riegsschulen, d Kadettenanstalten rc.; wissenschaftliche Be—
—— werden wdatmansar die Akademie der Wisseu⸗
caften zu Berlin, das Geodätifche Institut (Berlin), das
Astrophyfital Obfernnen (bei Potsdam) die Geolog.
dandebaustali Berlin), das Aeronautische Observatorium
Lindenberg bei Beebtowr Kirchenwesen. Alle Is one
aesellschaften antersiehen der sichen Oberaufficht. dit
wang. Landeskirche der ältern Provinzen dem rcen
dat zu Berlin und den diesem untergeordneten General⸗
superintendenten und Konsistorien, die der neuern Provinzen
dem ultusministerium, die kath, Kirche wird geleitet von
¶ Erzbischͤfen (Gnesen Pofen erluß und 6 oagen—
vischöfen Gulda, Limburg, Tulm, Trier, Münster, Pa
horn) unnisttesdat en Papfte stehen die srenichen
Delenatur zu Berlin, der Fürstbischof zu Breblau Farg r
Bischose von Ermland, Hildesheim und Osnabrück. Or—
ensniederlaffuͤngen (1 h00) 1338 it 18 72 Ordensleuten
die Alttathemnen haben einen eigenen Bischof in Bonn
Verfassung und Verwalcung. Peit noch der Bersassune
oom 31. Jan, I880 im Mannsstamme erbliche ienn
nelle Monarchie mit der Krone ist seit dem 18. Jan. 187
die Würde des Deutschen Kaisers verbunden- Der König
besitt die vollziehende Gewalt, bezieht eine Anpodoetn
on W 218 20 und uͤbl die gesetggebende Gewalt mi
dem dandiaß gemeinschaftlich aus; dieser besteht aus Iry
Herrenhaus die großiührigen Prinzen des königl. f8ust
Vertreter des Abese mit erblicher Berechtigung, Inhaber
soher preuf Lendeantt cte besonderm Vertrauen
ohie infolge von vra entation verschiedener —
tionen, Universitäten, Stüdte berufene Mitglieder) un
dem Abgeordnelen haus (4383 indirckt durch Dreiklassenwah
Zuf ahre denhie ettte u —
Verwaltung steht das Staatsministerium Ministerhraͤsiden
und o Ressortminister), ihm beigeordnet die Oberrechnungs⸗
ammer der Oberkirchenrat und der Staatsrat. Sinteiluͤng
für Verivallungswege in 12 Provinzen (Ostpreußen, West⸗
sreußen, vrandenbueg, Pommern, Posen, Schlesien, Sach⸗
en Schleswig⸗ Holftcin Hannover, Westfalen, Zehsen—
Vassau, Rheimand) und die deiden abgesouderten Hezirke
—A und Fürstentümer Hohenzollern, weiterhin
06) In 37 Regierungsbezirke, 672 Kreise und 4 7
mter (Sigmarigenßegohict acihtohoef das Reichs
Iricht in Leipzigaater ihni 14 Oberlandesgerichte (Kö—
Agsberg c Marienwerder, Berliner Kammergericht
Siettin Posen, Zrestne Naumburg a. S. Kiel, Celle
Hamm, Cafsel, Frantfurt a M., Köln, Düͤsseldorf), die
dand. und Amtsgerichte. Finanzen. EStaats haushalt firr
—V Eiunahme und Ausgabe: 2718 281607 4
9. Beilage: Finanzen]; Staatsschuld, durch ein be—
deutendes Vermögen an Domãnen, Forflen Eifenbahnen ec
hedect, Tads Heerwesen s. Beilage: Deutsch⸗
land. Orden s. Beilage: Drden. Das kine Wappen
thält in Eilber ne schwarzen gekrönten Adler mit
—— [Abb. 14834] hat
n itteifchiid desekleine Wahhentt 1 Schilde zai
Linblemen der Propinzen; das große hat 8 Mittelfchilder
Lreußen, Brandenburg, Nürnbergeolern) und 48 Felder
mit den Zeichen der Provinzen und Landesteile. Landes—
arben Schwarz und Weiß. Hauptstadt Berlin.
di Geschichle. Die Grundlage der preuß. Monarchie bildet
e Mark Brandenbuca (s. 5.), die Friedrich J. aus dem
Haufe Hohenzollern (4. d.) 1415 zugleich mit der Kur⸗
würde zů Lehn txhielt er erwarb die uckermart, sein Nach,
solger, Austet Friedrich il Gd 7die Reumart,
dostbuͤs un Lübben; ihm folgte Albrecht Jann 470
o Irhann Cicero (148699) erwarb Crossen und
Züllichau sorie Sommerfeld, kaufte die Hexrschaft Zossen.
Jeachim VGg rüete og de Universitat
Franffuͤrt. Joachim II. (1035 71) führte 1088 die Re⸗
Piatien ein und erward 1537 das Äurecht auf Liegniß,
314 und Wohlau. Johann Georg 187198) zog die
istümer Sraudenönr „Havelberg und, Lebus ein und
vereinigte die — wieder mit den Kurlanden; sein
duf die Erwerbung des Herzogt. v. (s. Deutsche Ritter)
sowie der Jülichschen Lande Fenchtcier Plan ward durch
seinen Sohn, Joadim Friedrich (1688 —1608), weiter ver⸗
folgt und durch desfen Sohn, Johann Sigismund (1608
y größtenteils erreicht; aus der jülichschen Erbschaft
diesem 1614 Cleve, Mark und Ravensberg zu, und

53

Pre

818 vereinigte er das Hzgt. P. mit Brandenburg. Unter
Seorg Wilhelm (1618 —406) litt das Land viel durch den
Dreißigiähr. Krieg. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
1640-88), schuf eine Heeresmaͤcht, erhielt im Westfäl.
Frieden Hinterpommern, die Bistümer Halberstadt, Minden,
Tammin und das Erzstift Magdeburg, beteiligte sich am
Zchwed.⸗Poln. Krieg (1666 60), erlangte 1660 die
Zouveränität im Hzgt. P., siegte über die Schweden bei
zehrbellin (1675), unterdrückte die Opposition der Land⸗
dände und ward der wahre Begründer des preuß. Staates.
Friedrich II. (16881718) erklärte sich als Friedrich J.
1701) zum König von P., förderte die geistige Bildung,
türzte aber den Staat in finanzielle Schwierigkeiten und
ergrößerte P. durch einige kleinere Erwerbungen. Fried⸗
cich Wilhelm J. (1713-40) richtete die Verwaltung muster⸗
haft ein, erwarb 1718 Obergeldern, 1720 Vorpommern
is zur Peene, Stettin, die —— Usedom und Wollin,
interließ einen bedeutenden Schatz und ein schlagfertiges
Zeer. Friedrich II. (1740 -86) erhob P. zur Großmacht;
r gewann durch die Schlesischen Kriege 65 d.) und den
Siebenjährigen Krieg (s. d.) fast ganz Schlesien, 1772 bei
er ersten Teilung Polens fast ganz West-P. und den Netze⸗
istrikt, 1774 Ostfriesland und 1780 einen Teil von Mans—
eld, gründete 1785 den Fürstenbund (s. d.) und förderte
das Wohl des Landes (bei seinem Tode 198 000 qkm
nit 51/0 Mill. E.) durch gerechte und weise Regierung.
Friedrich Wilhelm II. (1786—297) erwarb 1791 die fränt.
Markgrafentümer Ansbach und Bayreuth und durch die
weite und dritte Teilung Polens Südpreußen, Neuostreußen
 und Neuschlesien, dagegen schwuͤchte er P. durch
eine haltlose Politik Osterreich gegenüber und in den franz.
Revolutionskriegen und erschöpfte den Staatsschatz. Fried—
ich Wilhelms III. (1797- 1840) schwächliche Reutralität
infangs in den Napoleonischen Kriegen führte zur tiefsten
xᷣrniedrigung, und durch die Schlachten bei Jena und
luerstädt (1406) erfolgte die Zertrümmerung des Staates;
r verlor 1807 im Frieden von Tilsit die Hälfte seiner
rzänder, die er jedoch nach der glorreichen Erhebung P.s
ind seiner tatkräftigen Teilnahme am Russisch-Deutsch-Französischen
 Kriege (s. d.) 1815 durch den Wiener Kous
reß großenteils zurückerhielt, dazu halb Sachsen und an—
ere Gebiete. Er organisierte darauf die Verwaltung,
oͤrderte Handel und Gewerbe, bes. auch das Unterrichtsvesen.
 Kriedrich Wilhelm IV. (184061) gab, durch die
kreignisse von 1848 gedrängt, eine Verfassung, wies die
hm vom Frankfurter Parlament angetragene deutsche
daiserkrone zurück, suchte erst die Bundesangelegenheiten
yurch Stiftung des Dreikönigsbünduisses (s. d) zu ordnen,
mterwarf sich aber Osterreich durch die Olmützer Kon⸗
ention (28. Nov. 1850). 1857 ging Neuenburg für P
Herloren, doch erwarb es Hohenzollern und das Jadegebiet.
Wegen dauernder Krankheit des Königs erhielt sein
Bruder, Prinz Wilhelm, 28. Olt. 1857 die Regentschaft,
die er 7. Olt. 1858 definitiv antrat. Dieser entließ das
eaktionäre Ministerium Manteuffel, berief ein liberales
Miniflerium (Vtinisterium der neuen Kra) unter dem
Fürsten Karl ÜÄnton von Hohenzollern⸗Sigmaringen und
iahm vor allem die Reorganisierung des Militäͤrwesens
duürch Roon, 18658 Kriegsminister) in Angriff, geriet aber
harüber bald mit dem Abgeordnetenhause in Konflikt. Nach
Friedrich Wilhelms 19. Tode (2. Jan. 1861) als Wil⸗
selm I. König, 18. Olt. zu Königsberg gelrönt, berief er
ur Durchführung der Heeresorganisation Okt. 1862 Bis—
narck an die Spitze eines konservativen Ministeriums. Der
Streit über die Budgetfrage, insbes. die Wiederherstellung
)es durch das Abgeordnetenhaus verworfenen Regierungs—
tats, schärften den Konflikt gufs äußerste und führten
27. Mai 1863 den Schluß der Session herbei. Doch wur⸗
)en die innern Fragen durch die schlesw.eholstein. Ange⸗
egenheiten einstweilen zurückgedrängt. P. führte 1864
nit Ofierreich die Okkupation des Festlandes von Daune—
nark durch (s. Deutsch-Dänischer Krieg von 1864) und
eranlaßte den Frieden zu Wien (30. Okt. 1864). Da
ich aber die beiden deutschen Großmuchte über das Schick⸗
al Schleswig⸗Holsteins nicht verständigen konnten, brach
866 der Deutsche Krieg aus (s. Deutscher Krieg von 1866),
»urch den P. infolge der Annexion von Hannover, Kur⸗
zessen, Nassau, Frankfurt a. M. und Schleswig-Holstein
ersi einen geographisch wohlabgerundeten Staat d und