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Quarzbreceie, Kieselbreccie, eine Breccie (s. d.) aus
ckigen Bruchstücken von Quarz und Quarzit.
—S J. Diorit.
Zuarzfels, s. Quarzit.
Quarzit, als Felsart auftretender Quarz, ungeschichtet
Quarzfets) oder schieferig (Quarzitschiefery, bisweilen
mit Muskovitblättchen auf den Schichtfachen Quarazit⸗
glimmerschiefer).
Quarzporphyr, Feisitporphyr, Gestein aus dichter,
felsitischer oder mukrogranitischer Grundmasse, in welcher
größere Kristalle von Quarz, Orthotlas und Plagioklas
porphyrisch ausgeschieden sind; selten ohne Ausscheidungen
Felsitfels, Mikrogranit). Abgesondert in Säulen, diden
oder dünnen Platten (Platten-, Papierporphyr), schaligen
Kugeln (Kugelporphyr). In Decken, Gängen und Kuppen
orwiegend im Rolliegenden. Gesuchter Baus und Pflaster⸗
duarztrachyt, Rhyolith. sstein.
Quarzziegel, s. v. w. Dinassteine (. d.).
Quas, Getränk, s. v. w. Kwas (s. d.d.
Quasi (lat.), gleichsam, als wenn; in Zusammen⸗
etzungen s. v. w. Schein.oder Bezeichnung von etwas
Angloögem, z. B. Quasidelikt.
Quasibesitz, s. Rechtsbesitz.
Quafimodogeniti Cat. wie die Neugeborenen“),
er erste Sonntag nach Ostern, nach den Anfangsworten
der Messe (1 Petti 2, 2); auch Weißer Sountag genannt.
Zuafipupillarsubstitution, Pupillarsubstitution.
Quas rs Peno gesta (lat.), gleichsam als wure
illes vortrefflich getan. sbrauchbaren Sachen.
Quafiufusfruktus (lat.), der Nießbrauch an ver—
Quassia L., Pflanzengattg. der Simarubazeen. Q
amara L., in Surinam (Niederlünd.⸗ Guayang) ein⸗
heimisches Bäumchen, anderwürts kultiviert, liefert das
tark und anhaltend bitter schmeckende, im Aufguß gegen
Berdauungsschwäche wirksame, auch als Fliegengift
Fliegenholz) und Hopfensurrogat benutzte echte oder
urinamische Quassien⸗ oder Bitterholz, dessen wirksamer
Bestaudteil das Quafsiin ist. Das Jamaita- oder dicke
Quassienholz stammt von Simaruba oxcelsa D.
Quaste, ein durch Posamentierarbeit hergestellter
Büschel von Fransen oder Fäden zur Verzierung von
Möbelbezügen, Schnüren u. dgl.
Quastenflosser (Crossopterygii), Ordnung ausge⸗
torbener Ganoiden mit gegliedertem Achsenstrahl in Brust⸗
und Bauchflossen, an dem die übrigen Strahlen feder⸗
zartenähnlich ansitzen; Devonische, Steinkohlen? und Ver—
nische Formation.
Quastenstachler, s. Stachelschweine.
Quacoatio (lat.), Frage, Streitfrage, Untersuchung; (.
tacti, Frage nach dem Tatsächlichen, im Gegensatz zuͤr
. Juris, der Untersuchung der Rechtsfrage. Quastionieren,
ragen, ausfragen, mit Fragen peinigen; auãstivniert. in
Frage stehend, befagt, bewußt.
Quästor, im allen Rom Amtstitel eines hohen Finanz⸗
heamten; urfprünglich gab es 2Q. feit 1216. Chr. 4, seit
dem ersten Punischen aue 8, seit Sulla 20, seit Cufar
10, Augustus schränkte die Zahl wieder auf 20 ein; die
zewesenen O. erhielten seit Sulla sämtlich Zutritt zum Se—
iat; das Amt, die Quästür, galt als die erste Stufe der
söhern Staatslaufbahnm. Jetzt ist O. Titel des Kassen—
eaniten von Universitäten ꝛc.) Quästur, dessen Amtslokal.
Quatember (vom lat, quatuer tempora, die vier
Jahreszeiten), die vier Zeitabschutte des Jahres (Zahl⸗
age) zuͤr Verrichtung mancher bůrgerlichen Geschafte meist
Oftern, Johannis, Michaells, Wehnagten); auch die am
D. zu leistende Zahlung, Abgabe.
Quatemberfaften in der kath. Kirche das strenge
Nreitägige (am Mittwoch, Freitag und Sonnabend) Fasten
n den vier Wochen nach den altkirchlichen Vierteljahrserminen:
 Invokavit, Pfingsten, Kreuzeserhoͤhung (14. Sept.)
und Lucientag (18. Dez.) auch Weihfasten und Angarienoder
 Fronfaften genaunt
Zuaternar Catd s. v. w. Quartär.
Quaterne (late). s. Lotio, im Buchdruck vier ineinander
— —— fortlaufender Paginieruug.
Quathlambaberge, f.bwe Drakenberge (s. d.)
Quatrain (ftz. spr. käträng), Strophe oder kleines
on vier Zeilen; die beiden erften Vierzeilen eines
Sonefts.

Quatre⸗Bras (spr. kattr brah), Meierei in —
Provp. Südbrabant; hier 16. Juni 1815 Treffen zwischen
den Franzosen unter Ney und der engl.-braunschw.znied *
änd, Armee unter Wellington und Tod des Herzoas Frie
rich Wilhelm von Braunschweig.
Quatrefages de Bréau (spr. kattrefahsch de bret
Armand de, fränz. Zoolog. und Anthropolog, geb. 10. geg
1810 in Berthezeme, (Gard), erst Arzt in Straßburg, *
—40 Prof. in Toulouse, seit 1880 in Paris, gest.
12. Jan. 1892; schrieb eine Histoire geẽnérale des
umaines“ (2 Bde., 1886809) und arbeitete namentli
über niedere Tierklassen.
Quatremere (spr. kattremähr), Etienne Marc, faup
Drientalist, geb. 18. Juli 1788 zu Paris, 1819 Prit
im Collège de Franeco das., gest. 18. Sept. 1857; Haupr
verke: „Recherehes oritiques et historiques sur a
angue èét Is littératuro de Egypto“ (1808), „Me
moires sur les Nabatéens“ (1835). inghih)
Quatremere de Quincyh (spr.kattreͤmühr dẽ inghin
Antoine Chrysostome, franz. Kunsthistoriker, geb. 21. :
755 zu Paris, gest. das 28. Dez. 18490. Hauptwerte
„Dictionnaire de l'architecture“ (3 Bde., 17 31826
ieue Ausg. in 2 Bdn., 1833), „Ristoire de la viee
les ouvrages des plus céleèbres architeéctes“ (2 Bde
830); Biographien Roffaels (1838), Michelangelos (1886).
Quatridstum (lat.), Zeit von vier Tagen.
Suattrino, paͤpfii Mnze zu An. vasbeco (s. d.):
loxentiner Münze zu 1,5 Crazia — Pf. anstler
Quattrocentisten jpr. Aschen.), die ital. Künst
»es 15. Jahrh. (ital. quattrocento, vierhundert, ab⸗
ekürzt für 1400), der Zet der Frührenaisfauce.
Quatuor (lat., „vier“), s. Quartett it
Quebec (spr. kipebeck), Prov. Kanadas, 5809 200, mi
Linschluß der öden Gebiete bis zur Hudsonbai 892 600 qkmm,
1901) 1648898 E.; Anbau von Obst und I
illen Arten Getreide, Waldreichtum, Fischerei; J
Industrie in Mehl, Mörtel, Ledet, Papier— —
Chemikalienrc.; Hauptstäüdte Q. und Montreal. 5
— Die Hauptstadt Q. Karte: Nordamerita 8 3
8h, an der Einmündung des Saint Char—
esflusses in den Sankt Lorenzstrom, 68 840 E., 1457.
Hefestigter Hafen, anglikan. Kathedtale, Laval- Quebec.
e mit vier Fakultäten; Mittelpunkt
des Seehandels von Kanada. Q wurde 1608 von, den
Franzosen gegründet, 1620 vorübergehend, 1758 endgültig
oon den Engländern erobert und 17 68 an diese abgetreten.
Quebecstufe, untersilurifche Kalke und Sandstein⸗
chichten Kanadas.
HQuebrachoholz (spr.kebratscho-⸗), das harte, rotbraune
Zolz von Loxopteryium Loreptæzi Gieseb., einer
entin. Anakardiazee, in der Gerberei zum Eonell gerben
hdenutzt, wesentlich billiger als Eichenrinde.
Quebrachorinde spr. kebratscho), die Rinde, von
Aspi dosperma Quebracho Schlecht., eintin argentin. Baum
zus der Familie der Apozyngzeen, enthält die Alkaloide
Aspidospermin und Quebrachin, wird bei Asthma angewandt.
Quechua (sr. keischua, Duichua, Kechua, Keschuadetschua
 oder Khetfchua, ursprünglich Rame rines Stammes
her alten Peruauer am obern Apurimac, dann Bezeichnung
er, Hauptsprache des alten Inkareichs, eine der ent⸗
vickeltsten Amerikas, noch gegenwärtig in Peru und, den
ingrenzenden Staaten gesprochen. — Bgl. von Tschudi —D
. 18384), Middendorf, Die einheimischen Sprachen Perus
6 Bde. 1890 92). GybbonEpilsbury Vpan. 1808).
Quecke, Grasart, s. Agropprum.
Quecksilber (lat. MNerourius oder Hydrargyrum, chem.
Zeichen s), seltenes Melall, kommt'gediegen in feinen
Tröpfchen (FungfernQ), an Ehlor gebunden als Quet⸗
ilberhornerz, als natürliches Amalgam und hauptfãchlich
an Schwefel gebunden als Zinnober in Almaden (Spanien),
Idria (Krain), NReu⸗Almaden (Kalifornien), am Ural, in
Thina, Japan, Meriko und Peru vor. Zur Darstellung wird
zinnober mit Eisen oder Kalt erhitzt, wobei der Sqhwefel
zu schwefliger Säure verbraunt nad das dampfförmig ent⸗
veichende Q. kondensfiert wird (in durch Wasser gekuͤhlten
isernen Kästen bei den Knorofen, in Tonröhren bei den
Aludelöfen). O. kommt in eisernen Flaschen von 84,5 ks
Inhalt in den Handel; Jahresproduition etwa 15000 3.
2. ist das einzige bei gewöhnlicher Temperalur flüssige