Pro
Ardouin-Dumazet (franz., 1888); Geschichte von Castanier
lalte Geschichte; franz, 2 Bde., 1883-66), Poupardin
'unter den Karolingern; franz., 1801), Oddo (franz., 1902).
Provence⸗Alpen, Gruppe der franz. Kalkalpen (West⸗
alpen), von der Meeresküste im SO. bis zur Durance im
RW., zerfallen in die Castellanegruppe im S. (Mon⸗
agne de Cordreil 2117 m) und die Sassegruppe im M.
Provenceröl, s. Olivenöl. [(Blayun 2131 w).
Provenienz (neulat.), Herkunft; aus fremden Län⸗
dern eingeführtes Erzeugnis, von dort kommender Gegen—
stand (Schiffe 2c.); provenieren, herlommen, hervorgehen.
Provenzalifche Sprache und Literatur. Das
Provenzalische (angue d'oe, im Gegensatz zur Langue
d'oil; auch limousinische, roman. Sprache) umfaßt Süd—
frankreich; die Grenze gegen das Französische liegt an der
Mündung der Gironde und durchzieht die Dep. Gironde,
Dordogne, Obervienne, Creuse, Allier, Loire, Rhone, Isere
his Savoyen. Es ist die literarisch am frühesten ausge⸗
zildete roman. Sprache; älteste Sprachdenkmäler aus dem
10. Jahrh.; Blütezeit ihrer Literatur vom Ende des 11.
bis zu dem des 13. Jahrh. (s. Troubadours). Danach
durch das Nordfranzösische zum Volksdialekt (Patois
herabgedrückt, ist sie jetzt wieder zu literar. Ansehen gelangt.
GBrammatik von Diez („Grammatik der roman. Sprachen“,
5. Aufl. 1889), Suchier (2. Aufl. 1905), Meyer-Lübke (1890)
Darstellungen der Literatut von Fauriel (franz., 1846)
Böhmer (1870), Bartsch (1872; „Ohrestomathieè“, 6. Aufl
1903), Körting Ge Restori (ital. 1891).
Proverbes (frz., spr. prowerb, „Sprichwoͤrter“), kleine
ranz. Komödien, in denen ein Sprichwort dramatisch be—
hzandelt wird (aus neuer Zeit von Leclerq, de Musset und
Feuillet). — Vgl. Lemesle (franz., 1838), Werner (1887).
Proviant (ital.), Mundvorrat, bes. für Truppen, um⸗
faßt alle zur Unterhaltung der Heere erforderlichen Nah—
rungsmittel; Beschaffung des P. Gerproviantierung) von
der Intendantur durch Proviantäümter geleitet, im Kriege
den Truppen durch die zum Train gebörigen Broviaut⸗
lolonnen nachgeführt.
Providence (spr. proͤwwidenß), abwechselnd mit New⸗
—D ———
an der Narragansettbai und am Providence River, (1903)
iss 742 E., Universität, Franklin-Lyzeum, Athenäum.
Providenceinfeln (spr. prowwidenß), westl. Gruppt
des Marfhallarchipels, 1qkmn, fast unbewohnt.
Providentis, Providenz (lat.), Vorsicht en
broridentlas memor, der Vorsehung eingedent, Wahlspruch
der sächf. Krone; providentietl. von der göttlichen Vor⸗
sehung verfügt.
Provius (spr. wäng), Stadt im franz. Dep. Seine⸗et⸗
Marne, an der Voulzie, (1901) 8794 ßE.
Provinz (lat. provindia), nach dem altröm. Staatscecht
 Wirkungskreis cines Magistrats, dann geographisch
ein der röm. Herrschaft unterworfenes, von einem Statt⸗
halter (Prokonsul, Proprätor) verwaltetes Land; jetzt ein
n sich abgeschlossener Teil eines Staatsganzen; dann das
dand im “Gegenfah zur Hauptstadt; auch das erzbischöfl.
Bebiet Kirchen⸗P.).
Provinzial clat.), provinziell, die Provinz betreffend,
andfschaftlich. Der Pl., der Ordensvorgesetzte der Klöster
iner Provinz, der bei dem Provinzialkapitel den Vorsitz
ührt; Provitizialät. dessen Amt.
Probinzialausschuß, s. Provinzialordnung.
Provinzialismus (neulat.), ein nur in einer be⸗
timmten Siadt oder Provinz gebräuchlicher Ausdruck.
Provinzialordnung, Gesetz über die Organisation
einer Provinz; in Preußen das Gesetz vom 20. Juni 1876
nit Nopelle vom 22. Närz 1881, wonach jede der alt—
preuß. Propinzen; Osi- und Westpreußen, Brandenburg
ohne Berlin), Pommern, Schlesien und Sachsen, zur
Selbstverwaltung ihrer Augelegenheiten einen Provinzial ⸗
andtag (mit ständigem Provinzialausschuf) bildet. Die—
er, vom König alle zwei Jahre einberusen, wählt den
Landesdirektor und die andern Beamten der Provinzialverwaltung,
 verteilt die Provinzialabgaben, untersteht
dem Bezirksausschuß, gegen dessen Beschlüsse an den Pro—
»inzialrat Berufung eingelegt wird. — Bgl. Brauchitsch
4 Bde., 14. Aufl. 1806; Ergünzungsband, 2. Aufl. 1887).
Provbinzialfynode, in der kath. Kirche s. v. w. Me⸗
ropolitansynode, Provinzialkonzil (s. Konzil); in der

—4

5 3 l⸗
vang. Kirche Preußens das zwischen Kreis- und Geners
o . — ——— stehende kirchliche ——
ür eine Provinz; zusammengesetzt aus den von den
moden der Provinz gewählten Abgeordneten einigen
Andesherrn ernannten Mitgliedern und ——
heol. Fakultäten; tritt alle drei Jahre zusammen, p c
e Borlagen für die Generalshnode vor und wäh e
Abgeordneten derselben sowie den Zrovingiatspnaraze
land, in Kollegium, das die Beschlüsse der P. ien ge
at und vom Konfistorium zuzuziehen ist bei dogman r
Anklagen gegen Geistliche, Ernennungen von
Provinzien, J. Provinzial. penic bg
Provision (al.), Vorrat, bes. Mundvorrat, Ret
ung mit Lebendmilteln, im kath. Kirchenrecht da 5*
er Verleihung eines geistl. Amtes; im Handel enne
ür Besorgung eines is (Maklerlohn), gewo *8*
nach Prozenten vom erzielten Absatz berechnet ———
risenderd, des. wichug im Kommissionsgeschäft —*
nission genannt). ue
Provisor (lat.), Verwalter; erster Gehilfe en
Proviso risch Uat.), vorläufig, bis zur endgü —8
segelung geltend. Provisorium, delaufiger Rechtszustand,
e Einrichtung. zrisch⸗
Provoration (ot), Herausforderung; provokatsr
erausfordernd, zu Kundgebungen anreizend. tirch⸗
Vrovost (engl., „Voͤrgesebter“), Titel döheren *
icher Würdentrager, Vorsteher von Colleges: in
and Magistratsvorsteher. eizen.
Provozieren (lal.), herausfordern, zu etwas anr
rroπαιι_N_ονRs lital), fruher Titel ber Verwae
orsiünde im venet, Gebiei, auch der Kriegszamant
ebt e agu auaid Titel des al. Provinziaggenuran
Prorenie (grh), Staatsgastfreundschaft, Rech v
. der Gesaudien. Proxenos, der Elaaisgastfre
roz., Abkürzung für Prozent. Bro ⸗
prozedieren siat.), vorgehen, zu Werke gehen;
edür, auch das Prozedere, een Rechtsgang.
Prozelten, bayr. Stadt, s. Stadtprozelten. , in
Prozent Pom lat. pro eento, fur Hunder de
Osterreich Perzent; frz. pPour cent, engl. por ———
n Zahlen ausgedrückte Verhältnis zu 100 Linheiten 2
ach angewendet bei — und Abzügen, den
mmuugen, statist, Angaben, aufmännischen Berechnu v
ind im Zinsfuß; Zeichen dafür 0. Die —
ilder einen wesentlichen Teun der Handelsarithmetil. zn
Prozéeß (lat.), Vorgang, Verlauf, —— —
Rechtswesen der Rechtsgang, das gerichtliche Vecahren
Rehlsftreit), durch das der stagtliche Rechtsschutz chr i
vietlicht auch die gesetuchen Regein darüber und *
wissenschaftiiche Darselung (. Strafprozeß, Zivilprozehd
in der Chemie, s. Chemische Prozesse. che
Prozeßeinrede, die Geltendmachung einer Dine
velche sih gegen die formellen Worausfebungen des, 35
ses richtet . S die Cinrede der Unzustndigkeit 47
Herichis der Unzulässigkeit des Rechtswegs, der mang
)en Prozeßfähigkeit u. a. Ae⸗z4. selb⸗
Prozeßfahigkeit, im Zivilprozeß die get
rändig vor Gencht als Voarten zu handein, selbsi —*
essuale Handlungen mit Wirksamkeit vorzunehmen. —*—
her Deuischen Zivilprozeßordnung hat P. eine —7
Berson soweit, dis sie fih durch Verttage verpflichten da
Prozessieren, einen Prozeß (s. d.) führen. der
Prozeffion diai), festisder Aufzug, insbes. F
niahe irche felerlicher Kufzug vaid gottesdienstli
Feier (Kreuz⸗, Bets, Bittigang).
Prozessionsspinner Gone
ampa), Gattung der
Spinner, ohne Ruͤssel,
Fühler bei Männchen
ind Weibchen ge—
ümmt; Raupen (Pro⸗
essionsraupen) schlank, fein
eert Fadn geordneten
ügen auf Nahrung aus, ge⸗ ions⸗
Intter wegen hter leiht 141. R
ibbrechenden, in der mensch⸗
ichen Haut — hervorrufenden Haare. Eichen-.
 procegionea T. IAbb. 1441 2)), Vorderflügel grau b
dunilen Querlimen, Hinterflugel weißlich mit graue