Psa
den Tempelsängern gesungenen Lieder des jüd. Volks.
Von den 150 P. werden die Mehrzahl David und seinen
Musikmeistern Asaph, Heman, Ethan andere Moses (P. 90)
und Salomo (P. 72 u. 127) zugeschrieben, sie stammen
aber aus nachcrilischer Zeit; die gegenwärtige Sammlung
von den Juden in fünf Bücher geteilt) ist aͤllmählich ent⸗
danden uud erst nach der Makkabäerzeit abgeschlossen. —
Bgl. Baethgen, „Die P. ühersetzt und erklärt“ (2. Aufl.
897), Duhm (1800). — Psalmist, Psalmendichter, insbes.
David. Psalmodie, Psalmenmelodie oder -gesang
Pjfalter Gsalterion, grih)., uraltes harfenähnliches
Saiteninstrument [Tafel: Musit J, 13); dann Bezeich—
iung für die Psalmensammlung.
Pfalter, s. v. w. Blättermagen (s. d.).
Bmsalterium Mariae, s. Ave Maria.
Pfammẽtich, drei ägypt. Könige der 26. Manetho—
uischen Dyngstie. — P. J. 663—610, befreite Aghpten von
der assyr. Oberhoheit; unter P. III. (Pfammenit) eroberten
325 die Perser das Land.
Psammit (grch.), s. v. w. Sandstein.
Psammoöomt (grch.), s. Sandgeschwulst.
Psammophiden (Psammopuidae), s. Sandschlangen
Psara, Insel, s. Ipsara.
Ssaronãius Cordaq, vertieselte Stämme von Baumfarnen
nit bandförmigen Gefäßbündeln (darum Madensteine);
neist im, Rotliegenden. [Eleganz.
Pschütt, im Pariser Jargon der Inbegriff der hoͤnsten
Psellos, Michgel, hyzant. Staatsmann und Philosoph,
jeb. um 1018, seit Konstantin Monomachos (104255) eine
er einflußreichsten Persönlichkeiten am Hofe, gest. 1079.
Psephisma (grch.), Volksbeschluß.
Pfeudarthrosis (grch.), falsches Gelenk (s. Gelenkh).
Pseudepigraphen (greh.), Schriften unter falschem
Namen; im hirchlichen Sprachgebrauch diejenigen spät—
tüd. Bücher, die unter dem Namen berühmter alttesta—
nentlicher Personen in Umlauf gesetzt waren, z. B. das
Henochbuch, die Assumptlo Mosis, Ascdensto Jesalae,
das vierte Buch Esra, verschieden von den alttestament—
lichen Apokryphen; Sammlungen von Fritzsche (1871),
stautzsch (1900 fg.). Hingegen heißen die P. des N.
neutestamentliche —2855— (j. d.).
Pfeudoclementinische Schriften, die unecchten
sn des Clemens Romanus (s. d.).
seudodorie Feyꝑ falsche Lehre, Irrlehre.
Pfeudoerysipel (grchy), falsche Rose (Phlegmone
uiffusa), heftige Entzundung des Unterhautzellgewebes,
um Teil der wahren Rose ähnlich, führt zu ausgebreiteter
Literbildung und brandigem, Zerfall des Gewebes.
seeer Dekretalen, eine Sammlung
zum größten Teil unechter päpstl. Verordnungen, ent⸗
tanden um 850 in der Rheimser Kirchenprovinz durch
Isidorus Mercator (Peccator); sie übertragen die Machtansprüche
 des Papsttums auf die ältesten Zeiten, wurden
schon von Nikolaus J. (868-867) trotz ihrer Unechtheit
zebraucht, gingen in das Corpus juris canoniei als
Brundlage des mittelalterlichen Kirchenrechts über. Kri—
ische Ausgabe von Hinschius (1863). — Bgl. Maaßen
1885), Simson in Sybels „Histor. Zeitschrift“ (1882).
Pseudoisochromatische Tafeln, farbige Tafeln,
auf denen Buchstaben in solchen Farben dargestellt sind,
daß sie zwar von dem normalen Auge unterschieden werden
önnen, nicht aber von einem, das für die entsprechende
Farbe blind ist. Zur Erkennuͤng der Arten der Farben⸗
olindheit (s. d.) sind also verschicdene P. T. erforderlich.
Psendokriftalle, s. v. w. Pseudomorphosen (s. d.J
Pseudokrupp, falsche Bräune, atuter Kehlkopf—
atarrh bei kleinen Kindern mit kruppartigen Erscheinungen,
aber ohne Membranbildung.
Psfeudoleukämte (gich.), Hodgkinsche Krankheit,
Adenie, mit Fieber einhergehende geschwulstförmige Ver—
Jzrößerung der Lymphdrüsen, Milz“ und anderer Organe,
oerursacht Blutarmut und Entkräftung, meist tödlich.
Pseudomembran (grchelat.), falsche Haut, After⸗
jaut, durch Ausschwitzung gerinnbarer Lymphe entstehend.
Psfeudomorphofen (grch.), Afterkristaile, Mineralien
n der ihnen nicht zukommenden Kristallform eines andern
Minerals, unterschieden als hypostatische P., Absätze auf
der Außenfläche eines fremden (nmhüllungs⸗P.) oder Er⸗
züllung des Hohlraums eines weggelaugten Kristalls

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Ausfüllungs⸗-P.), und metasomatische P., mit Erhaltung
er ursprünglichen Substanz unter Auderung des Entaes
Paramorphofe), oder Zus oder Wegführung von SZinen
oder völligem Stoffaustausch (Verdrüngungs-P.). F.
Blum (1848 79). sflüg *
Pfeudoneunropteren (PSendonenroptéra), 7
Pfeudonim grch.), falschnamig, mit echichiem
stamen (bes. von Echriften; vgl. Weller, ———
ↄseudonymorum“, 2. Aufl. 1886; Holzmann und *
hatta, „Deutsches Psendonymlerikon“, 1906); Penee
ihmus, der einen erdichteten Namen führt; Pseudonymität.
zalschnamigkeit, Verkapptheit. der
Pfeudoperipteros, griech. Tempel, der au
Border- und Rüͤckseite freistehende Süulen, aber an d
Längssäuten nur pfeilerartig gus der Mauerfläche berr
lende Halbsäulen hat. fdung, Gewächs, Aftergeont
Pseudoplasma (grch.), geschwulstförmige ee
Pfeudopodien (grch.), Scheinfüßchen, die verün
lichen, zur Fortbewegung oder Rahrungsaufnahme diene
den Fortsäte des Protoplasmas nackter Protozoen. sche
Pfeudostop (grch.). optische Vorrichtung, durch we se
nittels Reflexion üUmkehruugen des Reliefs (konkave Körp
konver ꝛc.) entstehen.
Pseudoskopische
Erscheinungen, un⸗
villkürliche optische Tu⸗
chungen bezüglich der
Bröße, Gestalt, Rich—
ung von Linien, Figu—
en 2c. [Abb. 1444; 8:
die geteilte Gerade er—
cheint länger als die
leichlange ungcteilte;
2: die suß Strecke
ürzer als die rechte; 8
: parallele, abwechselnd —
chräg durchstrichene Ge— 1444.
rade erscheinen konvere Pseudostopische Erscheinungen.
ent; d: linkes Trapez Ge⸗
cheinbar kleiner als rechtes; e: die linke der untern
iden erscheint als Fortsetzung der obern].
Pseudoskorpione, s. Afterskorpione.
Pfeudosmie (grch.), Geruchstäuschung.
kseudotsũga, s. Hemlocktannen.
Psidium L, Pflanzengattg. der Myrtazeen im vagr
ind subtrop. Amerika. Die Früchte von P. pyrifsrum 4-b.
 pomiterum T. und bes. von P. vapidiccimum cg
er überall in den Tropen kultivierten Guaven- Gungjava
»der GBnjavabäume, liefern ein schmackhaftes Obst. r⸗
Pfilomelan, Hartmanganerz, Hartoͤraunstein, schwa
er Glaskopf, eisenschwarzes, muschelig brechendes Nangau⸗
erz in traubigen und stalaktitischen Formen, ein wasse
altiges Oryd des Mangans ohne konstante Zusammen
etzung; Schneeberg, Ilfeld, Siegen u. a.
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baittaccua (guch. poittaxos), der Papagei; als Gattung,
Kurzschwanzpapagcien. g eigen⸗
Pfittakosis (grih.), Papageienkrankheit, eine eg
irtige Lungenentzundung, oft mit typhösen Erscheinungen
ls epidemisch auftretenð in Hunsern heobachtet, in denen
ich an einer Darmentzündung erkrankte Papageien befan
en. Ein dvakteriologisch sicherer Beweis der bertragung
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Pfiol, l. Rebeufluß des Dujepe in den russ. Gouv.
durst, Charkow und Poltawa, 681 xm Ilg.
Pftow, Gouvernement im nordwestl. Teil des uꝛo
Rußlands, sumpfig, wenig fruchtbar, 4 208qkm, 11223
F5. — Die Haupisiadt P. (auch Pleskow, deutsch Pleslan
in der Welikaja, Sitz eines Erzbischofs, 30 688 E. P. *5
bis Ibid eine Rtepudlit, die sich felbt durch das Wietshe
s y eici wichtig das „Pfkower Gerichtsbuch
16. Jahrh.).
Psog (grch.), die Lenden- und Nierengegend; Psoas,
der Lendenmuskel; Psoasabszeß, Vereiterung des Lenden
muskels; Psoitis, Lendenmuskelentzündung. ⸗
Pfora (gich), Kraäte, pforisch ürttzig; psorisch
Mittel (Pforita), Krätzmittel. te
Psoriasis (arch.), Schuppenflechte, chronische Sap
rankheit, bei der vornehmlich an den Streckseiten de—