heken auch über andere Länder (erste deutsche Apotheken
4404 in Nürnberg, 1409 in Leipzig). — Über Geschichte
der P. pgl. Philippe (1834), Berendes (2 Bde., 1891),
Reber (1809), Schelenz (1904); Handbücher ec. von Hager
neu bearb. von Fischer und Hartwig, 2 Bde., 19002),
Schlickum (10. Aufl. 1802), Holfert, Thoms u. a. „Schule
der P.“ (b Bde. 3. Aufl. 1903 fg.); Handwörterbüchet von
Geißler und Moͤller (Realenzyklopädie, 2. Aufl. 1904 fg.)
Brestowsti (2 Bde., 1893 —86), von von Waldheim (1900)
(S. auch die Literatur zu Arzneimittel.)
Pharnabazus, pers. Satrap des hellespontischen
Phrygiens, unterstützte seit 412 v. Chr. die Spartaner und
ließ 403 Alcibiades töten, befehligte 394 neben Konon in
der Seeschlacht bei Knidos.
Pharnaäces (grch. Pharnakes), Könige von Pontus
P. J. regierte Aufaug des 2. Jahrh. v. Chr. — B. II.,
Sohn Mithridates; d. Gr., empörte sich 68 v. Chr. gegen
seinen Vater, suchte 48 dessen Reich wiederherzustellen
vard von Cäsar bei Zela 47 geschlagen und fiel bald darauf
Pharo, Glücksspiel, s. v. w. Pharao (s. d.).
Pharos, ägypt. Insel, s. Pharus; alter Name der
»almat. Insel Lesina (s. d.).
Pharsalus, später Palai Pharsalos, jetzt Fersala, alte
Stadt in Thessalien; in der Nähe 196 v. Ehr. Philipp V
von Mazedonien durch die Römer, am 9. Aug. 48 v. Chr.
Pompejus durch Cäsar besiegt.
Pharus (grch. Pharos), im Altertum Insel (ietzt
Zalbinsel) bei Alexandrig in AÄgypten, berühmt durch
hren Leuchtturm; daher überhaupt s. v. w. Leuchtturm.
Weregen (gich.), Entzündung des Schlundkopfs
Pharyngognathen, Schlundtiefer PRaryngogna
i), Ordnuug der Knochenfische, mit verwachsenen untern
Schlundknochen, beweglichem Zwischen⸗ und Oberkiefer,
animförmigen Kiemen. Hauptfächlich Meeresbewohner.
Hierher z. B. Familie der Lippfische (s. d.).
Pharyngologie (grch.), Lehre vom Kehlkopf und
dessen Krankheiten; Pharyngojtopie, Untersuchung des
Schlundes vermittelst des Kehlkopfspiegels; Pharyngoto,
mie, die operative Eröffuung des Schlundes; Pharynx
Schlundkopf, Anfang der Speiseröhre.
Phasen (grch.), Lichtgestalten, in der Astronomie die
oerschiedenen von der Stellung gegen die Sonne her—
rührenden Erscheinungen des Mondes und der Planeten;
überhaupt die durch den Wechsel der Zeiten und Verhält—
nisse bedingte jedesmalige Erscheinungsform.
Phasesius, s. Bohne.
Phaseomaumit, . Inosit.
Phafis, Strom in Kolchis, an dessen Mündung die
rgonauten landeten, jetzt Rion (s. d.).
Phaskazẽeen, Famme der Laubmoose (s. d.).
Phasmiden, die Gespenstheuschrecken (s. dyJ.
Phazaniag, alter Name der Oase Fessan (s. d.).
Bheidtas, gricch. Bildhauer, s. Phidias.
Sheiditten, sPhiditien.
Phelltandren, cin Kohlenwasserstoff der Terpenreihe,
icht veränderliche, bei 1760 siedende Flüssigkeit, kommt
n Wasserfenchel⸗, ütherischen Fenchelz, Elemi- und Euka—
honandrium, s. Ovantho. [lyptusöl vor.
Phelloplastit (gIrch.), Korkbildnerei.
Phencaoedus, alttettiüure Säugetiergattq. der gemein—
amen, vortertiren
Stammform der
Dickhauter, Wieder⸗
Auer, Pferde, Rüs⸗
eltiere, Nageliereꝛc.
ehr nahestehend,
ünfzehig, mit Hot⸗
terzuͤhnen, im nord⸗
amerik. Eozän in
angen Steletten ge⸗
unden [Abb. 1379).
Phenakit „heragonal (tetartoedrisch⸗ —
zistallistserendes (Beispiel einer Kriftallform Tafel: Edel—
steine II, 26) Mineral, wasserhell bis weingelb, Beryllilikat,
 als Schmuckstein benutzt.
.Vhenanthren, ein Kohlenwasserstoff, Begleiter des
Anthrazens im Steinkohlenteer, glaͤnzende, in Weingeist
lösliche Kristallblättchen, die bei 1000 schmelzen; dien!
zur Darstellung von Phihalsäure, zum Rußbrennen ꝛc.

1379. Pheénacodus

—XX

Phe

Phenazetin, Azetphenetidin, Paraazetphenetidin, Fe—⸗
uina, Phenedin, Phenin, dargestellt durch Kochen von
bhenetidin (s. d.) mit Eisessig, weißes, geruch und geschmack⸗
oses, in Wasser unlösliches Pulver, in kleinen Gaben als
räftiges Antipyretikum, in größern als beruhigendes und
hmerzstilleudes Mittel medizinisch verwendet, offizinell.
Phenetidin, Paraphenecidin. Paraamidophenoläther.
em Auilin ähnliche organische Base, entsteht aus Ritro—
»henetol durch Reduktion, dient zur Darstellung wichtiger
Zeilmittel, z. B. Phenazetin, Phenokoll u. a.
Phenetol, s. Phenol.
Phene nordamerik. Stadt, s. Phönix.
Phenokogn, Amidoazetparaphenetidin, als salzsaure
Zerbindung fieberwidriges und antirheumatisches Mittel.
Vhenol, das als Karbolsäure (s. dy) betalmte MRou—
»xybenzol (f. Phenole), liefert mit Salpeterfüure Rutro—
aheuole, die sich zu Amidophenolen reduzieren lassen; mit
tarker Salpetersäure entsteht Pikrinsäure, mit Bromwasser
in weißer Niederschlag von Tribromphenol (Nachweis
— ——— Phenolnatrium
etzt sich mit Methyla uͤnd Athyljodid um zu Atherm; Anisol
ind Phenetol, die fich nitrieren lassen und wichtige Aus—
zangsmaterialien für Farbstoffe und Arzueimittel sind;
»urch Kohlensäure unter Druck entsteht Salizylsäure; mit
Phthalsäureanhydrid eutsteht Phenolphthalein“ mit Oral.
äure und Schwefelsäure Korallin (Phenolfarben).
Phendle, Orybenzole, ain Verbindungen, die
ich von Benzol (auch von Alkylbenzolen) durch Austausch
pon Wasserstoff gegen Hydroxyl ableiten, bilden sich bei
der trocknen Destillation organischer Substanzen, werden
aus Benzolsulfonsäuren durch Schmelzen muit Kali oder
aus Amidobenzolen durch Diazotieren und Kochen mit
Wasser gewonnen, kristallinische Substanzen, die sich wie
Alkohole und wie Süuren verhalten, Ather, Ester und
Salze bilden. Monoxybenzole sind; Phenol, die Kre—
ole, Thymol, Guaiakol; Dioxybenzole: Resorzin, Orzin,
arenzkatechin, Hydrochinon; Trioxybenzole? Vyrogallol,
Phenolin, .Kresol. [Phlorogluzin.
Phenolith, s. Karbolsäure.
JIhendlphthalein, s. Phthalsäure.
Ihenolvergiftung, s. Karbolvergiftung.
Phenyl, in der Chemie der aus 6 Kohlenstoff- und
Wasserstoffatomen bestehende einwertige Rest, der sich vom
Zenzol durch Mindergehalt eines Wasserstoffatoms abge⸗
eitet; Phenhlen ist der entsprechende aus 6 Kohlenstoff⸗
ind, * Wasserstoffatomen bestehende zweiwertige Rest.
e eeee .Karbolsäure.
Phenijlamin, . Anilin. —
Phenylazetamid, s. v. w. Antifebrin.
Phenyldimethylpyrazolon, s. Antipyrin. Sali—
Afaures P. (Phennidinietlmipyrazolonsalizylät), —
rin. raun.
Pheuylen, s. Phenyl; Phenylenbraun, s. Bismarck⸗
Diamidobenzole, in drei isomeren
Formen (Ortho-, Metas und Para-) bekannt. Metapheny—
endiamin, aus Metadinitrobenzol durch Reduktion ge⸗
vonnen, farblose Kristalle, die bei 630 smelzen, dient
ur Darstellung von Azofarbstoffen, bes. von Bismarckbraun.
Phenylfarben, s. v. w. Phenolfarben (s. Phenol).
Pheunlhydrazin, organische Base, gus Diazobenzol⸗
hlorid durch schwefligsaures Natrium, Zinkstaub und Essigure
 gewonnen, farbloses, dickes Ol, das zu großen, bei
239 schmelzenden Kristallen erstarrt; orydiert sich leicht
an der Luft und reduziert die blaue Fehlingsche Lösung
unter Abscheidung roten Kupferoryduls, bildet mit Säuren
Phenylhydrazide (Hydragzide), kristallinische, den Amiden
und Aniliden ähnliche Verhindungen; reagiert leicht mit
Aldehnden und Ketonen unter Bildung der kristallinischen,
in Wasser unlöslichen Phenylhydrazone, kurzweg Hydrazone
genannt, die zum Nachweis von Aldehyden und Ketonen
zienen; mit Zuckerarten bildet es gelbe kristallinische Osa⸗
oue. mit Azetessigester Pheuylpyrazoͤlon, aus dem Anipyunm
ewonnen wird.
Phenylmethylteton, s. v. w. Azetophenon.
Phenylsalizylat, s. Salol.
Phenylsäure, s. Karbolsäure.
Pherä, Stadt in Thessalien, das heutige Belestinos,
königssitz des Admetos, fiel im 4. Jahrh. v. Chr. an
Nazdonien.