Por
stadt Bulama auf der Insel Bulama (eine der Bissagosnseln),
 4000 E.
Portugiesisch⸗ Indien, Portugiesisch-Ostindien,
»ortug. Kolonie in Asien (s. d. Beilage).
Portugiesisch⸗Kongo, s. Angolg.
Portugiesisch⸗Ostafrika, s. Mosambik.
Portugiesisch⸗Timor, s. Timor.
Portugiesisch⸗Westafrika, s. Angola.
Portulaoa L., Portülat, Burzelkraut, Pflanzengattg.
er ei P. olexacẽa L. (Gemuseportulat)
aus Südamerika, mit fleischigen Blättern, Suppengewürz;
—D—
Portulakrgzeen, Pflanzenfamilie der Zentrospermen,
drüuter oder kleine Sträucher aus Amerika.
Portulan (frz., spr. tüläng), s. Portolano.
Portumguus (Portũnus), ältital. Hafengott.
Port⸗Vendres (spr. pohr wangdr), befestigte Hafen—
tadt im franz. Dep. Pyrtenées⸗Orientales, am Mittelländ.
Meer, (10019 2851 E [Maht, 15000 6E.
Port Victoria, Hauptstadt und Hafen der Seychelle
Portwein, feuriger portug. Wein, im Gebiet des Bouro
Duero) gebaut, in Oporto verschifft; jährlich 800 000 Il.
Porzellan (portug.), das vollkommenste Erzeugnis der
Töpferkunst, dessen feine, weiße, durchscheinende Masse durch
die innige Mischung geschmolzener Teilchen Feldspat und
Quarz mit ungeschmolzener Porzellanerde (s. Kaolin) und
ehr scharfes Brennen entsteht, letzteres erst unglasiert, dann
nit der Glasur. Die Masse wird mit einer Glasur über—
zogen (nur das Biskuit ist unglasiert) und oft bemalt
und vergoldet. Das P., dessen Herstellung den Chinesen
schon in frühester (aber nachchristl.) Zeit bekannt war,
am 1518 durch die Portugiefen nach Europa, wurde das.
hald nachzuahmen verfucht, aber ohne Erfolg, bis Böttger
s. d.) 1709 die echte Porzellanerde entdeckte. Das Ver—⸗
ahren ward anfangs in der unter seiner Leitung 1710
igelegten e zu Meißen geheimgehalten, faud
ber bald Verbreitung. Fabriken entstanden 1720 in Wien,
1740 in Höchst, 1744 in Fürstenberg, 1750 in Berlin,
1756 in Petersburg ꝛc. — Val. Berling, „Das Meißner P.
ind seine Geschichte“ (1800); Graesse und Jännicke,
„Guide de lL'amateur de poréelaine“ (8. Aufl. 1901):
dehnert, „Das P.“ (1902).
Porzellanblümchen, s. Saxifraga.
Porzellaublume, s. Hoxa.
Porzellanbrenner, s. Galvanokaustik.
Porzellandruck, auf unglasiertem Porzellan hervor—
jerufener Druck; die auf lithogr. Wege erzeugte Zeichnung
vird auf Dekalkierpapier abgedruckt und auf das Porzellan
rach Art der Abzichbilder uͤbertragen.
Porzellanuerde, s. Kaolin.
Porzellanfarben, s. Porzellanmalerei.
Porzellanfriesel, s. v. w. Nesselausschlag (. d.).
Porzellanjaspis, Porzellanit, Basaltjaspis, ein durch
jeraufbrechenden Basalt gebrannter Ton, jetzt hart und
nit muscheligem Bruch.
Porzellanlichtbiid, s. v. w. Lithophanie (s. d.).
Porzellanmalerei, das Bemalen porzellanener Gegen—
tände, als Kunst (bes. Miniaturmalerei) und zu Profan—
zwecken (Dekorierung von zengiset der Porzellanfabri⸗
en), miftels Porzeilanfarben (Metalloryde und Minera—
lien) und des sog. Flusses (zur Verschmelzung der Farben
auf die Glasur), neuerdings auch mittels Metalloidfarben,
die nur aufgemalt, nicht eingebrannt g werden brauchen.
— Handbücher von Strele, Jännicke, Klimke, Cl. Freitag
Borlagewerke von Göppinger, Laudien, Deininger u. a.
Porzellanschnecken (OCypraeidae), Familie der Vor—
erfiemer. mit 'eifärmiger, eingerollter, dicker, glänzender,

1421. Tigersichnecke.

422. Haurit

vorzellanartiger Schale, sehr langer, enger, an den Rän—
dern eingekerbler Mündung; zahlreiche Ärten, bes. in den
varmen Meeren. Hierher die Eischnecke (Ovydlum), deren
Schale an beiden udetn Enden in einen Kanal
uusgezogen ist, mit der bekanntesten Art, der Hühnerei—

10

Hnecke (O. ovum L.), milchweiß, Schale eiförmig aufgelasen;
 die Tigerschnecke — ———
Schale bläulichweiß, mit zahlreichen schwärzlichbrauneu,
»erloschenen Flecken, zu Luxusgegenstünden, Dosen etc. pere
wendet; Ostindien; die Kauri (Schlaugen⸗, Otternköpichen⸗
mondts . fAbb. 1422)), gelblichweiß, mit, aufgetrie⸗
henen, knotigen Lippeuründern, Ind. und Stiller Ozean,
um Schmuc in Ostindien, Siam, Innerafrika auch als
—38 benutzt.
oArzell anfpat, Pasfsauit, glasglänzendes, gelbliche
velhes Mineral der Ekapolithguuppe, Uefert duich Beretzung
 Vorzellanerde, dient gepulbert zur Bereitung des
borzellans; bei Passau.
Porzeltanton, s. v. w. Kaolin. b
porzellaniurin, Turm in Nan-king (s. d. nebst Abb.
Posãda (span.), Wirtshaus. 1226)
pᷣofadowity⸗Wehner, Artur Adolf, Graf, Frei⸗
ert pon Hofteiwitz Staalsmann, geb. 3. Juni 1846 81
vroßglogau, 1873 Landrat, 1889 vandesdirektor von Po⸗
AoäStaatsfetrctar des Reichsschahamtes, übernahm
887 das Reichssamt des Innern und wurde vreuüß ·
Staatsminister.
Posamenlerie Erz. passementerie), dasjenige Geoerde,
 welches sich ursprunich mit der Herftelluuͤg der
u Befätzen bestimmten Borten, Tressen, Litzen, Gimpen 8
eschäftigte; später zog die P. auch die Verfertigung on
Schnüren, Flechtwerk an Schnüren, Fransen, Quasten, Ro⸗
etten, Kantillen, der übersponnenen Knöpfe rec., Posamenten,
zassementen, in ihren Bereich. — Vgl. Dornbrach —
Posamentier (Posamentierer), Handwerker, welche
zie Posamenterie (s. d.) betreiben. t
Posaune (ital. trombone), Messingblabinstrumen
Tafel: Musik J, 9), Röhre ohne Tonlöcher, bestehend aus
hem Hauͤptstück und dem Zug, drei Arten: Baße, Tenor⸗
ind Alt⸗P., am gebräuchlichsten die Tenor-P. Die Ventit⸗
. gen sich nicht eingebuͤrgert. — P. heißt auch eine sehr
tarle Zungenstimme“ der Orgel zu 16 und 32 Fuß ri
Pofaunenfest, s. Neujahrsfest. Pedal
Zosaving, fruchtbare Ebene im nördl. Bosnien langs
Poscharewatz, Stadt, s. Pozarevac. sder Sape.
Poschega, Stadt, s. Podega.
Poscherun (Poscherau), s. Tauroggen.
Zosaavo Cser poetr)! deutsch Wufchlav, Marlt⸗
leden im schweig. Kanton Graubünden, im Tal BP., an
ser Berninastraße (Poststraßc), (1900) 3102 E.
Poschinger, Heinrich, Edler Ritter voun, Staats⸗
camter und polit. Schriftsteler, geb. 31. Aug. 1845 in
Hünchen, 1876 — 1901 im Reichsdienst; schrieb: Die Banken
in Deatfchen Neich ec.“ (8 Boen, 1874 77). Bankwesen
ind Bankpolitik“ (3 Bde. 1878 79), , Preußen im
hundeblag⸗ (2. Aust. 1882 805)., Blismabck als Volls⸗
virt“ (1889), „Bismarck und die Parlamentarier“ (3 Vde.
89496), Bismarck und der Bundesrat“ (5 Bden
307 Ioι Bismarck⸗Portefeuille (Bd. 1428, 1888
1900), „Aus großer Zeit“ (19065) u. a.
Pose (niederd), s. v. w. Feder, ungeschnittener Federkiel.
pofe rz), Slellung; Haltung; auch Feldmaß in Geuf
27, 018 8.
zofeidon (bei den Römern Neptunus), griech. Gott
er Gewässer und des Meers, Sohn des Kronos und der
ghea, Bruder des Zeus uns Hades, Gemahl der Am—
hitrite, Bändiger des Rosses, Erderschütterer, bes. ver—
hrt auf dem Isthmus von Korinth, in Kalaureig u. d.
halt mit Alhene um Attika. Sein Attribut der Dreizack;
stoß, Thunfifch, Delphin sind ihm heilig.
Rofeidonia. ) Gricch. Name von Pästum (s. d.)
—2) Griech. Stadt 2 Rm nordöstl. von Neutorinth: hier
hegint der Kanal von Korinth. F
Posen, preuß. Provinz Karte: Bran—
»euburg ac. IJ, 28970 4km, (1900) —
I887 278 (1280172 tath, 860864 epang.
— F————
mit Fen sumpgen edian m —
valdigen Strecken und wohlbewässert dur Dien.
Varthe, Ncetze, Prosna, Obra, Bartsch, 1423. Posen
Zßrahe uͤ. a. viele Seen (Goplosee), Bromberger Kanal
ind Abzugskangale der großen Brüche (Obrabruch); bedeu⸗
ende Landwirtschaft, Schaf- und Pferdezucht. 13 Gymna⸗
ien. 2 Pro⸗. 8 Realgymnasien. 5 Lehrer-, 2 Lehrerinnen⸗