mit blutiger Gewalt unterdrückt (s. Gegenreformation)
hat doch R. fast bei allen gerir an. Völkern gesiegt
Vogl. Marheineke (2. Aufl. 1831 34), Häusser (2. WV
1879), Raute (7. Aufl., 6 Bde., 1894), Hagenbach (85. un
8879, bom Bezold (188790) Egelhaaf 1887⸗9 ð
i88) om darh. Standpunt? Dollinger (8 Bde. 43 *
8Bo, Rufl 1851); Janssen, „Geschichte des deut—
ihen Volts hzodu delis ugt
Reformationsfeft, chnl Gedenlfeier der Refor⸗
mation, zuerst 1668 in Sachsen eingeführt, seit im
danzen ebang Deutschland und Österreich luth. und re—
—— welchem
duthet 1817 Wittenberg die 98 Thesen anschlug) oder
un Sonntag darauf begengen Ive
Reformator Cat dohetrine Reformativn (. d.) be
vint reformatsrisch, uͤmgestaltend, verbessernd. d
Reformbiu England jede eine Reform bezweckendt
Bill insbise di auf die Parlamentsreform gerichtete von
830, 1867, 1884 85. d Ge⸗
Refornier (engl.), diejenigen, welche Staat und Ge—
elshost durch Reform ruhig und stetig fortzuhilden e
Resormgymnasimm Schule mit dem Anterrisn
des Gymnastins, die den fremdsprachlichen Unterricht mi
en Frangösische degingt. Mißbräuchen reinigen.
Reformieren (lat.), umgestalten, verbeffern, azn
„Reformierie Kirche, im Unterschied von der lu h
irche die von Zwingli und Talvin begründete prot. aen
demeinschaft, ausgehend von der Schweiz, wo zuerst Zwingli
J. d) m̃ Zürich die Reformation durchführte —ö“
ae daum auch in Bern und Sankt Gallen 18028, Basel un—
Egaf hausen 138 siegte. Dagegen widerstanden ihr die
Urkantone sowie Luzern und Freiburg; ein Bůrgernieg
hrach aus und der Sieg der Katholischen bei Kappel 11. Olt
— setzte der Reformierung der deutschen «
dietn deh folgten in der franz Schweig 13830 Reugatel,
dbs Genf. Hier entstand seit 1086 duͤrch Calvin (. d.)
die eigentümlichste und strengste Form der RK. H., die dauu
zuch in einem Teile Deutschlauds, in Frankreich, England
Sgottland den Niederlanden, Polen und Ungaru Ein⸗
sons fand. Hauptunterschiede der schweiz. und der luth
Reformatibn: die Kirchenverfassung (dott Presbyterial⸗, hier
sonsi iovenstenge die Abendmahlslehre (nach Luther
ae Gegenwarta getcan Blutes Christi, nach
wing uur symbolische, nach Calvin geistige); Calvins
Pridesinatoudhen In einigen luth. Kirchen Deutschands
 wunde diver Hug gegenüber versöhnliche Leht⸗
Lese Meianchiheus zuletzt als heimlich eingedrungene Lehre
bins sog. Kryptocalvinismus) blutig unterdrüct, ge—
och in andern Gebieten (Pfalz, Anhalt, Bremen, seit
—* auch Brandenburg) zur deutschreforin. Kirche aus⸗
Widen aber erst 1618 vom Reiche als solche anerkannt
Au Zrautreigh erhielten die Reformierten oder Hugenotten
G — durch das Editt von Nantes Idos Dulduug, nach
uherung desselben (1088) und langer Verfolgung erss
deg Gleichberehtigung In England traten der katholi⸗
tuden anwon etirge gutette rn
engeglvinische Presbyterigner und zahlreiche Sebkten
egenüber. Veit darone Jahrh. ließ in beiden prot,
dücen der Gegensatz zwischen lutherisch und reformiert
a in Deutschland füͤhrte diese Entwicklung 1817 zur
ugn G d). Von den Bekenntnisschriften der alter
e sind die berühmtesten: onkessio Tetrapolitana
d zu Augsburg uͤberreicht Soesio Leĩ veties .
8 bes. in der Schweiz verbreitet; Confessio Galli
ane Asbsos); die 83 Nentel der engl. Hochlirche 1862)
———— —————
woo) die neben dem „Heidelberger Katechismus“ (1562)
Krößten Einfluß ciangte Vgl. Eshoeiger Dib
anbenslehre der evang.ereform. Kirhhe“ (E Bde 1840
550 „Leben und gusgewählte Schriften der Väter und
nder der R ge e u
tithte der shmeig. Kogee rbe, Weclerhe
itdutnisschaftig den gee Ghogz
— Anhänger von Reforinen.
mn sormkoingiien die eine „Reformation der Kirche
oͤh Haupt und Gliedern“ erstrebeüden Konzilien zu Pifa,
—9 Basel und Ferrara-dlorenz im 1s. Jahrh.
esormparten ———
eformschule s. Reformaymugasium.

500.

Reg
Reformverein, Deutscher, s. Großdeutsche. Reli—
öser R., s. Deutschkatholiken.
Refraichieren ifrz, spr. erfrischen; Refrai⸗
hissement (spr. fräschifs'maäng), Erfrischung, Erquickung.
Refrain (Erz., spr. refräng), Kehrreim, regelmäßig
viederholte Worte, Verse oder Strophen in einem Lied,
Hes. als Schluß jeder Strophe. — Vgl. Stark (1886).
Refraktär Erz.), ein Widerspenstiger; der Milikär—
flicht sich Entziehender.
Refraktion (at.), s. Brechung (der Lichtstrahlen).
Refraktionsauomalien, Sehstörungen infolge von Ab—
veichungen im Derer den des Auges. Kurz⸗
ichtigkest, UÜbersichtigkeit, Astignatismus. Refraktions—
oinpensator, Refraktomẽter, ein von A. von Graefe kon—
truiertes Optometer (s. d.). Refräktor, s. Fernrohr.
Refrigeration (lat.), Abkühlung, Erkältung; Refri⸗—
gerãtor, Kühlapparat; der Eisbildner bei Eismaschinen.
Réefugieés (frz., spr. füschleh, „Flüchtlinge“), die in
den Religionsverfolgungen des 17. Jahrh. (bes. unter Lud—
wig XIV) aus Frankreich entflohenen Reformierten (s. Huge—
notten), die in Holland, Däneinark, England, der Schweiz
und Deutschland Aufnahme fanden. — Vgl. Weiß (franz.,
»Bde., 1858), Köhler (1867).
Refugio, El, Hafen von Matamoros (s. d.).
Refugium (lat.), Zufluchtsort; Refugten, Bezeich—
inng der Völkerburgen, alter prähistor. Zufluchtsstätten.
Refulgenz (Catd, Widerschein, Glanz.
Refus (rrz., spr. refüh), abschlägige Antwort, Zurück—
eisung; refüsieren, abschlagen, verweigern. sdigung.
Refutativn (lat.), Widerlegung; auch Lehnsaufkün—
Rega, Fluß in Hinterpommern, mündet nach 188 km
nterhalb Treptow in die Ostsee.
Regal (vom mittellat. rega), Bücher- oder Waren⸗
estell; lleine Orgel ohne Pedal mit mehrern Zungen—
timmen; ein veraltetes Rohrwerk der Orgel.
Regäl (lat.), Mehrzahl Regalien (Jura egalis, tönigl.
Rechte), die der Staatsgewalt vorbehaltenen Rechte, zer—
allen in höhere R., die aus dem Wesen der obersten Ge—
valt notweudig hervorgehen (gesetzgebende, richterliche, auf⸗
ehende, vollzieheüde Gewalt), und niedere R. mit nur wirt⸗
haftlicher oder sinanzieller Bedeutung (Münz-, Post-R. 2c.).
Rè galantuomo, s. Galantuomo.
Regalbnto, Stadt auf Sizilien, am Salso, (1801)
O38 E.; Schwefel⸗ und Steinsalzgewinnung.
Regalien, s. Regal.
Regalieren (rz.), köstlich bewrten.
Regardieren AErz), beobachten, berücssichtigen.
Regatta (ital.), ursprünglich die auf den
ranalen Venedigs; dann jede Wettfahrt auf dem Wasser
Segel N. Ruder⸗R.), bes. in England beliebt, seit 1874
uch in Deutschland.
Rtegel, monatliche Reinigung, s. Menstruation.
Regel, Eduard von, Gärtner und Botaniker, geb.
3. Aug. 1818 zu Gotha, 18655 Direktor des Botan.
Fartens in Petersburg, gest. 27. April 18092, verdient
im die Hebung des russ. Obstbaues; schrieb: „Allgemeines
harteubuch“ 2 Bde., 18656, 1868), Flora von Ajau,
kurlestan u. a. — Sein Sohn Joh. Albert von R. geb.
2.Dez. 1848 zu Zürich, bereiste als Kreisarzt in Kuldscha
187081 Turkestan und die angrenzenden Gebiete Zeu—
ralasiens, kehrte 1885 nach Petersburg zurück; Reiseberichte
n Petermauns Geogr. Mitteilungen“.
gRegel, Fritz, Geograph, geb. 17. Jan. 1858 auf Schloß
denneberg bei Waltershausen, 1382 Prof. an der Uni—
rerfität Jena, seit 1889 in Würzburg, hereiste 1806—97
Zdolumbien und andere Teile Amerikas; schrieb: „Thürin⸗
en“ (3 Bde, 189296), „Kolumbien“ (1899) u. a.
Regelatiön (lat.), das Zusammenfrieren aneinander
Regel Coß, s. Cosa. sgedrückter Eisstücke.
Regeldetri, Regula de tri (lat.), Rechnungsart zur
Auffindung einer Größe, die mit drei andern in Pro—
portion stchen, d. h. mit einer der drei ein Verhältnis
bisden soll, das dem der beiden andern gleich ist. Ist
nehr als ein Verhältnis gegeben, so heißt die Nech—
mugsart R. multiplex oder zusammengesetzte R. (R.
uinque, R. septem ?c.).
Regeling, Regelung, s. Reling.
Regelsvberger, Ferdinand, Reqhtslehrer, geb. 10. Sept.
331 Ju Gunzeuhausen in Bayern, seit 1884 Prof. in