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uchungen über die Cutleriazeen des Golfs von Neapel“
1878), „Lehrbuch der allgemeinen Botanik“ (1880), „Atlas
heutscher Meeresalgen“ (1888 u. 1891) u. a.
Reinkens, I Hubert, altkath. Bischof, geb. 1. März
1821 zu Burtscheid beiĩ Aͤchen, 1883 Prof. in Breslau—
nach der Schrift „Uüber die päpstl. Un—
ehlbarkeit“ (1870) suspendiert, 4. Funi 1873 zum Bischof
)er deutschen Altkatholiken gewählt (Sitz in Bonn) und in
Preußen, Baden, Hessen anerkannt, gest. 4. Jan. 1896.
Schriften; „Die päpstl. Dekrete vom 18. Juli 1870 (6 Tle.,
187 ), „Die Lehre des heil. Cyprian von der Einheit der
—F
„Melchior von Diepenbrock“ (1881) u. a. — Vgl. Beyschlag
1886), Nippold (1896), J. M. Reinkens (1806).
Reinkultur, s. Batteriologie.
Reinmar, mehrere — R. von Hagenau
der R. der Alte, aus dem Elsaß, lebte am Wiener Hofe,
gest. etwa 1203; seine Gedichte in „Minnesangs Früh—
iing“ (5. Aufl. 1893). — Bgl. Burdach — R.
zon Zweter, Spruchdichter des 13. Jahrh., vom Rhein ge⸗
zürtig, am böhm. Hofe, gest. nach 1252 in Eßfeld bei
Ochsenfurt. Ausgabe seiner Gedichte von Roethe (1887). —
R. von Breunenberg, Ritter aus der Gegend von Regens—
hurg, gest. vor 1276; dichtete einstrophige Minnesprüche
hg. in von der Hagens ‚Minnesingern“, Nr. 61).
Reinsberg, Otto, Freiherr von, s. Düringsfeld,
Ida von. [7166 E.; Steinkohlenbergbau.
RNeiusdorf, Dorf in der sächs. Kreish. Zwickau, (1905)
Reinstallieren (neulat.), wieder in ein Amt ein—
etzen; Reinstallatisn, Wiedereinsetzung.
Reinthaler, Karl, Komponist, geb. 13. Okt. 1822 in
Frfurt, seit 1858 Musikdirektor und Domorganist in Bre—
nen, gest. das, 13. Febr. 18806; komponierte Opern („Küth—
hen von Heilbronn“), das Oratyrium „Jephtha“, eine
Sinfonie, weltliche und geistliche Gesänge ꝛc.
Neis (Oryza L.), eine der wichtigsten Getreidepflanzen
der trop. und subtrop. Gegenden, zu den Gramineen ge—
Jjörig. Wildwüchse der nordamerik. oder Wasser⸗R. (.
zizanie) und O. punotãta Kotsch im
Sudan. Der Kultur⸗R. [Abb. 1485
1 Frucht mit Granne, bäFrucht, größer
nit seinen zahlreichen Varietäten 60- 170
wn hoch, mit überhängender Rispe, wird
ruf bier Hauptformen zurückgeführt: O.
zattva und praeoox (Sumpf-R.), auf
Sumpfland, O. montana (Berg⸗R.),
auf trocknem Boden, oft in beträchtlicher
Höhe (am Himalaja bis 2000 m), 0.
lutinosa (Kleb⸗R.), weniger ange—
haut, mit klebrigen Körnern. Ver
Fultur-R. stammt wahrscheinlich aus
Indien und China. Die wichtigsten
eptiraen sind Japan, —*
Thina, die Philippinen, Sundainseln,
Zinter⸗ und Vorderindien, Ceylyn und gulturreis.
Madagaskar, Brasilien, Italien u. a.; der R, wird oft auf
künstlich bewässertem Boden gezogen. Die Reiskörner, reich
an Stärkemehl, bilden ein wichtiges ene dienen
zur Gewinnung von Reisstärke . Stärke), von Arrat Reis·
branntwein) uͤnd Reisbier (Sati, Samschu, in Südostasien
getrunken) 2c., Reisstroh zu Papier; die Abfälle beim Schä—
len des rohen R. (Paddy) werden zu Reismehl verarbeitet,
das wegen seines Slgehaltes ein gutes Viehfutter ist; aus
dem Bluch-⸗R. wird Gries hergestellt [s. Beilage: Ge—
ireide — Bgl. Oppel (1890).
Reis (Einzahl Real, diei), Geldrechnungseinheit in
PBortugal und Brasilien. 1000 R. sind ein Milreis (s. dy).
hortugal in Kupfer Stücke zu 8, 8, 10, 20 R.,
Brasilien in Rickel Stücke zu 60, 100, 200, in Bronze
zu litdt R. Gel
Reis, Philipp, Physiker, geb. T. Jan. 1834 zu Gelu⸗
zausen, Lehter ain itwge Insftitut zu Friedrichs⸗
horf bei Hoͤmburg, wo er 1860 das erste Telephon kon⸗
truierte, gest. 14. in 1874. — Vgl. „Philipp R.“ (1899).
Reisbier, s. Reis.
Reisebuchhandel, Zweig des Buchhandels, der den
Bertrieb von Büchern (große Enzyklopädien, Prachte, Fach—
verke u. a.) dadurch bewirkt, py er Agenten (Buchhand⸗
ungsreisende) aussendet, die die ihnen geeignet scheinenden

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bersonen aufsuchen, um sie d — von Muster⸗
änden zu Bestellungen zu veranlassen.
Ie en —* der türk. Minister des Anen
Reifen, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Posen, J —
ischen endsratm (agoͤtß 1128 E.; dabei Schloß R.
rürsten Sulkowsti mit Gemäldegalerie.
Reisen, s. Beilage: Entdecungsreisen. zß in
Reisenauer, — Pianist, geb. 1. Nop. 18
pöngoberg. Sqhuler vifzts 18005 Lehrer am deipz
donservatorium; veröffentlichte mehrere diedertompasiti cnen—
Reißender, s. Handlungsreisender und Reisebuchhandel.
Reiseroute, s. v. w. SZwangspaß.
een schwerbewaffnete Reiler im Mittelalter.
Reiskäfer, s. Kornwurm. b
vieisrke, Joh. Jal., Phitolog und Orientalist, —*
5. Deg 1710 u Zorbig bei Halle, 1788 Rektor
dikolaischule zu Leipzig, gest. 14 Aug 1774, gab
eiche griech. Schriftsteller heraus. — Seine Gattin .
tine Ehristine R. geb. 2. April 1735 zu Kemberg, v
as. 27. Juli 1798 unterstühzte ihn bei seinen —
irbeiten, gab seine . Selbstbiographie“, (1783 heraus
Reisiaufen, das bes. seit dem 18. Jahrh. in gu
ʒaweig üdliche Eintreten junger Männer in frem
driegsdienst, durch Bundesbeschluß verboten.
Reismelde, s. Chenopodium [IAbb. 342)].
Reispapier, s. se Papier. eb
Reif;, Wilh. Geolog und Entdeckungsreisender, —*
8. Juni 1888 zu Mannheim, bereiste 1888 60 Azoren.
eira und Kanarische Inseln, 1866 mit Fritsch und Stü
Jriechenland, 1868 76 mit Stübel Sudamerika, lebte q
877 in Berlin, seit 18902 auf Schloß Könitz CThüringendi
chrieb mit Stübel: „Das Totenfeld von Ancon in —
3Bde. 1880 -86), Kultur und Industrie füdamerik. e
er⸗ IRBde. 18882 60), mit verschiedenen, Reisen in Sü
merita (I800 1902), Ecuadorx, 18702 74 (1901 —2
Reißblei, s. v. w. e . d.). p
Reifsiger, Karl Gottlieb, Komponist, geb. 831. 8
og zu Velzig bei Wittenberg, seit 1826 goflapellmein
n Dresden, das. 7. Nov. 1889; schrieb ——
zeit beliebte Opern (, Die Felsenmühle“ u. ge) sowie Lie
Reißkofelgrupse, Gruppe der Gailtaler Alpenei
en Karnischen Alpen, 2869 m. nusseit
Reißlaͤnge, bei Faserstoffgebilden (Papier, Gespins e p
Vewebenß diejenige Lange eines fadenförmigen Körpers
ei der diefer freihüngend infolge seines Eigengewichts zer
reißt; als Längeneinheit dient das Kilometer. ist
Reißmannu, Aug. Musikschriftsteller und Komponin⸗
jeb. 14. Nov. 1825 zu Frankenstein in Schlesien, gest. 4. 25
1903 in Wiesbaden; schrieb: „Geschichte des deutschen vied
1874), R. Schumann“ (3. Aufl. 1378), F. Mende
vhn Betlholdye (. Auft. iss),ZJliuftricce Geschich
er deutschen Musit (2. Aufl. 1882) u. ge; ferner Opern.
Sinfonien, das Oratorium „Wittekind“ ꝛc.
Reissiar, Reisstärting, f Hordenvögel [Abb. 8241.
Reißzahn, s. Raubtiere und Zähne. —
Reisvogel, eine zu den Amadinen gehörige Art d
AI d.), auch der Reisstar heißt R. q. Horden
»ögel nebst Abb. 824).
Reitbahnbewegung, s. Zwangsbewegungen.
Reiten, s. Reitkuünst. A, der
seitende Jager, neinzelnen Armeen Truppenteile de
erchten Kavallerie in Deutschland Jüger zu Pferde (s. d.)
Reiter (Rijver), niederländ. Münze, s. Ducaton.
Reiteralion Uat), Jleration, Reperition, Wieder
lung, reiterativ, wiederholt.
Reiterei, s. Kavallerie.
Reithgras, s. Calamagrostis.
Reithoͤffer, Johann Kepomuk, Erfinder der Kau⸗
schukweberel geb. 18, April 1791 zu Feldsberg in Nieder
fierreich, steutte in Wien Gummisäden her,die zu, Ge
veben verarbeitet wurden, gest. 6. Mai 1872 zu Maue
ei Wien. — Biogr. von seinen Söhnen (189040),
Reitkunst, Inbegriff aller Regeln, um das Pferd —
Wilen des Reiters untertan zu machen, die Fertigkeit,
iuf dem Pferd Sitz und anständige Haltung zu behaupten
ind dasselbe richtig zu lenken. (S Hohe Schule.) — Wer
on von Sttingen ss8), Schöndeck' (neueste Aufl. 189
Isob), Heine (0 Aut. 1880), von Sanden (1000).
Reitmnaus, s. Wühlmäuse.