Red

—DDDD— eines Gewichts
der einer Feder.
Redwitz, bayr. Marktflecken, s. Marktredwitz.
Redwitz, Oskar, Freiherr von, Dichter, geb. 28. Jun
823 zu Lichten au hbei Ausbach, Iebte meist in Meran,
gest. 7. Juli 4881 in Gilgenberg bei Bayreuth; wurde
iamhaft durch die romantifche Dichtung „Amaranth“
I849 u, bn) schrieb ferner „Gedichte“ (1032u. v.), Dra—
men· („Philippine Welser“Der Hunftmeifter von Nürn
berg“, „Doge von Venedig“), Romane „Hermann Stark“,
„Haus Wartenberg“) den Sonettenzyllus Das Lied vom
aenen Deutschen Reich“ (130711 ü.),Odilo“ (1878 u. d.)
„Ein deuntsches Hausbnuch“ (1883) ul a.
Redwood (engl, spr. wudd, „Notholz“), s. Sequoia.
Ree, Lough Rsspr. lock rih), See in Irland, vom
Shannoͤn durchflossen/ 27 Rm Ig, 10 xm br.
Neede Rhede) nach der See zu liegender Teil eines
dafens, in dem die Schiffe die günstige Zeit zum Einlaufen
die von den Gezeiten abhängt) und Absegeln erwarten.
Reeder (Rheder), der Eigentümer eines zum Erwerb
durch die Seefahrt dienenden Schiffs; Reederei, s. Mit⸗
eederei; Reedereiflagge, s. Hausflagge.
Reef, Quarzader, bes. goͤldführende.
Reef, s. Segel.
Reell (frz.), s. v. w. Real (s. d.) in der Bedeutung wirk
ich vorhanden; auch redlich, zuverlässig; dazu als Sub—
tantivum Reeilität.
Reelles Bild, ein wirkliches, durch den Schnittpunkt
jebrochener Strahlen im freien Raume entstehendes Bild
ines Gegenstandes [Tafel: Optit J, 21; tann auf einem
Schirm aufgefangen werden; Gegensatz: Virtuelles Bild
Reem, J. Riemen. [(. d.).
Reep (niedersächs.), Tau; Reeperbahn, Seilerbahn,
Keepschläger, Seiler Reepschlägereien, Werkstätten zur
Berfertigung der Schiffstaue
Rees, Stadt im preuß. Reg.sBez. Düsseldorf, r. am
sthein, (1905) 4168 E., Amtsgericht.
Reessche Regel, s. Kettenrechnung.
Reetz, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Frankfurt, an der
hna, (19065) 2936 E., Amtsgericht.
Refaktte (hollünd.; frz. rötscticu), Abzug wegen schad⸗
hafter Ware; im Eisenbahnfrachtwefen Vergütung an einen
inzelnen Befrachter am Schlusse des Jahres sur starke Be⸗
uutzung einer Bahn.
Refektorium (lat.), Speisesaal in Klöstern.
Referat (ueulat.), Berichterstattung, Vortrag.
Referendar (neulat.), Berichterstatter; in Preußen,
Sachsen ꝛc. der Jurist und Regierungsbeamte nach der
ersten Staatsprüfung; in Süddeutschland Rechtsprakti⸗
anten genannt, dagegen Referendär s. v. w. Gerichts—
issessor. Referendariat, Amt eines R.
Referendum (lati), in der Schweiz das verfassungs⸗
nüßige Recht des Volls, in seiner Gesamheit über die
entworfenen Gesetze durch Abstimmung zu entscheiden; teils
obligatorisch, wie in Zürich, Bern, Shhoyz 2c. teils falul⸗
ativ, d, h. nur geschehend, wenn es eine bestimmte Zahl
von Stinimberechtigten oder von Mitguedern der gesegz⸗
gebenden Behörden verlangt, wie in Luzern, Zug, Schaff⸗
hausen ꝛc., und durch Bundesverfassung von 1874 auch in
eidgenössischen Dingen, wenn es 30000 Stimmberechtigte oder
Referent, s. Referieren. —D— nen
Referenz (lat.), Verweisung auf einen Auskunfts—
cteiler, Bezugnahme auf jemand behufs Empfehlung.
Referieren (lat.), Bericht erstatien, vortragen; Referent,
er, vortragende Beamte, Berichterstatter in parlamenta⸗
ischen Verfammlungen. Einen Eid referieren, ihn zurück⸗
Reff oder Reeßef. Segel. sschieben.
Reffeln (Riffein), s. Riffel.
Reffyekanonen (Refiyegeschütze), die vom frauz. Geue⸗
al de Reffhe Epru ih deb. 0. Zuli iein Straß⸗
zurg, gest. 2. Dez. 1880 in Versailles) von 1870 —75
jergestellten Hinterlader-Feldkanonen
Reflektieren (lat.), zurückwerfen (Lichtstrahlen, Schall⸗
vellen; s. Reflexiond; zurückstrahlen; nachdenken; sein Augen⸗
nerk auf etwas (bes. eine Anstellung) richten; Reflektant
emand, der auf eine Ansiellung ec, hnet Reflẽktor, Vor⸗
richtung zum Zurückwerfen von Lichtstrahlen, gewöhnlich ein
zarabolischer Spiegel, in großer Ausführung als Schein—
verfer verwendet; auch s. v. w. Spiegelteleskop (s. Fernrohr)

02

Refler (lat.), Widerschein, das Zurückstrahlen pe
dichts von einem glatten Gegenstande und dadurch be—
airkte Beleuchtung. kel⸗
Reflerbeweguͤngen (Reflexerscheinungen), Muske —
ewegungen, die durch Übertragung der Erregung eiees
ee ee auf einen Bewegungsnerveñ ohne du
un des Willens, häufig unbewußt, entstehen, z. B. da
siesen nach Kitzel in der Nafe, übelkeit' und arhuenen
uf Reize im Gaumen ?c. Die übertragung des Reize
indet durch Vermittlung gewisser Steuen (den Kiesler
entren) im Gehirn und Ruͤckenmark satt. Auch
bsonderungen werden auf reflektorischem Wege ausgelöft
reflektorische Absonderungen).
Reflexion (lat.), Zuruͤckwerfung einer gegen eine bclt
läche stoßenden Wellenbewegung, fei es des Lichts, de—
Schalls, der Wärme oder duch der
Vässerwellen; hierbei ist der Re— —*
iexiouswinkel (der Winkel [8 in Abb.
478), den d eedrenm —
em auf die spiegelnde Ebene gefäll— ion.
en Lote bildet) gleich dem Einfalls— A it
vinkel (dem, Winkel sa], den der einfallende Strahl mi
enem Lote bildet); Apparat s. Tafel“ Optit J, Ligen
eistigen Sinne Zurückbeugung des Geistes in fich selbst,
dachdenken, Betrachtung.
Refleriv (lat.). zurůͤckwirkend, rückbezüglich; Reflexiv⸗
ronomen, Reflexivum, s. Pronomen.
Reflerkrämpfe, rampfartige vewegungen auf. Fei⸗
ung eines sensideln Nerven, am häufigsten bei Rücken⸗
narkskrankheiten und Strychninvergiftung.
Reförm (neulat.), die beffernde Umanderung bestehen⸗
er Einrichtungen auf gefetzlichem Wege.
Reformaten, 8Zweig de Franziskaner⸗Observanten
m Italien, gegründet 1331 don dem SEpamer Stephan
Molina.
Kæerormatio in pequs (lat.), Anderung (eines an⸗
efochtenen — zum Nachteil (des Anfechtenden), nach
er deutschen Strafprozeßordnung (Is 372, 808) und divil⸗
rozeßordnuung (88 498, 522) verboten.
Reformation (Val), ümgestaltung, Verbesserung, bes
ie gegen Das Papfttuni und die mnttelalterliche Firche
erichtete Bewegung des 16. Jahrh. in deren Folge sich
ie luth. und reform. Kirche vom der katholischen trennte
der Haupturheber der R.Luther (sJ. d.), bezweckte —WB
nur die Abstellung der Mißbräuche, die Leipziger Dib—
»utation 1619 lehrte ihn, daß auch die Kircheufchre nach
)er Schrift gerichtet werden müsse, und so brach er 1620
urch die Verbrennung der Bannbulle mil dem Papsttuni.
dig, Hauptdaten der deutschen dt, (uber die schweterische
Rejormierte Kirche) sind. Luthers Auftreten mit den
5. Thesen über den Ablaß am b1. Ott. 1517; seine drei
Reformationsschriften von 16205,An deu chriftl. Adel
eutscher Nation⸗,, Die babylon. Gefangenschaft der Kirche,
Von der Freiheit eines Christenmenschen“; Luthers Er⸗
heinen auf dei Neichstage zu Worms id21; die Keichs⸗
cht über du 26. Mai; —S—— des N. T. auf, der
Vartburg (erschien 1322, die gauze Bibel 1634); Dämpfung
es Wittenberger Bildersturms durch Luther 1522; Er⸗
amng der R. zur innern Landessache sedes deutschen
Linzelstaates auf dem Reichsstag zu Speyer 1026; Neu⸗
inrichtung des Kirchenwesens auf evang. Art durch Kirchen⸗
isitationen und Kirchenordnungen (n Kurfachsen 1328
8);, Protestation zu Speyer 10. Aprit 1336 (s. Pro⸗
estautismus); Reichslag zu Augsburg 1630 WVorlegung der
lugsburgischen Konfessson); Schmalkaldischer Bund . d.)
5313 Rurnberger Religlonsfriede 1682 Abfassung der
Schmalkaldischen Artitel'(j. d.). 1637 für ein versproche⸗
es Konzil; Abschluß des Heiligen Bundes der kath.
Fürsten zu Nürnbergef. Liga) 1538; Regensburger Interim
s. Interim) 18415 1843 Eröffnung des Konzils von
rient; Schmalkaldischer Krieg 15406 — 47; Augsburger
jinterim 1548; Passauer Vertrage(s. d.) 46. Juli 1562
taatliche Anerkennung der Lutheruner“ im Aaesner
deligiosnsfrieden 26. Eept. 1068 (loug auch auf die Re⸗
ormierten ausgedehnt). Im FIunern wurde die R. teils
urch die sog. Schwarmgeister (Karlstadt, Wiedertäufer —9
eils durch erbitterte Lehrftreitigte ten geführderwelche
580 zum Erlaß der Konkordienformel (s. d.) führten,
ie den orthodoxen luth. Lehrbegriff festsselte,“ Vielfach