Rab

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der Rabbinen, — Bgl. Siegfried und Strack, „Lehrbuch
der neuhebr. Sprache und Likeratur“ (1884), Lexitkon von
devy (4 Bde., 1875-89).
— ( Mehrzahl von Rabba), eine Sammlung von
üd. Kommentaren zum Pentateuch, Hohelied, Ruth, Klageieder,
 Prediger Salomonis, Esther
Rabe (Corvus), s. Raben.
Rabe (lat. Corvus), südl. Sternbild mit drei Sternen
2. Größe, deren einer einen purpurroten Begleiter hat.
Rabelais (spr. läh), Franchis, franz. Satiriker, geb.
um 1495 zu Chinon, Benediktinermönch und Arzt, seit
1854 Pfarrer zu Meudon, gesi 9. AÄpril 1553; Haupt⸗
werk; der Roman, Gargamuga und Pantagruel“ (1532
35), hg. von Cheron (1877) deutsch bearbeitet von
Fischart, übersetzt bon Regis (1832 — 41) und Gelbcke
1880). — Biogr. von Fleury (franz., 2 Bde., 1877),
Stapfer Eranz., 1880), Millet ranz, 1892)
Raben (korvidaes), Familie der ESperlingsvögel, mit
räftigem, dickem Schüabel, Schnabelwurzel unit Borsten⸗
sedern, Flügel mittellang, abgerundet; Läufe und Zehen
räftig. Intelligente, leicht zähmbare Vögel; die meisten
don ihnen (Elster, Häher, Dohle,
Kabe) lernen Wörte nadhsprechen.
Blänzende Gegenstände schleppen sie
n ihre Nester. Zu den R. gehören
a. a. die Baumelster (Wanderelster,
Dendrooitta rufa Hartl.), in Indien,
die Gattung der Häher (Heher, Gar
růlus), mit dem einheimischen Eichel⸗
häher (Holzhäher, Margölf, Holz⸗
schreier, G. glandarius Vieilt. IAbb.
14612)), rötlich, mit blauen, schwarzen
und weißen Querbinden auf den Deck—
sedern, der Singvogelbrut schädlich, dem Unglückshäher
G. infaustus L.), licht rostgrau, in dordeuropa und Rord
asien, die Gattung der Blauraben (Oxyanocorax), in Mittel⸗
 und Südamerika, der austral. Flötenvogel (Gyn
rhĩna), die Alpendohle (Pyxhocorax
 alpinus Vieitll.),
n den höchsten Teilen der
rurop. und asiat. Gebirge,
die Alpenkrähr (Steindohle,
sregilus graculusCus.), der
Tannenhäher (Nußhäher,
RNußknacker, Berghäher,
Nucifraga caryocatactes
riss. IAbb. 1461b)), dunelbraun,
 weiß getropft, in
den Nadelwaldern der noͤrdl.
Alten Welt, auch in Deutschland verbreitet, die Elster (Atzel,
Azel. Ploa candata qꝙ, Corvus pica L. [Abb. 1462 4)),
chwarz (grün und rot schillernd) und weiß, Schwanz lang,
eilförmig, in Europa und Asien, vertilgt Insekten, Feld⸗
näuse, zerstört aber auch Singvogelbruten, die Dohle
Dohlen⸗ R., Turmdohle, Monedula turrium Brepm,
Sorvous monedula L.), kleinste deutsche Rabenart, Kopf,
Hals und Unterseite grau, sonst schwarz, Strichvogel, auf
ilten Türmen gesellig uistend, die Gattung der eigentlichen R.
Corvus), mit dem Kolk⸗R. (Kohl- gi., Resschlechthin,
dorvus corax L. Abb. 1462 p]), rein schwarz, paarweise
sebend, einsam nistend, listig, küuberisch, in Deutschland
nicht sehr häufiger Stand- und Strichvogel, der kleinern
Kerähe (Rabenkrähe, O. coröne Tath), häufiger Stand—
ogel, Nebelkrähe (0. oornix L.), aschgrau, Kopf, Kehle,
Nuͤgel und Schwanz schwarz, Europa, Roͤrdafien, Saatkrähr
Feldträhe, O. frugllsgus .), schwarz, im Racken purpurn
chimmernd, Zug⸗, zum Teil Staudvogel.
Rabengu, Stadt in der süchs. Kreish. Dresden, unweit
»er Roten Weißeritz, am Rabenauer Gruud, (1905) 3246 E.
Rabenbein, . Schultergürtel.
Rabener, Gottlieb Wilh, satir. Schriftsteller, geb.
7. Sept. 1714 in Wachau bei Leipzig, gest. 22. März 1771
As Steuerrat in Dresden. „Sämtliche Schriften“, von
Weiße (neue Ausg., 4Bdel, 1839). — Bal. P. RKichter
Rabenkrähe, s. Raben. [1884)
Rabenschlacht, deutsches Heldengedicht des 13. Jahrh.,
behandelt die Kämpfe Dietrichs von Bern mit Ermeürich
or Raben (Ravenna), hg. von Martin („Deutsches Helden⸗
uch“, Bd. 2, 1866), neuhochdeutsch bei Reclam.

L

Rabes, Mar, Orientmaler, geb. 17. April 1868
amter Schuler Paul Grabs in Berlin; Genreszenen au
sem Orient: Arab. Schwerthandel (1805, Schwerin), Klage⸗
nauer in Jerusalem (1887); Nillandschaften.
Rabt, mohammed, Monate, s. Rebi.
—
Rabida, La, Santa Maria de la R., —
ioster bei Palos in Spanien, Aufenthaltsort des Kolumbu
481, Ausgangspunkt seiner ersten Fahrt 1492.
Rabies (lat.) Wut; R. canĩna, Hundswut G. da
Rabinschen, s. v. w. Rapünzchen (. ——
Rabihrwand, von Rabiß in Berlin erfundene Orahtuhwand
 befleheud aus Linem Drahtnet, auf welches der
Rodrtel (aus Gips, Kalt, Sand, Leim Lid Kälberhaaren)
ufgetragen wird, feuersicher, dient zu Scheidewünden,
üftungs- und Heizungskanälen, Gewölben u. a.
Rabouge (ft spe buhschß, Koctenspiel f, Rapuse.
Rabulift att bula), Zungendrescher, Rectsver⸗
Kabntin, Roger de, BussheRabutin. dreche.
Agcalin iito Stabt anf Eizilien, (1001) 1 oss E.
Zergbau auf Schwefel, Salz und Quecksilber.
Raccomigi Ipr. Ahdfchid, Stadt in der ital. Prov.
Lunen, an der Maira, (180015 8000 E.; Seidenkultur.
Race (frz., spr. rahß), s. v. w. Rasse. ⸗
Race (engl. spr. rehß), Wettlauf, Wettrennen, Re
jatta; Racer, Renuner.
Racemös (at.), s. Blütenstand.
Rachegöttinnen, s. v. w. Erinnyen (s. d.) der
Rachel, Erzmafse, die eine siockförmige Vertiefung de
doberfläche ausfüllt. dem Rachelsee (165 na
Rachel, Großer, Berg (1452 m) im Boͤhmerwald, an
Ragcei (spr raschelld Cusa, eigentlich ReFelix, fraug
chauspielerin, geb/ 26. Febr, 1821 zu Mumpf, in .
Schweiz, von haͤusierenden jüd. Eltern, kam 1880 ng
datis, seit 1838 am Theatro frangais, gest. 4. Jan. 185
u Canet bei Toulon; ausgezeichnet bes. in der — —
ranz. Tragödie. — Vgl. Janin (1858), d'Heylli ssꝰ
RNachen RNachenhohle, u hHSchlund iane Parynæ),
der zwischen der Mundhöhle uud dem Eingang in den
Fehlkopf und in die Speiferöhre liegende Teil des Ein⸗
zaugskanals für Luft, Speise und Getränk (auch mit
Nasenhöhle und den Ohren durch Kanäle verbunden), wir
)urch Muüskeln der umgebenden Haut (die Nachenschuuren
verengt und dadurch ein in den R. gelangter Bissen va
ꝛbwärts hefördert. Krankheiten; Rachenkatarrh, aknt mi
Schwellung der Organe und Verengerung des Racheu⸗
ingangs (Rachenbräune), zugleich starke Schleimabsonde⸗
ruug, Leerschlücken; chrouisch mit Trockenheit und Ver⸗
dickuang der ESchleimhaut bei Ldeuten, die viel spregen
Schnĩlehrerbräuine), übermäßig rauchen ꝛc. — VBgl. Schech
.Auf 180 Chiatu oob
Rachenbraͤunme, s. gachen; bösartige oder epidemische
d.J. v. w. Diphtheritis (s. d.).
Rachenbrenuise, s. Biesfliegen.
Rachentonfille, Anhäufung von Drüsen, in
?chleimhaut des vbern Rachenraums, führt infolge Ver⸗
xößerung (adenoide Vegetativn, häufig bei skroöͤfulöscn
indern) zur Verlegung des Nafenrachenraums, sog. Stock⸗
ynupfen. Behandlung: operative Entfernung.
Rachttis EGthachitis), Englische Krankheit.
Racine (spr. hihm, Stadt im' nordamerik. Staate
Visconsin, am Michigansee, (18000) 20 102 E., tath. Akaemie,
 Hafen; Handel, Industrie.
Racine (spr. ßihn), Jean Baptiste, franz. ——
eb. . Dez. INosg u da Ferte-Milon (Champagne), Mit
lied der Franz. Atdemic geft 21. Aprit 1sbg hu Paris,
er Meister der afsischen Aragödie der Frangosen; beste
Stücke: „Andromaqueé“, „Britannicus“, Iphigénio-Berénioe⸗,
 Phédre,Athaiis Beste Ausg. von
Nesnard (8 öde. 186673), deuische übersetzung von
Biehoff (K Bde. 1870), in Auswahl von Laun (18608)3, 7
ögl. Kon (187 9. Sein Sohn Lonis Ri geb. 6. Nop.
62 zu Paris, gest. das 29. Jaus 1763, religidfer Dichter.
Rack, J. v. w. Arrak; im Seewesen Ketten oder Taue,
ie die Mitte der Rahe' an Mast oder Sltenge festhalten.
Nackarock, zu den Sprengelschen Asae ge⸗
jörender Sprengstoff aus hlorsaurem Kalrum und Nitro—
enzol, erst unmittelbar vor dem Gebrauch gemischt.
Rackelwild, s. Birkhuhn.