Gruyter übergin Firma„Georg Reimer“), Verlag
aus allen — „Prot. Kirchenzeitung“, „Preuß
Jahrbi cher 1838 93). Der driite Sohn von, Georg
Dietrich Ri. (1888— 99), übernahm 1847 den kartogt
Zerlag feines Vaters, der 1891 an Hermann Höfer und
Erust Vohfen, 1803 n din lettern allein überging Firma
RFeimieriton, s. Reim. [„Dietrich Reimer!“).
Reimpaar, Versart, bestehend aus zwei aufeinander
eteimten Kurzzeilen, von Otfried bis auf Opitz sast guein
rerschend in den nicht zum Gesang bestimmten Gedichten.
Reimprefsion (nculat.), Wiederabdruck. sesigh
Reims pr. rähngs), fruüͤher Rheims, stark befestigt
Stadt inn fraͤn Veh Mabneede Beelt Coon los abs
—— — (1212 gegründet, mit 3830 Slatuen 7
der dassade ued 122 im Junern, vergoldeter Hochaltar, srit
ps Krönumgssigtie der franz. Könige), Abteikirche St.⸗
Vemi höne daee e itg Plate (lace rohale mit dem
Etandbild Ludwigs XVJ, Reiterftandbild der Jeanne d.Arc
Rathaus, Akademie der Wissenschaften; Judustrie in Won⸗
waren, Schaummenen Pfessertuchen. Biskuits. Hier goe
— König Chlodwigs, 1429 Einzug der Jeaune dArc
nit Karl I.; 4. Sept 1870 Besetuug durch die Deutschen
Reimfer Evangelienbuch, vLermeintliche grient
Haudshrift im Dom u Reims, auf die die franz. Königt
hren —— leisteten Gaher „Text du saore“ ge.
Janut), wurde später als kirchenslawisch erkannt; hg. von
dopilar (1843) Leger (1000) ze
Rein, Johann Justuͤs, Geograph, geb. 27. Jan. 1888
d Raunhenma M Großhzgt. Hessen), bereiste Europa
Ameritoa und Nordafrika, 1873 75 im Auftrage der preuß
Fegierung in Japan, seil 1876 Prof. in Marburg, 1888 n
dun selt 1001 auch au der Handelbhochschute in Koͤln wir
dd schrieb. Japen(eeoe Auf
d naturwiss. Abhandlungen“, (1882)
s Rein Wilh. Padagog, gebe 10. Aug. 1847 zu Eisenach
se 186 Prof der Pädagogik in Jena; schrieb: Herbarts
gierung, Unterricht und Zucht“ (3. Auft. 1881) „Päda⸗
dogt im Grundriß“ (4. Auft. 1008), „Enzyklopäd. Hand.
buch der Pädagogik“ 8. Aufl. 1006 f4) „Paͤdagogik in
Inewoatichen Darstellung“ (2 Bde. 1808), Grundriß der
te Aufl. 1806) “u. d.
Reinach Joseph, franz. Politiker, geb. 80. Sept. 1856
Paris don israel. Eltern, 1881 Kabinettschef Gam
attas 188 und 1893 Deputierter, Gegner Boulangers,
mden et otne eeee
uet. — Seine Brüder: Salomon R., Philolog und
Anhäolog, geb. 29. Aug. 1858 in St.Germain⸗en⸗Laye,
anservatbr am Altertumsmuseum das.; schrieb: „Manuei
e Abuslogie classique“ (2 Bde., 2. Aufl. 1884), „Re
—5 —
promiquẽd d Orient (1883891) u. a.; Theodor R.
isorilc, geb. 8. Juli 1860 in Sgiut⸗ Germain⸗eu⸗Laye
„Hstoire des Teraslutes“ (18880),, Mitnridate
ator Esso; deutsch 1800) u. q.
deeinaert der. de d. . Reinhard), Name des
e I np .99
au, ve w. Rohbau (s. d.)
Reinber, Dorf im ie Hedchez. Schleswig, an
er Bille, so5) 1874 E., Amitsgericht, Kaltwasserheil—
instalt; Sommerfrische
d Rinvboi von Durn, deutscher Dichter des 13. Jahrh.
Dienstmann Ottos des Erlauchten von Bayern, ahmte ir
ner poet. Bearbeitung der Legende vom heil. Geörg (h9
on Vetter 1896) Wolfram von Eschenbach nach
Reinede Karl, Kompouist, Dirigent und Klavier—
pirtuoß, geb. 29 Juni 1824 in Altong, seit 1860 Lehrer
— Eludiendirettor) am Konservatorium in Leipzig
— auch Kapellmeister der Gewandhauskonzerte,
ber Wo Kompositionen sde bon ihm kuschtenen, darunter
Opern C, König Manfred“, „Auf hohen Befehl“,
„Der Gouverueur vpon Tours“), mehrere Operetten, ver—
cieden größere Chorwerte, die Märchentomposilionen
¶ ornrds hen Schncewittchen⸗ Ascheubrödeluc., dret
Fihfouien vier Klabierkonzerte, biele Kamniermusikwerte
iedr a suen „Die Beethovenschen Klaviersonaten
Auf 1905) u. g BVal. Segnitz (18000).
Reineciaude rz., spra ränklohdd, s. Pflaume.
Reineke Vos (E. Fuchs), niederdeutsches Tierepos
iach dem niederland. „Reingert“ des Hinrit van Alkmar

31

Rei

carbeitet, zuerst in Lübeck 1498 gedruckt. Reue Ausg.
on Prien (1887), Wolff (1883); übersetzt ins Hochdeutsche
von Goethe (1794), Soltau (1803), Simrock (1845) u. a.
Reinerz, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Breslau, an
der Weistrißz, (1905) 3189 E., Amtsgericht; dabei Bad R.,
nit Molkenkuranstalt, acht kohlensaureu alkalischen Eisen—
uellen, Mineral- und Moorbädern.
Reinette Efrz., spr. renett), s. Renetten; R. d'Alle⸗
nagne (spr. dall'mänuns), s. Borsdorfer Apfel.
Reinfeld, Marktflecken im preuß. Reg.-Bez. Schleswig,
1900 1076 E., Amtsgericht.
Reinhard, Franz Volkmar, prot. Theolog, geb. 12. März
753 zu Vohenstrauß in der Oberpfalz, 1780 Prof. in
Wittenberg, 1792 Oberhofprediger in Bresden, gest. das.
3. Sept. 1812; Vertreter des „rationalen Suprauatura—
ismus“; seine Predigten (40 Bde., 3. Aufl. 182987)
jalten als Muster; schrieb ferner: „Versuch über den Plau
desu“ (8. Aufl. 1880), „System der christl. Moral“ (5. Aufl.
815) u. a. — Biogr. von Pölitz (2 Bde., 1813-15).
Reinhard, Karl Friedr., Graf, franz. Staatsmann,
——
1791 nach Paris und trat in den diplomat. Dienst, 1798
Minister des Äußern, dann Gesandter an verschiedenen
Zöfen, unter den Bourbons am Deutschen Bundestag,
832 Pair, gest. 25. Dez. 1837 in Paris. „Briefwechsel“
mit Goethe (1550). — Vgl. Lang (1896).
Reinhardsbrunn, Lustschloß des Herzogs von S.⸗
Toburg-Gotha, bei Friedrichroda, 1089 als Benediktiner—
kloster gegründet, 16285 zerstoͤrt, später erweitert, 1827 —86
im got. Stil erneuert, 1874 vollendet.
Reinhardswald, Bergrücken zwischen Weser und
Diemel, preuß. Reg.-Bez. Cassel, im Staufenberg 468 m.
—E— Christian, Laudschaftsmaler und Radierer,
geb. 24. Jan. 1761 zu Hof, seit 1789 in Rom, gest. das.
3. Juni 1847. — Vgl. Baisch, „R. und seine Kreise“ (1882)
Reinhausen. 1) R. in Hannover, Dorf im preuß.
Reg.⸗Bez. Hildesheim, (1905) 692 E., Auitsgericht. —
V R. in der Oberpfalz, Dorf im bayr. Reg.-Bez. Oberpfalz,
um Regen, 3678 E.
Reinheim in Hessen, Stadt in der hess. Prov.
Sarkenburg, an der Gersprenz, (1905) 2076 E.,Amtsgericht.
Reinhold, C., Pseudonym von Christian Reinhold
döstlin (s. d.).
Reinhold, Karl Leonh., Philosoph, geb. 26. Olt. 1758
zu Wien, erst Jesuit, spüter Protestant und 1787 Prof.
n Fena, 1794 in Kiel, Schwiegersohn Wielands, gest.
(0. April 1828, als philos. Schriftsteller und Lehrer seiner
Zeit sehr einflußreich, bes, durch Verbreitung der Kautschen
oͤhllofophie („Briefe“, 2 Bde. 178092). T. Sein Sohn
ẽrnst R. geb. 18. Okt. 1798 zu Jena, gest, dasf. 17, Scpt.
868 als Vrof., ebenfalls philos, Schriftsteller („Logit“,
827; Geschichte der Philosophie““, 8 Bde. 4. Aufl. 1864;
Metaphysit, 3. Aufl. 1884, u. a.) verfaßte eine Biogr.
ines Vaters (1825) — Vgl. Apelt (1840).
Reinick, Rob. Paler und Dichter, geb. 22. Febr. 1806
u Danzig, seit 1844 in Dresden, gest. das. 7. Febr. 1852;
dieder“ (1844 n. b.), „Märcheus, Lieder- und Geschichten—
zuch“ (13. Aufl. 1904) u. a.
Reinickendorf, Dorf im preuß. Neg.-Bez. Potsdam,
rordwestl. Vorort von Berlin, (18900 14770 (1905: 22400)
x* sKarte: Deutsches Reich I, 3)].
Reinigung, monatliche, s. Menstruation.
Reinigung Mariä, sLichtmesse. —
Reinigungseid, im frühern Strafverfahren ein Eid,
„en ein durch die Beweisaufnahme nicht von allem Ver—
haͤcht gereinigter Angeschuldigter zu schwören hatte; im
enern Zivilprozeß ein richterlicher Eid, der nicht dem
Zeweispflichtigen, sondern dem Gegner auferlegt wird.
Reinisch, Leo, Ägyptolog und Sprachforschert (afrik.
Sprachen), geb. 26. Okt. 1838 zu Osterwitz in Steiermark,
868 1864 Prof. in Wien, bereiste 18658— 66 AÄAgypten,
875-76 das Land der Bogos, 1879 -80 das der Habab,
Bedschut, Barea ec.; schrieh: „„Agypt. Chrestomathie“ (1875
7 Nuba-Sprache“ (2 Bde., 1879), „Bedanye—
Sprache“ (2 Bde., 1893; „Wörterbuch“ 1856),,Somali—
Sprache“ (3 Bde. 1900 55) u. a.
Reinke, Johanues, Botaniker, geb. 3. Febr. 1849 zu
Zickhen (Fuͤrstent. Ratzeburg), 1878 Prof. in Goͤttingen,
eit 18885 in Kiel; schrieb: „Entwicklungsgeschichtliche Unter—