Verfassung der engl. Hochkirche nach den Grundsätzen der
reform. netee organisiert ist; entstand
durch zurückgekehrte Flüchtlinge, die in calvinischen Län—
dern gewesen waren, 1659 als Gegnerin der katholifies
enden Uniformitatsgkte, ais Nouktorformisten und Puri—
taner vielfach verfolgt; seit 1667 als besondere streng
geform. Gemeinschaft sich sammelnd, feit 1572 als pres
yterianisch versehte Kirche konstituiert und schnell ver—
dieitet unter denn von den Sitaris ausgeübten absolu⸗
uisischen Druck wurden dir sWedie Seeie der dirchüchen
und polit. Oppofition und der unter Tromwell flegreichen
agl. Nevolutson feit Karl Il. aufs deue verfolgt wur—
den sie 1380 durhh die Tlerautzete Dihelme U gner⸗
sannt; jegt die herrschende Kirche in Schottland, in Eng⸗
land wenig zahlreich (ca. 300 Gemeinden), in Nordame⸗
dita in viele Abzweigungen (Kongregationalisten, reine
P. c) geteilt. — VBgl. Weingarten, Revolutionskirchen
Inglande · Is68), Vnedee n, Ae
Presbyterium, vpresbyle
Presbyter Johannes, sJohannes (der Presbyter).
Prescot Fabrikstadt in der eugl. Grafsch. Lancaster,
1801) 7880 6 Steinkohl enbergbau.
Prescott, William Hickling, amerik. Geschichtschreiber,
Mal 17 oñ n Salen (Massechafetts) geft 28. Jan,
1859 zu Bosson; schrieb: „History of Ferdipand and
lsabelia⸗⸗ I838; deutsch 1842), History of the con-Iuost
 ot Mexico“ (1848, deutsch 18468), „Fistory otf
——
Biogr. von Ticknor (engl, 1869).
RPrefenniug (Persenning, Arbeits-P.), Laken von
harkem Segeltuch, als Unterlage bei Vornahme schmutziger
Arbeiten auf Deck; Schalt⸗P. zur Uherdeckung der Luken
beim Schalken. Anbetung der Hirten.
Presepio (ital.), Krippe, bildliche Darstellung der
HBreser(eyn Ispr.preschern) oder Presirn, Franz, slowen.
Ihter geb. 3. Deg. Isoo gu Vrba Kaind, heftes, Febr.
8td als Advotah zu srand ne icten Arvss
deutsch Vresirenklange“, 1880)
Presidivs (spandtleine Befestigungen, insbes, die
fünf span. Deportatisnsorte an der Rordküste Marokkos
Ttuta (zur Prov. Cadiz gerechnet), Velez de la Gomera,
Alhucemas, Melilla und die Isslas Chafarinas (Zafarani⸗
insen), ufammen hen bon.
Preslav, Martifieden im dulgac. Kr Sumen, am Bal·
au 1808) 3521 E.. einst Hauptstadt des Bulgar. Reichs
Prespa, fcuchtbare Hochebene im türk.«mazedon. Wi—
ajet Monastir, iut dem Ser von (298 qkm, bis 34 m
iede Hauptorte Resn und perit
Pressant rz eilig, dringend.
Preffaih, Stadt im bayr. Reg.⸗Bez. Oberpfalz, an
er Heidenuab, udoo) 8206.
Preßberustein Ambroid, durch Zusammenpressen
mit 100900 und mehr Atmosphären) kleiner, vorher er—
darmter Bernsteinstuͤcke hergestellte Masse. —
Preßburg, ungar. Poz soun Karte: Osterreichisch⸗
unaarfce ieeh heieddeg ne Kon
tats P.(4216 Ikm, 301685 E.), königl. Freistadt, J. an der
dongu 900) 6s 807 E. Sih einer konigl. Gerichtstafel,
Zondeis Vewerbekammer, Kommando des d. Korps; Dom⸗
irche (182867 erneuert), altes Schloß (seit 1811 Ruine
früher Fesidenz der Könige von ungarnd, Nats, Landhaus,
—— Theater, Reiterdenkmal Maria Theresias
dorg Rnchisiadene Staatsghmnafium, Oberreals
adetlenschulte prot. Lyzeum, kath. Priesterseminar; starke
Industrie ud gtet Kroͤnungsstadt üngarns
2De. is8oß Friede von P. zwischen Osterreich und Frank—⸗
reig.— Geschichte von Ortvay (3 Bde., 1882 f9.).
Pregge, mechan. Vorrichtung zur Ausübung von Druch,
W — —
c B. Tucheh) Aodrüct hervorzubringen (Stempel⸗-rage
 ) Flüssigteiten aus festen Koͤrpern auszutreiben
Wene Ol⸗P.) ‚Echrift und Vild zu vervielfülligen
Buchdruck⸗ Kupfer⸗-, Steindruck-P.; J. Schnellpresse). Es
gibt Schrauben⸗, Keila, HebelngHnehebelKuͤrbel-Datzen·.
 Iust ünd Wahseeher rsch wes
Hydraulische Preffe)
Preffe, von ber Buchdruckerpresse hergenommene Be—
ihnung der Gesamthen ver durch den Druck verbreiteten
Schriften und die darin sich offenbarende geistige Bewe—

15

Pre

uung; im engern Sinne sJ. v. w. Tagesliteratur —
ische P., Zeitungs-P.). Sie war früher durch die ZJentur
s. d.) und andere polizeiliche Präventivmaßregeln (Kun—
essionsnachsuchung, Kautionsstellung, Zeitungsstempel zc.)
ehr beschruͤnkt; dagegen erkennt die neuere Preßgesetzgening
 fast überall, insbes. auch im Deutschen Reich durch
»as Preßgesetz vom 7. Mai 1874, die Preßfreiheit prin⸗
ipiell an und richtet sich nur gegen die mittels der V.
»erübten wirklich strafbaren Handlungen, während durch
iinige polizeiliche Vorschriften (Nennung der bei Her—
tellung und Ausgabe von Druchkschriften beteiligten Wer—
onen, Hinterlegung eines Exemplars jeder Nummer bei
eren Ausgabe, Aufnahme von Berichtigungen ꝛc.) dem
Mißbrauch der Preßfreiheit vorgebeugt werden soll. Die
bertretuugen dieser Vorschriften heißen Preßpolizeiver⸗
Jjehen (eigentliche Preßdelikte), im Gegensatz zu den der
ompetenz der ordentlichen Gerichte unterliegenden Preß—
nergehen. — Vgl. über das deutsche Preßrecht Kloeppel
1894), von Schwarze (4. Aufl. 1803), über das öster⸗
reichische Geller (5. Aufl. 1894), Austerlitz (1902).
Pressen (die Segel) oder prangen, mehr Segel füh—
ten als nach der Windstärke zulässig wäre, um einer Ge⸗
fahr zu entgehen, bes. von Legerwall frei zu kommen.
Pressenfeé (spr. ßangßeh), Edmond Dehoult de, franz.
prot. Theolog, geb. 7. Jan. 1824 Paris, seit 1847
Prediger zu Paris, gest. das. 8. April 1881; schrieb:
„Histoire des trois premiers siécoles de l'église clréienne“
 (6 Bde., neue Ausg. 1887 fg.; deutsch 1862—
7), „Lglise et la révolution franqaise“ (8. Aufl.
1890), „Jésus-Christ“ (gegen Renan, 7,. Aufl. 1884
deutsch 1866), „Les origines“ (1882; deutsch 1887) n. a.
— Val. Roussel (1894). Ahnung.
Pressentiment (ftz., spr. hangtimaͤng), Vorgefühl,
Preßfreiheit, Preßgesetz, s. Presse.
Preßglas, durch Pressen in erhitzten Formen herge—
telite Giasgegenstände, wobei ein in die Form eingeführter
Stempel das Glas an die Wandung der Jorm preßt.
Preßhefe, s. Hese.
Preßßholz, Hotzbriketts, nach Art der Preßkohlen herge⸗
tellte, zum Heizen verwendete Briketts aus zerkleinertem Holz.
Prefsieren (lat.), drängen; Eile haben, keinen Auf—
chub leiden; Pression, Druck, Nötigung.
Preffionsführung, Forcierung, die Führung der
Keschosse bei gezogenen Feuerwaffen vermittelst eines Mantels
F . d) aus weicherm Metall (Mantelgeschoß Abb. 1131)),
n deu die Felder der Züge einschneiden, wodurch das Ge—
choß eine Führung erhält. s[metamorphismus.
Preffonsmetamorphismus, . v. w. Dynamo⸗
Preßkohlen, Kohlenziegel, aus Braunkohlens oder
Steintohlentlein durch Pressung hergestellte Formstücke zum
Zeizgen. Braunkohlenklein wird naß oder trocken verarbeitet;
n etztern Falle heißen die V. auch Darrsteine oder Bri—
eits. Sieinkohleutlein erhält vor dem Pressen einen Zu—
ah von Teerpech als Bindemittel. Die Koopmannschen
Zeinkohlenbrikeits enthalten kohlensauren Kalk, der die
eim Vecbrennen entstehende schweflige Säure bindet. Eier—
riketts werden durch Walzen, welche auf dem Umfange die
jalben Eiformen enthalten, hergestellt. n
Preßkuchen, plattenförmige feste Rückstäude beim
Auspreffen einer Zussigteit aus einem festen Körper, z. B.
bei den Filterprefsen, bei der Olpressung u. a.
Preßler, Max Robert, Forstmann, geb. 17. Jan.
1815 in Dresden, 1840 -88 Prof. an der Forstakademie
zu Tharandt, gest, das. 30. Sept. 1886, schrieb; Ratto⸗
eller Waldivirt“ (1888 — 85), „Forstliches Hilfsbuch“
1860) „Hochwaldideal“ (4. Aufl. 1888) u. a., erfand
zen Wiehtknecht (Instrument für geometr., forstliche rc.
HMessuugen) und den Zuwachsbohrer.
Preßluft, Druckluft, durch Kompressoren verdichtete Luft
ur Bewegung von Preßluftmotoren, Preßluftwerkzeugen,
Zesteinsboͤhrmaschinen, Straßenbahnwagen, zur Preßluft⸗
gründung. (S- auch Komprimierte
Preßluftgründung, pueunmatische Gründung, die
Herstellung eines Fundaments (s. Grundbau) unter Wasser
durch —— eines unten offenen, sonst allseitig ge—
chlossenen (meist eisernen) Kastens (Caisson), in welchen
umdter einem der Wassertiefe entsprechenden Drucke Luft ein—
geblasen wird, so daß der Kasten wasserleer wird und man
n ihm im Trocknen arbeiten kann. — Vgl. Zschokke (1807).
0q2*