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Vattungen der Amadinen (Spermestes), mit dickem
Schnabel, und Astrilde (Iabropyga), mit dünnem Schna—
del, gehörig, leben in großen Gesellschaften und verur—
sachen in Getreide- und Reisfeldern viel t
Schaden. Heimat: das trop. Asien und
Afrika, sowie Australien. Amadinen:
Baudfink (Halsbandfink, Bandvogel, Spernoastes.
 oder Amadina fasciata Grop
Abb. 1430)), fahlbraun, dunkel gewellt,
Männchen mit blütrotem Halsband, Mit—
relafrika; Reisvogel (8. oryzivöra L),
grau, Backen weiß, Kopf und Schwauz
schwarz, Unterseite blaßweinrot, Sundau
inseln u. a. m. Astrilde: Blutfink (Blutastrild. Amarant,
Habropyga minima Vieill.), aus dem trop. Afrika; Din⸗
mantfink (H. guttäts Shoro), hellbraun, karminrot, schwarz,
Seitenstreifen der Brust schwarz mit weißen Tropfenflecken,
Australien; Schmetterlingsfint (Cordou blen, H. phoepi
õtis Soains.), Goldbrüstchen (H. subflava Vieill.) ac. alle
heliebte Stubenvögel (unter dem Handelsnamen Bengalis)
Prachtkäfer (Buprestidae) artenreiche
gegen 30900 Arten), bes. in den Tropen ver⸗
retene Familie der fünfzehigen Käfer von
ast kegelförmiger, oft etwas flachgedrückter
Bestalt, mit kleinem Kopf, gesügten Füh⸗
ern, kurzen Beinen, aber sehr gut eñtwickelten
Flügeln. Prachtvoll gefärbte, meist metallisch
glänzende Insekten, die als Larven im In 1431 iefern⸗
nern von Pflanzen leben. Von einigen Arten —S
werden die Flügeldecken zu Schmuckgegenständen
 verarbeilet. Einzige deutsche Art der große Kie⸗
—
erzfarben, Larve in totem Kiefernholz. — Vgl. Kerremans,
„Monographie äes Buprestides“ (1904 f9.).
Prachtlein, Pflanzenart, s. LAnum.
Brachtlilie, J. Talium.
Prädamnation (lat.), Vorausverdammung.
Prade, Heinrich, österr. Parlamentarier, geb 8. Juni
1858 in Reichenberg (Böhmen), Direktor der Sparkasse
das. seit 1886 Mitglied des öfterr. Abgeordnetenhauses
und des böhm. Landtags. einer der Führer der Deutschen
Volkspartei.
Prädestinatisn (lat.), Vorherbestimmung, insbes.
der ohne Rücksicht auf das religiös-sittliche Verhalten des
einzelnen erfolgte, pon Ewigkeit her feststehende Beschluß
Gottes, aus der sündhaften Masse der Menschen eine
Anzahl bestimmter VPerfonen zur Seligkeit auszuwählen
Gnuadenwahl, Erwählung), die übrigen der (durch den
Sündenfall verdienten) Verdammnis anheimfallen zu lassen
(Reprobation). Die strenge P. ist von der kath. Kirche nie
affiziell anerkannt, öfter verdammt worden und von dem
Semipelagianismus verdrängt worden; auch von den luth.
Neformatoren bald wieder aufgegeben, wurde sie nur von
der reform. Kirche festgehalten, wo die Infralapsarier,
welche die P. erst nach (jufra, unterhalb) dem Falle (lap.
zus) Adams, und die Supralapsarier, die sie vor (Supra,
oberhalb) demselben eintreten ließen, unterschieden wurden
die Lehre ist heute auch hier im wesentlichen aufgegeben
Brädestinieren, vorher bestimmen.
Pradeterminieren (lat.), vorher bestimmen.
Prädial (lat.), auf Landgüter (Prädien) bezüglich
Hrädiallasten, Grundsteuer.
Pradier (spr. eh), James, franz. Bildhauer, geb.
23. Mai 1792 in Genf, gest. 14. Juni 1852 zu Paris;
elegante Bildwerke: Toilette der Atalante (Louvre), Vik—
torien am Grabmal Napoleons J. im Invalidendom u. a.
— Biogr. von Eter (1669).
Prädikament (lat), f. v. w. Kategorie (s. d.).
Prädikant (lat), Prediger, bes. Hüfsprediger; Prä⸗
zikantenorden, s. v. w. Dominikaner.
Prädikat (lat.), das, was über das Subjekt ausge⸗—
agt wird; auch s. b. w. Ehren-, Amtstitel.
Prädikative Sprachen, eine Gruppe der indo—
hines. Sprachen, so genaunnt, weil sie das Attribut nach⸗
Prädilektion (lat.) Vorliebe. sstellen.
Pradilla (spr. illjch, Francisco, span. Maler, geb
24. Juli 1848, seit 1896 Direktor des MRufeums in Madrid
Hauptbilder: Johanna die Wahnsinnige am Sarge Phi—
pps des Schönen, Uhergabe Grauadaß an Ferdinand und

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zsabella (1882), Wallfahrt zum Heiligtum der Madonna
in Genazzano (1895).
Praͤdsaͤpomeren (aat.), vorher anordnen, zu etwas
m voraus empfänglich machen; Prädisposition, Empfäng⸗
ichkeit, bes. für eine Krankheit. s(Pradikat) beilegen
Pradizieren (lat.), elwas aussagen; eine —V
RPraädominieren —F vorherrfen; den Herrn spie⸗
m —— — —X orherrsgen.
räãeminenz (lat.), Vorzug, Vorrang.
pᷣraexiftenze af. Vorherdasein, insbes. das Dasein
der Seele vor der Erzeugung des Leibes; dieienigen,
velche dies annahmen (Origines) hießen Präcxistentianer.
Praefatio (lat.), Vorrede, Einleitung; in der röm.⸗
ath. Messe das den vierten Teil beginnende Danlgebet.
Präfékt (lat. praefectus), Vorgesctzter; im alten
Nom der Rame verschiedener Hivis- und Militärbeamter.
bprastorid, Kommaudant des taiserl. Hauptquartiers und
Befehlshaber der Garden; P. urbi, Gomnerneur von Rom.
ngn vrankreich heißen 8. (Préfots) die unter dem Mi
nsterium ftehenden Departementsvorftände, deren Unter—
zebene die Vorsteher der Arrondissements (unter⸗P., Sous-»réfets)
 und die Maires (s. d.) sind. Präfektur spraeectũra),
 Amt, Amtslokal und Amtsbezirk eines P.
Präfektursystem, s. v. w. Bureausystem (s. Bureau).
Präferenz (lat.), Vorzug, Vorrang.
Präfigieren (lai.), vorsetzen; vorn anfügen.
Kräfit (Präfixum, lat.) Vorsilbe.
vraformation (iaid, Vorcuebildung sämtlicher Teile
ines organisierten Wesens im Keim (J. Entwicklungsgechichte);
 Gegensatz: Epigenese.
Prag, tschech. Prahn, Hauptstadt Böhmens eent
iszungtist Monarchie T, bJ. auf
eiden Seiten der Moldau (8 Brücken, darunter Franze
Fosephs-Brücke [Abb. 758, bei Hängebrücken], Karls⸗
rücke, 1892 erneuert, mit 30 Henigenstandbildern, dar
inter der heil. Repomut); Knotenpuutt der böhm. Bahn—
inien (7 Bahnhöfe), (1900) 222838 E. (darunter 7120
Nilitärpersonen), besteht aus 7 Stadtteilen und 4 Vor⸗
tädten (Karolinental, Zijkow, Königl. Weinberge, Smis
jow), Sitz des Statthalters, Fürsterzbischofs; Oberlandes⸗/
andes⸗ Handelsgericht Wost, und Zelegraphendircktion für
Böhmen, Berghauptmannschaft, Kommändo des 8. Korps.
Auf dem Hraͤdschin der got. Dom Et. Veit (14. Jahrh.
eit 1867 erneuert, mit e, silbernem Grab⸗
nal Nepomuks, Erbbegraübnis der böhm. Könige); ferner
ie got. St. Georgskirche (12. Jahrh), Loretoͤtirche (15.
Jahrh.), Prämonstratenserstift Strahöw mit Kirche und
Zibliothek, königl. Burg (von Karl 1V. begonnen, von
Maria Theresia bollenden). Zahireiche Palaite namentlich
iuf dem Hradschin und auf der Kleinseite; in der Alt⸗
tadt das Rudolfinum (Künstlerhaus, Museum), Clemen⸗
inum (erzbischöfl. Seminar, Universitätsbibliothek, Samm⸗
ungen, Steinwarte), Carolinum (Hörsäle), Rathaus,
dulveriurm (Tor; 16. Jahrh. fTafel: Gotik U )
eutsches Landestheater, Zenttalmarkthalle; in der, Neu⸗
tadt die Maria-Schneec-Kirche (14. Jahrh.), böhm.
dationaltheater und Nationalmuseum u. a. Karl⸗
Ferdingudeüniverfitttt (1348 gestiftet, 1882 in deutsche
ind böhmische getrennt, über 4000 Studierende), Akademie
Her Wissenshaften, deutfche und bohm Teqhn. Hochschule,
10 Gymnasien, 1 Realgymnasium, 4 Oberrealschulen, jt
Lehrer⸗ und Lehrerinnenseminare, Staatsgewerbe⸗, Kunst⸗
ewerbes, Kadettenschule, deutsche und 34 Handeltz⸗
ikademie, Malerakademie, Konservatorium. Hauptfi
er Judustric und des Handels in Boͤhmen. H. war Resi⸗
enz der böhm. Könige. Am nahen Weißen Berge 8. Nov.
1620 Sieg der kaiserl. Truppen über Friedrich V. von
»er Pfalz; 30. Mai 1635 Friede zwischen dem Kaiser und
durfachsen; 6. Mai 17537 am Zißtaberge Sieg Friedrichs
. Gr. über Prinz Karl von Lothringen; 1848 slaw.
emotrat. Aufftande und Befchießung Pes;'s. guli 1866
hon den Preußen besetzt; 28. Aug. Friedensschluß zwischen
Breußen und sterreich. — Vgl. Tomek, „Geschichte von
ßz. Etschech, 12 Bde, 1888 1d01; deutsch, Bd.1, 1886);
Neuwirth, „Prag“ (Kunststätten, 1901).
Praga, Vorstadt von Warschau (s. d.).
Prägedruck, s. v. w. Reliefdruck (s. d.).
Pragen, das Berfahren, einem Metalistück (auch Pa⸗
ier, Leder zc.) durch Druck oder Stoß (Stoßwerk) mit⸗