Profan (lat.), uneingewei t, unheilig, weltlich. Protaan
 * nicht ene Baukunst; Profauautoren
Profanstriventen die griech und xöm. Schriftsteller vr
segensat iu den bihrschehndenien —
die wellihe, im Gegensatz zur Kirchengeschichte; pe
nieren, entweihen; ausplaudern; Profanation, Entweihung
ẽntheili gung. J —F
Profeß Cat), Ordensgelübde der Monche e
nen Grofeschweslern) Profesfen ecne er,
das Gelübde abgelegt (P. getam) hahen; im Je —
die in Profeßtzaͤusern wohnenden Priester, die alle
Belübde abgelegt haben. ande
Profesfi on vwerufsgeschäft, Gewerbe, H g
wv professionell, re gewerbsmäßig; Prof
ionijt, andwerker, Gewerbtreibender.
Aehen Cat.), die vom Staat angestellten Lehrer an
Unversitatu. eingeteilt in ord. P. (Professdres )
die ein mit bestimmten Rechten (Rektorwahl ac.) ausge—
statteles Kollegium bilden und außervrd. P. ——
— — welche hierzu ernannt werden, —
sie eine Zeitlang ald Privatdoenten (f. d.) tatig —
den außerord P. gehören auch dic Honorarvrofessoren (. d.
Auch Zitel für ältere Lehrer an höhern Bildungsanstalten ꝛc
Vrofesst, dehren eines P. Lehrstuhl, Lehrtanzel. ichte
Profil Irz.), Seitenanficht des menschlichen Gesic —
oder Körperd; in der Architektur und im en
den die Darstellung des fentrechten Darchschmtts g
dorpers, de Querschnitt. — Ein geogr. P. J. auf Zoae
dgis gea puie eher Ge basee audhietche
3 —A— Formationen.
rofileisen, sWoereisen
Krofit — Vorteil; profitieren, Tutter
aben; profisadet, gewinnbtingend. Eqein
—— en Form wegen, zum
Profoß Gom a præpositus), im Mittelalter wp
—* mit Hauptmanusrang, det unter dem General—
P. die Regmentsplie handhabte; jetzt in einzelnen gepr
der die Aufficht über die ettsaen suhtende unter⸗
offizier. Hauptwort Profundität.
Profünd (lat.) tief; tiefsinnig, gründlich; davon das
Profus (lat.), üͤbermäßig, zu stark verschwen—
da Profusisn, überfiuß“ Ver—
hwendung
qHrogenttur (at.), Nachkommen—
Proglottiden, die Glieder der
Bandwrme (s. d.).
Prognathe(ge) heißt im Gegen⸗
san zu Orthognaiheq) diejenige
dorn der Zahnstellung, bei der die
Sqneidezahne schräg gegeneinander nag
außen Mctiat sind —R 1438]. (S.
auch enschenrassen.)
Brognofe (grch.), Vorerkenntnis, Vorhersage, bes. de—
Verlaufo aiunet Krankheit, der Witterung(s. Wetterprognose)
Vrognoftit dir Kunst, eine richtige 9 zu stellen.
—B ————— gpisen
ae jemand das ü. stelen, hn' fein Schicksa
vo herfagen; pPrognostizieren, vorherfagen.
Prograͤmm (grchi), öffentlicher Änschlag; bei Kon⸗
aten, dessliieten Berzeichnis der Darbietungen, Fest⸗
orduung; Einladungsfschrift zu einer Schulfeierlichkeit; ge⸗
Dele Ecusachr Datlegung der polit. Grundfatze einer
Partei i en Minster ums ꝛc.
a Programmunt Instrumentalwerke, mit denen der
unponist gang besimmte Ereignisse, Vorsiellungen ec. mu⸗
ausg ee will; hervorragende Werke dieser Gattung
die Sinfonien von Berlioz und sinfonischen Dichtungen
von Liszt. Richard Strauß u a.
Progreso 1) Stadt im merik. Staate Yucatän,
Hafen ur Merida, (1900) 3128 E.; Aen von Agave⸗
fasern. A.Et P. gaupisiadt der Bai⸗Inseln (s. d.)
Progreß Uat.), Foͤrtschriti, Progressidn, Fortschrei⸗
ug Stufensoige daese Forischriltsmann; pro
gressiv, fortschreitend, zunehmend.
Progresffivn in der Mathematik eine Reihe, bei der
dutinude folgede Grhethtethe Dcnehe zu
deihe entweder dieselbe Differenz (arithmet. P.) oder den
elbeu Quyotienten (geometr. P.) haben.

159

Pro

Progressivdrall, bei Feuerwaffen der nach der Mün—
)ung zu sich stärker windende Drall (s. d. und e in Abb. 1385
bei Parallelzüge). Die Kurve, nach der die Züge hierbei
sonstruiert werden, ist in der Regel eine Varabel, daher
arabolische Züge.
Progressive Paralyse der Irren (Dementia paralyties),
 fälschlich Gehirnerweichung genannt, mit Laͤh—
nungserscheinungen einhergehende, allmählich zunchmende
Berblödung, eine der häufigsten Geisteskraukheiten, führt
n zwei bis drei Jahren zum Tode.
Progresfivsteuer, Steuer, die mit dem steigenden
sinkommen nicht im gleichen Verhältnis, sonderu noch
arüber hinaus steigt.
Progymnafium, Vorschule eines Gymnasiums, in
Sachsen mit Realschulen verbunden; in Preußen, Baden
und Elsaß-Lothringen ein Gymnasium ohne Primaklasse.
Prohibieren (lat.), verhindern, verbieten; Prohibi⸗
tiön, Verhinderung, Verbot; prohibitiv, prohibitörisch,
hindernd, verbietend; Prohibitorium, Verbot; Prohibitivfystem,
 volkswirtschaftliches System, das zur Förderung
der inländischen Industrie die Einfuhr gewisser Waren
hurch Verbote oder sehr hohe Zölle (Prohibitivzölle) un—
nöglich macht; Prohibitionist, Anhänger dieses Schutz-—
ollfystems; in der nordamerik. Union Bezeichnung eiuner
bartei, die die gesamte Bierz-, Wein- und Branntwein—
rzeugung unterdrücken will.
Pröhle, Heinx., Schriftsteller, geb. 4. Juni 1822 zu Sa—
nelle, 1868 —90 Oberlehrer am Luĩsenstädtischen Realgym—
rasium zu Berlin, gest. 28. Mai 1885 in Steglitz: schrieb:
Harzbilder“ (1837), „Aus dem Harze“ (2. Aufl. 1857).
„Harzsagen“ (2. Aufl. 1886), „Deutsche Sagen“ (2. Aufl.
878), „Friedrich d. Gr. und die dentsche Literatur“ (2. Aufl.
18789, „Lessiug. Wieland, Heinse“ (1877) u. a.
Prohner Wier, Ostseebucht zwischen der pommer⸗
hen Küste und Rügen. [werfen, Pläne machen.
Projékt (lat.), Plan, Vorhaben; projettieren, ent⸗
Prosektil (neulat.), Geschoß.
Projektion (lat.), in der Geometrie das Abbild A! B
Adb. 1439] einer Strecke AB auf einer Geraden O X, beinmt
 durhh die von M4 und B,auf OX gefällten Lote.
die Projektionslehre im weitern Sinne *
(destriptive oder darstellende Geome⸗ *
trie) lehrt die Darstelluug von Raum⸗ —
gebilden auf d e ope die 4 E
Bildpunkte die nittpunkte der von AI
un de ausgehenden 439. Projeltion.
Geraden (Projeltionsstrahlen) mit der Projektionsebene sind.
Veim lechnischen Zeichnen wählt man parallele Projektions⸗
strahlen, die meist auf der Projeltionsebene stehen
sog orthogonale Paralle P.). Das künstlerische Zeichnen
denugt die dem Sehprozeß entsprechende ZeutraleP., bei
wvelcher alle Projektionsstrahlen durch einen Punkt —
(S. Perspeltive et 1360).) Uber Karten · P. s. Karto⸗
graphie nebst Tafel: Kartosgraphie 1.14,
Prosektionsapparat, optischer Apparat, der dazu
ient, kleinere Bilder bedeutend vergrößert auf einer Wand
der einem Schirm dpen nan und sie so einem großen
Zuschauerkreise zugleich sichtbar zu machen. Der älteste P.
———— d. nebst Abb. 1022). Einen
nodernen P. zeigt Tafel: Optik I, 8.
Projektive Geometrie, s. Geometrie.
Prosertor Cat.) Licht⸗, Scheinwerfer.
Projizieren (lat.), entwerfen, eine Projcktion (s. d.)
ertigen; mit dem Projektionsapparat (s. d.) vorführen.
Prokesch⸗Osten, Anton Graf von, österr. Diplomat
ind Schriftsteller, geb. 10. Dez. 1795 zu Graz, bereiste
hriechenland, Asien und Agypten, 184982 Gesandter
Beclin, 1863 —65 Bundes-Präsidialgesandter, 188671
aiferl. Internuntius zu Konstantinopel, gest. 26. Okt. 1876
zu Wien; schrieb: „Exiunerungen aus Aapupten und Klein—
fien“ (182881) „Geschichte des Abfalls der A
1867), „Kleine Schriften“ (7 Bde., 1842 -44). — Sein
Sohn Unton, Graf von P., geb. 18. Febr. 1837, mit Friede—
cite Goßmann (s. d.) vermählt, gab den literar. Rachlaß
eines Vaters heraus, verfaßte Nilfahrt“ (1874) u. a
Proklamation (lat.) Verkundigung, öffentliche Be—
kanntmachung, Aufgebot Verlobter; Protlamãtor, Aus—
rufer bei Versteigerungen; proklamieren, ausrufen, öffent⸗
ich bekannt machen, bes. Verlobte aufbieten.