Pinturicchio (spr. rickjio), Bernardino, eigentlich
Beiti, einer der de eti der Umbrischen Malexrschule,
geb. 1454 zu Prerugia, gest. 11. Dez. 1313 zu SEiena/
Hauptwert: I0. Darstellungen aus dem, Leben Pius I
n der Dombibliothet zu Siena. „Künstlermonographie
von Steinmann (18985.
Eimus, der Linntsche Name für alle Nadelhölzer aus der
Abteilung der Abietincen; jetzt in verschiedene Gattungen
aufgeloͤst / worunter R. Gattiungsname der Kiefer G. dy.
EZinxit (lat. abgekürzt pinx, pxt., p.), hat's gemalt
lauf Gemalden neben dom Ramen des Malers).
Pinzette Urz. pinootte, spr. pänghett), Feder- Korn.
oder Kluppgange, sangenartiges Instrunient, dessen zwei
Arme sedernd auseinandergehen und sich durch Druck schließen,
zum Anfassen kleiner Gegenstände, auch zum Schließen
verlezter Blutgefühe (Arterien- oder Klemm-B.).
— Pinzgau, das vängstal der Salzach und seiner Seiten—
taler in dsiert. Hzgt. Salzburg, zerfaͤllt in Ober⸗, Mittels,
Unter· . im Sahn der Taucrnelte, im R. von den Kitz⸗
bühler dilpen umgeben, reich bewaldet, mit Gold⸗, Silber—,
tupfern Fifenmnen
Pinjolo, Dorf in Südtirol, im obern Sarcatal Galle
di Rendengh, (Bo0) 1ñνÑusgangspuntt für Wan—
derungen in die ÄAdamello- Presanella- und Brenta-Alpen
Pivmbi (ital), Sleidacher, die berüchtigten, 1797
erstörten Staatsgesängnisse im Dogenpalast zu Venedig.
Piomibino, Hafenstadt in der ital. Prov. Pisa, gegen⸗
iber Elba bön bνßE; Hauptstadt des frühern Für—
ste ntums V. (360 qkxmu).
Piombo, Fra Scoastiano del, eigentlich Luciani,
ital. Maler, geb. 1485 zu Venedig, gest. 18547 zu Rom;
malte: Auferweckung, des Lazarus Rondon), Kreuzab—
nahme (Petersburgh Kreuztragung Christi (Madrid, Wien,
—
Richter in Dohmetß Kunst und Künstler“ (Heft 80, 1878).
— frz., spr. pibng), Bauer im Schach-, Stein
amenspiel.
ione „Truppen zur Ausführung von Feld—
esgurne achenen in Deutschland saͤmtliche technischen
—R enietruppen (s. Genie). lauf ihren Fettgehalt.
Pioskop, (arch). Instrunent zur Prüfung der Milch
Piotrkow, russ.-poln. Stadt, sJ. Pe⸗
rokow.
Pipa, surinamische Wabenkröte (Pipa
mericans Tauf sAbb. 1384)), Vertreter
der zungenlosen Froschlurche, Ruͤcken braun,
Bauch weißlich, schwarz gefleckt, Finger
se Zehen mit Schwimmhäuten, Koͤpf
urz, breit, dreieckig.“ Die Sier entwickein
s in der Rückeuühaut des Weibchens;
etn —*
gr Pe (Pipa, vom niederdeutschen pipo, on
bfafe Roͤhre), älteres Fluͤfsigkeitsmaß in —
Spanien uͤnd Portugal, zu Oporto —
A p Malage — e (dbe) , die Jatalonische P. —
— il, zu Rid de Janeiro — 5 RI. In England ist die
BP. (ht. beiph u d hoahead n
por T. Pfeffer Pllauzengattge der Piperazeen, kraut⸗,
trauca oder donmoruge —— der Tropen und Sub—
tropen. Die Früchte von, P. nigrum L. Tafel: Nutzpflanzen,
 8] sind Gewürz (s. Pfeffer); die Beeren des
ubebenpfeffera ( Oen e sind offigineu (f. Kube—
ben) die Blatter von P. betlo TL. (Kau- oder Betelpfeffer)
werden mit der Betelnuß (s. Axeca) gekaut. Vom laugen
Pfetfer (D. Iongun L.) sind die unreifen Fruchtähren als
dammichenpfeffer gebricughüch und schurfer als der schwarze
Pfesfer. Vosnn ihnen enthaltene Ol Getelöl) ist Heil—
mittelz P. angutif-itum e ce in Peru und Chile iefert
die Matikoblatter (s. Matiko), P. guinense den Aschanti—
— P. methystioum Forst. den Kawapfeffer ( d.
Piper, Otto, Archävlog, geb. 22. Deg 1841 in Koͤck—
witz 187879 Nedakteur, 1879 — 89 Bürgermeister in
Penglin lebt in Muünchen; schrieb: „Burgenkunde“ (1895;
2. Rufl. 1008 sg).hriß der Burgentunde“ (2 Aufl.
809.„Sflerr Burgen“ (1002 fg.) Erxzählungen u. a.
Pipergzeen, dikotyledonische Pflauzenfamilie der Poly—
Mpiuen. Kräuter, Straͤucher, selten Baͤume, aufrecht oder
etternd, mit Beerenfrüchten, in der warmen Zone; viele
Vewůrzpflanen

413

Pir

Piperazin, Diäthylendiamin, Äthylenimin, Aganige
Base, aus Athylenbromid und Ammoniak hergestell farbose,
 wasserloͤsliche Kristalle, gibt mit Sauren kristalli—
jerende Salze, von denen das harnsaure Salz leicht löslich
st „daher bei Gicht und Harnsteinen gegeben.
Piperin, schwache organische Base in den Pfefferarten,
ius weißem Pfeffer dargestellt, farb- und geschmacklofe
dristalle, dient zur Hersiellung von Wurstgewürzen, wird
)urch Kalilauge zerlegt in Piperinsäure und Piperdin, eine
tarke Base, auch künstlich gewonnen, farblose, pfeffexartig
iechende Flüssigkeit, gibt mit Säuren kristallinische Salze,
on ihm leiten sich viele Alkaloide ab.
Piperno, Stadt in der ital. Prov. Rom, am Amaseno,
1901) 6949 E.
Piperonal, Heliotropin, chem. Verbindung von Alde—
wVdeigenschaften, aus Piperinsäure durch Kaltumpermanzanat
 oder aus Safrol gewonnen, glänzende, wasserunloös—
iche Kristalle; wegen seines heliotroͤpähnlichen Geruchs viel
n der Parfümerie verwendet.
Pipette (frz), Saugröhre, Glasröhre mit zylindrischer
zerweiterung in der Mitte oder am zugespitzten Ende zum
derausnehmen einer Flüssigkeit aus einem Gefäß nach dem
ßrinzip des Stechhebers, entweder nur mit einer Marke
»ersehen (Voll⸗P. (Tafel: Chemie U, 8 u. 9)) oder mit
iner Teilung für verschiedene Quantitäten (Meh⸗P. [10)).
Pipin, ———
Bippan, Pflanzengattg., s. Crepis.
Pippi, ital. Maler, s. Giulio Romano.
PBippin (Pipin), mehrere in der Geschichte des Fränki—
chen Reichs berühmte Männer. — P. von Launden, Haus⸗
neier (ajor Domus) in Austrasien unter Dagobert J.,
jest. 688. — Sein Enkel P. von Heristall, Herzog der
Franken, gewann nach dem Siege bei Tesiry (687) die
deitung des gesamten nrne gest. 714. — Vessen
zohn BP. der Kleine, Sohn Karl Martells, 741 Hausmeier
n Neustrien, Burgund und Provpence, regierte fuͤr den von
hm eingesetzten König Childerich III. mit seinem Bruder
darlmann als Herzog und Fürst der Franken, vereinigte 747
as ganze Frankenreich unter seiner Herrschaft; 782 zum König
Jewaͤhlt, beschenkte er den Papst Stephan 1III. mit dem
crarchat (Pippinische Schenkung), gest. 24. Sept. 768 bei
Paris. — Bgl. Olsner — Lindner (1896). — p.
weiter Sohn Karls d. Gr., geb. 777, König der Lango⸗
arden und Statthalter in Italien gest. 810. — Pe,
Sohn Ludwigs des Frommen, 817 König von Aquitanien,
zest. 838. — Sein Sohn P; der Jungere, gegenüber
seinem Oheim, Karl dem Kahlen, der Aquitanien erhalen
 hatte, als König ausgerufen, 864 an jenen verraten,
im Gefängnis.
ieh he — che Krankheit der Vögel, bes. der Hühner,
utige Äuflagerungen in Maul und Rachen; Behandlung“
gepinselung der kranken Stellen mit Chlorwasser.
Piqua, Stadt im nordamerik. Staate Ohio, am Miami⸗
und Miami-Erie-Kanal, (1000) 12172 E.
Pique (frz., spr. pihl, d. i. Spieß), Farbe der Spiel⸗
ßique, der Sandfloh, s. Flöhe. lkarte, s. Pik,
ßiqueé (ftz.), s. Pikee 224
ßiquet (ftz., spr. pikeh), s. Pikett und Pikettspiel.
ßiqueurs, s. Pikörs
Piqure (frtz., spr. pikühr), Stich, Steppstich; Zucker⸗
uch (Verletzung einer bestimmten Stelle des Gehirns, die
diabetes hervorruft).
Piracicaba, Stadt im brasil. Staate Säo Paulo,
m Fluß P., 7000 E.; Kaffeeausfuhr.
Pirano, Hafenstadt in Istrien, auf einer Halbinsel
im Meerbufen P., (1900) 133389 E.; Weinbau (MRivola),
zroße Salzschlämmereien im Hafen; dabei Dorf Salvore
nit Leuchtlurm.
Pirarucu, Fisch, s. Arapaima [Abb. 106)].
Pirat (lat.), Seeräuber; Piraterte, Seeraub (s. d.).
Piräus, e Niederöst
Pirawarth, Kurort in Niederösterreich, s. Pyrawarth.
Piraua, Fisch, s. Karpfenlachse d r
Pirenne pr. inn)Henti, delg. Hiftoriker, geb.
8. Dez. 1862 in Verviers, seit 1886 Prof. in Gent; schrieb:
Bibliographie de Lhistoire Belgique“ (2. Aufl. 1902),
BHistoire, do Belgique“ (deutsch. 2 Bde. 1502) u. a.
Pirjatin, Kreisstadt im ruff. Gouv Pollawa, am
idaj, 8545 E.