Pol
Polyhämie (grch.), Vollblütigkeit.
Polyhistor (grch, „Vielwisser“), ein auf den ver⸗
hiedensten Wissensgebieten bewanderter Gelehrter.
Polyhymnia, die griech. Muse der Lyrik und Musik.
Polykarp (Bolyearpus), Heiliger, angeblich Schüler
»es Apostels Johannes, Bischof von Smyrna, um 155
herkömmlich 166) als Märtyrer verbrannt; Gedächtnistag
26. Jan. Der Brief des P. an die Philippert gilt als unecht.
Polykarpen, Pflanzenordnung der Choripetalen, mit
piraliger Anordnung aller Blütenteile; umfaßt die Familien
der Ranunkulazeen, Magnoliazeen, Berberideen, Laurazeen,
Myristikazeen, Menispermazeen, Anonazeen, Kalykanthazeen
ind Nymphäazeen.
Polhykephãͤlisch (greh.), vielköpfig.
Polykladiden, s. Planarien. lund Sproßbildung.
Polylladte (gech.), in der Botanik vermehrte Knospen-Polyklet,
 griech. Bildhauer aus Sicyon, Meister der
Atern argivischen Bildhauerschule, gegen Ende des 5. Jahrh.
2. Chr. vorzugsweise in Argos fätig; bes. Gestalten
ugendlicher Athleten. — P. der Jüngere, griech. Bild—
jauer und Architekt aus Argos im 4. Jahrh. v. Chr.:
rbaute unter anderm das Theater in Epidauros.
Polykrautes, en von Samos, um b33—622
. Chr., machte die Insel zum Mittelpunkt eines großen
Seereichs, schließlich von dem pers. Satrap Orötes nach
Magnesig gelockt und ans Kreuz geschlagen. Schillers
Bedicht beruht auf einer Erzähluug bei Herodot.
Polymastie (Irch.), eei überzãhliger Brust⸗
drüsen. (S, Plethomelie.)
Polymathie (grech.), vielseitige Gelehrsamkeit.
Polymelie (grch.), J. Plethomelie.
Polymerie (uIrch), Vielteiligkeit; polymer, polymẽ⸗
ꝛisch, vielteilig; in der Chemie Suöstanzen, welché bei
zleicher prozentischer Zusammensetzung ein vielfaches Mo⸗
ekulargewicht haben. Polymerismus, Mißbildung, be—
tehend in e Körperteilen.
Polymeter (grh. „Vielmesser“), s. v. w. Tachymeter
. d.); auch eine, von Lambrecht in Göttingen angegebene
Lereinigung von Hygrometer und Thermometer zur leichten
Bestimmung des Taupunktes.
Polymetrie (grch.), Bielheit des Maßes.
ee s. v. w. Polyhymnia (s. d.).
olymorph (agrch.), vielgestaltig; Polymorphismus,
Bielgestaltigkeit, die Fähigkeit von Substanzen, zwei oder
nehrere Kristallformen anzunehmen; in der Zoologie die
zuf Arbeitsteilung (s. d.) beruühende Mehrgestaltigkeit der
Angehörigen eines Terstocks (Polypen z. B.) oder der An⸗
higen eines Tierstaates (Bienen, Wespen, Ameisen). —
gl. Leuckart (1861).
Polyneikes (laͤt. Polynices), Enr des Oidipus
ind, der Jokaste, Bruder des Eteokles (s. d.).
Polynesten, die östl. Gruppen von Ozeanien (. d.):
m weitern Sinne auch für ganz Ozegnien gebraucht.
Polynessier, die hellfarbige, den Malaien verwandte
Rasse auf den Inseln Polynesiens im engern Sinne (s.
Dzeanien). Die Hautfarbe variiert zwischen hellem Gelb
und rötlichem Braun; das Haar ist schwarz, teils scigt
eils wellig⸗lockig; großer Wuchs, breite, schwammige Nase,
iemlich stark aufgeworfeue Lippen, brachykephaler (Abb. 268),
dez. mesokephaler Schäädel. S. auch Malaien und Malaio—
Holynesische Sprachen. [Tafel: Menschenrassen, 16 u.
Polynices, s. Polyneikes. [17.)
Polynom (grich.), vielteilige Größe, in der Mathe—
natik eine Größe aus mehr als zwei durch 4 oder —
verbundenen Gliedern. Gegensatz: Mononom (s. d.). Poly⸗
aomischer Lehrsatz, die Foͤrmel für die Entwicklung einer
Polypemon, s. Prokrustes. Potenz eines P.
Polypen (grchi,Bielfüßer“), ursprünglich Bezeich⸗
aung der Kopffüßer (Polyp der RÄiten, s. Seepolyp), jeßzt
ür die festsitenden Stöcke der eee (J. d.). -
In der Medizin sind p, geschwulstartige Wucherungen,
die mit dünnem Stiel auf der Schleimhaut einer Körper—
höhle (bes. Nase, Kehlkopf, Gebärmutter) sitzen, zerfallen
in weiche oder Schleimeß. und feste oder Fleisch-P.,
führen chronische Katarrhe, Blutungen und Verdickungen
herbei. Behandlung: Abschneiden, Abdrehen, Abbinden,
Brennen oder Ützen. Uber Haut-P. s. Mollusken.
Polyperchon, — n
Polnpetalen, s. v. w. Choripetalen (s. d.).

olypetalcisch) heißen Blüten mit mehrern Blättern ˖
zBage nhy Vieifteser, voinphanie, krankhafte
Zefräßigkeit. deb
nn nach der homerischen Sage Feme
Bofeidon, einaugiger Khklop, von Odysseus gebleidet l⸗
Polyphon (grich.), vieistimmig; Polyphonie, 34.
timmigkeit eines Musiksatzes bei voller melodischer Se
tändigkeit jeder einzelnen Stimme.
Polyphrasie (arch.), Redesucht, Ge—
chwätzigkeit, haäufig bei Geisteskranken.
Fomvbniei ch (grch.), s. Monophyle
iisch.
Polypodiazẽen, Pflanzenfamilie der
Farnkräuter, meist in den Tropen.
Polxpodium L., artenreiche Farngattg.
der Polypodiazeen, mit schleierlosen Frucht⸗ —
zäufchen, meist in den Tropen. Von P. yxn- rupfel⸗
Ans. uͤxfelfarn Eugeisfüͤ Abh. use
1415)), das in ganz Europa verbreitet ist, ser⸗
vurde früher der süße Wurzelstock gegen Husten und geit
it angemendet. P. gurbamn T. in Westindien, mit do
lossalen gefiederten Wedeln. p
Polypomedsen (Polypomedũsaeo), Hydromedusen
dlasse der Nesseltiere, medufen- oder polypenförmige vng
echs oder mehrstrahlige CTölenteraten, entweder g
hammend, ocenfornig dud meist getrenntgeschlech
Quallen oder Medusen), oder festsitzend (seltener sen
Iwimmend) und meist zu Stocken (Kolonien) mit ei
achem Gastrovaskularraum vereinigt (Pothpen) und n
neistens als ungeschlechtliche Ammengeneration mit 4
jeschlechtlich entwickelten Medusen durch Gencrationswen n
ʒertnupft. Mit wenigen Ausnahmen Meeresbewohner.
erfallen in Lappenguallen, Röhreuguallen und, Hydroir
viypen und Saumguallen (s. diese Ärtikel), — Vgl. 98
eh Lenal 1808) Claus (1870u. 1883) Haeckel (18.9-8
Poiporus voöcher⸗ oder Porenpilz, artenreid
hilzgaltg. der Hynienomhzeten, mit mannigfachen, n
olgi genꝰ Fruchtk orpern, deren Huͤte meist, seitlich eus
bachsen sind uͤnd deren Hymenum aus kleinen Röhrn
hesteht; meist an Bäumen, seltener auf der Erde.
—35 B m ten . GFeuerlocherpitz), aus de
er Zunder oder Feuerschwamm hergestellt wird (daher ann
Funderlöcherpilz, Zunderschwämm); P. Ignartus
Weidenschwamn, unechter Feuerschwamin), an Weiden,
Ibstbäumen die Weißfäule (s. d.) hervorrufend; P. ovinus
g Schafruter Tafel Pilze, Lahh, grauweiß, eßbat
2. pes cuprae Pers. (Siegenfuß), P. conssuens Vr. .
nirlpitz fTaft, 28), F. Am beatus (Eichhafe, pilz
daselschwamm), niit verzweigtem Fruchtkörper, P. An
aster Fp., in Italien kultiviert, sind ebenfalls eßbar;.
cipmis r. Lärchenschwamm), zur Zunderfabrikaticn,
n Südrußland Handelsartikel. Taseln
Polyptychon (grchi), antikes Buch aus mehr als dre
Polysarkie (grqh.), Fleischfülle, Fettsucht. der
ᷣciyaipnonis Grc, Rohrentang, Alaenaattg. de
sthodophyzeen, meist rosa ge⸗
ärbte kleine Pflänzchen an
Steinen, in allen Meeren. P.
ruticulõsa Sprenq., ein Teil
des Karagaheenmooses, P. ur.
ꝛoolata Liltf. [Abb. 1416]
s andere Arten in europ.
eeren.
Polvsperchon, richtiger 1416. Röhrentang.
tzolyperchon, Feldherr Alexanders d. Gr., 319 v. Chr.
steichsverweser, 316 von Kassander verdrängt.
Polyspermie (grch.), überfruchtung; Zolyspermisch⸗
plyspermatisch, vielsamig.
Polyfulfide, s. Schwefel. t
Poivysnnihelifch (arch), vielfach zusammengesegt
die polysyuthetischen oder einverleibenden Sprachen
neisten amerikanischen) verschmelzen die verschiedenen Soat
eile mit dem Verbum zu ei n em Wort — ——
Polytechnikum/ Polytechnische Schute, frühere Be
eichnung der Technischen Soe ann (s. d.). l⸗
Polythalamen (grh), Thalamophoren (s. Wurze
üßer) mit mehrkammerigem Gehäuse. d
Polytheismus (grih), Vielgötterei, Annahme gqu —
Jerehrung vieler Götter meist vergötterter Arfpruͤnglich