gor85), „Dex Staat und sein Boden“ (1806), Polit
Geographie⸗s5. Aufl. 1808), „Deutschland“ (1888),.Die
Erde und das Leben“ (2 Bbe. 1801 -2), „über Ratur⸗
hiuderung (18045 Noch da de erschleuen. Gluͤcs—
inseln und Trͤume⸗ (1805) und „Kleine Schriften“ (2 Bde.
808). Bal Kittel 804) b
Ratzenhofer, Gusser Philosoph und Soziolog, geb
Jull Asis in Wien verz Disstier, zuletzt 1808
1280) als Feldmarschalleutnant Prusident des Militürober⸗
Frchis. gest. ünsang Olt. 1804 on Vord eines Dampfers;
dauptwerk· ¶ Wefen und Zweck der Politik“ (5 Bde.
1883), ferner „Soziolog. Erkenntnis“ (1898), „Der pofi-⸗
ive Monismub⸗ (18989) u. a. t
Ratzes, Bod in Südtirol, am Nordfuße des Schlern,
n 207 m Hoͤhe, lalte Schwefel- und Cifenquelle.
Rau, Karl Heinr., Nationalökonom, geb. 29. n
troe zu Erlangen, feit 1822 Prof. in Heidelherg 6
das. 18. März od Amange der individralistischen Schule
Adam Smiths; Hauptwer: Lehrbuch der pout. Okono—
mig (3 Bde, 182637 ofl —
Raub (lal. rapina), rechtswidrige Wegnahme einer
fremden beweglichen Sache durch Gewalt; Straßzen R.
der auf offener Straße, einer Eisenbahn eꝛc. begangene R
— ———
Saauch Seeraub)
Raubanneuden, s. Borstenwürmer.
Zaubbeutler, .Venteaade
Raͤuber, Wilhelm, Maler, geb. 11. Juli 1849 in
Marienwerder, Schüler von Diez in München; Geure—
bilder aus dem Soldatenleben im Koͤstüm vef, des 17. Jahrh.,
Beehn das al e e e deae
Raͤuberromant Abart der deutschen Romanliteratur
de am Ende der 18. und am Anfang des 19. Jahrh. blühte;
dauptwerireter Egießenne Vulpius. — Vgi. Müller⸗
Ranversynvve/s. Eutwhchen sgFrauzeth Lisen
syRaub diegen inamilic ce iegen on
chlanter Gestalt, mit krüftigen Beinen, siarkem, stilettartigem
 Stechapparat, saugen andere Fliegen und Insekten
dus. Hierher die di. (Aslus), mit, großen, Mordiliege
—— mit mittel⸗ bis sehr großen, kraftigen, meist
dichtbehaatten Auten
Raubmordenmn Begriff, den das Deutsche Straf⸗
esetzbuch micht mehr kennt; wer einen andern tötet, uw
hu vberuben zu koͤnnen, wird wegen Mordes bestraft.
Raubmome (Lestris oder
dererarie Gattg. der Möwen,
stark gewöldeer hakiger Schna⸗
espide, roßcn Krallen, schnell
fliegende, gewandte Ruuber, Be—
weohner der Polarzone Große R.
Ihen L. catarrhactes Temm.
Abl 14781, braunlichgrau befe in
rönland und auf den Färder,
elten an der deutschen Küste; Schmarotzer⸗R. I. parasi
oas Temm.), graubraun, unten grauweiß, am häufigsten
aug südliche angetroffen.
Raubtiere, Ihern Sinne alle von lebendig ge⸗
fangener tierischer Beute lebenden Tiere, im engern die
zu einer Ordnung (Carnivöra) vereinigten Raubsäuge—
ticren deren Gedend e e ce Zähnen besteht
und sich durch einen Reißzahn, einen durch scharfschueiden de
wei⸗ bis dreizackige Kroue charakterisierten Backzahn, aus⸗
deichnet, und vder Gliednaßen in 4 oder 860bekrallter
sehen udigen.de fehlen auf den Papuainfeln, in Aufira—
ien ¶ Reustclans und auf den ozeanischen Inseln. Zur
Drdnung der R. gehören die Fammen der Katzen, Hyänen,
Hunde Schleihkahen, Marder und Büren. über den
Nang von Raubgeun batt Giute (oit gy, iber Ve
prcitung der ReGler (1894)
Raubvogei Raptatõres), der Vögel, von
üftigem Köperban sehr verschiedener Größe, mit kräfti—
gem, abwurts gekrümmten, hakig übergreifendem Oberqngbel
 mit wohlentwickeltet, die Nafenldcher umschließen⸗
F Wachshant Gaugbeinen mit getãfelten oder beschilderten,
teilweise befiderten Lauf, Sitzs oder Wendefüßen
n tarken, spihen, gekrümmten Krallen. Gefieder straff,
—— stark; Farbe meist düster, bräunlich ꝛc.
nemopolitisch perbreitete Vögel, die sich meist von warm—
üůtigen Wirbeltieren nuhren hre Beute lebendig fangen

195

Rau

ind die unverdaulichen Reste (Zühne, Knochen, Haare ec.)
vieder ausbrechen (Gewölle). Monogame Nesthocker, die
unstlose Nester (Horste) bauen. Zu den R. gehören die
Familie der Eulen, Falken und die Gruppe der Geier.
— WBgal. von Riesenthal (1876—78), ders. (Kennzeichen,
1. Aufl. 1889), Hennicke (1903).
Raubwanzen, Schreitwanzen (Reduviidae), Familie
der Landwanzen, mit sehr verlängerten Beinen; zahlreiche,
es. trop, Arten, die vom Naube anderer Inselten leben
und empfindlich stechen. Hierher die Kotwanze (s. d.),
die eigentliche R. (Gerris), von mückenartigem Aussehen,
mit zwei deutschen Arten, wovon G. érratieus Alg.
säufig in Gartenhäusern ꝛc.
Raubwespen (Rapientia), Gruppe der stacheltragenden
Zautflügler (j. d.,, mit den Familien der Faltenwespen
Wespen im engern Sinn), Grab-, Goldwespen, Ameifen:c.
Rauch, das aus Gasen, Dämpfen, unberbrannten und
salbverbrannten Teilchen bestehende Produkt einer unvoll—
sommenen Verbrennung erhitzter oder hellbrennender Kör—
»er. Über Rauchverhütung s. d.
Rauch, Christian, Bildhauer, geb. 2. Jan. 1777 zu
Arolsen, wirkte in Berlin und begruündete dort eine zahl—
reiche Schule der Idealplastik, gest. 8. Dez. 1857 in Bres—
den. Er schuf viele Statuen zeitgenössischer Fürsten und
Feldherren; seinen Ruhm begründete das Grabdenkmal
)er preuß. Königin Luise (im Charlottenburger Mauso—
leum), sein großartigstes Werk ist das kolossale Reiter—
denkmal Frichrichs d. Gr. in Berlin (1881). — Biogr.
oon Eggers (5 Bde. 1873 —91); Briefwechsel zwischen
R. und Rietschel, hg. von Eggers (2 Bde., 1800-591).
Räuchern, Methode der Fleischtonservierung (s. d.),
ründet sich auf die im Holzrauch vorhandenen antüseptischen
Stoffe (Essigsäure und Kreosot). Ähnlich, aber schueller,
virkt das Bestreichen des Fleisches mit Holzessig oder einer
nit Kochsalz versetzten Abkochung des Glauzrußes von Holz⸗
euerungen (Schnellräucherung). Auch die Desinfektion
J. d.) mittels gasförmiger Mittel.
Rauchfaß, bei den Griechen, Römern und Juden Ge—
fäß zum Verbrennen der Rauchopfer; in der kath. Kirche
die an Ketten getragene kelchartige Schale (thuribulum)
zu der seit dem J. Jahrh. üblichen Berüucherung der
Monstranz, Reliquien und Heiligenbilder, bei Begräb⸗—
nissen und audern kirchlichen Handlungen.
Rauchfleifsch, Rãuchern . d.) konserviertes
Fleisch. (S. auch Hamburger Rauchfleisch).
Rauchfreie Berbreunung, s. Rauchverhütung.
Rauchfrost, Reif. paren
Aan ahhlihner. s. Rauhfubhühner.
Rauchquarz, s. Bergkristall. svögel, 27.
Rauchschwalbe, s. Schwalben und Tafel: Sing⸗
Räͤuchseln, Weinkrankheit, die sich in dem rauch⸗
rtigen Geschmack des Weins äußert und durch einen Pilz,
zotrytis cinerés Pers., verursacht wird, der mit den
rauben in den Most gelangt.
Rauchtopas, s. Bergkristall.
Rauchverhütung, die Verhinderung des Austretens
on Rauch aus den Schornsteinen. Die durch unvollständige
herbrennung entstehenden —A bewirken außer
iner großen Belästigung und gesundheitlichen Schädigung
inen dedeutenden wirtschaftlichen Verlust infolge der un—
»ollkommenen Ausnutzung der Heizkraft des Brennstoffs.
zine wirksame Verhütung ist nur zu erreichen in Feuerungs⸗
imlagen, in welchen der im ersten Teile sich bildende Ruß
nnerhalb der Feuerung selbst verhrannt wird (Rauchver—
rennung durch Einführung sog. sekundärer Verbreunungsuft),
 oder in folchen Feuerungsanlagen, in denen die Ent—
tehung des Rauches von vornherein verhütet wird, wie bei
her automatischen Feuerung, speziell der Staubfeuerung,
den Feuerungen mit flüssigen Brennstoffen und den Gas—
euerungen. — Vgl. „Die Rauchbelästigung in großen
Städten“ (1883), Haier (1809), Schmatolla (1902), Ley⸗
nann (1903), Tschorn (19083).
Rauchwacke, Gestein, ein feinkörniger, von Höhlun⸗
n durchzogener Zechsteindoloniit von rotbrauner Farbe.
Rauchwaren, Rauchwerk, s. Pelzwerk.
Rauchwarenzurichterei, das Zurichten des Pelz⸗
oerks, darin bestehend, daß die Haut durch Gerben ge—
chmeidig gemacht Pelzgerberei) und die Haate oder Federn
jereinigt und mit Glanz versehen, auch noch gefürbt werden.