Pyr
burg, gest. das. 8. Dez. 1904, Forscher über altruss. Mürchen.
chrieb: „Geschichte der slaw. Literaturen“ (2. Aufl, Bde.
1878-803 deutsch 188084), „Geschichte der russ. Ethno⸗
zraphie“ (4 Bde. 1892 855, Gefchichte der ruff. Lite—
atur“ (4 Bde., 18908-99) u. a.
Pyra, Immanuel Jakob, Dichter, geb. 25. Juli 1715
e Cottbus, Mitglied der Haileschen Dichterschule, gest. 14.
JZuli 1744 als Konrektor am Koilmischen eee zu
Berlin; durch seine religiöfe und Freundschaftspoesie Vor⸗
läufer Klopstocks. — Biogr. von Waniet (1882).
Pyraliden (Pyraltdac), s. zůnsler. lartig.
Pyramidal (phramidalisch), pyramidenförmig, groß⸗
Pyramide (grch), geomelr Koͤrper, begrenzt von einer
benen geradlinigen Figur, als Grundfütche und fo vielen
n einer Spitze zusammenstoßenden Dreiecken,
Ils die Grundflaͤche Sciten hat [Abb. 1454)].
Ihr körperlicher Juhalt wird gefunden, wenn
zan die Grundfläche mit dem 8. Teil der
Höhe multipliziert. — In der Kristallographie
ist B. die den Oktaeder des regulüren Sy—
stems entsprechende, von 8 (im heragonalen —*
System von 12) Dreiecken begrengte Kristall- vahi
orm der übrigen Systeme; zerfäüllt im mono— Jnhuitige
linen System in zwei Hemi-P. von je vier
iuander paarweise parallelen Flächen, im triklinen Sy⸗
tem in vier parallele Flächenpaare (Viertel P., Tetarto⸗
BP.). — In der Anatomie sind die P. ein Teil des ver—
üngerten Marks sTafel: Nervensystem D, 1u. 2).
Pyramiden, die auf einer quadratischen Grundfläche
ierseitig aufgebau⸗
en, spitz zulaufenden
Grabgebüude der
altäghpt. Könige:
ebenfo alle danach
zeformten Denk—
malsbauten und
Bauglieder. Die
meisten P. finden
ich in Unterägypten
don Kairo bis zum
Fajum; die zwei
Jrößten die des Che—
o»ps [Abb. 14685)],
au der Basis 233 imn breit und 146 mm hoch (jetzt 227 und
837 m), und die des Chephren, an der Basis 215 mm breit,
38m hoch (ietzt 210 und 186 m). — Bgl. Petrie (engl.,
Pyramidlon, s. Obelist. [1885).
Pyramos und Thisbe, babylon. Liebespaar, das
vegen der Feindschaft der Eltern nuur heimlich bei Nacht
usammenkam. Als daher einmal ein plötzlich erscheinen⸗
her Löwe das Paar auscinandertrieb, gab sich erst P., da
ex Thisbe zerrissen glaubte, dann diese den Tod; bes. be—
anunt durch Shakespeares „Sommernachtstraum“
Byrargyrit, sRotguültigerz.
Pyrawarth, Dorf und Kuͤrort in Niederösterreich,
1800) 1470 E.; alkalisch-salinischer Eisensäuerling. — Vgl
Pyrazolin, s. v. w. Antiphrin. Brte (1889).
Pyren, in den über 3600 destillierenden Teilen des
nn eteers und im Stuppfett enthaltener Kohlen—
wasserstoff.
Pyrenãen, Kettengebirge zwischen Frankreich und Spa—
tien Karten: Frankreich JI10 uü. II, und Spanien'c.
hu. III, 450 xmuIlg., 20- 116 xm br., 55 880 qkmm, vom
dap Cerbere am Mittelltnd. Meer bis zum Eol de Betale,
nördl. von Pamplona, im N. und S. unmittelbar aus
den vorgelagerten Ebenen und Hügellandschaften aufsteigend,
hestehen aus den Zentral-P zwifchen Col de la Perche
und Pic des Escaliers (Mittelhoͤhe 21460 m0), den West⸗P.
Mittelhöhe unter 1800 mm, vom Pic des Escaliers nach
W. bis zum Col de Betale, nach N. bei Biarritz aus
aufend) und den Oft⸗P, (Mittelhoͤhe Lo000 2800 , vom
Lol de Ja Verche nach O. und W. in drei Zweigen,
Monts-Corbieres, Monts-Alberes und Mont-⸗Canigou,
2785 mm, zum Kap Cerbere sich hinziehend); hervorragende
Bipfel von O, nach We: gie Carlitte (S021 ), Monialm
 (3080 m), Maladetta (84014 m, höchste Gruppe der
B.) Pic, des Posets (3367 ), Mont-Perdu (8352 m),
Vignemale (8290 m, höchfter fraug. Pyrenäengipfel), Pit
du Midi de Bigorre (2877 m);: Gletfcherbildung ain Pic

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nes Posets und der Maladettagruppe; Schneegreuze zwischer
500 und 2800 m, zahlreiche, aber, leine Seen. Die
Täler sind meist in einem Keffel (Zirkus) beginnende Quer—
äler; bes. bekaunt die Täler von Gavarnie uünd Troumone
der größte Teil der Abflußmenge geht nach N. zum Atlaut.
Dzean und zum Mittelmeere, der Rest meist zum Ehro. In
en Zentral⸗ P. meist nur Saum- uid Fußpfade; sahrhar
Straßen nur die Straße Perpignan-Figueras über den Col
e la Pertus und Prades-Puigrerda über den Col delager
erner von Bayonne nach Pamplona über deu Col de en
868 m); zwei Eisenbahnlinien an den Enden des Gebirges.
Zegetation reicht im O. und S. höher hinauf Woͤn
renze in den Ost-P. 2240 m) sals im W. und
1600 m). Waldbestand, meist Tanne und Buche, im a
jemeinen gering. Geologisch bestehen die P. aus Grauit mi
azwischen gelagerten Slur- und Devonmassen, im V, v
Jura⸗ und Kreidezonen, im S. von Kreide und Buut—
andstein begleitet. Metalle, außer Zink- und Bleierzen,
elten; sehr zahlreich (über 1000) aber die Mineralquellen,⸗
»on denen etwa 250 warm sind, zwischen 11 und 77 3
die wärmsten in Cauterets, Vermet-les-Bains, Amelie⸗
les⸗Bains, Luchon und Ax. Bevölkerung spärlich, 7
Teil Basken. Nach den P. sind drei framz. Departements
benannt (s. Pyrenees). — Bgl. Penck (1885), de Mar—
zerie und Schrader (franz., 1801 u. 1892), Roussel (franz.,
i833), Trutat Efrauz. 1894), Spont (ftaug.1886). Pe
Pyrengaische Haͤlbinsel, geogr. Name für die sü n
westl. Halbinsel Eüropas (Spauien und Portugal) [Kar—
ten; Spanien und Portugal Lu. II, bei ——
Pyrenäischer Friede, . Nov. 1688 geschlossen zwi⸗
chen Frankreich und Spanien auf der Fasaneninsel n
Bidasshafluß, machte dem seit 1635 geführten Kriege q
Ende, brachte einen Teil der span. Niederlande an Fian,
cich und, bestimmte die Vermählung Ludwigs XIV. mi
Maria Theresia von Spanien.
Pyrenses (pr. piteneh), drei franz. Departenents
NBasses⸗P. (spr. baß), Nicderpyrenaen, das fuͤdwestlichste
Departement, 7712 4km, (1801) 426 8347 E; aus Btarn.
Franz.Navarra und den gascognischen Landsch. Soule und
abourd gebildet; Hauptstadt Pau. — 9) Hautes⸗P
spr. ot), Oberpyrenaͤrn, am Nordabhange der mittlern
Pyrenicu, 4634 4km, 215 546 E. ʒ aus Bigorre und Ober—
Armagnac gebildet; Hauptstadt Tarbes. 38) P. Orien
ales (spr. pirenehsoriangtall), Ostpyrenäen, das füdlichste
Departement, 4145 qkm, 212121 E.;, aus der Grafsch.
soussillon und der Landsch. Cerdagne fraucaise gebildet:
Zauptstadt Perpignan.
Pyrenomyzeten, Unterfamilie der Askomyzeten, deren
Sporen in krugförmigen Vertiefungen des Fruchttörpers
gebildet werden.
Fyxrothrum, Pflanzenart, s. Chrysanthemum.
Pyretika (grch.), Fiebermittel, pyrẽtisch, ficberhaft—
ebererregend; Vyrexie, Fieber, Fieberanfall
Pyrgorn, s. Augit. [26771 6.
Pyrgos, Stadt im griech. Nomos Elis, (1896)
Pyrhelivmeter (grch.) von Pouillet erfundencs In⸗
trument zur Messung der Sonnenwärme.
Pyridin, flüchtige, stechend ricchende, farblose, organische
Zase, mit Wasser mischbar, entfteht bei der Destillation
tickstoffhaltiger organischer Körper, Hauptbestandleil von
Hippels Tieröl, dient zu Inhalationen bei Asthma und
derzkrankheiten. P. geht durch Anlagerung von fechs Wasser⸗
toffatomen in Piperidin (s. Piperin) über. Dem P. ühn⸗
ich sind seine Homologen, in delen Wasferfioff durch
Alkyle —E die Pyridinbasen (Pikolin, Lutidin
Jollidin, Parvolin), die sich bef. im Steinkohlen- und
Braunkohlenteeröl, fowie im Knochenöl finden, farblose
lüsfigkeiten von sehr unangenehmem Geruch; fie dienen zum
Denaturieren des Spiritus. — Vgl. Calm und Buchta
Pyriphlegethon, s. Phlegethon. [(1889 -91).
Pyrit (grch.), bei den Alten der Feuerstein, jetzt der
zisenkies (s. d. nebst Abb. 491).
Pyritoeder, das Pentagondodekaeder (s. Dodekaeder)-Pyritoide,
 die Kiese (s. Kies); pirituös, lieshaltig
Pyritz, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Stettin, (19085)
3006 E. Amtsgericht, Gymnasium, Lehrersfeminar.
Pyrker, Joh. Ladislaw, P. von Felfü⸗Esr, österr-Dichter,
 geb. 2. Nov. 1772 zu dangh (üngarn), seit 1827
Erzbischof von Erlau, gest. A Dez. 1817 in Wien, schricb