Petall, bleibt, wenn rein, ilberweiß, wird bei — 38,8 0.
sest und dehnbar, siedet ze 360 6.; speʒ, Gewicht 13.0
Fest 1420 Atomgewicht 200. Es verflüchtigt fich schor
ben gewoͤhtilicher Temperatur langsam; die Dümpfe sind seh
giftig. .ost sich in Salpetersüure und in heißer pegen
hieren Sehuweselsene ensee it dtzen, —
als entzündungswidriges und antisyphilitisches Mittel, in
der Technit zur Ertraktion von Silbet und Gold aus ihren
Etzen, zut Feuervergoldung, zur Spiegelherstellung, zur
Füllunge von Barometern, Thermometern, Manomietern,
zu Luftpumpen, zur Absperrung von in Wasser löslichen
Gasen in dee Gasanalyse, als Rorm für die Messung des
eltr. Widerstandee legiert sich mit den meisten
Metallen zu sog. Amalgamen — Es bildet zwei Oxyde
und dementsprechend zwei Reihen von Verbindungen (Hy—
drargyro. oder Merkuro⸗ und Hydrargyri⸗ oder Merkurl
werr indungen); so gibtes z. B. zwei Verbindungen det
Chlor·Q Quecsilberchlorür und Quecksikberchlorid. Alle
im Wagensaft löslichen Quecksilberfalze sind heftige Gifte
6 Quecfuͤbervergifiungß viele Quecksilberverbindungen
deschügte Heilnatter (. Quecksilbermittel). ee
orydut (Merkurvoryvpy, braunschwarzes Pulver, zerfütl
ani Licht in Quecksilberorydul und Q.5 Duecsitberchlorür
.d) Quesitberjobir (Wierturojovi), grüngelbes, amor⸗
phes, unlüsliches „ulver, Vittel gegai Syphilis; Qued.
füberoxydninutet (salpetersaures Q., Merkuronitrat)
saibiast in Weere eetee e e
in der Hutmacherci, als Arzueimittel und zur Fällung
nd Brwimnung der Ghrstes elben ietture
chromat; Quecksibervxyd Merturioxyd rotes Pratzipitat
dutsteht als rotes Kriftallpulver bein Erhihen von O. an
er Luft oder eines Gemeuges von O. und Merkuronitrat
ve gelber, amorpher Niederschlag aus Merkurisalzlösungen
urch Alkalien, iftein Wasser uͤnloöslich, zerfällt bei 8000 in
Q. uͤnd Sauerstoff; dient in der Mebigin degen Eprhnis
Augenentzundungen, ferner zum Austreichen von Schiffshöden
 und in der Porzellanmalerci; Quecksilberchlorid (s. d.)
isert Doppelsalze nit Alkalichloriden und Ammonium⸗
orid Alembrothfaiz, s. d) und mit Ammonialk das
offinelle Merturiammonchlorid (weifes, Präzipitat),
weißes gmarphes, in Wasser und Weingeist unlösliches
Pulver, mildes Atzmittel, in Serbien und Rumonien als
Sönheilsvnd Abortipmittel verwendet; Quetksilber.
noe Jod⸗Q. Merkurijodid, Jodzinnober), scharlachroter
— Sublimatlöfung durch Kaliumjodid, in
Das uu tnn ededethegedcet
— —
—B——
ewonnen weiße Kristallmasse, gibt mit viel Wasser ein
nlüsliches gelhes basifches Sutfat (Turpethum minerale),
srüher offizinell; Quecsilbercyanid (ECyan⸗Q., Merkuri
Vanid). durchsichtige, höchst giftige Kristalle; Quecksilber—
dhedauid Gihenaed oder Merkurithiochanat, weißet
Imorphes Pulver auß Merkurisalzen und Rhodankalium
hreunt, angezündet, unter siarkem Aufblähen; Haupt—
bestandteil der Pharaoschlangen, Quecksilbersulfid (Schwe,
Merturinie entsteht als schwarzes amorphes
Zuven —A Quecksilberschwarz
Sethiope ineralis), aus Merkurisalzlösungen. durg
Sthweselwasserstef oder beim Verreiben von O. mit Schwe—
—— sich beim Sublimieren in den roten kri—
auinifchen Sinnober, wichtige Malerfarbe; beide Modifi⸗
— sich nicht in Waffer, Weingeist, Salze und
Salpetersaure, leicht in Königswasser, zerfallen beim Er—
iten an der Vitn schweflige Süute und O.
dueærilberbranver sJ. Idrialit.
— B ⏑⏑,.——
—B ——
n — erhaltene Ehlorquecksilberverbindung, weiße,
Wrtscheuende krustenförmige, in, Alkohol, Ather und
BBB ———
wenn nicht mit destilliertem Wasser bereitet, Quedsilber—
ychloriv ab ist sehr giftig, wird in kleinsten Gaben
mnerlich und fubtütan gegen Syphilis außerlich gegen Haut—
dueschage als Antiseptitum ec benutzt, dient auch als Ver—
urter in der Photograͤphie, zum Jmpruͤgtneren von Holz ec.
genmittel he Sublimatvergiftung: Eiweißlösungen
ʒdueaiveraour, Merkurochlorid, Kalomen, durch
Sublimation veh Quecksilberorydsulfat mit Quekcsilbe⸗

179

Que

ind Kochsalz erhaltene Chlorquecksilberverbindung, bei langamer
 Abkühlung strahlig-⸗kristallinische, gelblichweiße Masse,
hei Zutritt von Wasserdampf feines, weides Pulver (Dampf⸗
talomel), in Wasser und Weingeist unlöslich, wird als mildes
Abführmittel, bei Brechdurchfall, Cholexa, Syphilis ꝛc.,
iußerlich als mildes Atzmittel benutzt, zerfällt am Licht in
Quecksilber und giftiges Quecksilberchlorid.
Quecksilberdampflampe, neuere Art der elektr.
ꝛampen, bestehend aus einer luftleeren Glasröhre, in welcher
Quecksilberdampf durch den elektr. Strom leuchtend gemacht
vird; wegen ihres Reichtums an chemisch wirkfamen Strahlen
ruch in der Photographie verwendet.
Quecksilberformamid, durch Auflösen von frisch ge—
älltem Quecksilberoryd in Formamid erhaltenes, zu süb—
tutanen Injektionen bei Syphilis dienendes Präparat.
Quecksilberhornerz, tetragonales, gelblichgraues,
mantglänzendes Mineral, Chlorquäecksilber.
Quecksilberkrankheit, s. Quecksilbervergiftung.
Quecksilberlebererz, dunkelrotes bis bleigraues und
senschwarzes Gemenge von Zinnober, Idrialin, Kohle und
rdigen Teilen, bisweilen krummschalig (Korallenerz).
Tuecksilberlegierungen, s. v. w Amalgame (s. d.).
Quecksilberluftpumpe, eine auf der Torricellischen
deere beruhende Luftpumpe, von Geißler 1857 erfunden,
päter von Toepler, Raps, Spreugel u. a. verbessert, be—
hirkt Luftverdünnungen bis zu 1ο ooοοοJ Atmosphäre und
gient bes. zur Anfertigung der Geißlerschen und Crookesschen
de der Birnen der Glühlampen ꝛc.
necksilbermanometer, s. Manomceter JAbb. 1129)].
Quecksilbermittel, Merkurialmittel, Merkurialien
AMercurialia), die Quecksilber enthaltenden pharmazeut.
ßrüparate, Arzneimittel gegen Syphilis, Hautkrankheiten,
-Zchmarotzer und pathogene Balterien, zum Teil auch Atz⸗
uind Abfuͤhrmittel.
Quecksilberpeptonagt, Quecksilberpepton, durch Zusatz
»on Pepton zu einer Quecksilberchloridlösung und Lösen des
Niederschlags in schwacher Kochsalzlösung hergestelltes, zu
ubkutanen Einspritzungen bei Syphilis dienendes Präparat.
Quecksilberpflaster, Merkurialpflaster, graues, Queckilber
 in feinster Verteilung enthaltendes Pflaster aus Queck⸗
ilber, Wollfett, gelbem Wachs und Bleipflaster.
Quecesilbersalbe, Merkurialsalbe, graue Q.. graue
zaibe, dlanlichgraue, das Quechsilber in feinster Verteilung
nthaltende Salbe, aus Quecksilber, wasserfreiem Wollfett,
Slwenöl, Schweineschmalz und Hammeltalg bereitet, zu
-„chmierkuren bei Syphilis und zur Vertreibung von Un⸗
eziefer dienend. Rote Q. (rote Präzipitatsalbe), rote
Zalbe, aus Quecksilberoxyd und Paraffinsalbe hergestellt
ind als Verbandsalbe bei Eiterungenec. dienend, Weiße
A. (weiße Präzipitatsalbe, Flechtensalbe) weiße Salbe
us weißem Quecsilberpräzipitat und Paraffinsalbe, gegen
Zautkraukheiten angewendet.
rin salizylsaures Quechssilber, wei⸗
jeb Hulver, gegen Syphilis, üußerlich auch gegen Go—
iorrhöe angewandt.
Dueckfilbersublimat, das Queckhilberchlorid (f. d.).
Zueckfilbervergiftung, Merkurialismus, Hydrar⸗
wyriasis, Hydrargyrose oder Hydrargyrismus, kann ein⸗
reten durch häufige Beschäftigung mit Quecksilber (bei
Nechanikern, Vergoldern ꝛc.) oder durch zu große Dosen
der zu langem Gebrauch von Quecksilhermitteln. Atute O.
nit heftiger Magendarmentzündung führt oft rasch, zum
Tode Gegengift: frisch gefälltes Schwefeleisen; Behaudlung:
Magenpumpe, subkutane Injektion von Apomorphin. Die
hronifche Q. (Quegsilberkrantheit) zeigt Anschwellung
zer Mundschleimhaut, Speichelfluß, Ausfallen der Zähne,
Zoachexie, Zittern der Glieder Quecksilberzittern), oft auch
drampfe, Lähmungen; Behandlung: warme Bäder, bes.
Schwefelbäder, kräftige Diüt, adstringierende Mundwässer,
Fodkalium. — Val. Kußmaul (1861), Hermann (2. Aufl.
878), Kaufmann (1888).
Queda, Staat auf Malala, s. Keda
Tuedlinburg, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Magde—
urg, an der Bode, (1900) 23373 (18905: 24803) 6., Garni—
on Amtsgericht, Gymnasium, Realschule, Prüparanden—
infialt, Schloß, Stifts-Schloß⸗)Kirche mit den Gräbern
Zeinrichs J. und seiner Gemahlin Mathilde, Altertums—
museum; bedeutende Gürtnerei und Samenbau. O. wurde
329 von Heinrich J. gegründet.