Pla

platinchlorid (Platinsalmiak) und Kaliumplatinchlorid
ristallisieren ndn gelb; Platinchtorsir, aus dem Chlorid
deim Erhitzen als gruͤnes unlösliches RPuiver gewonnen, ver—
bindet sich mit Kaliumchlorid zu Kalinmplatinchlorür, farb⸗
los, wasserlöslich, verwendet in der Photographie.
Platinbilder, Platindruck, sGlatinotypie.
Platindukaten, s. Platinmünzen.
Platinen (frz.), die Hebehaken der Jacquardweb⸗
naschine; hakenförmige Stahlplättchen am Strumpfwirker—
tuhl, zur Bildung einer neuen Maschenreihe.
Platinfenerzeug, 1823 von Doͤbereiner erfundenes
hem. Feuerzeug, beruht auf der Eigenschaft des Platin—
chwamms, durch Absorption von Gasen glühend zu werden.
Als Gas benutzt man Wasserstoff, der sich aus Schwefelsäure
 und Zink entwickelt und am glühenden Platin—
chwamm entzündet.
Platinmetalle, die mit Platin zusammen vorkom—
nenden seltenen Metalle Rhodium, Ruthenium, Palla—
zium, Iridium, Osmium.
Platinmohr, s. Methiops und Platin.
Platinmünzen, russ. Münzen (sog. weiße Dukaten,
Blatindukaten) aus reinem Platin zu 3,56 und 12 Silber—
rubel, seit 1828 geprägt, 1845 wieder eingezogen. [Tafel:
Münzen U, 30.1]
Platinoid, eine Nickel-gink⸗Kupfer⸗Wolfram-⸗Legie⸗
ung, dient wegen ihres großen Leitungswiderstandes zur
derstellung von Drähten 8 Rheostaten.
Platinotypie, Platindruck, Platinverfahren, in der
Photographie Herstellung von Positiven auf Papier, das
mit Kaliumplatinchlorür und Eisenoxydoralat geträntt ist;
Platinbilder brauchen nach der Belichtung nur mit schwacher
Salzsäure ausgezögen zu werden, lassen sich auch durch
Platintonbäder mit gewöhnlichen Kopierpapieren herstellen,
aben aee feine Töne.
Platinschwarz, s. Platin.
Platitude (frz spr. tühd), Plattheit (im Ausdruck).
Platmenage, s. Plattmenage.
Platner, Erunst, Arzt und Authropolog, geb. 11. Juni
744 zu Leipzig, gest. das. 27. Dez. 1818 als Prof.; schrieb:
„Anthropologie qtu ürzte und Weltweise“ (2 Bde., 1776
-82 u. d.) u. a. — Vgl. Wreschner (1803).
Plato (grch. Platon), griech. Philospph, geb. 427 v. Chr.
zu Athen, Schüler des Sokrates, bereiste nach dessen Ver—
urteilung Ägypten, Italien und Sizilien, gründete 387
zu Athen eine Art Hochschule, die Akademie (s. d.), gest.
das. 347. Seine in dialogischer Form 3
ten erstrecken sich auf alle, Teile der Philosophie. Die
Brundlage alles Denkens sind nach ihm die sog, Ideen,
die ewigen, in einem transzendenten Jenseit existierenden
Musterbilder, deren Nachbilder die erscheinenden Dinge
sind. Die Anhänger P.s heißen Platoniker oder Akademiker.
Reuere Ausgaben seiner Werke von Wohlrab und Immisch
(seit 1887), Schanz (seit 1876), und zahlreiche Ausgaben
rinzelner Schriften; uͤbersetzungen von Schleiermacher (8. Aufl
—
1886); Zeiler, grseie der Griechen“ (Th. 2, 4. Aufl
889); Windelband (3. Aufl. 1901), Natorp (1908) u. a.
Platsnische Liebe, rein geistige, von Sinulichkeit
Platonisches Jahr, s. Jahr. sfreie Liebe.
Plattäpfel, 15. Klasse des Diel-Lucasschen Apfel—
ustems (s. Apfel).
Plattbauch, s. Wasserjungfern.
ene s. Meerschlangen.
Plattdeutsch, s. v. w. Niederdeutsche(s. Deutsche
Platte, als Gesimsglied, s. Sims. [Mundarten).
Platten, edt in Böhmen, am Plattenberg, (1900)
2774E.; Spitzenklöppelei, Blechwarenfabrikation.
Plaͤtten, Bügeln, diejenige Arbeit, mittels deren man
GBeweben, insbes. der Wäsche, durch Bestreichen mit der
Bodenflache eines erhitzten Metallkörpers (Plätteisen, Bugel⸗
eisen) Glätte und Glanz verleiht. Zum P. kleiner und
einfach alteie Wäschestücke werden gegenwärtig auch
Plättmaschinen (Plätteifen aus hohler, geheizter Eisen—
walze bestehend) angewendet. — Val. gulia Pereles
—A
Plattenharnisch, s. Rüstung [Abb. 1558).
Platte nsee, ungar. Balaton, größter See Ungarns
Karte: Osterreichisch-Ungarische Monarchie TI]J.
390, mit den anliegenden Sümpfen 1320 qkmm, durch die

20

2 4 3 Donau⸗
albinsel Tihany in zwei Becken geteilt, mit dem
In seiicey zur Sarviz —28 Sis verbunden;
ceich an Fischen und Wasservoͤgeln.
Fsa tten zustan de⸗ Kupferstechtunst. z. 10. Febt.
Piatter iater). Thom.. Gelehrter, geb. ——
.499 im Kanton Wallis, zeitweilig Buchdrucker 3
gest. 26. Jan. 1682. — Sein Sohn Felir 5. ge
Arzt und Lehrer an der Universität Basel, gest. 7 .
1614. Fe — hg. von Düntzer (188 .
latterbse, s. Lathyrus. .
X River (spr. plätt riww'r), s. gengtta Gu
viatifedermanomeiter, s. Nanometer (Abb.
— ——
attflügler, s. Netxflüglet. J —
Ziansorm, ehe Anhian ung eines höhemn Gegtu
kandes, bes. abgeplattetes Dach; in Nordameri 5*
— ———
»as auf ihr eroͤrterte Parteiprogramm. ĩdieser mit
Plattfuß, Verunflaltung des Fußes, wobei die 5
einem innern Rand und der ganzen Sohle den de
eruührt, was das Gehen erschwert und oft mit —
jaften Anschwellungen und Entzündung der gußgen
Tarsalgie) verbunden ist; angeboren oder erwor
anges 4 (ESclosser, Bucker, Kellner). Bg 3
I884), Eichenwals (1806), Schiff (1004), Muskat
Plattgaͤtt (Seew.), s. Heck. mer nage
Platthufer (Lamnunguia), Ordnung kleiner 34
ierähnlicher Säugetiere, deren durch Haut — *
olatte, huüfartige diegnh I frei mit
Einzige Familie die Klippschliefer (s. d). e
eetene vublieren, die Oberfläche einer Iztt
rus unedlem Metall mit einer dünnen Platte aus —
netall so helegen, daß beide Teile ein untrennbares —*
hilden. Am haufigsten, wird Kupfer, mit Gold or
lattierung) oder Keusilber mit Silber (Sitberpla— *
rung) plattiert und zu Schmucksachen verarbeitet. mi
eißt auch das überspinnen baumwollener Fäden
Zeide oder Wollgarn mittels der Fadenmühle. t
Platting (Seew.), breites Geflecht aus uwahen
Platttkarten, in Iylinderprojeltion entworfene 9
ed — L, M
attlack, s. v. w. ellack (s. d.)J
Piattsing, Stadt im bayr. RegBez. Niederbayern,
in der Isar, (1905) 4625 E. spin⸗
Rlattmaschine, JPlatten; in der Kammaarnspn
ierei eine ꝛ zum Entkräuseln der Wolle (ar
rdisseuse genannt).
Plattmenage (deutsch-frz., spr. menahsche), Tafel
rufsatz mit Gefaͤßen für Pfeffer, Ol, Essig C. aßgel, 2R
Plattmönqh, J. Grasmücke und Tafel: Singvögel,
Plattnasen, s. v. w. Breitnasen (s. Affen).
Plattnerit, s. Schwerbleierz. ————
Plattschnabel (Todus), J die Seger Autinen 9
hränkte Gattg. der Tyranuen (s. dp kleine Vöge —*—
angem, hreitem, sehr flaͤchem Schnabel, kurzen abgerun
Flügeln, kurzem Schwanze, hohen, dün⸗
ien Läufen; das weiche, zerschlissene
Sefieder ist wesentlich von einet wun⸗
ervoll grünen Färbuüng. Hierher der
codi (Todus viridis L. [Aoͤb. — —
zrasgrün, Kehle karminrot, Jamaika
ind Portoriko.
Plattschwanz, Plattschwanz ⸗
hlange, s. Meerschlangen.
Plattschweifsittiche, s. Sittiche. men⸗
Plattwürmer (EIathelminthes), —7 — for *
eiche Klasse der Würmer, von plattgedrückter, mehr
veniger gestreckter Form, ungeglsedert oder gegliedert, w
te angeordneten Erkretionskanälen, oft auch suß⸗
haftapparaten, meist ohne Leibeshöhle und Blutage
ostem. Zum großen Teil sind sie Shmaroher und Bwi *
eltener getreuntgeschlechtig. 4 Ordnungen: Schnurw q.
ner, Strudelwürmer, Saugwuürmer und Bandwürmer
die einzelnen —3 —
Platyrrhini, s. Äffen. r
dist Galtg fossiler, kleiner Schmelschupr
us der Steinkohlen⸗æ und Permischen Formation, mit e m
wer seht do hen edwer. anfehulichen Schuphen. langer Ru⸗
und Afterflosse und ansehnlichem heterozerkenn Schwanze⸗

J⸗