geistes und der Stiftung der Kirche
ach Trennug des christl. Osterfestes vom jüd. Passah
als 50 Tage nach Ostern mit diesem wandernd; zuerst als
Sqchluß der Auferstehungsfestfreude, seit dem 8. Jahrh
als besonderes Fest gefeiert, nach Entstchung des Weih—
nachtsfestez das dritie der hohen christl. Fefte.
Pfingstrofe, s. Pubnic
Pfingsivogel, sJ. Pirol.
Pfing, r. Rebenfiug des Nheins, im bad. Kr. Karls—
uhe, muͤndet gegenüher Germersheim, 66 kmelg.
d Bsunziug, Melchior, Dichter, gebe 25. RNov“1481 in
Nürnberg, Kaiser Marimilians L. gest.
24. Nop. Itz35als Propft zu Mainz; Mitverfasser des
Truerdank“ (s. d.).
Pfirsich, Pfirsichbaum
Amygdalus persica L.,
ersica vulearis vil
[Abb. 1373)), Obstbaum
aus der Familie der Rofa—
zeen, unsicherer Herkuuft; die
zahlreichen Spelarten wer—
den nach der Beschaffenhent
der Früchte eingeteiltin
wahre P. (Poches), Härtlinge
 (Pavies) mt wolliger
und Nektarinen Meotarines)
vder Brüuellen und Brug—
nolen (Brugnons) mit glas⸗
er Haut; hach der Farde in rotfleischige Blut- und gelb—
leischige Apritofen⸗h. Vogl. Bucht (2. Auft. 1801)
Pfirt, frz. Ferretie, Kantousort in Oberelsaß, unweit
er Julquelle, (1908) 518 E. Amtsgericht, Burgrnine;
chedem Hauptort der Grafsch. P., die deu eigeutlichen
Sundgau bildete. — Val. Böhm (1809).
Pfister, Albbrecht, ersier Buchdrucker in Bamberg, geb.
am 1420, gest. um 1470, druückte mit den Typen der

V

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Pfl

z6zeiligen Bibel Gutenbergs und galt daher fälschlich
neben diesem für einen Erfinder der Buchdruckerkunst.
Pfitzer, Ernst, Botaniker, geb. 26. März 1846 zu
Zönigsberg, seit 1872 Prof in Heidelberg; schrieb:
„Grundzüge einer vergleichenden Morphologie der Orchi⸗
deen“ (1882) u. a.
Pfizer, Gust. Dichter und Kritiker, geb. 20. Juli 1807
zu Stuttgart, 1846 —72 Gymnasialprof. das., gest. 19. Juli
1890; Danee „BGedichte“ (I1881, 18359 „Dichtun⸗
gen“ (1840), „M. Luthers Leben“ (1836) u.'a. — Sein
Bruder Paui Achatius . geb. 12. Sept. 1801 zu Stutt⸗
zart, 1827 -31 Oberjustizassessor in Tübingen, 1831 38
ein Führer der Opposition in der württenmb Zweiten Kam—
ner, 1848 Kultusminister im Märzministerium, 183158
Dherjustizrat zu Tübingen, gest. 30. Juli 1867; schrieb:
Briefwechsel zweier Deutschen“ (2. Aufl. 1832), Uber die
ẽntwicklung des Rechts in Deutschlaud⸗ (1635),
„Gedanken über Recht, Staat und Kirche“ (2 Bde. 1842)
Zur deutschen Verfaffungsfrage⸗ (1862) u. a.
Pflanzen, lebende Wesen welche sich ernähren, wach⸗
en sich fortpflanzen, in ihren typischen Formen charak⸗
erisiert durch ihre autotrophe Ernährung aus anorgani—⸗
Stoffen mit Hilfe des Sonnenlichts und durch den
dangel der Ortsbewegung; in ihren niedrigsten Formen
edoch schwer von den Tieren zu unterscheiden. Das Ele⸗
mentarorgan des pflanzlichen Körpers ist die mit einer
Zellulosemembrau umgebene Zelle (. d.); die niedrigsten
P. bestehen nur aus einer eingigen Zelle, die höhern“ aus
inzähligen, die 7— zu Geweben und weiter zu Organen
»ereinigen (Wurzel, Stamm, Blatt, Blüte). Über ihre Er⸗
zährung s. d., über ihre Fortpflanzung s. Zeugung,. Den
Blütenpflanzen (Phanerogamen, s. d.) stehen die blüten—
osen Kryptoganiei, s. d)) gegenuber“ Die Wissenschaft,
die sich mit den, P. beschäftigt, ist die Botamit (s. d. nebst
Tafeln). Eine systematische Übersicht über das Pflanzen⸗
ceich gibt die Beilage: Botanik.
Pflanzenalbumtin, Pflanzeneiweiß, in acen vor⸗
ommendes Eiweiß, ist in Wasser, verdünnten auren,
Alkalien und in gesättigter Kochsalzlösung löslich, gerinnt
zeim Erhitzen der Lösung.
Pflanzenalkaloide, Pflanzenbasen, s. Alkaloide.
Pflanzenchemie, Phytochemie, Lehre von den Stoffen
der Pflanzengewebe und In quhensaste und ihrer Ver—
inderung durch den Stoffwechsel. w
Pflanzendunen, die Samenwolle mehrerer Malpa—
een, wie Bombax, Eriodendron und Ochroma.
— wQ ——
Pflanzenfaser, s. Faser.
eree nach dem Erfinder Wilcor⸗
apier, eine zu Wertpapieren benutzte Papiersorte, besitzt
icke, in die Augen fallende, meist anders gefärbte, in die
Sapiermasse eingebettete Fasern, die entweder über die
anze Fläche verteilt, wie bei amerik. Banknoten, oder
üschelweise augeordnet sind, wie bei den deutschen Reichs—
assenscheinen. Ir Jnawen Nachahmungen.
ßflauzenfette, s. Fette.
eene „J. v. w. Glutenfibrin (s. Kleber).
Fflauzenfleischertratt. Sitogen.
Pflanzengeographie, Phytogeographie, ein Zweig
der Geographie Gez. der Biogeographie), die Wissenschaft
von der Verteilung und Gestaltung der die Erde bedeckenden
VBegetation ed II, 8]). Sie unternimmt eine
Abgrenzung der einzelnen Florengebiete und Gruppierung
zu größern Verbänden oder Florenreichen nach Maßgabe
zroßer geogr. Gebiete, der Zonen und Negioneũ (tropische,
ublropische, gemäßigte, polate larktisches Fonc, Höhe
Gewässer); weiter erforscht sie den Zusanimenhang zwischen
Bestalt und Verteilung der Pflanzen und dem in den
Anpafsungen zum Ausdruck kommenden äußern Faktoren
Wasser, Wärme, Licht, Luft, Boden, Tiere) im engsten
Anschluß an die Pflanzenphyfiologie. [S. auch die betr.
Karten zu den Erdteilen und kinzelnen europ. Staa⸗
en. — Bgl. Grisebach (2. Aufl. 2 Bde., 1884), Drude
I884. 188 u. 1800). Hch (cor Scqhimnpet c
ẽngler (1889), Hauson (1900 19), Warming (2. Aufl.
»eutsch 1902), Migula (1903), Wimmer (1905), Fuller
ungl. 1905), zu Solms-Laubach (1905).
PPflanzengewebe, s. Zelle.
bzflanzengrün, . Blattfarbstoffe