Rethymnon, kret. Stadt, s. Netimo.
Ketiarii uth Netzfechter, eine Art Gladiatoren, die
nit einem Netz, das sie dem Gegner überzuwerfen suchten,
inem Dreizack und Dolch kämpften. b
Zotionum cat. „Netzchen“), der Netzmagen (. d.) der
Retif de ig Bretonne (spr. bun), Nicolas Edm.,
Avoler franz. Romanschriftsteler, geb. 22. Nov. 17384 zu
Sacy, gest. 3 gebre Ivoe zu Paris; Hauptwerl: „Paysan
—
Retikular at. ) netzförmig. Mesomns.d
Ferituilerte Giafer Art Miucefiori (s. —F
Retimo Rethymnon, das alte Rythymna, Nomostuptstadt
 an der Nordküste Kretas, (1900) 9311 E., 97
Rotina (lat.), die Netzhaut des Auges (s. d. und Tafel:
»Rnesorgane I. A, 6, 7 u. 8).
Retinitis Entzünduug der Retzhaut (Retina).
Retinvftopie anete
aneree —— s. —5 — sich zurũcka
 ückzug; retirieren, sich zurü
8 rade (urz.), Rückzug, Abort; r ——
Fetizenz (lat. reticentia, „das Verschweigen“), s.
Retonfen qpr. ongfeih), Gemeinde in Loͤthringen,
— E.; danach dird bon den Franzosen meist die
lacht bei Noisseville (s.d.) genannt.
Retorva, Insel, s. Rurutu
Retvrsivn (lat. Zurückdrehung“), Erwiderung er
—— Anordnungen des einen Staͤates gegen Unter—
anen eites andern Staates; das Retorsionssystem, be—
ehend in Aufstellung von Einfuhr⸗ und Ausfuhrverboten,
ehen Zoͤllen MRetorsionszölle, Kampfzölle) uc., wird deni
brohihtiwsotch eines andern Staates entgegengesebt.
KRetorte rz.), ein zum Gebrauch beim Destillieren be⸗
timmies, meist kügelförmiges Kochgefüß von Glas, Por—
lan, Metall, un engem, zur Seite gebogenem Hals.
Wel Ihemten 115)
Retortengraphut der bei der Leuchtgasbereitung
ich in den Retorten absehende, faft chem. dene Kohlen⸗
woe dient Bogenlichttohlen uund zu Elektroden für
jawanische Elemceutt
detortentors s. v. w. Gaskoks (s. d.).
Petortenosen, s. Feuerungsanlagen.
Retour Erz., spr. Auhr), Kücktehr.
Retonrnemen ( spr. furn mähr), Lac de, Simmeisee,
See im fFrang. dep. Vosges, durch die Vologne mit dem
Lac de Longemer verbunden, 500 melg., bis 400 m br.,
i80) ιανν 19) mm tief. lsenden.
Retournieren Urz., spr. Kurx.), zurücklehren, zurück—
Retonrrechnung in Wechselrecht die Bexechnung
der Regreßsumnne (s. Regreß) bei einem wegen Nichtzah⸗
lung zurückkehrenden Wechfel, oft erhoben durch einen
Netrurwechset (. Wer sel). swiderrufen.
Retrahent — Retralkt; retrahieren, zurückziehen;
——RR spr. träht), Rückzug, Signal dazu;
etteres dient auch für die Kavallerie als Zapfenstreich (s. 8.)
Retrakt Cat.), Räherrecht, auch Sinstand, Abtrieb,
dofung zꝛc., im allgemeinen die aus Übereinkunft, Testa⸗
ment oder gesetzlicher Vorschrift entspringende Befugnis
mandes NRetrahent, Nahergelter), eine fremde, von ihrem
Ligentunce an einen Dritten verkaufte Sache (Grund⸗
tüch gegen Ersatz des ursprünglichen Kaufpreises an sich
diehen. Die Haupiarten des n R. find: Erb—
ung, den Imesintechen da erldufers, Land- oder
Marttasung den Mitbewohnern einer Gemeinde gegen
Iswãrlige Käufer, Gespilderecht (jus oongrun), einem
Srundeig tan hinsichtlich früher mit seinem Grundftücke
einem Ganzen vereinigt gewesener Grundstücke, Eigen⸗
umislofung einem, dem ein Grundstück enteignet ist, zu⸗
iehend; jehl meist aufgehoben. fkürzung.
Retrattisn at.), Zurück⸗, Zusammenziehung, Ver—
Retranchement ifrz., spr. aAngschmäng), Verschan—
wg. berschanzte Vinien.
Retribuudn (at.), Zurückgebung, Vergeltung.
Retriever Lugl., spr ritxihwr), . Hühnerhunde.
Netrvnen wn iãe gune hef. hr heer)
zach rüc würis; reirograd, rückaufige(s Rechtlaufig);
Netron asattatzirt Katarrh der hintern Teile der Rase,
es Nasenrachenre umgß retrospektiv, —e— Retro⸗
ersion Rückwaͤrtsvbengung (Bes. der Gebärmutter); Netro⸗
zessiön, Wiederabtretung (s. Rückversicherung).

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Reu

Rettich (Raphanus L), Pflanzengattg. der Kruziferen,
fräuter mit fleischiger Wurzel, in Europa und im ge—
näßigten Asien. Garten-⸗N. (K. sativus T.), aus Asien,
vegen seiner eßbaren scharfen Wurzel kultiviert. Spiel⸗
irten: Winter⸗, Sommer⸗, Mai⸗R. und Monats-⸗R. (Ra⸗
»ieschen); B. caudatus L, wrgen seiner pikanten Schoten
n Japan kultiviert; Ackerunkraut ist der Acker- oder
deiden⸗NR., auch Hederich (R. raphanistrum L.).
Rettich, Julie, geborene Gley, tragische Schauspielerin,
jeb. 17. April 1808 in Hamburg, seit 1830 am Burg⸗
heater zu Wien, seit 1833 vermählt mit dem Schauspieler
karl R. (geb. 8. Febr. 1805. in Wien, gest. 17. Nov. 1878),
est. 11. April 1866 zu Wien.
s. Rettungshäuser.
Rettungsboje, ein Korkring oder sonstiger schwim—
nender Körper (nachts mit unverlöschbarem Licht) zum
stachwerfen für uüͤber Bord gefallene Personen.
Rettungsboote, Nuder⸗, Segel- und Dampfboote,
ie durch ihre Bauart bes. zum Gehrauch in schwerer See
ind Brandung geeignet sind; sie haben Selbstentleerungspparate,
 durch die eingedrungenes Wasser entfernt wird,
uftkasten, die die Schwimmfähigkeit erhöhen und ein
Wiederaufrichten nach dem Umschlagen ernnglien— Sie
verden in Schuppen auf Bootswagen oder Gleitkarren
zereitgehalten ünd bei Gefahr von Pferden oder Menschen—
raft ins Wasser gezogen. Im Gebrauch sind bes. die nach
hren Erfindern benannten Peale-, Francis- und Green—
oote. Auf Schiffen sind R. zum sofortigen Gebrauch in
See, stets mit Wasser und Proviant ausgerüstete, in Da—
its (s. d.) aufgehängte Boote.
Rettungshäuser, Anstalten zur Besserung und Er—
iehung verwahrloster Kinder; in Deutschland zuerst durch
—— Pestalozzi und Falk gegründet; berühmt das
—0—— I
zurg. Das Deutsche Reichsstrafgesetzbuch gestattet, Ange—
chuldigte zwischen 1218 Jahre auch nach erfolgter Frei⸗
prechung R. bis zum 20. Jahre zu überweisen.
Rettungsstationen, Küstenpunkte, von denen aus
das Rettungswesen zur See meist durch Privatgesell—
haften (s. Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) aus—
eübt wird, die für Ausbildung der Rettungsmannschaften
nd für Rettungsapparate sorgen. — Vgl. Gentsch, „Sichereitsz
 und Rettungswesen auf See“ (1897); Cordes,
Deut sches Seerettungswesen“ 1900).
Reiuschieren (frz.), überarbeiten, aus- nachbessern;
nffrischen lalte Gemülde, abgenutzte Kupfer⸗ Holze, Stahllatten);
 in der Photographie: kleine Fehler im Negativ
der Pofitiv durch Handarbeit beseitigen; Retusche, Über⸗
rbeitung, Aus⸗ oder Nachbesserung.
Reißz Nayz, spr. räs), Gilles de Laval, Baron von,
Narfchall von Frankreich, geb. um 1404, zeichnete sich
inter Karl VII. gegen die Engländer aus, wegen vieler
indermorde zu Nantes 26. Oklt. 1440 verbrannt. —
zal. Bofsard (franz., 1886). — Albert de Gondy, Herzog
on R..geb. 4. Nov. 1632 zu Florenz, 1573 Marscall
on Frankreich, gest. 12. April 1602 zu Paris. — Sein
Vroßneffe Jean Françcois Paul de Gondy, Kardinal von
st., geb. 16183 zu Montmirail, 1648 Koadjutor des Erz⸗
ischofs von Paris, neben Condt Haupt der Fronde, 1651
dardinal, 1682 —64 in Haft, gest. 1678 in Paris. Mehoires“
 (1870--80). - Val. Chantelauze (1878 u. 1879).
Retzius, Anders, schwed. Anatom und Naturforscher,
eb. 13. Olt. 1796 zu Lund, 1824 Prof. in Stockholm,
est. daf. 18. April 1860; bes. durch ethnogr. und kraniodg.
 Studien verdient. — Sein Sohn Gustav M., geb.
7 Ott. 1842 zu Stockholm, 1877501 Prof. das.; schrieb:
Anatom. Untersuchuugen“ (1872), „Biolog. Unter⸗
uchungen“, (1880 51 u. 1890 fg.), „Finnland'“ (1885),
Das Menschenhirn“ (1887), „Crania Suecica antiqua“
1899; deutsch 18900), „Anthropologia Suecica“ (mit
fürst, deutsch 1902) u.
Reuchlin, Herm. Geschichtschreiber, geb. 9. Jan. 1810
u Markgroningen (Württemberg), 184857 Pfarrer zu
zfrandorf bei Tübingen, gest. 14. Mai 18783 zu Stutt⸗
art; schrieb: „Geschichte Italiens“ (1880 -74) u. a.
Reuchlin, Joh, gräüzisiert Capnio, Humaͤnist, geb.
2. Febre 1456 zu Pforzheim, trat 1481 als dtat in die
dienste des Grafen Eberhard im Barte von Württemberg,
ebte nach Reisen in Italien am Hofe Philipps von der