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„FHistoire de la phMosophie en Angleterre“, 2 Bde.,
1875 u. a.). — Sein Sohn Paul Louis Etienne, Grai
von R., geb. 17. Nov. 1831, 1871 -73 Kabinettschef seines
Baters, ** Deyutierter, 1878 Senator, gab die Me—
moiren 7 deutsch, z Bde., 1901) und den Bricfwechfel
I1884) seiner Großmuͤtter heraus.
Remusat (spr. müsah), Jean Pierre Abel, Orientalist,
geb. 5. Sept 1788 zu Paris, gest. 1. Juni 1832 als Prof.
aim Collèege de Franeo das.; Hauptwerle: „Rooherehes
zur les langnes tatares“ (1820), „Fléments de It
zsammaãro chinoise“ (1822).
Ren, s. Renntier. sder Nieren.
Renaden, in der Organotherapie verwendetes Ertrati
Renaissance (frz. spr. nässangß), Wiedergeburt, der
»om Geist der Antike belebte, ihre Formen aber neu' und
elbständig behandelnde moderne Stil in der bildenden
dunst und Literatur, der seit Ausgang des Miltelalters
sich von Italien aus verbreitete. Fruͤh⸗R. (Quattrocento),
die Kunst des 15. Jahrh.; Hoch⸗R. (Cinquecento), die der
ersten Hälfte des 16. Jahrh, — Vgl. Lubke, „Geschichte
der R. in Deutschland“ (1882) und in Frankreich (1886);
G. von Bezold, Baukunst der R.“ (1900); Jat. Burc
hardt, Kultur der R. in Italien“ (7. Aust. 1890), Philippi,
 Kunst der R. in Ztalien“ (2. Aufl. 1908); Geiger,
„R. und Humanismus in Italien und Deutschland“ (1882)
Voigt (8. Aufl. 1898). Hierzu die Tafeln: Renaisfance
Nu. ; auch Tafel: —E
Renair (spr. näh), belg. Stadt, s. Nonsse.
Renan (spr. ang), Erxnest, frauz. Orientalist und
Schriftsteller, geb, 27. Febr. 1823 zu Treguier (Edtes-du⸗
Rord), 1862 Prof, am College de Francé, 1868271 auf
Zetrieb der Klerikalen abgesetzt, seit 1878 Mitglied der
Alademie, 1883 Administrator am Collège de Franoe, geft.
2. Okt. 1802 in Paris; schrieb: „Histoiro généralo des
langues sémitiques“ (4. Aufl. 1864), „Vie deo Jésus“
1863; deutsch, 5. Aufl, 1803), „Histoire des origines
lu chrâstianismo“ (1868 -82), Histoiro du peuplo
LIsrasl (5 Bde. 1887—94; deutsch 1804) u. a. „Erin⸗
nerungen“ (deutsch 1883). — Bal. von Stailles (48000),
Allier (1886), Daͤrmesteler (1808), Barry (engl. 1905).
Rengta (Reute de Frauce), Herzogin von Ferrara,
Tochter Ludwigs XII. von Srankreich, geb. 26. Okt. 1510,
1628 mit Hercules von Este, Herzog von Ferrarg, vermählt,
ewührte den Bestrebungen der Renaissance und kirchlichen
aee Raum, zog sich 1660 nach Frankreich zuruͤck,
gest. 12. Juni 1574.
Renatus, Vegetius, s. Vegetius Renatus.
Rengatus von Anjou, s. Rent.
Rench, r. Nebenfluß des Rheins in Baden, entspringt
im Kniebis, mündet nach 54 xm bei Helmlingen.
Renchen, Stadt im bad. Kr. Baden, Amtsbez.
Achern, an der Rench, (1905) 2144 E.
Rencontre (frz. spr, rangkoöngtr), zufällige Begegnung,
merwartetes Zusammentreffen, bes. feindliches.
Rendaänt Erz.), Rechnungsführer, Kassenverwalter.
Rendantür, Behörde, die Gelder einnimmt und auszahlt.
Rendement (rz. spr. rangdmäng), Ertrag, Ausbeute,
zes. an Raffinade aus dem Rohzucker.
Rendezvous (frz., spr. rangdewuh), verabredete Zu—
ammenkunft, Stelldichein; Sammelplatz der Truppen.
Rendsburg, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Schles⸗
wig, an der Eider und dem Haiser⸗Wilhelm⸗Kanal, (1800)
14757 (1908: 15 581) E., Garnison, Amtsgericht, Hafen⸗
nlagen, Gymnasium, Realgymnasium, Tiefbauschule; Woll⸗,
Baumwollindustrie; bis 1888 Festung.
Reneé J. Genatus) von Anjou genannt der Gute,
Titularkönig von Neapel, Graf von Provence, geb. 16. Jan.
A09 zu Aungers, zweiter Sohn Herzog Ludwigs II. aus
Zem juͤngern Hause Anjvu, gewann durch seine Gemahlin
Isabella Lothringen, ward 148187 von Philipp von
Burgund gefängen gehalten, mußte Neapel 1442 an Alfons
oon Aragonien abtreten, überließ Lothringen seinem Sohn
Johann, beschäftigte sich bes. mit Poesie und Malerei, gefi.
10. Juli 1480 zu Aix. Werke hg. von Quatrebarbes
a Bde. 184446). Biogr. von Lecoy de la Marche
Renee de France, s. Renata. Bde., 1875).
Renegat (neulat.), Verleugner, Abtrünniger, bef. ein
vom Christentum zuni Islam Ubergetretener; auch einer,
der aus unlautern Motiven seine Partei wehselt.

Renen, niederländ. Stadt, s. Rhenen.
Reneiten EErz. Reinetten), 7. bis 12. Klasse des Diel⸗
acasschen Apfelsystems (s. Apfel).
Renforcẽé (frz., spr. rangforßeh), Taftband. asn
Renfrew Epr. Iru), Graffchaft an der Westküste
Zchottlands, ba qum, (1901) 2608 034 E. — Die
dauptstadt R., am CElyde, 8297 E.
Reng, s. v. w. Henna (s. Alkannawurzel).
Rengagement (pr. ranggaschmang), im franz. Heere
ne Wiederverpflichtung zum Vienst, s. v. w. Kapiulatien
s. Kapitulant). 41166.
Reni, Stadt im russ. Gouv. Bessarabien, an der Donau,
Reni, Guido, ital. Maler, iner der Hauptmeister
er Bolvgneser Schule, geb. 4. Nov. 1575 zu Calvenzano,
jest. 18. Aug. 1642 zu Bologna; Hauptbilder: Aurora
Deckenbild im Palast' Rofpigliofi zu Rom, 1609), Him—
nelfahrt Mari (Bologna und München ITafel: Ma⸗
onna, 8)), Christus mit der Dornenkrone ——
Dresden, London, Wien), Reuige Magdalena Paris un
dondon), Sterbende Kleopatra (Florenz), Bildnis der
Zegtrice Cenci (Palast Barberini zu Rom). akeit.
Reniförm (neulat.), nierenförmig. sspenstigkeit.
Renitent Cat) , widerspenstig, Renitenz, Wider⸗
Renuke, Maräne, Felchen, Fölchen ocregönus)
zifchgalig. der vachsfamslie, mit keinem Maul, —
rärbung, meist Süßwasserfische der nördl. kalten un
emäßigten Zone, die Alpen—
een in großer Tiefe bewoh—
nend. Hierher der Schnäpel
. oxyhynchus L.), südstl.
 Nord- und westl. Ost⸗
eeküste, kommt frisch, gesalzen
ind geräuchert in den Handel;
Atseeschnupeli (Meermarüne, C. lavaretus L.), in pr
Istsee; große oder echte Marüne (O. waraena 64. IAbb.
boh, in den pommerschen Seen, bef. im Raduüfee, Fleisch
ehr geschätzt; Weißfelchen (Sandfelchen, Bodenrenke, Fera,
. fers Mur.), in schweiz. und bayr. Seen, nicht bes. ge⸗
chätzt; Blaufeichen (Balchen, Albock, gemeine R. O. Wartnannã
 Bl.), geschätzter Tafelfisch, in den größern Seen an
der Nordseite der Alpen, heißt am Bodensee im ersten Ir
deuerling, im zweiten Stuben, im dritten Gangfisch, wir
cuch gesalzen und geräuchert, Kropffelchen (Kilch, C. bienaiis
 Mari), in den Tiesen des Boden- und Ammersees,
Rame von der Anndetnung der Schwimmblase und des
deibes heim Heraufholen. — Über die Maireuke s. d.
Renkersmühle, Wildbad bei Haßfurt (s. d.).
Rennarbeit, Rennen, Darsteuͤung von Sqmiede⸗
sen und Stahl iRennstahl, s. Eifenerzeugung) direkt aus
ẽrzen auf dem Rennherd im Rennfeuer. J
Rennbahn, die ebene, meist eillipfenförmige Fläche
ür Wettrennen (s. d.); für Pferderennen ist das sog—
Seläuf aus Rasen oder Sand und entweder eben oder
»on natürlichen oder künstlichen Finernisep (Hürden,
Mauern, Wassergräben 2c.) unterbrochen Tänge 800—
2400 w); fur Wettfahrten mil dem Fahrrad aus Zement
Länge 800500 m, mit einer Kurvenerhöhung bis A, m).·
ler die R. der Alten s. Hippodrom.
Renne, sav, w. Lab (s d.).
Rennellströmung, (waährscheinlich irrtümlich) von
em engl. enepen (Topograph und Ojeanograph)
James Rennell (geb. 8. Rov 1748 geft. 29. Rärz 1880)
mgenommene Meeresströmung im Golf von Biscaya.
Rennen, s. Wettrennen und Rennbahn; metallurgischer
Brozeß, s. Rennarbeit.
Renner, Lehrgedicht des Hugo (s. d.) von Trimberg .
Rennerod, Vorf im preuß. Reg.-GBez. Wiesbaden,
m Westerwald, (1808) 2228 E. Amtsgeriqht.
Rennes (spr. renn), Hauptstadt des franz. Dep.
Ille-et⸗Vilgaine, ehemals der Bretagne, am Zusammenluß
 der Ille und Villaine, (1901) 74676 E., Universität
8 Falultäten), Arsenal. Is. Bains.
Rennes⸗les⸗Bains (pr. renn lä bäng), fraͤuz. Dorf,
—RWu
Rennfeuer, Rennherd, sNennarbeit.
Rennstahl, s. Nennarbeit und Eisenerzeugung.
Rennstieg, Rennsteig, Rennweg (von enn Rain)
tralter Grenzweg auf, dem Kamm des Thüringer Waldes,
on der Saale bei Blankenstein bhis zur Mundung der

1490. Echte Maräne.