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Böttingen; schrieb: „Bayr. Wpothelenueht (2 Bde.
2. Aufl. 1885), „Pandekten“ (GBd. I, 1898) u. a.
Regen, die aus Nebeltröpfchen in der Luft durck
Wachsen und Vexschmelzen sich bildenden größern Wasser—
tropfen, die durch ihre Schwere zur Erde fallen, oft auch
ganz oder teilweise von trocknen Luftschichten aufgesaugt
werden. (S. guch Regenverteilung und Regeunzeit
Regen, l. Rebenfluß der Donan, bildet sich in Rieder—
bavern durch Vereinigung des Weißen und Shhwarzßen Ri.,
nimmt r. die Cham auf und muͤndet nach 108 kmn gegeu⸗
über von Negengurn
Regen, Markt uͤnd Bezirksort im bayr. Reg.⸗Bez
Niederbayern, — 2580 E., Amtsgericht.
Regenbogen, Lichtbogen aus konzentrischen farbigen
Streifen (von außen nach innen;: rot, orange, gelb, gruͤn,
olau, violett), bildet sich durch Brechung und Spiegelung
des Sonnenlichts in den Regentropfen um den der Sonne
direkt gegenüberliegenden Puntte des Himmels (Gegen⸗
ounenpunkt) in Entfernung von 42“. Je nach der Gioße
der Tropfen sind die Farben verschieden entwickelt und
etzen sich dem Violett noch schmale farbige Streifen (die
og. sekundären Bogen) an. Ein zweiter schwächerer, in
Abstand und umgekehrter Farbenfolge heißt Neben Ri,
inzelne Stücke Regen- oder Wassergallen. Zuweilen enttehen
 auch Mond⸗R. wegen Lichtschwäche meist ohne Farben.
Regenbogenfisch, .Lippfische Abb. 1063).
Regenbogenhaut (Iris), s. Auge und Tafel: Sin—
esorgane ,4,6. Regenbogenhautentzündung (Iritis),
Augenkrankheit, die sich durch Verfärbung der R.— heftige
Schmerzen im Auge und in der Stirngegend, siacke Licht⸗
cheu und Tränenabsonderung zu erkennen gibt; führt leicht
uu Verwachsungen der R. mit der Linse (Synechien) und
adurch zu einer Verziehung der Pupille.
Regenbogenschüsselchen (duttas iridis), alte
Münzen, — aus einer Mischung von Silber und Gold,
»on napf⸗ oder schüsselartiger Gehalt, wahrscheinlich kelt.
Ursprungs; nach der Sage hatte sie der Regenbogen fallen
assen; sollen dem Besitzer Glück bringen Tafel: Mün⸗
zen L7I]. — Bgl. Streber (2 Abteil 1860 62).
Regenbogensehen, Sehstörung, bei der von den
tranken um Lichtflainmen Regenbogenfarben wahrgenom⸗
neu werden, bes. beim Glaukom.
Regeneration (lat.), Wiedererzeugung, Wiedergeburt,
Erneuerung; zoologisch die Erscheinung, daß ein Tier ver⸗
oren gegangene Teile wieder ersetzen kann. Sie ist von
den Reptilien (Eidechsenschwanz) an abwärts allgemein
derbreitet; auch das Verschwinden und ———
von Hagren (Sommer- und Winterkleid), Geweihe und
Federn bei Säugetieren und Vögeln, kaun als R. guf⸗
Jefaßt werden. Die R. kann zur ungeschlechtlichen Ver—
mehrung führen. Regeuerieren, wieder erzeugen, wieder
jerstellen; nen beleben; Regeuerãtor, Vpicschn
Regenerativsystem, Siemenssches, . Gasfeue—
Regenkammer, s. Hüttenrauch. lrungen
Regenkarten, s. Regenverteilung. spfalz.
Regenkreis, früherer Name des bayr. Reg.-Bez. Ober
Regenmesser, Hyetometer, Ombrometer, Pluvio—
neter, Udometer, Instrument zum Auffangen und Messen
2er auf einer gewissen Fläche auftreffeüden Regenmenge,
hesteht aus einem Gefaß von bekannter Auffangeflache.
Das Messen der Regenmenge geschieht in einem Meß—
glase. Man hat auch selbstregistrierende R.
Regenupfeifer (Charadriidae), Familie der Sumpf⸗
»ögel, mit kurzem, spitzem Schnabel und schlanken, dun—
nen Läufen, schmalen, spitzen
Flügeln, kurzem Schwanz, kodmo—
volitisch, verbreitete gern an Ge—
wässern lebende Zugvoͤgel, die vor⸗
trefflich laufen und fliegen. Hier—
her die Gattg. R. (Oharadrius),
ohne Hinterzehe, mit dem Golt⸗
R. (Dute, Tüte, Brachhuͤhnchen,
. Pluvinlis . TAbb. 147,
Oberseite schwärzlich, mit vielen kleinen gelben oder gelb⸗
zrigen Flecen, in ganz Europa, nmistet im Norden, zfeift
ei Regeuwetter laut; Morineu (Dudromias oder &amp; mori
nellus L.), etwas kleiner, mausgrau, Oberkopf schwarz⸗
hraun, hell gefleckt, mit weißer Binde umgeben; Fliuß⸗R.
Aoegislites oder C. Huviatilis Bechst.), Jraubraun, mit

.

veißem Halsband (Halsband-R.). Zu den R, gehören
ruch Austernfischer, Vrachschwalbe, Dickfuß, Kiebitz, Kroto⸗
ilwächter u. a. lsehet mi kath. Stiftern.
Regens (at.), Leiter, Vorsteher; Pater regens, —
Regensburg, unmittelbare und Bezirksstadt, Haupt⸗
radt des bayr. Reg.-Bez. Oberpfalz, x. an der Donau
jegenüber der Mündung des Regen, mit dem gegenüber
iegenden Stadtamhof durch eine seinerne Brücke (aus n
2. Jahrh.) verbunden, (1800) mit Karthaus⸗Prüll 462
I805 48412) 6. Garnison, vLand⸗, Amtsgericht, Kani⸗
uer für Handelssachen, Handels- und Gewerbekammer
zischofssitz, Oberpost⸗, Oberbahnamt; zahlreiche altertüm⸗
che Häufer, got, Dom St. Peter (1275 1554), Toman.
Sliftoͤlirche St, Emmeram, St. Jakobs- oder Schonen
irche, St. Ulrichs⸗, Nieder⸗ und Obermünsterkirche, cr
aus (1863 1806 Sih des Deutschen Reichstags) 7
Zilla, Klostergebäude St. Emmeram (ijetzt Residenz
zürsten von Thurn und Taris), königl. und Thurn und
ar ssche Bibliothek, Lyzeum, Kriefter, vischöft. Knaben⸗
eminar, 2 Gymnasien, Kreisrealschule; Tabak⸗, Maschi⸗
en⸗, Steingut-, Bleistift-, Seifefabrikation. 19 Ir
interhalb an der Donau die Walhalla (s. d. und Zafe
Zayern ꝛc. II, 2). R., das Castra Reégina der
ine der ältesten Städte Deutschlands, seit 739 Bischofs—
itz, seit 1245 Freie Reichsstadt, ward 1808 mit dem Bistum
ils Fürstent. R. dem Kurfürsten von Mainz, Karl J—
dalberg, gegeben; seit 1810 bayrisch. — Val. Walderdor
4. Aufl. 1856); Janner, —— der — von R. —
8 Bde., 18883 86); Fink (5. Aufl. 1000), Schratz un
dengler (5. Aufl. 1804).
Regensburger s. Interim.
Regenschatten, s. Regenverteilung.
Regenschirmvogel, s. Fruchtvögel [Abb. 630)..
Regenschnepfe, der grüufußtge Wasferiaufer (. d.):
nich der Regenbrachvogel (V. —— l
Regenftauf, MRarkifleden im bayhr. teg.⸗Bez. Oberpfalz,
im Regen, (1805) 2347 E., Intend
Regenstein, Burgruine bei Blaukenburg am 81
Regent (lat.), Herrscher, das monarchische Staa
berhaupt; im erigern Sinne der bei dessen ——
wegen Ninderjahrigkeit, Krankheit ac.) eintretende Reichs
der Landesverweser, gewöhnlich ein Prinz —
egentschaft, Reichsverweserschaft, Aml, Wurde und Re⸗
erungszeit eines R. —R. heißt auch einer der größten
digmanten [Tafel: Edelsteine J, 81].
Regentenstücke, Gemälde, s. Doelenstücke. itt⸗
egenberteilung, die Verleilung der dunchchnitte
ichen jührl. Niederschläge (Regen, Schuee, Hagel ec.) au
er Erdoberfläche, kann nach der Haͤufigkeit der Regen
ind der Negenmenge untersucht werden; zur Bestimmung
ienen die Inn . da), die die Grundlage der Regen
der hyetograph. Karten bilden [Exrdkarten I, 21
dauernd regenarme Gegenden finden sich in der Nähe der
Vendekreise au den Westküsten und in etwas höhern Breiten
m Innern der Festländer (Sahara, Arizona, Pern, Kala⸗
ari, Innerasien ꝛc.). Die größten Regenmengen fallen,
vo feuchtwarme Winde durch ein ehnn zum Aufsteigen
enötigt werden. So haben Assam, Malabar, Kamerun
ie größten Jahresmengen der Erde, obwohl die Regen 7
Vinter aussehen (s. Regenzeit), in kühlern Breiten sin
us denselben Ursachen die en en Wesiküsten Norwegens,
vroßbritanniens, eneaee Patagoniens das ganze
jahr sehr regenreich. Die vom vorherrschenden Wind abge⸗
ehrte Seite eines Gebirges, der sog. Regenschatten des Ge⸗
irges, ist viel ärmer an dan bef! in den beftandigen Win⸗
en der heißen Zone.
Regenwvogel, der Regenbrachvogel (s. Brachvogel); auch
ine westind. Kuckucksart (s. Thomas, naͤrrischer).
Regenwalde, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Stettin,
in der Rega, (1805) 3477 E., Amtsgericht, Rettungshaus.
Regenwolke, . v. w. Nimbus s. d).
Negenwürmer, Erdwürmer (Dumbricidae), Unter⸗
erdnuůg und Familie der Oligochuten, in der Erde lebende,
neist große Würmer mit — kurzen Körperseg⸗
nenten, derber Haut, rotem Blut, ohne Augen. Borsten
infach hakenförmig, wenig hervorragend. Gemeiner R
Lumbpricus terrestris 8 gelblich bis dunkelbraun, der
hürtel (eine drüsenreiche, durdd ihre Absonderung die Ver⸗
indung zweier Tiere bei der wechselseitigen Begaͤttung er⸗