Er ugl. Regenten; Lord Protector, Titel Cromwells
Protekior Rheinbundes hieß Napoleon J.; Protet
torat. Stellung, Wuͤrde eines vratellors, Schutherrschaft
nroterto ratslan der Ih erseeise Gedieie nit sagn
icher Organisatien, ber pe ein europ. Staat di⸗
Scuhherrshaft audübt BVnnem und Tunis
Proterandrie rsoh bei hermaphroditischen ec
die Erscheinung, daß sie erst männlich, dann weiblich
sattungäfähig werden Das Amgekehrte Verhalten heiß
droteroghnie. über W. ve ae Dichogam e
—R lat. . Widerspruch, Verwahrung, Rechtsvoꝛ⸗
behalt nn Wechselrecht notarielle, Urkunde üͤber verweid
 Honoricrung eines vorschriftsmäßig ee
echsels und den Rechtsvorbehalt des
Brole sterhebungh im Seerecht (See⸗P.) die urkund .
dessellung des Bhitiheehe ededicengn Sa
—
rotestanten (aat), s. Protestantismus. 33
detanten re rgtee religiöser Verein in
Deutshland gestiftet 1868 von prot. Theologen und waien
behufs Erneuerung des kirchlichen Lebens im Einklang
der fortgeschrittenen Kultutentwiclung der neuern Beit
zur Wiedergewinnung der der Kirche Entfremdeten; n
tretend fuͤr Anabhängigkeit der Kirche vom Staat
— Entwicklung der Theologie Sitz des Vorstandes
seit 1807 in Hamburg; Generalversammlungen: Pro
tantentage. Vigen ut ehe Protestankenvereins⸗
dorrespondenz“. Mit dem P. verbunden sind der Nieder⸗
landische horolestantenbind ind der eee veren
für freies Christentum. 4
Protestantischebischöfliche Kirche Nordameri
tas, die see ide organisierte lirchliche Gemeinschaft der
Mitglieder der anglikan. Kirche in Nordamerika (69 Bi—
öfe, d. Miu. Mitglieder); ihre Synode: Gencralkon
dention eifrig in der Mission. 18783 trennte sich eint
retere Richtung ab als resormiert ⸗bischöfliche Kirche.
Protesantische Freunde, s. Freie Gemeinden.
h yvtestantische antene die oe u Auhansen ge⸗
chlossene Vereinigung, der prot, Fuͤrsten loͤste sich 16021
ud .Bl ditter Vde ge, det Ged
Protestantis ins Gesamtbezeichnung für die aus
ér Reformationsf d.) des 16. Jahrh. hervorgegangenen
dirhengemeinsasten im Unterfchiede sowohl von der
om.ath. ais det griech.szorient. Kirche. Die Bekenner
des P heißen Protestanten. Seinen geschichtlichen Ur—
sprung har dieser Name von der feierlichen Vrotestation,
die de ange Staige auf dem Roesten Reichsstage zu
Epeyer 18. Aprit 1339 gegen den alle kirchlichen Refoörmen
derbietenden Beschluß der Mehrheit eingereicht hatten —
dal SEhertet Das Wesen des P.“ (2. Aufl. 1862);
— —— 301 5.
BPBrotestation (lat.) feierlicher Widerspruch gegen
was; Protestieren. Einrede tun, formlich widerfprechen
einen Wechfet protestieren, Protest (s. erheben.
Brotens, weissagender Meergreis auf Pharos, der fich
gle Gestalten demneln konnte; daher s. v. w. veränder⸗
roteus. Amphibienart, s. Oim. llicher Mensch—
Protebangeuee (grch ersftes Evangelium“, die in
Mos. g angenommene erste Weissagung vom Messias
ʒ Vrothauiune (grch.), Vorkeim, s. Farne und Tafel
tanft I 27 und 31.
Prothefe (grch.), Wiederersatz verstümmelter oder ver—
oren gegangenct Körperteile (j. Glied).
d Protisten (Irch.), die niedrigsten Organismen, bei
en die unterscheitenden Chaatete der Pflanzen, und
gre noch nicht völlig ausgebildet sind, bestehen meist nur
us einer delle dud bermehren sich Zurtz ungemiechuche
dortpflamzug Flagellaten, Volvozinen, Gregaͤrinen ꝛc. —
rειιιεον .Blutregen. Val. Haeckel (1878).
d Protvgen ( grch. erstgeborene“) haßen Gesteine,
en vorwaltende Bestandtele nut der Entstehung des
esteing zur Ausbildung gelangt sind, im Gegensatz zu
—F deuterogenen derch Bestandteile aus Zerstörung älierer
feine hervorgegangen fud
vi Prototatechasate Diorybenzoesäure, entsteht aus
dien Harzen durch Schmelzen mit Kali, in heißem Wasser
ösliche Kristallnadein, gibt beim Erhitzen Brenzkatechin.
si Brotoken (arch.; frz. proces verbai), die urtund—
iche Feststellung einer Verhandlung oder Erklärung von

163

Pro

Parteien, der Aussage befragter Personen, der Beschlüsse
ines Kollegiums 2c. Protokollant, einer der ein P. führt
oder aufnimmt; protokollarisch, im P. befindlich, durch P.
estgestellt; prototollieren, ein P. aufnehmen.
Protomartyr (grch., „der erste Mürtyrer“), s. Ste⸗
Protonema (grch.), s. Moose. sphanus.
Protonotarlus (grch.⸗lat.), Obergeheimschreiber;
Postolische Protonotarten, beim päpstl. Stuͤhl die 7 ein
dollegium (Protonotariat) bildenden hohen Geistlichen zur
Protoko Uführung in den Konsistorien und Abfassung der
äpstl. Urkunden; auch bloßer Ehrentitel ohne Amt.
Proton Pseudos (grch., „erste Tüuschuͤng“), Grund⸗
ehler, Grundirrtum.
Protopithsous, fossile Affengattung von bedeutender
Bröße, deren Reste in Höhlen Brasiliens gefunden wurden.
Protoplasma (grch.), Zytoplasma, Sarkode, weiche,
iweißähnliche Substanz, aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff,
 Wasserstoff und V eede die Grundsub⸗
stanz der tierischen Tafel: Entwi uagaaigicee J,
P] und pflanzlichen Tafel: Botanik II, 1ph) Zellen.
Protopope (grch.) heißen die Erzpriester in der russ.
ie höhern Priester in der griech. Kirche.
Protorganismen, die Protisten (s. d.).
Prototnyp (grch.), Urbild, Musterbild.
Protozoen, Urtiere (Protozöa), Kreis des Tierreichs,
imfassend die niedrigsten, nur aus einer einzigen ein⸗ oder
ielkernigen Zelle — meist mikrostopisch kleinen
Tiere, die sich ungeschlechtlich, durch Teilung, Knospung,
Zporenbildung oder Konjugation fortpflanzen. Leben in
Wasser oder feuchter Umgebung. Klassen: Infusorien,
Beißeltierchen, Sporentierchen, Sarkodetierchen.
Protracheãten, Urtracheaten, Tiere, die in ihret
Organisation ein Gemisch von Eigenschaften der Ringel⸗—
würmer einer⸗ und der Tausendfüßer andererseits zeigen.
hiesen aber doch durch den Besitz von Tracheen naͤher
tehen: die Klauenträger (s. d.).
Protraktion (laat.), Verzögerung.
Protuberäuz (lat.), Hervorragung; ringförmige
rankhafte Erhöhung, Geschwulst, Beule; bei Sonnen—
insternissen die am schwarzen Mondrand wahrnehmbaren
oten Hervorragungen der Sonne [Tafel: Astron omie
II, 2p)], sie gelten als veränderliche, mit ungeheuerer
Schnelligkeit sich bewegende Gase. —
Prothpisch (grch.), vorgebildet, vorbildlich.
Protze, der zweiräderige Vorderwagen der Geschütze,
henutzt zur Mitführung von Munition—
Proudhon (spr. prudong), Pierre Jos., franz. Sozia⸗
ist, eigentlicher Begründer der Theorie des Anarchismus,
Jeb. 15. Juli 1809 zu Besancon, gest. 19. Jan. 1868 in
passy; stellte in seiner Abhandlung „Qu'est-ce que ls
ropriétéꝰ“ (1840) unter anderm den Satz auf: „Eigen⸗
Um ist Diebstahl“; Hauptwerk: „Système des dontra-Uctions
 6conomiques“ (1846). — Diehl (3 Tle.,
888 96), Desjardines (2Bde. 1887), Mülberger (1898)
Prousi (spr. pru), Antoine, franz. Politiker und Kunst⸗
chriftsteller, geb. 16. März 1832 zu Niort, Journalist,
Rov. 1881 bis 26. Jan. 1882 Minister der Schönen Künste
sest. in der Racht zum 22. März 1805 in Paris durch
Selbstmord; schrieb: „La justico révolutionnairo à Niort“
2. Aufl. 1874), „Da démocratie en Allemagne“ (1872),
Ie prinoe de Bismarox“ (1876) u. a.
Prousft (spr. pru) Joseph Louis, franz. Chemiker, geb.
26. Sept. 1754 in Ängers, gest. das. 5. Juli 1826; wies
die konstanten Zusammensetzungsverhältnisse der chem. Ver⸗
hindungen und ihre sprungweise Anderung nach
Provadia (türk. Pravadi), Stadt im bulgar. Kr.
Varna, am Flusse P., 808) 40958 E.
Provence (spr.wängß), frühere Provinz im südöstl.
Frankreich, 22000 qkxm, bildet jetzt die Dep. Basses-Alpes,
har und Bouches-du-Rhöne, von Ausläufern der Alpen
urchzogen und von Nhoͤne, Durance und Var durchströmt,
m N. wenig ergiebig, im S. bei mildem Klima üußersi
ruchtbar. Bie Einwohner, Provenzälen, unterscheiden sich
—
and Literatur). — Die P. war seit 122 v. Chr. röm. Pro—
inz (Provincia Gallia) im Transalpinischen Gallien, dam
im 470 4. Ehr. an das Westgot. 510 an das Ostgot., 886
in das Fränk. 879 an das Neuburgund. Reich, fiel 1246
in Karl von Anjou, 1481 an die franz. Krone. — Bgl.