Philofophisches Ei, eiförmige Phiole, in der die
Alchimisten den Siein der Weisen hervorzubringen suchten
Philostraätus, Flavpius, der Kltere, aus Lemnos
griech. Sophist zu Ende des 2. bis Mitte des 3, Jahrh.
n. Chr. in Athen später in Rom, verfaßte u. a. eine Lebensbeschreibung
 des Apollonios von Tyang, eine mytholog. Ge—
schichte der Helden des Trojan. Krieges, ferner Be—
schreibungen von Kunstwerken (, ikones“, lat. Imagines““),
 die sein Entel P. der Jüngere, gest. 264 n. Chr.,
vermehrte. Werke hg. von Kayser (1870— 71; deuisch
oon Jacobs und Lindau 1828 - 39).
Philsotas, Sohn des Parmenion, Feldherr und Freund
Alexanders d. Gr., ward 8330 n. Chr. der Teilnahme an
einer Verschwörung bezichtigt, verurteilt und hingerichtet.
Philoxenie (arch. Fremdenliebe“), Gasilichkeit.
Philtron (grch.), s. Liebestrank.
Phimose (arch.), angeborene oder durch Entzündung
erworbene Verengung der Vorhaut derart, daß o nichi
über die Eichel gezogen werden kann; operativ zu beseitigen
Uber Paraphimofe s. d.
Phineus, Sohn des phöniz. Königs Agenor, be—
ι— Scher und König von Salmydessos in Thrazien,
erblindete später und, ward von den Harpyien, die id
edesmal seine Speisen besudelten, lange gequält, bis
ihn die Argonauten Zetes und Kalais befreiten.
Phintias, s. Damon und Phintias.
Phiole (vom grch. phisls), birnförmiges gläsernes
Befäß mit langem, engem Hals.
Phlebektafie (grch), Krampfader; Phlebĩtis, Venen—
entzündung; Phlebolith, steiniges Konkrement in den
Blutadern, Venenstein; Phiebologie, Venenlehre; Phlebo—
tomte, Aderlaß; Phlebotöm, Werkzeug dazu, der Schnepper.
Phlegethon, Pyriphlegeton grch, „der Feuer—
lammende“), mythischer Strom der ünterwelt.
Phlegma (greh), bei den alten Chemikern der wässerige
Rücksiand der ilaen einer geistigen Flüssigkeit, jetzt
Bezeichnung für alkoholarme Ruͤckstande oder alkohoiarmen
 Rohspiritus; bei den alten Medizinern der Schleim,
insbes. die bermeintliche Schleimblütigkeit als Grundlage
des phlegmatischen Temperaments; daher s. v. w. Träg⸗
heit, Mangel an Vebhaftigkeit.
Phlegntaste (grh.), Entzündung. Phlegmasta alba
dolens, die weiße Schenkelgeschwulst der Wöchnerinnen,
eine schmerzhafte, blendend weiße Anschwellung des
Schenkels waͤhrend des Wochenbetts, entstanden durch
ee in der großen Schenkelvene.
Phlegmallker (gich), Menfsch mit phlegmatischem
Tenwerament (f. phlegma)
Phlegmone (arch), fortschreitende Entzündung des
Zellgewedet infolge Infektion mit Eitererregern, geht
eicht in Eiterung und Abszeßbildung über; puͤlegmonss,
jortschreitende eiterige Entzundung bedingend.
Phlegraische Felder, Schauplat des Kampfes zwi—
schen den oltern und den Giganten, nach der mazedon. Halb⸗
insel Pallene, spüter in eine vulkanische
Gegend Kampaniens bei Cumã verlegt.
Enisum ., Grasgattg. meist in der
gemähßigten Zone, mit walzenförmigen
Rispenahren; P. pratenso T. (Wiesen⸗
lieschgras, gemeines Lieschgras, Timo
heusgras Abb. 1383))vorzügliches
Futtergras; P. arenartum T. (Sandlieschzras
 auf Dünen.
Phlius, alte Stadt in Argolis; Rui⸗
— eedeagcn
oem (grch.), in der Botanik die Ge⸗ gi
Pebepartien in denen die eiweißleitenden —E
Elemente Siebröhren rc.) aen sind.
g Phlogiston Gieg Brennstoff, nach der Verbrennungs⸗
Veorte von G. E. Stahl (s. d.) der hypothetische Stoff,
bei der Verbrennung der Körper entweichen sollte.
— iese phlogistifche Theorte wurde durch Lavoisier wider⸗
egt; die Entwicklungsstufe der Themie (sh. d) die die
Blogistontheorie bekämpfte, dieß antiphlogistische Chemie.
vbhlogistisch brennbar, mit Brennstoff angefullt.
Bhlogopit, s. Glimmer.
Pylogosfis (grch) Entzündung.
EnIox L, Flammenblume, Pflanzengattg. der Polemo⸗
diazeen; P. Drummondii Moos. in vertfchiedenen Spiel⸗
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 56. Aufl. II.

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Pho
ten, P. panicnlata L. und andere nordamerik. Arten
vartenzierpflanzen.
Phiurtane (grch.), Bläschenausschlag (s. d.), Pustel;
ohlnktäuöse Augenenizünduug, s. Augenentzündung.
Phöbe, s. Phoibe
Phobos (grch. „Schrecken“), ursprünglich selbstündiger
Vott, nach dem spätern Myihuß mit Deimes Sohn und
Phöbus, s. Phoibos. Begleiter des Ares.
Fhocäa, Stabdt, s. Phokäa.
Fhocion, s. Photion.
Phocis, s. Phokis. [göttin.
Khoibe (lat. Phöbe), Name der Artemis als Mond⸗
Phoibos (grch,der Leuchtende“; lat. Phöbus),
Beiwort des Apollon als Sonnengott. — Auch Name eines
der beiden Monde des Mars.
Phokäa, alte Stadt an der ion. üste in Lydien;
etzt Fokia, türk. Fotscha. Die Photure gründeten viele
kolonien, darunter Massilia.
Phokas, byzant. Kaiser, 602 -610, wegen seiner Un⸗
ihigkeit und Tyrannei voni Volk zerrissen.
Phoken, die Seehunde.
Phoklon (lat. Phocion), athen. Feldherr, kämpfte
350⸗8339 v. Chr. erfolgreich gegen Philipp von Maze
onien, wirkte aber sputer für den Frieden mit Mazʒe⸗
onien, mußte, des Berxrats angeklagt, 318 v. Chr. den
viftbecher leeren. — Vgl. Bernays (1881).
Phokis (lat. Phocis), Berglandschaft im mittlern
Sriechenland, mit einem Bundesheiligium bei Dauus.
Ddie Phoker treten in der Geschichte ziemlich zurück, erst
m 4. Jahrh. v. Chr., im sog. dritten Heiligen oder Pho⸗
ischen Kriege (385846 v. Chr.) guͤffen sie für kurze
zeit kraftvoll in den Gang der Fricch. Entwicklung ein. —
Seit 1899 P. (in weiterm — Nomos des Königr.
Jriechenland, 2040 qkm, (18806) 88 211 E.; Hauptstadt
Zalona (. d.; Amphissqh).
Phokylides, gueh Elegiker im 6. Jaͤhrh. v. Chr.,
ius Milet, schrieb bes. Gnomen, galt früher für den Ver—
asser eines aus christl. Zeit siammenden stemediue
Phol, altgerman. Gott, vielleicht mit Baldrei entisch.
Phonagation (vom grech. phons, Laut), Lautbildung,
Iussprache. I
Phonautograph (grch.), Vibrograph, Vorrichtung
um Aufzeichnen der Schwingungen tönender Korper durch
Lermittlung der freien Luft; die erhaltenen Schallkurven
eißen Phonautogramme oder Vibrogramme Tafel;
—A
Veeches Strom, s. Phonisch.
Phonetik (grch), Lehre von den Sprachlauten (s. Laut);
honẽtisch, die Sprachlaute betreffend oder darstellend;
ohonetische Schrift. Lautschrift, Buchstabenschrift, im Gegen⸗
atz zur Wortschrift; dann eine die Aussprache mögtichn
enau wiedergebende Schreibweise. — Vgl. Sievers (5. Ausi.
901), Vietor (5. Aufl. 1904), Jespersen (deutsch 19004).
Phonit (grch.), die, Lehre vom Schall (s. di)
Phöniien (Grch. Phoinite) s. Phönizien
Phonisch (grch.), auf die Stimme bezüglich. Pho⸗
nisches Rad, ein Elektromotor bei dem die Unkerbrechungen
des Stroms durch eine eingeschaltete Stimmaabel bewirtt
werden; derartige Ströme heißen phon⸗
elektrische Ströme.
Phonismen, s. Photismen.
Phönir (grch. Phoinix), e
Bogel der alten Agypter, der sich bei
Annäherung des Todes verbrennt, um
zerjütigt aus der Asche hervorzugehen,
Zymbol der Unsterblichkeit. — P. heißt
ruch ein mechan. Musikwerk, ähnlich
»em Ariston (s. d.).
PHhoonix L., Pflanzengattg. der
zalmen, schlanke Bäume mit großen
efiederten Blättern und pflauͤmen—
irtigen Früchten, im tropischen und
ubtrop. Asien und Afrika. P. dacty·
ifsra L. (Dattelpalme JAbb. 1384; ig
Fruchtstand, b einzelne Frucht!)), mit 1384. Dattelpalme.
— Fiederblattern, liefert die pflaumengroßen,
uͤgen Dattetn. in Nordafrika, Westafien auch in Suͤncea
ind Kalifornien kultiviert, Hauptnahrungspflanze der Vol
er Nordafrikas, Arabiens und Persiens; getrocknet als Dat⸗