Reu

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Ffalz, 1360213 Vorsitzender beim schwäb. Bundesgericht,
jührte einen langjährigen Federkrieg gegen die Domini—
zaner in Köln, der die Abfassung der Bpistolas gbseu.
rorum vrorum“ (s. d.) veranlaßte, 1819 Prof. zu Ingol⸗
tadt, gest. 80. Juni 1582 in Liebenzell bei Hirschau; hoch—
»erdient um die bessere Gestaltung des Schulwesens;
zegründete eine eigene Aussprache der griech. Diphthongen
—
. Geiger (1879; Briefwechfel in der „Bibliothek des
Literar. Vereins“ (1875). sthal).
Reuenthal, Neidhardt von, s. Neidhart (von Neuen⸗
Reuerinnen, s. v. w. Magdalenerinnen s. d.).
Reugeld und Reukauf, Reuvertrag; bei Wett⸗
ennen Konventionalstrafe (eugl. tortert), die der Besitzer
zines Reunpferdes zahlen muß, wenn er dieses angemeldet
at, aber nicht laufen lassen will.
Reulegaur (spr. xöloh), Franz Ingenieur, geb. 30. Sept
i829 zu Eschweiler, 1886 Profe in Zuͤrich, seit 1864 un
der Gewerbeakademie (seit 1868 Direktor), 1879 96 an
der Techn. Hochschule in Berlin, Jurymitglied der Well—
ausstellungen in Paris (1867), Wien (1878) und Phila⸗
delphia (1876), durch seine Kritik der deutschen Industrie
„billig und schlecht“ in bezug auf die deutschen Aus⸗
tellungsgegenstände in Philadelphia) von großem Einfluß
zuf dieselbe, 1879 — 81 Reichskonunisfar auf den Aus
stellungen in Sydney und Melbourne, geft. 20 Aug. 1908
in Charlottenbutg; schrieb: „Theoretische a nematite (1875).
„Der Konstrukteur“ (4. Aufl. 1895), „Kurzgefaßte Geschichte
der Dampfmaschine“ (1891) u. a.
Reumont (spr. römong), Alfred von, preuß. Diplo⸗
mat und Historiker, geb. 15. Aug. 1808 zu Aachen, 1818
degationsrat, 1848 —51 Geschäftsträger bei Vius X.
dann bis 1860 Ministerresident zu Florenz, Modena und
Parma, gest. 27. April 1887 in Burtscheid; schrieb „Beiträge
uur ital. Geschichte“ (6 Bde., 1883557), „Geschichte der
Stadt Rom“ (3 Bde, 186770), „Aus Friedrich Wil⸗
elms IV. gesunden und kranken Tagen“ (1888) a. a.
Rẽeunion ifrz., spr. ünköng), Wiedervereinigung; Name
geselliger Vereine und deren Zusammenkünfte.
Reunion (spr. ünlöng), Isle de Bourbon, franz.
dolonie, üduhae der Maskarenen, 1980 qku, (1009)
173315 En gebirgig (Piton des Neiges, 3150 m) und
oulkanisch (Piton de la Fournaise, 2625 m);: gesundes Klima,
fruchtbarer Boden; Handel s. Beilage: Afrikaz Eisen⸗
»ahnen (1908) 127 xm; Haupistadt Saint⸗Denis. R. 1505
on dem Porkugiesen Mascarenhas entdeckt, seit 1649 frau—
zösisch. — Bgl, Drasche (1887), Keller 888).
Reunionskammern, die von Ludwig XIV. 1680
zu Metz, Breisach und Besangon eingesetzten Gerichte, aui
deren Aussprüche gestützt ex 168184 die Städte, Flecken,
Dörfer 1c. auf dem linken Rheinufer an sich riß, die jemals
mit den im Westfäl. und Nimweger Frieden neuerworbenen
Ländern irgendwie in Verbindung gestanden.
Reus, Stadt in der span. Prov. Tarragona, (1900)
26601 E.; Textilindustrie, Maschinenfabriken.
Reusch, Frauz Heinr. kath. Theolog, geb. 4. Dez. 1825
zu Brilon (Westfalen), seit 1888 Prof. in Bonn, seit
1870 ein Führer der Altkatholiken, 1872 erkommuniziert,
374- (8 alttath. Generalvikar, gest. 3. März 1800 in
Bonn; Hauptschriften: „Lehrbuch der Einleitung in das
A. T.“ 14. Aufl. 1870), , Der Inder der verbotenen
Bücher!“ (2 Bde, 1883 85), „Geschichte der Moxalstreitig⸗
eiten in der röm.-kath. Kirche seit dem 16. Jahrh.“ (mit
eh 2 Bde., Aene Zionri vnn se 9
eusch, Friedrich, Bildhauer, geb. 5. Sept. in
Siegen, Schüler g Akademie und Alb. Wolffs
eit 1881 Prof. an der Akademie zu Königsberg; Haupt⸗
arbeiten: für Siegen ein Reiterstanddild Kar ser Wilhelms J.
1802) und die Bronzesiatue Bismarcks (18009, Bronze⸗
standbild Wilhelms J. in Königsberg (1804), Kaiserdent—
mäler für Münster (1897) und 6
1898), Standbild Bismarcks für Duisburg
 (1805); auch mythologische Geuren
bildwerke.
Reuse, trichter⸗ oder zyliuderförmige
Fangvorrichtung für Fische, aus Weidengeflecht (Korb⸗R.)
oder Netzwerk (Garn⸗R.), wird am Boden des Gewässers
vbefestigt; besondere Arten: Bungen, Flügel-R.. Bund—
garne und Fischzäune [Abb. 14959.

Reuse (spr. röhs'), Arcuse, Fluß im schweiz. Kanton
denenburg, durchfliebt das Tal vdon Traders, füllt bei
zoudry, in den Reuenburger See. t
Reuß, —gZufluß der Aare in der Schweiz, entsteh
us zwei Hauptquellen am Sankt Gotthard 5
WOoO n), stromt durch den Vierwaldstätter See, von de
in hreit und schiffbar, mündet nach 1416 km bei Windish
Reuß, zwei Futstentümer und Bundesstaaten des
deutfchen Reichs, ein Teil des Vogtlandes Kartenzrandenburgeec.
 I und Miltleres Westdeutsch—
and J, bei Rheinprovinzl, 1148 4km,
1900) 207 600 (1905: 215 160) meist
vang. E., in einen kleinern nördl. und
inen größern südl. Teil getrennt und zwi—
chen der ältern und jüngern Linie des fürstl.
hauses N. geteilt. Die Fürsten und Prin—
zen führen sämtlich den Namen Heinrich, F
—
üngere mit jedem Jahrhundert wieder mit J
jeginnt. Das Militärkontingent beider ras6. Reuß.
fFürstentümer bildet das 2. Baätaillon des Wh
. Thüring. Infanterieregiments Nr. 96, der 88. Divien
nes 11. preuß. Armeckoeps. Jedes Fürstentum hat
Stimme im Deutschen Bundesrate und je einen Vertre—
m Reichsstage. Das von einem Fürstenhud bedeckte Wappen
eider ist quadriert: erstes und viertes Feld goldener
rönter Löwe in Schwarz, zweites und drittes Feld gol⸗
dener Kranich in Silber JIJAbb. 1496); Landesfarben:
Schwarz-Rok-Gelb. Als Orden besteht ein Ehrencen
) R. älterer Linie oder R.-Greiz 817 gkm, (1900) 68 In
(1965: 70 390) E., besteht aus den Herrschaften Ober⸗ ne
zreiz und Burgk und fünf Dörfern der Pflege Reichenfe
dauptstadt Greiz. Verfassung vom 28. Muͤrz 1867; die *
)esvertretung besteht aus 19 Abgeordneten; Laudrataan
n Greiz; Einnahmen und Ausgaͤben 1006: 1780702 5
Iberlandesgericht in Jena, Landgericht in Greiz, Amt
erichte in Greiz, Burgk und Zeulentoda. Lebhafte Ju⸗
ustrie, bes. Woͤwaren- und Strumpfwareufabrikation ·J
2) R. juugerer Linie oder R. Gera Schletz Lobensten
Zhersdors. 2 ,. I8 3 ααιο Pauptstadt
Sera. Verfaffung vom 14. Aprit 1862, geandert 20. Juni
856; die Landesvertretung besteht aus 16 Adgeordneten;
andratsämter in Gera und Schleiz; Einnaͤhmen a
—— —
Obexlandesgericht in Jena, Landͤgericht in Gera, Anits⸗
gerichte in Gera, Hohenleuben, Sclleiz, Lobenstein, Hirsch⸗
herg; Industrie in Woll⸗ und Baumwollwaren, Eisen⸗
zießerei, Maschinenbau, Tabakfabrikation. rich der
Geschichte. Als Ahne des Hauses Re gilt Heiurich de
Fromme von Weida dum 1200), sein ah Heinrich per
Reiche, war Hofmarschall der Kaiser Friedrich Jund Heiu—
tich VI. Von den drei Linien, die seine Söhne siifteten,
Nieb 1550 nur noch die plauensche übrig, deren —
deinrich II. sich durch seine Waffentaten gegen die Polen
westl. Russen) um 13247 den auf den dJanzen Thwnn
bergegangenen Beinamen Ruzze (Reuße, Ruthene) erwarb.
Sie teilte sich 1864 wirder in drei Linien, von denen .
nittlere 1616 ausstarbe Die ättere Linie erhielt 177 J
die reichsfürstl. Würde, trat 1807 dem Rheinbunde, 181
)em Deutschen Bunde, nach dem Deutfchen Kriege von
866, in dem das Land von Preußen olkupiert ward, dem
Norddeutschen Bunde bei. Der Fürft Heiurich, XXI.
J. d.) na 28. März 1867 die Regierung jelbstundig
ind gab zugleich eine Verfassung; ihm folgie 10. Apri
802 sein geistestranker Sohn —— für
Fürst Heinrich XIV. von Rj. 8. die Regentschaft
* Die Jüngere Linie teilte sich l647 und 1666 in die Spezial⸗
Jäuser Gera, Schleiz, Ebersborf und Lobenstein, von deuen
das erste 1802, daͤs letzte 1024 erlosch; nachdem der Fürst e
Ebersdorf⸗ Lobenstein 1818 der Herrschaft entfagt, wurde
die Linie R.-Schleiz Erbe des Ganzen. Seit 1806 he
n trat sie 1807 dem Rheinbunde, 1816 dem Deut
schen Bunde, 1800 dem Rorodeutschen Bunde bei. Ne⸗
icrender Fürst ist seit 14. Jult 1864 Heinrih V. G2.
zie Regierung führt in Stellvertretüng Erbprinz —
ich XXVII. — Von der jüngern Linie trennte sich
ie Parggiatslinie R.-Schleiz ⸗Köstrit ab, deren jetziges
Zaupt Fuͤrst Heinrich XIV (oeb. 8. Vez 1806) ist, 8
annt als Konponist (Sinfoniet Quartells c). — Val.

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