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Pflanzenkaseĩne, dem Kasein ähnliche Eiweißstoffe
er Hülsenfrüchte Legumin), des Olsaniens, Hafers (Glu⸗
enkasein, Konglutin).
Pflanzenkrankheiten, alle abnormen Veränderungen
)es pflanzlichen Organismus. Sie werden entweder her—
borgerufen durch Tiere (Gallwespen, Borkenkäfer, Kolorado—
däfer, Reblaus, Raupen, Blatt- und Blutläuse, Schnecken,
Nagetiere, Wild ec), oder durch pflanzliche, seltener tierische
Parasiten (die Pilze des Getreidebrandes und -rostes, der
Trauben⸗s, Kartoffelkrankheit, des Blattschorfes, der Rot—
'äule, des Ritzenschorfes, der Kohlhernie u. a. sowie einige
⸗arasitische Fadenwürmer), oder schließlich durch ungünstige
physik. Einflüsse (der Beleuchtung, des Bodens, der Feuch—
igkeit. durch Wind, Schnee, Frost, Blitzschlag ꝛc.). Die
P. äußern sich in Mißbildungen, Wucherungen, überwal—
ungen, Vergrünungen, Krauswerden, Verwelken, Ver—
rocknen der Blätter, Versaulen der Wurzeln, Vergeilung,
rankhaftem Zwergwuchs (Nanismus), Absterben der ganzen
Pflanze u. a. Ein wirksames Mittel gegen Ungeziefer und
ryptogamische Krantkheiten ist Fostit Lals Fostitpulper,
brühe); auch Bordeaurbrühe (. d.) wird jetzt vielfach ver⸗
wendet. Gegen Ungeziefer (Blattläuse ec.) dienen außerdem
Präparate wie Aphidinin, Tabaksabsud, Nikotinseife ꝛc.
Die Ursachen der P. aufzufinden, ist die Aufgabe der
Pflanzen⸗ oder Phytopathologie. — Bgl. Frank (2. Aufl.,
3 Bde. 1894 — 96), Hartig (5. Aufl. 1900), Sorauer
8. Aufl. 1805 fg.), Kirchner (2. Aufl. 1906 fg.).
Pflanzenkunde, s. Botanit.
Pflanzenlaäuse (Phytophthires), Unterordnung der
Halbflügler; Weibchen meist flügellos. Alle leben soͤma—
sotzend san Pflanzen, zuweilen gallenartige Auswüchfe
»erursachend. 8 Familien: Blattflöhe (s. d.), Blattläuse
s. d.. Schildläuse (s. d.).
Pflanzenmischlinge, s. Bastardpflanzen.
Pflanzenpathologie, s. Pflanzenkrankheiten.
Bflanzenphnyfiologie, s. Physiologie.
Pflanzensaãule, eine bes. in der ügypt. Baukunst häu—
ige, im Schaft den Stengel, im Kapitäl die Blüte nach—
ihmende Säule; am häufigsten kommt das Lotos-, Pal⸗
nen⸗, Papyruslapitäl vor (s. d. nebst Tertfigur).
Pflanzenseiden, vegetabilische Seiden, die glänzend⸗
veißen Samenhaare außer der Baumwolle; stammen meist
»on Asklepiadeen (z. B. Asclepias syridoa L., A. curaszaviea
 I.), sowie von der zu den Apozynazeen gehörenden
Beaumoptis grandifsöra Wall.; die P. eignen sich als
Pflanzenfsystente, J. Botanik. (Polstermaterial.
Pflanzentiere, s. Cölenteraten.
Pflanzenwespen (Phytophaga), Gruppe der Lege⸗
mmen (s. Hautflügler), die ihre Eier in Pflanzen ablegen.
Die Larven sind Pflanzenfresser. 2 Familien: Blattwespen
s. d.) und Holzwespen (s. d.).
Pflanzenzelle, s. Zelle.
Pflanzungskolonien, s. Kolonien.
Pflaster (Emplastrum), eine zum äußerlichen Ge—
zrauch bestimmte Arzneizubereitung, deren Grundmasse
aus Bleifalzen von Slsäure und Fettsäuren, Fett, Ol,
e Harz, Terpentin oder Mischungen dieser Stoffe
gebildet wird, bei gewöhnlicher Temperätur fest, in der
Hand knetbar, beim Erwürmen weich, zähe, klebend, wird
n Form von Tafeln, Stangen ꝛc. gebracht oder auf Stoff
Pflasterkäfer, s. Blasenkäfer. s(gesirichen.
Pflaume, Pflaumenbaum, Obstgehölz zur Gattg. Pruaus
 (s. d.) gehörig, seit alters in zahlreichen Varietäten
ultiviert, deren sind: Prunus insititsa L.
Krieche, Hafer⸗P., Spilling), kleiner dorniger Baum, Ur—
sorm der Damaszenen; P. itallea Borsch. (Reineclaude),
mit grünen Früchten; P. ooconomloa Borsch. (gwetschenbaunt),
 aus Turkestan und dem südl. Altai, mit länglichen,
piolettblauen Früchten; P. cerasifera Ehrh. (Kirsch-P.,
auch als Ayrobalänus, Mirabella, bezeichnet). Die Varie—
äten werden eingeteilt in Rund-⸗, Oval-, Eiers, Edel-P.
der Reineclauden, Wachs-P. oder Mirabellen, Zwetschen,
Halb⸗, Dattelzweischen, Hafer-P. und Spillinge. Apri—
osen-P. sind rot punktierte Damaszenen. Produktions—
nder: Frankreich —S—— Balkanhalbinsel (türk.
8.), Böhmen, Thüringen (Saale-ÿ.), Bayern.
Pflaumenbohrer, s. Blattroller.
Pflaumenmotte (Argyresthia ephippella Fabr.),
Motte mit hellbraunen, weiß gezeichneten Vorderflügelü.

saupe (Kernraupe) den Knospen der Schlehen, Lirsch— p
oflgumenbaume fehr schadlich fwespen [Abb. 7 *
Pflaumen⸗ Saͤgewefpe, Pflaumnenwespe. Hlatt
Pfleger, s. v. w. Vormund (Kurator), insbes.
Deutschen Bürgerl. Gesehb. F1900 fa. der mit der —A
ür eine einzelne Angelegenheit einer unter elterlicher
valt oder Vormundschaft stehenden Person — R
venn der Gewalthaber dder der Vormund aus rechtli n
oder tatsächlichen Gründen sie nicht besorgen kann, oder
ur Besorgung der Angelegenheiten eines volljährigen, *
inter Vormundschaft stehenden geistig oder koörverlich
zrechlichen Bestellte. 889
Pfleiderer, Otto, prot. Theolog, geb. 1. —
u Sletten bei Eannfiatt, 1870 Nrof. in Jena, 18 *
gerlin; Hauptwerke: Der Paulinismus“ (2. Aufl. 183203
Religionsphilosophie“ (8. Aufl, 1803 -86), Grundt
jer Gaubens- und Sittenlehre (6. Aufl. 1888). *
rchristentum“ (2. Aufl. 1002), Reaig onsphilosophi
3. Aufl. 1806) u. a. Sein Bruder Edmund P., —
—
nKiel, seit 1878 in Tubingen, geste das. 8. April
chrieb: Der moderne Pefsimidmus“ (1876), a
itof. Weltanschauung“ 78. Aufi 1884),., Sokrates u
Plato“ (1896) uͤ. a. wer Vor⸗
Pflichtereinplare, die auf Grund gesetzlicher *
chriften an Behörden, Bibliotheken 1c. abzugeben
rucke neuer Bücher ꝛc. Diese Verpflichtung ist in —
Teile der deutschen Staaten aufgehoben (nicht in Peren
Zayern, Württemberg, Anhalt, Sisaßgothengen desch
⏑⏑—— und Lübeck) und esteht 33
n fterceich Val. Dbiahto (1001), Kochendorfer goon
Pfluichtreil (Portio legitime), der gefetzlich bestimn—
Teil des Rachlasses, den der Erblasser dewissen —A
nicht entziehen darf; derselbe ist ein Bruchtell jenes ft
eils am Rachlaß, den die betreffenden Personen —*
Besetzes erhalten würden, wenn der Erblasser ohne Ie
nent versuͤrbe. VRach dem Buͤrgerl. Gesetzbuch haben
pruch auf P. Abkömmlinge des Erblassers, serner d
zAtern und Ehegatten; er — die Halfte des gesebli *
bteils gu den P. eines Kindes wd zuweilen der Au—
ruck Kindsteil gebraucht. Tdeuer
Pfiug, das wichtigtte Ackergerät, von Zerschiedeug
donstrukfion, zum Aufbrechen, Wenden, Mischen gin
rockern des Bodens, um ihn zur Aufnaähme der E
otzubereiten. fowie zum Unterbringen von Dünger, Saalt,

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Stoppeln und Unkraut, meist mittels Gespanns, in du
ieuesten Zeit auch durch Motoren (Fowlersches System
ꝛ. a.) in Betrieb gesetzt (Abb. 1874). Hauptteile: flug
het, lase Messer Solier Se hStrechhret
Rüster [81), die zur Befestigung des Pflugkorpere
Schar, und Streichbrett) am Pflugbaume dienende Grieß⸗
aule daj, der Plugbaum vber Grindel les, die bei
en Sterzen (Handgriffe 11) und, der Karren s81
weirädriges Fahrzeug zur UÜnterstützung des ——
— Bgl. Kleber (1000).
Sfluger, Sounace hriedrich Wilhelm, Physiolog, geh
. Juni 1829 zu Hanau, 1859 Prof. in Pie ver⸗
lent um die Nerpenphosidlogie (Pfugers Zucungsgesch
chrieb: „Hemmungsnervensystem für die peristaltische Be⸗
vegung der Gedarmie sus7),. Physolohie des Eleltre⸗
onus (1838), Gierstocke der Suugetiere und Menschen
1863) u. a., Herausgeber des „Archips der geĩaniten
3hysiologie“ (1868 fg.).
Pflugk⸗Harttung, Julius von, Historiler, geb. 8. Nov.
848 auf Warnikow (Brandenburgh, 1883 Archivar, 1801
Archivrat am e Staatsarchiv ni Berlin; vad feutlichte
Urkunden und Aktenstücke des Mittelalters, ferner „Na⸗
oleon“ (2 Bde. 18000 1),, Die Bullen der Papste bis
Fnde des 12. Zahrh.“ (1901) u. a.

1374. Pfluq.