Pha
Phalarika, Brandgeschoß, s. Falarika.
Phalaris L, Pflanzengattg. der Gramineen. P. arunnaoẽs
 L. (Glanzgras), mit breiten, schneide arfen
Blättern und rötlicher Rispe; eine Abart ist
»as als Zierpflanze häufige weiß und grün
gestreifte Bandgras oder span. Gras. Von
anariensis L. (Kanariengras sAbb.
1378)), in Südeuropa, dienen die Samen
Kanariensamen) als Vogelfutter, ebenso von
. ꝓquatica Ait. und paradoxa L.
Bhalaris, wegen seiner Grausamkeit
rüh verrufener Fernsge (Tyrann) von
Akragas (Agrigent) auf Sizilien, ungeführ
70554 v. Ehr.; er ließ die zum Tode
Bexurteilten in einem ehernen Suͤer rösten.
Phaläzischer Vers, elffilbiger Vers von 1378. Kana—
dem Schema: — —EE——— enern
jes. bei Catu dorkommend. Blüte).
Phaleron, ältester Hafen von Athen sKarte: Balkan—
ralbinsel 1, 6].
Phallus ( grch. Phallos), das männliche Glied, ins—
jes. die Rachbildung desselben als Symbol der Zeugungs⸗
raft in der Natur. Der Phallusdienst fpielte in den
Raturveligionen des Orients eine große Rolle.
Phadius, Pilzgattg. der Gasteromyzeten. P. impuds.
us L. Eichelpilz, Gicht- Stinkmorchel Tafel: Pilze, 31)),
nit zunächst eifoͤrmigem Fruchtkörper, aus dem sich dann
zin lockerer, weißer Stiel mit grüulichem, spitzem Hut er⸗
zebt, riecht aasartig.
Phanagoria, griech. Kolonie, vom kleinasiat. Teos
uis gegründet, spüter Residenz der Bosporanischen Könige,
nuf der gleichnamigen Insel (jetzt Taman) im Kimmeri—
hen Bosporus; jchzt Fanagorija.
Phanakistostop (grch), s. v. w. Strobostop (s. d.).
Phanar, Phanarioten, andere Schreibung fuͤr
kanar, Fanarioten.
Fhansrobranoniata, s. Schwanzlurche.
Phanerogamen (grech.), Bluͤtenpflanzen, eine der
ꝛeiden Hauptahteilungen des Vflanzenreichs ausgezeichnet
ug den Besitz von Staubgefäßen und Stempel, die mit
Lelch und Blumenblättern zu Blüten vereinigt sind, und
die Fortpflanzung durch Sanen, in denen sich der längere
oder kürzere dn ruhende Embryo befindet, daher auch als
Samenpflanzen oder Spermaphyten bezeichnet. Die P.
zerfallen in Gymnospermen (s. d.) und Angiospermen (s. d.).
Fhancroglossa, J. Froschlurche.
Phanerokristallin (grch.) heißen dem bloßen Auge
ristallin erscheinende Gesteine; Gegensatz: mikro- oder
ryptokristalliu.
Phanueromer (grch.) heißt ein Gestein, dessen Ge—
nengteile mit dem bloßen Auge erkennbar sind, im Ge—
gensatz von kryptomer (derb, dicht).
Phänologie (grch.), der Zweig der Botanik, der sich
nit der Beobachtung der einzelnen Entwicklungsphasen der
Pflanze (Dauer der Vegetationsperiode, Zeit der Blatt⸗,
Blüte- und Fruchtentwicklung) beschäftigt.
Phaͤnomen —7 — jede der innern oder äußern
Wahrnehmung sich darbietende Erscheinung, insbes. eine
eltene oder schwer erklärbare Naturerscheinunig; auch glän—
zende Erscheinung, hervorragende Persönlichkeit. Phäno—
menologie, die Lehre von den Erscheinuugen, nach Hegel
die Darstellung der verschiedenen Erscheinungsformen und
Entwickluugsstufen des Bewußtseins. Phänonenal, un—
wöhnlich, außerordentlich. Phänomenalismus, philos.
System, nach welchem die ganze n Vorstellungs⸗
velt nur die Erscheinungen der selbst unbekannt bleibenden
„Dinge an sich“ umfasse.
Phautafie (grh.) Einbildungskraft, die Tätigkeit,
wodurch Bilder von Gegenständen in der Seele entstehen,
ist reproduktiv, insofern sie Fn Wahrnehmungen
wieder A7 produtktiv, schöpferisch, weun sie
neue Gebilde selbständig erzeugt; letztere leistet das Höchste
in den schönen Künsten. der Musik (ital. Fantasia)
ein Tonstück in freier Form, auch eine improvisierte Kom—
position. Phaniasieren, sich lebhaften Vorstellungen über⸗
assen, auch s. v. w. delirieren; in der Mufik: ber ein
beliebiges Thema seine augenblicklichen Empfindungen auf
inem Instrument pranen — Vgl. Frohschammer (1877)
Schmidkunz (1889). Ribot (deutsch 1902)

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Phantasiewaren, gestrickte und gewirlte Wodewaren
bhantasiegarn, Kammgarn aus Wolle mit Baumwolle
— — — — Scheinhild Hirngespinst
autäsma (grch.), Trugs, Scheinbild, Hi —
Va— Darstellung von Scheinbildern durch
optische Vorrichtungen.
Vne g Traumgott, Bruder des —
Phanlaft sorch), ein Schwärmer, der seine, Einbi
zungen für wirkliche Dinge hält, die Wirklichkeit gen
feinen Einbildungen gestalten will, phantastisch, auf Ein
zildung beruhend, seltsam, abenteuerlich. eiliem Fo⸗
Phantaßsus, Schriftstellername von Marimilian Ir
ephe(f. dy,. Hetzog in Bayern; auch Titel einer Erzäh⸗
ungensammlung von Tieck. Idun
Phantsm g s. v. w. Phantasma; Raghdun
„on Korperteilen (Becken, Kopf, Kehlkopf) zur Einübung
on Operationen.
Phantoskop (grch.), s. v. w. Stroboskop (s. dy). n
Phaͤophyzeen, Phäosporeen, Futvideen, Fukagee
Algen, welche durch einen braunen Farbstoff Gywtophain
rusgezeichnet sind, samtlich im Meere leben und oft sin
roß e (bis z00 ).Einige P. biiden die Sorgage
nassen (s. Sargassum und Särgassomeer), andere wer —
ils Dünger, zur Jodgewinnung, als Gemüse benutzt (.
aminaria, Macrooystâs, Fucus). V ich
Pharaäv, im A. T. Name der ägypt. Könige; 9
in Hasardspiel mit Karten. (Abb. 1
Pharaonsratte, das Ichneumon (s. Manguste Ane
Pharisãer (hebr. perusclim Abgesonderte“) g
iüs⸗polit. Parkei der Juden seit Ende des 2. gae
o. Chr, Gegner des Tempeladels der Saddnzäer (s J
zielten eifrig am Buchstaben des Mosaischen Sesenct
ieferten mehr und mehr auch die Schriftgelehrten, wela
en Priesterstand zurückdrängten, schon zur Zeit Jesu *
derrschaft über das Volk hatten und nach Zersthrun
Tempels dasselbe von ihren Gesetzesschulen aus leite eu⸗
voraus das spätere rabbinische Judentum hervorgina.
Bgl. Wellhausen (1874). q
Pharmakodyngmik (grch.), Arzneiwirkungslehre
Arzneimittel). smitte
Pharmäkognosite (grch.), Drogenkunde (s. Arguc
Pharmakologte (gra.), Arzneimittellchre (. Am
ieimittel). BZaubertran
Pyharmaton (Irch.) Arznete, Heilmittet; auch Git
Pharniakopoe s(geh.) Dispenfatorium, von der Me⸗
izinalbehörde eines Staales veröffentlichte amtliche du⸗
ammenstellung von Anweisungen für die Apotheker un
Bereitung, Prüfung uund Aufbewahrung der Arzneimꝛitten
Erste deuütsche P. vom Arzt Valerius Cordus, 1636 n
Nürnberg gedruckt und eingeführt. Die verschiedenen deut⸗
chen P. wurden 1872 ersetzt durch die harpas copoe
Jermanioa⸗ deren 4. Andgabe (1900) alIs ., Arzneibud
ür das Deutsche Reich“ gegenwärtig in Geltung ist. Kom
nentare dazu von Jehn und Crato (1900 1), Squci
md. Süß (19009). kneimittel).
Pharmakopoẽtit, Arzneiverordnungslehre (f. Arz⸗
VRyharmazeut (Fgrch.), s. Pharmazie. it
Pharmazie (grch.)Apothekerkunst, die Gesamthen
ller für Beschaffung Varstellung, Vorrätighalten der
er Heiltunde gebraͤuchlichen Arzneimittel fF., d.) nötigen
denntnisse, sowie die Fühigkeit der kunstmäßigen Ven
irbeitung dieser Mittel zu den vom Arzt durch Rezer
»erordneten Zubereitungen. Pharmazeut (Apotheker) dg
die P. Betreibende. Zulassungsbedingungen für den Beru
— geltcu
den Prüfungsoxdnung fuͤr Apotheker vom 18. Mai 1804 in
draft seit Ott. 1004); Die Keife fur Prima einer höhern
Ldehranstalt, dreijährige (für Abiturienten zweijährige) e
eit, dreijährige Servierzeit (ein Jahr vor, zwei Jahre na
er Staatsprüfung) und viersemestriges uinipersitätsstudium
Borprüfung nach beendeter Lehrzeit und Bestehen der Haup
»der Staaksprüfung nach beeudetem Unipersitätsstudium.
Der Besig der Approbation berechtigt mur zur Führung
einer schon bestehenden Apotheke; zur Errichtung einer
st besondere staatliche Konzession erforderlich. — Ansang⸗
var die P. ein Teil der Heilkunde: die Zubereitung *
der Heilmittel besorgten die Ärzte. Sie trennte sich von in
m Jahrh. zuerst bei den Nrabern. in 114. — in
Flalien. Im 11. und 15. Jahrh. verbreiteten fich die Apo